
Virāṭa-parva Adhyāya 22 — Draupadī’s Abduction Attempt and Bhīma’s Suppression of the Kīcakas
Upa-parva: Kīcaka-vadha Upaparva (Episode of Kīcaka’s death and its aftermath)
Vaiśaṃpāyana describes Kīcaka’s relatives gathering around his slain body, preparing funerary handling and expressing agitation. They notice Draupadī (Kṛṣṇā), standing nearby, and—led by Upakīcaka—propose immediate retaliation: either killing her or burning her with the deceased, framing it as service to Kīcaka’s memory. They approach King Virāṭa and obtain consent for her forced participation in the cremation. Draupadī is seized, bound, and carried toward the cremation ground while she calls out in coded address to the ‘Gandharvas,’ signaling her protectors without disclosing identities. Hearing her lament, Bhīma responds instantly, changes outward presentation to preserve concealment, exits covertly, and advances to the śmaśāna. He uproots and wields a large tree as an improvised weapon, creating panic among the attackers. The Kīcakas release Draupadī and flee; Bhīma pursues and neutralizes a large number of them, described as a decisive rout. He then reassures Draupadī, instructs her to return to the city without fear, and himself returns by a separate route to avoid exposure. The chapter closes with public astonishment and silence at the magnitude of the event.
Chapter Arc: द्रौपदी के अपमान का विष अब सहा नहीं जाता—भीमसेन प्रतिज्ञा करते हैं कि आज ही कीचक को उसके बन्धु-बान्धवों सहित यमलोक भेजेंगे। → द्रौपदी योजना रचती है: प्रदोष-रात्रि में कीचक को नर्तनशाला/एकान्त भवन में मिलने का संकेत देती है, जहाँ दिन में कन्याएँ नृत्य करती हैं और रात में सब अपने-अपने गृह लौट जाती हैं—अर्थात् अँधेरा, सन्नाटा, और छल का अनुकूल अवसर। कीचक लोभ में अन्धा होकर उपहारों और दास-दासियों का प्रलोभन देता है और उसी संकेत-स्थान को सत्य मानकर तमसा से ढँके विशाल भवन में प्रवेश करता है। → अँधेरे में भीम और कीचक का भीषण मल्लयुद्ध छिड़ता है—नख-दन्त ही आयुध, उन्मत्त व्याघ्रों-सा संघर्ष। क्रोध से भरे भीम कीचक को कुचल देते हैं, अंग-भंग कर देते हैं, और उसे निर्जीव कर धराशायी कर देते हैं। → प्रातः कीचक के भाई-बन्धु भीतर जाकर रक्तरंजित भूमि पर उसका विकृत शव देखते हैं—ग्रीवा, चरण, पाणि, शिर का ठिकाना न पाकर ‘यह अमानुष कर्म है; गन्धर्व ने मारा’ कहकर विस्मय और भय में डूब जाते हैं। द्रौपदी की रक्षा का मार्ग खुलता है और पाण्डवों का गुप्तवास सुरक्षित रहने की ओर बढ़ता है। → कीचक-वध का दोष किस पर आएगा—द्रौपदी पर, ‘गन्धर्व’ पर, या विराट-सभा में किसी और पर? कीचक के बन्धु अब प्रतिशोध के लिए क्या करेंगे?
Verse 1
भीमसेन बोले--भद्रे! तू जैसा कह रही है, वैसा ही करूँगा। भीरु! मैं आज कीचकको उसके भाई-बन्धुओंसहित मार डालूँगा
Bhīmasena sprach: „O edle Dame, ich werde genau so handeln, wie du es sagst. O Furchtsame, heute werde ich Kīcaka samt seinen Brüdern und Verwandten erschlagen.“
Verse 2
अस्या: प्रदोषे शर्वर्या: कुरुष्वानेन संगतम् | दुःखं शोकं च निर्धूय याज्ञसेनि शुचिस्मिते
Bhīmasena sprach: „In der Abenddämmerung der kommenden Nacht richte ein Treffen mit ihm aus. Schüttle Kummer und Trauer ab, o Yājñasenī mit dem reinen Lächeln; geh und sage Kīcaka, er solle in die Tanzhalle kommen.“
Verse 3
यैषा नर्तनशालेह मत्स्यराजेन कारिता । दिवात्र कन्या नृत्यन्ति रात्रौ यान्ति यथागृहम्
Bhīmasena sprach: „Dies ist die Tanzhalle, die der König der Matsyas errichten ließ. Am Tage tanzen hier die Mädchen, und in der Nacht kehren sie heim, jede in ihr eigenes Haus.“
Verse 4
तत्रास्ति शयन दिव्यं दृढाड़ं सुप्रतिक्तितम् । तत्रास्य दर्शयिष्यामि पूर्वप्रेतानू पितामहान्
Bhīmasena sprach: „Dort steht ein herrliches Lager—fest und wohlgefügt. Wenn Kīcaka dorthin kommt, werde ich ihn seine Ahnen schauen lassen, die bereits in den Tod gegangen sind.“
Verse 5
यथा च त्वां न पश्येयु: कुर्वाणां तेन संविदम् । कुर्यास्तथा त्वं कल्याणि यथा संनिहितो भवेत्
„Handle so, o Glückselige, dass dich niemand sieht, während du heimlich mit ihm verabredest. Und sprich so, dass er nach dem vereinbarten Zeichen gewiss zu mir kommt.“
Verse 6
वैशम्पायन उवाच तथा तौ कथयित्वा तु बाष्पमुत्सूज्य दु:खितौ । रात्रिशेषं तमत्युग्रं धारयामासतुर्ह्ददि
Vaiśampāyana sprach: „Nachdem sie so miteinander gesprochen hatten, vergossen die beiden, vom Kummer überwältigt, Tränen und zogen sich zurück. Den Rest der Nacht ertrugen sie in heftigster Unruhe und bewahrten ihr Gespräch verschlossen im Herzen.“
Verse 7
तस्यां रात्र्यां व्यतीतायां प्रातरुत्थाय कीचक: । गत्वा राजकुलायैव द्रौपदीमिदमब्रवीत्,वह रात बीत जानेपर कीचक सबेरे उठा और राजमहलमें जाकर द्रौपदीसे इस प्रकार बोला--
Als jene Nacht vergangen war, erhob sich Kīcaka am Morgen und ging geradewegs in die königlichen Gemächer. Dort sprach er zu Draupadī wie folgt—
Verse 8
सभायां पश्यतो राज्ञ: पातयित्वा पदाहनम् । न चैवालभसे त्राणमभिपन्ना बलीयसा
Vaiśampāyana sprach: „In der königlichen Versammlung, während der König zusah, warf ich dich zu Boden und trat dich mit den Füßen. Und nun, da du in die Gewalt eines Stärkeren geraten bist, wirst du keinen Schutz finden.“
Verse 9
प्रवादेनेह मत्स्यानां राजा नाम्नायमुच्यते । अहमेव हि मत्स्यानां राजा वै वाहिनीपति:
Vaiśampāyana sprach: „Hier nennt man im gewöhnlichen Gerede Virāṭa nur dem Namen nach den König der Matsyas. In Wahrheit aber bin ich hier der König — denn ich bin der Befehlshaber und Herr des Heeres.“
Verse 10
मां सुखं प्रतिपद्यस्व दासो भीरु भवामि ते । अद्वाय तव सुश्रोणि शतं निष्कान् ददाम्यहम्
Vaiśampāyana sprach: „O Furchtsame, nimm mich willig und in Behagen an; ich werde dein Diener. O schönhüftige Frau, für deine täglichen Ausgaben will ich dir jeden Tag hundert Niṣkas geben.“
Verse 11
दासीशतं च ते दद्यां दासानामपि चापरम् | रथं चाश्व॒तरीयुक्तमस्तु नौ भीरु संगम:
Vaiśampāyana sprach: „Ich werde dir hundert Dienerinnen geben und dazu noch hundert Diener. Ein Wagen, mit Maultierstuten bespannt, soll für deine Fahrt bereitstehen. O Furchtsame, nun soll es zu einer Begegnung zwischen uns kommen.“
Verse 12
द्रौपहुुवाच एवं मे समयं त्वद्य प्रतिपद्यस्व कीचक । न त्वां सखा वा भ्राता वा जानीयात् संगतं मया
Draupadī sagte: „Wenn es so ist, o Kīcaka, dann nimm heute meine Bedingung an: Weder dein Freund noch dein Bruder soll erfahren, dass du mit mir zusammengetroffen bist.“
Verse 13
अनुप्रवादाद् भीतास्मि गन्धर्वाणां यशस्विनाम् | एवं मे प्रतिजानीहि ततो5हं वशगा तव
„Ich fürchte den Tadel und das Gerede, das sich um die ruhmreichen Gandharvas erheben könnte. Darum gib mir dieses Versprechen; dann kann ich mich unter deinen Schutz und deine Gewalt stellen.“
Verse 14
कीचक उवाच एवमेतत् करिष्यामि यथा सुश्रोणि भाषसे । एको भद्रे गमिष्यामि शून्यमावसथं तव,कीचक बोला--ठीक है। सुश्रोणि! तुम जैसा कहती हो, वैसा ही करूँगा। भद्रे! तुम्हारे सूने घरमें मैं अकेला ही जाऊँगा
Kīcaka sprach: „So sei es. O Suśroṇī, ich werde genau so handeln, wie du es sagst. O sanfte Dame, ich werde allein zu deiner Wohnung gehen, wenn sie leer ist.“
Verse 15
समागमार्थ रम्भोरु त्वया मदनमोहित: । यथा त्वां नैव पश्येयुर्गन्धर्वा: सूर्यवर्चस:
Kīcaka sagte: „O du Schönschenklige, vom Verlangen nach dir berauscht und verwirrt, werde ich zur Begegnung und Vereinigung so kommen, dass die Gandharvas—strahlend wie die Sonne—dich dann nicht an meiner Seite sehen.“
Verse 16
द्रौपहुुवाच यदेतन्नर्तनागारं मत्स्यराजेन कारितम् | दिवात्र कन्या नृत्यन्ति रात्रौ यान्ति यथागृहम्
Draupadī sagte: „Diese Tanzhalle, die der König der Matsyas erbauen ließ—hier tanzen die Mädchen am Tage, und in der Nacht kehren sie in ihre jeweiligen Häuser zurück.“
Verse 17
द्रौोपदीने कहा--कीचक! मत्स्यराजने यह जो नृत्यशाला बनवायी है, उसमें दिनके समय कन्याएँ नृत्य करती हैं तथा रातमें अपने-अपने घर चली जाती हैं ।।
Draupadī sagte: „Kīcaka, in dieser Tanzhalle, die König Matsya erbauen ließ, tanzen die Mädchen am Tage und kehren nachts in ihre Häuser zurück. Geh dorthin zur dunkelsten Stunde. Die Gandharvas kennen diesen Ort nicht. Treffen wir uns dort, wird jeder Vorwurf abgewendet—daran besteht kein Zweifel.“
Verse 18
(कीचक उवाच तथा भद्रे करिष्यामि यथा त्वं भीरु मन्यसे । एक: सन् नर्तनागारमागमिष्यामि शो भने ।।
Kīcaka sagte: „So sei es, edle Dame. O Scheue—wie du es für das Beste hältst, so werde ich handeln. O Schöne, ich werde allein in die Tanzhalle kommen, um dich zu treffen. O Suśroṇī, ich schwöre es bei meinem eigenen Verdienst. O Frau von erlesenem Teint, ich werde so vorgehen, dass die Gandharvas nichts von dir erfahren. Wahrhaft gelobe ich dir: Du hast nichts von den Gandharvas zu fürchten.“ Vaiśampāyana sagte: „O König, nachdem Kṛṣṇā (Draupadī) so mit Kīcaka gesprochen hatte, erschien ihr die verbleibende Hälfte jenes Tages schwer und lang wie ein ganzer Monat—während sie darauf wartete, die Sache vorzutragen (und Genugtuung zu suchen).“
Verse 19
कीचको<थ ग्हं गत्वा भृशं हर्षपरिप्लुत: । सैरन्ध्रीरूपिणं मूढो मृत्युं तं नावबुद्धवान्
Da kehrte Kīcaka, von heftiger Freude überflutet, in sein Haus zurück. In seiner Verblendung erkannte der Tor nicht, dass der Tod selbst in der Gestalt der Magd (Sairandhrī) zu ihm gekommen war.
Verse 20
गन्धाभरणमाल्येषु व्यासक्त: सविशेषत: । अलंचक्रे तदा55त्मानं सत्वर: काममोहितः
Vaiśampāyana sprach: Vom Begehren überwältigt, schmückte er sich hastig und hing besonders an Düften, Geschmeide und Blumengirlanden — ganz versunken in sinnlicher Zurschaustellung und Genuss.
Verse 21
तस्य तत् कुर्वतः कर्म कालो दीर्घ इवाभवत् । अनुचिन्तयतश्नचापि तामेवायतलोचनाम्
Vaiśampāyana sprach: Während er dieser Tätigkeit nachging, schien die Zeit sich zu dehnen und lang zu werden. Und da er immer wieder über jene langäugige Dame (Draupadī) nachsann, erschien ihm selbst ein kurzer Augenblick aus ruheloser Sehnsucht wie eine gewaltige Spanne.
Verse 22
आसीदभ्यधिका चापि श्री: श्रियं प्रमुमुक्षत: । निर्वाणकाले दीपस्य वर्तीमिव दिधक्षत:
Vaiśampāyana sprach: Dennoch nahm Kīcakas Glanz in jener Stunde über alle Maßen zu, obwohl er im Begriff war, für immer von königlichem Glück getrennt zu werden. Es war wie die Flamme einer Lampe, die im Augenblick des Erlöschens noch einmal hell auflodert, als wolle sie den Docht ein weiteres Mal verzehren.
Verse 23
कृतसम्प्रत्ययस्तस्या: कीचक: काममोहित: । नाजानाद दिवसं यान्तं चिन्तयान: समागमम्
Vaiśampāyana sprach: Von Begierde geblendet, schenkte Kīcaka ihren Worten vollen Glauben. In Gedanken an die Wonne des Zusammenseins versunken, bemerkte er nicht einmal, wie der Tag verging — sein Geist war Gefangener von Verlangen und Verblendung.
Verse 24
ततस्तु द्रौपदी गत्वा तदा भीम॑ महानसे । उपातिष्ठत कल्याणी कौरव्यं पतिमन्तिकम्,तदनन्तर कल्याणस्वरूपा द्रौपदी पाकशालामें अपने पति कुरुनन्दन भीमसेनके पास गयी
Vaiśampāyana sprach: Da ging Draupadī, die glückverheißende Frau, zu Bhīma in die große Küche und stellte sich nahe zu ihrem Gemahl, dem Helden aus dem Geschlecht der Kauravas. Die Szene hebt ihre Zuflucht beim Gatten in Verbergung und Gefahr hervor und die stille Standhaftigkeit ehelicher Pflicht in der Not.
Verse 25
तमुवाच सुकेशान्ता कीचकस्य मया कृत: । संगमो नर्तनागारे यथावोच: परंतप,वहाँ सुन्दर लटोंवाली कृष्णाने कहा--“शत्रुतापन! जैसा तुमने कहा था, उसके अनुसार मैंने कीचकको नृत्यशालामें मिलनेका संकेत कर दिया है
Da sprach die Frau mit den schönen Locken (Draupadī): „O Feindeverbrenner, wie du es angewiesen hast, habe ich ein Treffen mit Kīcaka in der Tanzhalle verabredet.“ Im ethischen Rahmen der Episode weisen ihre Worte auf eine bewusst geführte List hin: einen beherrschbaren Ort der Begegnung zu wählen, um Kīcakas Unrecht aufzudecken und zu zügeln und zugleich Ehre und Ordnung am Hofe Virāṭas zu schützen.
Verse 26
शून्यं स नर्तनागारमागमिष्यति कीचक: । एको निशि महाबाहो कीचकं त॑ निषूदय
Vaiśampāyana sprach: „Kīcaka wird in die Tanzhalle kommen, wenn sie leer ist. O du Mächtigarmiger, geh nachts allein und erschlage jenen Kīcaka.“
Verse 27
“अतः महाबाहो! कीचक रातके समय उस सूनी नृत्यशालामें अकेला आवेगा। तुम वहीं उसे मार डालना ।।
Vaiśampāyana sprach: „O Sohn der Kuntī, Pāṇḍava — geh in die Tanzhalle und mache jenen Kīcaka, den Sohn des Wagenlenkers, der vom Hochmut der Trunkenheit aufgebläht ist, leblos.“ Die Weisung rahmt Kīcakas Tötung als notwendige Tat, um Draupadīs Ehre zu schützen und einen mächtigen Übeltäter zu zügeln, dessen Machtmissbrauch die Grenzen des Dharma überschritten hat.
Verse 28
दर्पाच्च सूतपुत्रो$सौ गन्धर्वानवमन्यते । त॑ंत्वं प्रहरतां श्रेष्ठ हृदान्नागमिवोद्धर
Vaiśampāyana sprach: „Vom Stolz verblendet verachtet jener Sohn des Wagenlenkers die Gandharvas. Darum, o Bester der Schlagenden, zerr ihn aus dem See wie eine Schlange und wirf ihn aus dieser Welt.“
Verse 29
अश्रु दुःखाभिभूताया मम मार्जस्व भारत । आत्मनश्वैव भद्रं ते कुरुमानं कुलस्य च,“भारत! तुम्हारा कल्याण हो। तुम कीचकको मारकर मुझ दुःखपीड़ित अबलाके आँसू पोंछो तथा अपना और अपने कुलका सम्मान बढ़ाओ'
Vaiśampāyana sprach: „O Bhārata, möge dir Heil widerfahren. Indem du Kīcaka erschlägst, wische meine Tränen, denn Kummer überwältigt mich; und damit wahre deine eigene Ehre und die Würde deines Geschlechts.“
Verse 30
भीमसेन उवाच स्वागतं ते वरारोहे यन्मां वेदयसे प्रियम् । न हान्यं कज्चिदिच्छामि सहायं वरवर्णिनि
Bhīmasena sprach: „Sei willkommen, o edle Frau von anmutigem Schritt. Es erfreut mich, dass du dich mir zu erkennen gibst. Wahrlich, ich wünsche in dieser Sache keinen anderen Helfer — o Schönhäutige.“
Verse 31
भीमसेन बोले--वरारोहे! तुम्हारा स्वागत है; क्योंकि तुमने मुझे प्रिय संवाद सुनाया है। सुन्दरी! मैं इस कार्यमें दूसरे किसीको सहायक बनाना नहीं चाहता ।।
Bhīma sprach: „O edle Frau, sei willkommen. Du hast mir eine frohe Kunde gebracht, die mein Herz erfreut. O Schöne, in dieser Sache will ich keinen anderen als Helfer nehmen. Die Freude, die ich empfand, als ich von dir die Gelegenheit hörte, Kīcaka zu begegnen, ist dieselbe Freude, die ich einst nach der Erschlagung des Dämons Hidimba empfand.“
Verse 32
सत्य भ्रातृश्व धर्म च पुरस्कृत्य ब्रवीमि ते । कीचकं निहनिष्यामि वृत्रं देवपतिर्यथा
Indem ich Wahrheit, brüderliche Treue und Dharma voranstelle, erkläre ich dir: Ich werde Kīcaka töten, wie Indra, der Herr der Götter, Vṛtra erschlug. Das ist nicht bloßer Zorn, sondern ein Gelübde, gegründet auf Gerechtigkeit und auf die Pflicht, die Eigenen zu schützen.
Verse 33
त॑ गद्दरे प्रकाशे वा पोथयिष्यामि कीचकम् | अथ चेदपि योत्स्यन्ति हिंसे मत्स्यानपि ध्रुवम्
Bhīma erklärte, er werde Kīcaka zermalmen, wo immer er ihn fände — sei es an einem abgeschiedenen Ort oder offen vor aller Augen. Und sollten die Männer von Matsya, auf Kīcakas Seite, den Kampf wählen, werde er auch sie gewiss niederstrecken. Diese Aussage unterstreicht Bhīmas grimmige Entschlossenheit, Draupadīs Ehre zu schützen und Adharma zu bestrafen, selbst um den Preis, den Konflikt im Reich Virāṭas auszuweiten.
Verse 34
ततो दुर्योधन हत्वा प्रतिपत्स्ये वसुन्धराम् । काम मत्स्यमुपास्तां हि कुन्तीपुत्रो युधिषछ्ठिर:
Dann, nachdem ich Duryodhana erschlagen habe, werde ich die Erde in Besitz nehmen. Möge Yudhiṣṭhira, der Sohn Kuntīs, wenn er es wünscht, hier bleiben und dem Matsya-König Virāṭa in Hingabe dienen — dennoch werde ich nach Duryodhanas Sturz die Herrschaft über die Welt beanspruchen.
Verse 35
द्रौपहयुवाच यथा न संत्यजेथास्त्वं सत्यं वै मत्कृते विभो । निगूढस्त्वं तथा पार्थ कीचकं तं निषूदय
Draupadī sprach: „O Mächtiger, handle so, dass du meinetwegen deine Wahrhaftigkeit nicht preisgeben musst. O Sohn Kuntīs, bleibe verborgen, wie du es bist, und töte jenen Kīcaka.“
Verse 36
भीमसेन उवाच एवमेतत् करिष्यामि यथा त्वं भीरु भाषसे । अद्य तं॑ सूदयिष्यामि कीचकं सह बान्धवै:,भीमसेन बोले--ठीक है, भीरु! तुम जैसा कहती हो, वही करूँगा। आज मैं उस कीचकको उसके भाई-बन्धुओंसहित मार डालूँगा
Bhīmasena sprach: „So soll es sein. O Furchtsame, ich werde genau tun, worum du bittest. Noch heute werde ich Kīcaka samt seinen Verwandten niederstrecken.“
Verse 37
अदृश्यमानस्तस्याथ तमस्विन्यामनिन्दिते । नागो बिल्वमिवाक्रम्य पोथयिष्याम्यहं शिर: । अलभ्यामिच्छतस्तस्य कीचकस्य दुरात्मन:
Bhīma sprach: „O Tadellose, in dieser finsteren Nacht werde ich ihm unsichtbar bleiben und den Kopf jenes ruchlosen Kīcaka zermalmen—der es wagt, nach dir zu verlangen, obwohl du unerreichbar bist—wie ein mächtiger Elefant eine Bilva-Frucht unter den Fuß nimmt und zu Brei zertritt.“
Verse 38
वैशम्पायन उवाच भीमो<थ प्रथमं गत्वा रात्रौ छन्न उपाविशत् | मृगं हरिरिवादृश्य: प्रत्याकाडक्षत कीचकम्
Vaiśampāyana sprach: Darauf ging Bhīma als Erster voraus, trat nachts ein und setzte sich verborgen nieder. Unsichtbar wie ein Löwe, der seiner Beute auflauert, beobachtete und erwartete er Kīcaka—eine Falle stellend, um den Angreifer zu bestrafen und Draupadīs Ehre zu schützen, ohne die Verkleidung der Pāṇḍavas preiszugeben.
Verse 39
कीचकश्चाप्यलंकृत्य यथाकाममुपागमत् | तां वेलां नर्तनागारं पाउ्चालीसंगमाशया,इधर कीचक भी इच्छानुसार वस्त्राभूषणोंसे सज-धजकर द्रौपदीके साथ समागमकी अभिलाषासे उसी समय नृत्यशालाके समीप आया
Vaiśampāyana sprach: Auch Kīcaka, nach seinem Belieben mit Gewändern und Schmuck geschmückt, kam zu jener Zeit in die Nähe der Tanzhalle, getrieben vom Verlangen, sich mit Pāñcālī (Draupadī) zu vereinigen.
Verse 40
मन्यमान: स संकेतमागारं प्राविशच्च तत् । प्रविश्य च स तद् वेश्म तमसा संवृतं महत्,उस गृहको संकेत-स्थान मानकर उसने भीतर प्रवेश किया। वह विशाल भवन सब ओरसे अन्धकारसे आच्छन्न हो रहा था
Vaiśampāyana sprach: In der Meinung, es sei der verabredete Treffpunkt, betrat er jenes Haus. Als er eintrat, fand er das große Gemach ringsum von Dunkelheit umhüllt.
Verse 41
पूर्वांगतं ततस्तत्र भीममप्रतिमौजसम् । एकान्तावस्थितं चैनमाससाद स दुर्मति:
Vaiśampāyana sprach: Da war Bhīma, von unvergleichlicher Kraft, bereits zuvor gekommen und lag verborgen in der Einsamkeit. Der böswillige Kīcaka stieß dort auf ihn und begann, ihn mit der Hand abzutasten. In jenem Augenblick loderte Bhīmasena vor Zorn, entfacht durch Kīcakas Schmach an Draupadī.
Verse 42
शयानं शयने तत्र सूतपुत्र: परामृशत् । जाज्वल्यमानं कोपेन कृष्णाधर्षणजेन ह
Vaiśampāyana sprach: Dort, als Bhīmasena auf einer Lagerstatt lag, trat Kīcaka, der Sohn des Wagenlenkers, heran und tastete ihn mit der Hand ab. Bhīma, von unermesslicher Kraft, glühte vor Zorn, geboren aus der Schmach an Kṛṣṇā (Draupadī).
Verse 43
उपसंगम्य चैवैनं कीचक: काममोहितः: । हर्षोन्मथितचित्तात्मा स्मयमानो5भ्यभाषत,उनके पास पहुँचते ही काममोहित कीचक हर्षसे उन्मत्तचित्त हो मुसकराते हुए बोला --
Vaiśampāyana sprach: Als er sich ihm näherte, sprach Kīcaka, vom Begehren verblendet, im Herzen von freudiger Erregung berauscht, lächelnd—
Verse 44
प्रापितं ते मया वित्त बहुरूपमनन्तकम् | यत् कृतं धनरत्नाब्यं दासीशतपरिच्छदम्
Vaiśampāyana sprach: „Ich habe dir den Reichtum übergeben, den ich anhäufte—vielgestaltig und scheinbar ohne Ende. Und alles, was ich bereitet habe—reich an Gold und Juwelen, versehen mit Hunderten von Dienerinnen und allem Hausgerät—das alles weihe ich dir.“
Verse 45
रूपलावण्ययुक्ताभियुवतीभिरलंकृतम् । गृहं चान्त:पुरं सुभ्रु क्रीडारतिविराजितम् । तत् सर्व त्वां समुद्दिश्य सहसाहमुपागत:
Vaiśampāyana sprach: „O du Schönbrauige, ich bin sogleich zu dir gekommen und habe dir alles geweiht—mein Haus und die inneren Gemächer, geschmückt mit jungen Frauen voll Schönheit und Anmut und glänzend von Spiel und Lust.“
Verse 46
अकस्मान्मां प्रशंसन्ति सदा गृहगता: स्त्रिय: । सुवासा दर्शनीयश्व नान्यो<5स्ति त्वादृश: पुमान्
Vaiśampāyana sprach: „Ganz plötzlich beginnen die Frauen meines Hauses mich unablässig zu preisen und sagen: ‚Du bist wohlgekleidet und schön anzusehen; es gibt keinen anderen Mann wie dich.‘“
Verse 47
भीमसेन उवाच दिष्ट्या त्वं दर्शनीयो5थ दिष्ट्या55त्मानं प्रशंससि । ईदृशस्तु त्वया स्पर्श: स्पृष्टपूर्वो न कहिचित्
Bhīmasena sagte: „Wahrlich, ein Glück: Du bist sehenswert; und ein Glück auch, dass du dich selbst lobst. Doch eine Berührung wie die, die du gegeben hast, hat zuvor noch niemand erfahren.“
Verse 48
भीमसेन बोले--सौभाग्यकी बात है कि तुम ऐसे दर्शनीय हो और यह भी भाग्यकी ही बात है कि तुम स्वयं ही अपनी प्रशंसा कर रहे हो। परंतु ऐसा कोमल स्पर्श भी तुम्हें पहले कभी नहीं प्राप्त हुआ होगा ।।
Bhīmasena sagte: „Du scheinst in der Kunst der Berührung vollkommen bewandert—geschickt und urteilsstark, als verstündest du die Wege der Liebe und ihre Regeln. In dieser Welt gibt es keinen Mann, der dir im Gefallen der Frauen gleichkäme. Und doch hast du eine so sanfte Berührung wie diese wohl noch nie zuvor empfangen.“
Verse 49
वैशम्पायन उवाच इत्युक्त्वा तं महाबाहुर्भीमो भीमपराक्रम: । सहसोत्पत्य कौन्तेय: प्रहस्येदमुवाच ह
Vaiśampāyana sprach: Nachdem er so zu ihm geredet hatte, sprang Bhīma — der Großarmige, von furchterregender Kraft, Kuntīs Sohn — plötzlich auf und sprach lachend diese Worte.
Verse 50
अद्य त्वां भगिनी पाप॑ कृष्यमाणं मया भुवि | द्रक्ष्यतेडद्रिप्रतिकाशं सिंहेनेव महागजम्
„Heute, du Sünder, wird deine Schwester sehen, wie ich dich zu Boden werfe und über die Erde schleife—obwohl du groß bist wie ein Berg—wie ein Löwe einen mächtigen Elefanten schleppt.“
Verse 51
निराबाधा त्वयि हते सैरन्ध्री विचरिष्यति । सुखमेव चरिष्यन्ति सैरन्ध्य्रा: पतय: सदा,“इस प्रकार तेरे मारे जानेपर सैरन्ध्री बेखटके विचरेगी और उसके पति भी सदा सुखसे ही रहेंगे”
„Wenn du erschlagen bist, wird Sairandhrī sich ohne Furcht und ohne Hindernis bewegen; und ihre Gatten werden stets in Ruhe leben.“
Verse 52
ततो जग्राह केशेषु माल्यवत्सु महाबल: । स केशेषु परामृष्टो बलेन बलिनां वर:
Dann packte der Mächtige ihn am Haar, das mit Girlanden geschmückt war. So wurde der Vorkämpfer unter den Starken mit Gewalt am Schopf gepackt.
Verse 53
आशक्षिप्य केशान् वेगेन बाद्ोर्जग्राह पाण्डवम् | बाहुयुद्ध तयोरासीत् क्रुद्धयोर्नरसिंहयो:
Mit einem jähen Ansturm packte er ihn am Haar und griff dann den Pāṇḍava an den Armen. Da beide, zornentbrannt wie löwengleiche Männer, aufeinanderprallten, wurde der Kampf zum engen Ringkampf: Kraft gegen Kraft.
Verse 54
वसन्ते वासिताहेतोर्बलवद्गजयोरिव । ऐसा कहकर महाबली भीमसेनने उसके पुष्पहार-विभूषित केश पकड़ लिये। कीचक भी बलवानोंमें श्रेष्ठ था। सिरके बाल पकड़ लिये जानेपर उसने बलपूर्वक झटका देकर उन्हें छुड़ा लिया और बड़ी फुर्तीसे पाण्डुनन्दन भीमको दोनों भुजाओंमें भर लिया। तदनन्तर क्रोधमें भरे हुए उन दोनों पुरुषसिंहोंमें बाहुयुद्ध होने लगा
Vaiśampāyana sprach: Wie im Frühling, um einer duftenden, begehrten Gefährtin willen, zwei mächtige Elefantenkönige aufeinanderprallen—so rangen auch jene beiden löwengleichen Männer in wütendem Nahkampf. Bhīmasena, der Beste unter den Menschen, packte Kīcaka am blumengeschmückten Haar; doch Kīcaka, Anführer der Seinen und selbst ein Krieger von großer Kraft, riss sich mit einem heftigen Ruck los und umklammerte Bhīma sogleich mit beiden Armen in einem erdrückenden Griff. Von Zorn entflammt und vom Willen zum Sieg getrieben, kämpften sie Hand an Hand wie zwei rivalisierende Mächte: Bhīma handelt, um Draupadīs Ehre zu schützen und das Dharma gegen Kīcakas räuberische Überheblichkeit zu wahren.
Verse 55
वालिसुग्रीवयो र्भ्रात्रो: पुरेव कपिसिंहयो: । अन्योन्यमपि संरब्धौ परस्परजयैषिणौ
Vaiśampāyana sprach: Wie einst die beiden löwengleichen Affenbrüder Vāli und Sugrīva eine grimmige Schlacht ausfochten, so begannen nun auch diese beiden zusammenzuprallen. Beide waren gegeneinander von Zorn entbrannt, beide suchten den Sieg: auf der einen Seite Kīcaka, der Erste unter den Seinen; auf der anderen Bhīmasena, der Beste der Menschen.
Verse 56
तत: समुद्यम्य भुजी पञ्चशीर्षाविवोरगौ । नखदंष्टाभिरन्योन्यं घ्नत: क्रोधविषोद्धतौ
Vaiśampāyana sprach: Dann hoben sie die Arme, und wie zwei fünfhäuptige Schlangen, vom Gift des Zorns aufgestachelt, schlugen sie aufeinander ein und verwundeten einander mit Nägeln und Zähnen, vom Grimm getrieben.
Verse 57
वेगेनाभिहतो भीम: कीचकेन बलीयसा । स्थिरप्रतिज्ञ: स रणे पदान्न चलित: पदम्,बलिष्ठ कीचकने बड़े वेगसे आघात किया, तो भी दृढ़प्रतिज्ञ भीम उस युद्धमें स्थिर रहे; एक पग भी पीछे नहीं हटे
Von dem stärkeren Kīcaka mit großer Wucht getroffen, blieb Bhīma—fest in seinem Gelübde—in jenem Kampf unerschüttert und wich nicht um einen einzigen Schritt zurück.
Verse 58
तावन्योन्यं समा श्लिष्य प्रकर्षन्तौ परस्परम् | उभावपि प्रकाशेते प्रवृद्धो वृषभाविव,फिर दोनों आपसमें गुँथ गये और एक-दूसरेको खींचने लगे। उस समय वे दो हृष्ट-पुष्ट साँड़ोंकी भाँति सुशोभित होते थे
Vaiśampāyana sprach: Dann gingen sie aufeinander zu, schlossen sich in eine feste Umklammerung und zerrten einander hin und her. Auf dem freien Platz traten beide hervor—wie zwei ausgewachsene Stiere in der Blüte ihrer Kraft—und zeigten Stärke und Entschlossenheit, während der Kampf sich zuspitzte.
Verse 59
तयोहासीत् सुतुमुल:ः सम्प्रहार: सुदारुण: । नखदन्तायुधवतोर्व्याच्रयोरिव दृप्तयो:
Vaiśampāyana sprach: Zwischen jenen beiden erhob sich ein wildes, tobendes und überaus schreckliches Gefecht. Mit Nägeln und Zähnen als einzigen Waffen kämpften sie wie zwei vom Hochmut berauschte Tiger, ineinander verkeilt—ein Bild für die rohe, ungezügelte Gewalt, die ausbricht, wenn Stolz und Kraft die Selbstbeherrschung überrennen.
Verse 60
अभिपत्याथ बाहु्यां प्रत्यगृह्नादमर्षित: । मातज़ इव मातडुं प्रभिन्नकरटामुखम्
Vaiśampāyana sprach: Von Zorn entbrannt sprang Kīcaka plötzlich vor und packte Bhīmasena mit beiden Armen—wie ein musthtrunkener Elefant, dem der Saft aus den Schläfen rinnt, einen anderen Elefanten mit dem Rüssel ergreift. Das Gleichnis zeigt, wie ungebändigter Zorn und Hochmut zur gewaltsamen Überschreitung treiben und den Boden für eine gerechte, dharma-gemäße Antwort bereiten, die die Ehre schützt.
Verse 61
स चाप्येनं तदा भीम: प्रतिजग्राह वीर्यवान् । तमाक्षिपत् कीचको5थ बलेन बलिनां वर:,तब पराक्रमी भीमने भी झपटकर उसे पकड़ा, किंतु बलवानोंमें श्रेष्ठ कीचकने बलपूर्वक उन्हें झटक दिया
Da packte auch der mächtige Bhīma ihn fest. Doch Kīcaka—der Hervorragendste unter den Starken—riss sich mit bloßer Gewalt los und schleuderte Bhīma von sich. Die Szene zeigt, wie rohe Kraft und Übermut vor aller Augen für einen Augenblick siegen können, selbst gegen die gerechte Selbstzucht, und so eine spätere, dharma-gemäße Abrechnung vorbereiten.
Verse 62
तयोर्भुजविनिष्येषादुभयोबलिनोस्तदा । शब्द: समभवद् घोरो वेणुस्फोटसमो युधि,उस समय उस युद्धमें उन दोनों बलवानोंकी भुजाओंकी रगड़से बाँस फटनेका-सा भयानक शब्द होने लगा
Vaiśampāyana sprach: Dann, mitten im Kampf, als sich die Arme der beiden mächtigen Krieger im engen Ringen gegeneinander pressten und rieben, erhob sich ein schauriger Laut—wie das Krachen gespaltenen Bambus—ein Zeichen für die wilde Intensität ihrer Kraft und Entschlossenheit im Streit.
Verse 63
अथैनमाक्षिप्य बलाद् गृहमध्ये वृकोदर: । धूनयामास वेगेन वायुश्नण्ड इव द्रुमम्
Vaiśampāyana sprach: Dann packte Vṛkodara (Bhīma) ihn, schleuderte ihn mit bloßer Gewalt im Saal umher und schüttelte ihn mit rasender Geschwindigkeit—wie ein wilder Windstoß, der einen Baum peitscht und herumwirbelt. Die Szene betont die schnelle Vollstreckung der Gerechtigkeit gegen Kīcakas Machtmissbrauch und den Schutz von Draupadīs Ehre, vollzogen mit entschlossener Stärke statt mit langgezogener Grausamkeit.
Verse 64
भीमेन च परामृष्टो दुर्बलो बलिना रणे । प्रास्पन्दत यथाप्राणं विचकर्ष च पाण्डवम्
Vaiśampāyana sprach: In jenem Kampf wurde Kīcaka vom mächtigen Bhīma gepackt; obwohl er unter dem Griff des Stärkeren zusehends an Kraft verlor, rang er doch mit dem letzten Atem, bemüht, den Gegner zu bezwingen, und zog den Pāṇḍava zu sich heran.
Verse 65
ईषदाकलितं चापि क्रोधाद् द्रुतपदं स्थितम् । कीचको बलवान भीम॑ जानुभ्यामाक्षिपद् भुवि
Vaiśampāyana sprach: Als Bhīma dort stand, der Stand nur leicht unsicher — die Bewegung gehemmt und die Schritte vom Zorn beschleunigt — stieß der kräftige Kīcaka in jähem Wutanfall mit beiden Knien zu und schleuderte ihn zu Boden.
Verse 66
पातितो भुवि भीमस्तु कीचकेन बलीयसा । उत्पपाताथ वेगेन दण्डपाणिरिवान्तक:,अत्यन्त बलशाली कीचकद्दारा इस प्रकार भूमिपर गिराये हुए भीमसेन हाथमें दण्ड धारण करनेवाले यमराजकी भाँति बड़े वेगसे उछलकर खड़े हो गये
Vaiśampāyana sprach: Obwohl der stärkere Kīcaka Bhīma zu Boden geworfen hatte, sprang Bhīma sogleich mit gewaltiger Schnelligkeit auf — wie der Tod selbst, den Stab in der Hand.
Verse 67
स्पर्थया च बलोन्मत्ता तावुभौ सूतपाण्डवौ । निशीथे पर्यकर्षेतां बलिनौ निर्जने स्थले
Vaiśampāyana sprach: Von Rivalität und Stolz auf ihre Kraft bis zur Raserei getrieben, rangen die beiden Helden — der Sohn des Sūta und der Sohn Pāṇḍus — um Mitternacht an einem einsamen Ort. Beide stark, zerrten und stießen sie einander unablässig, genährt mehr von Wettkampflust als von Selbstbeherrschung.
Verse 68
ततस्तदू भवन श्रेष्ठ प्राकम्पत मुहुर्मुहुः । बलवच्चापि संक्रुद्धावन्योन्यं प्रति गर्जत:,इससे वह विशाल भवन बार-बार हिल उठता था। दोनों योद्धा बड़े क्रोधमें भरकर एक- दूसरेके सामने जोर-जोरसे गरज रहे थे
Da erbebte jene vortreffliche, weite Halle immer wieder. Die beiden mächtigen Kämpfer, von Zorn entflammt, brüllten einander laut entgegen, sodass der Ort selbst zu beben schien.
Verse 69
तलाभ्यां स तु भीमेन वक्षस्यभिहतो बली । कीचको रोषसंतप्त: पदान्न चलित: पदम्
Vaiśampāyana sprach: Da wurde der mächtige Kīcaka von Bhīma mit beiden offenen Handflächen auf die Brust geschlagen. Obwohl der Schlag traf, loderte Kīcaka vor Zorn auf; doch er wich von seinem Standplatz nicht einmal einen Schritt—und zeigte damit sowohl seinen Stolz auf körperliche Kraft als auch die wachsende Überheblichkeit, die bald Vergeltung heraufbeschwören wird.
Verse 70
मुहूर्त तु स तं वेगं सहित्वा भुवि दुःसहम् । बलादहीयत तदा सूतो भीमबलार्दित:,भूमिपर खड़े रहकर दो घड़ीतक उस दुःसह वेगको सह लेनेके पश्चात् भीमसेनके बलसे पीड़ित हो सूतपुत्र कीचक अपनी शक्ति खो बैठा
Vaiśampāyana sprach: Eine kurze Weile ertrug er jenen unerträglichen Ansturm, während er auf dem Boden stehen blieb; doch dann, von Bhīmasenas Macht niedergewalzt, wurde Kīcaka—der Sohn des Wagenlenkers—seiner Kraft beraubt. Die Szene macht deutlich, dass Hochmut und Machtmissbrauch ihre Grenze finden, wenn sie auf gerechte Stärke treffen, und dass ungezügeltes Unrecht unter dem Gewicht seiner eigenen Gewalt zusammenbricht.
Verse 71
त॑ हीयमानं विज्ञाय भीमसेनो महाबल: । वक्षस्यानीय वेगेन ममर्देनं विचेतसम्,महाबली भीमसेन उसे निर्बल एवं अचेत होते देख उसकी छातीपर चढ़ बैठे और बड़े वेगसे उसे रौंदने लगे
Als er ihn schwinden sah, erkannte der überaus starke Bhīmasena, dass dessen Kraft nachließ. Mit einem jähen Ansturm stieg er ihm auf die Brust und zerdrückte ihn mit Wucht, bis er besinnungslos wurde—ein Akt überwältigender Körpermacht in der Hitze des Kampfes, nicht ein Moment bedachter Zurückhaltung.
Verse 72
क्रोधाविष्टो विनि:श्वस्य पुनश्चैनं वृकोदर: । जग्राह जयतां श्रेष्ठ: केशेष्वेव तदा भूशम्
Vaiśampāyana sprach: Noch immer vom Zorn gepackt und immer wieder schwer atmend, ergriff Vṛkodara—Bhīmasena, der Beste unter den Siegern—Kīcaka erneut und packte ihn fest am Haar. Die Szene zeigt, wie gerechter Zorn, einmal entfesselt zur Verteidigung von Ehre und Gerechtigkeit, anhalten kann, bis der Übeltäter vollständig niedergerungen ist.
Verse 73
गृहीत्वा कीचकं॑ भीमो विरराज महाबल: । शार्दटूल: पिशिताकाड्क्षी गृहीत्वेव महामृगम्,जैसे कच्चे मांसकी अभिलाषा रखनेवाला सिंह महान् मृगको पकड़ ले, उसी प्रकार महाबली भीम कीचकको पकड़कर बड़ी शोभा पा रहे थे
Vaiśampāyana sprach: Als Bhīma den Kīcaka gepackt hatte, strahlte der Gewaltige in furchterregender Pracht—wie ein Tiger, der nach rohem Fleisch giert und ein großes Wild ergriffen hat. Das Bild betont Bhīmas gezügelte Wildheit: Macht, eingesetzt, um räuberisches Unrecht zu bestrafen und die Schutzlosen zu bewahren, im Rahmen eines gerechten Zwecks.
Verse 74
तत एन॑ परिश्रान्तमुपलभ्य वृकोदर: । योक््त्रयामास बाहुभ्यां पशुं रशनया यथा,तदनन्तर उसे अत्यन्त थका जानकर भीमने अपनी भुजाओंमें इस प्रकार कस लिया, जैसे पशुको रस्सीसे बाँध दिया गया हो
Da erkannte Vṛkodara (Bhīma), dass er völlig erschöpft war, packte ihn und band ihn mit seinen eigenen Armen fest—wie man ein Tier mit einem Seil fesselt.
Verse 75
नदन्तं च महानादं भिन्नभेरीसमस्वनम् | भ्रामयामास सुचिरं विस्फुरन्तमचेतसम्
Laut brüllend—mit einem Klang wie der eines gesprungenen Kesseltrommels—und in wilden Zuckungen ringend, während ihm die Sinne schwanden, wurde er von Bhīmasena lange umhergewirbelt.
Verse 76
प्रगृह् तरसा दोर्भ्या कण्ठं तस्य वृकोदर: । अपीडयत कृष्णायास्तदा कोपोपशान्तये
Vaiśampāyana sprach: Vṛkodara (Bhīma) packte ihn rasch mit beiden Armen und drückte dem Mann die Kehle zu, um so Kṛṣṇās (Draupadīs) aufsteigenden Zorn zu besänftigen.
Verse 77
फिर द्रौपदीका क्रोध शान्त करनेके लिये उन्होंने दोनों हाथोंसे उसका गला पकड़कर बड़े वेगसे दबाया ।।
Vaiśampāyana sprach: Als Kīcakas Leib zerschmettert war, die Augen rollten und die Gewänder im Kampf zerrissen, stürzte sich Bhīma auf den niederträchtigen Kīcaka, presste ihn mit dem Knie an der Hüfte zu Boden und zerdrückte ihm mit beiden Armen die Kehle. So streckte er ihn nieder wie ein Tier—um Draupadīs Schmach zu beenden und das verborgene Schutzgelübde der Pāṇḍava in ihrer Verkleidung zu wahren.
Verse 78
त॑ विषीदन्तमाज्ञाय कीचकं पाण्डुनन्दन: । भूतले भ्रामयामास वाक्यं चेदमुवाच ह,मृत्युके समय कीचकको विषाद करते देख पाण्डुनन्दन भीमने उसे धरतीपर घसीटा और इस प्रकार कहा--
Als Bhīma, der Sohn Pāṇḍus, sah, wie Kīcaka in Verzweiflung versank, packte er ihn und schleifte ihn über den Boden. Dann sprach er mit strenger Stimme diese Worte.
Verse 79
अद्याहमनृणो भूत्वा भ्रातुर्भार्यापहारिणम् । शान्तिं लब्धास्मि परमां हत्वा सैरन्ध्रिकण्टकम्
Vaiśampāyana sprach: „Heute werde ich meine Pflichtschuld tilgen, indem ich jenen Entführer erschlage, der nach der Frau meines Bruders greifen wollte. Wenn ich Kīcaka getötet habe—den Dorn und Peiniger der Dienerin Sairandhrī—werde ich den höchsten Frieden erlangen.“
Verse 80
इत्येवमुक्त्वा पुरुषप्रवीर- स्तं कीचकं क्रोधसरागनेत्र: । आस्त्रस्तवस्त्रा भरणं स्फुरन्त- मुद्भ्रान्तनेत्रं व्यसुमुत्ससर्ज
Vaiśampāyana sprach: Nachdem er so gesprochen hatte, schleuderte Bhīmasena—der Vortrefflichste der Männer, die Augen vor Zorn gerötet—Kīcaka zu Boden. Gewand und Schmuck lagen zerstreut umher; er wand sich in Qual, die Augen rollten nach oben, und sein Lebenshauch verging.
Verse 81
निष्पिष्य पाणिना पार्णिं संदष्टौष्ठपुर्ट बली । समाक्रम्य च संक्रुद्धो बलेन बलिनां वर:
Vaiśampāyana sprach: Der mächtige Bhīma, der Erste unter den Starken, rieb Handfläche an Handfläche, presste die Lippen zwischen die Zähne und—noch immer von gerechtem Zorn entflammt—sprang erneut mit überwältigender Kraft auf Kīcaka los.
Verse 82
तस्य पादौ च पाणी च शिरो ग्रीवां च सर्वश: । काये प्रवेशयामास पशोरिव पिनाकधूक्
Vaiśampāyana sprach: Er presste Kīcakas Füße und Hände, dazu Kopf und Hals—ja, alle Glieder—zurück in den eigenen Rumpf, wie Pinākadhṛk (Śiva, Träger des Bogens Pināka) einst mit einem Opfertier verfuhr.
Verse 83
त॑ सम्मथितसर्वाजू मांसपिण्डोपमं कृतम् | कृष्णाया दर्शयामास भीमसेनो महाबल:,महाबली भीमने उसका सारा शरीर मथ डाला और उसे मांसका लोंदा-सा बना दिया। इसके बाद उन्होंने द्रौपदीको दिखाया
Vaiśampāyana sprach: Bhīmasena von großer Macht zerschmetterte all seine Glieder und machte ihn einem Fleischklumpen gleich; dann zeigte er Kṛṣṇā (Draupadī) den verstümmelten Leib.
Verse 84
उवाच च महातेजा द्रौपदीं योषितां वराम् । पश्यैनमेहि पाञज्चालि कामुको5यं यथा कृत:
Vaiśampāyana sprach: Da sagte der mächtige Bhīma zu Draupadī, der Vornehmsten unter den Frauen: „Komm her, Pāñcālī, und sieh ihn an — sieh, zu welcher Gestalt dieser von Begierde getriebene Mann herabgesunken ist!“
Verse 85
एवमुक््त्वा महाराज भीमो भीमपराक्रम: । पादेन पीडयामास तस्य कायं दुरात्मन:,महाराज! भयंकर पराक्रमी भीमने ऐसा कहकर उस दुरात्माकी लाशको पैरसे दबाया
Vaiśampāyana sprach: Nachdem er so gesprochen hatte, o großer König, drückte Bhīma von furchterregender Kraft den Leib jenes Bösewichts mit dem Fuß nieder.
Verse 86
ततोडग्निं तत्र प्रज्वाल्य दर्शयित्वा तु कीचकम् | पाज्चालीं स तदा वीर इदं वचनमत्रवीत्,फिर वहाँ आग जलाकर उन्होंने कीचकका शव दिखाया। उस समय वीरवर भीमने पांचालीसे यह बात कही--
Dann entfachte er dort ein Feuer und zeigte den Leichnam Kīcakas. Darauf sprach der heldenhafte Bhīma zu Pāñcālī diese Worte:
Verse 87
प्रार्थयन्ति सुकेशान्ते ये त्वां शीलगुणान्विताम् । एवं ते भीरु वध्यन्ते कीचक: शोभते यथा
„O scheue Pāñcālī mit schönem Haar, begabt mit guter Sitte und edlen Eigenschaften: Die ruchlosen Männer, die dich um unerlaubte Vereinigung bitten, werden auf dieselbe Weise erschlagen werden. Wie Kīcaka jetzt im Tod ‚geschmückt‘ daliegt, so wird auch ihr Los sein.“
Verse 88
तत् कृत्वा दुष्करं कर्म कृष्णाया: प्रियमुत्तमम् । तथा स कीचकं हत्वा गत्वा रोषस्य वै शमम्
Vaiśampāyana sprach: Nachdem er jene vortreffliche Tat vollbracht hatte—so schwer auszuführen und Kṛṣṇā (Draupadī) so lieb—und Kīcaka erschlagen war, gelangte Bhīmasena zur Beruhigung seines Zorns. Danach, nachdem er sich auch mit Draupadī beraten hatte, kehrte Bhīmasena wieder in die königliche Küche zurück. Draupadī, die Vornehmste unter den jungen Frauen, war überaus erfreut, dass Kīcaka dem Tod anheimgefallen war; all ihr Kummer war verflogen. Dann trat sie zu den Wachen der Versammlungshalle und sprach—
Verse 89
आमन्त्र्य द्रौपदी कृष्णां क्षिप्रमायान्न्महानसम् । कीचकं घातयित्वा तु द्रौपदी योषितां वरा । प्रह्दषश गतसंतापा सभापालानुवाच ह
Verse 90
कीचको<यं हत: शेते गन्धर्वै: पतिभि्मम । परस्त्रीकामसम्मत्तस्तत्रागच्छत पश्यत,“आओ, देखो, “परायी स्त्रीके प्रति कामोन्मत्त रहनेवाला यह कीचक मेरे पति गन्धर्वोद्वारा मारा जाकर वहाँ नृत्यशालामें पड़ा है”
Vaiśampāyana said: “Here lies Kīcaka, slain by the Gandharvas—her husbands. Driven mad by desire for another man’s wife, he has fallen there in the hall of dance. Come, look!” The statement underscores the ethical censure of violating another’s marital protection and frames the killing as the consequence of predatory lust and adharma.
Verse 91
तच्छुत्वा भाषितं तस्या नर्तनागाररक्षिण: । सहसैव समाजग्मुरादायोल्का: सहस्रश:,उसका यह कथन सुनकर नृत्यशालाके रक्षक सहस्रोंकी संख्यामें हाथोंमें मसाल लिये सहसा वहाँ आये
Hearing her words, the guards of the dancing-hall at once rushed there in great numbers, carrying torches in their hands—an immediate, forceful response meant to secure the place and confront the perceived disturbance.
Verse 92
ततो गत्वाथ तद् वेश्म कीचकं विनिपातितम् । गतासुं ददृशुर्भूमी रुधिरेण समुक्षितम्
Then they went into that residence and saw Kīcaka struck down. His life had departed, and his body lay on the ground, drenched in blood. The scene confirms the swift, decisive punishment that follows his wrongdoing, underscoring how adharma—especially coercion and abuse of power—invites immediate retribution even within the seeming safety of royal quarters.
Verse 93
पाणिपाददिदीन तु दृष्टवा च व्यथिता5भवन् । निरीक्षन्ति तत: सर्वे परं विस्स्मयमागता:,उसे हाथ-पैरसे हीन देख उन सबको बड़ी व्यथा हुई। फिर वे सभी बड़े आश्षर्यमें पड़कर उसे ध्यानसे देखने लगे
Vaiśampāyana said: Seeing him bereft of hands and feet, they were deeply distressed. Then, all of them, overcome with great astonishment, began to look at him closely—caught between compassion for suffering and wonder at what they beheld.
Verse 94
अमानुषं कृतं कर्म तं दृष्टवा विनिपातितम् । क्वास्य ग्रीवा क्व चरणौ क्व पाणी क््व शिरस्तथा । इति सम त॑ परीक्षन्ते गन्धर्वेण हतं तदा
Vaiśampāyana sprach: Als sie ihn niedergestreckt sahen, riefen sie: „Diese Tat kann nicht das Werk eines Menschen sein. Seht nur—wo ist sein Hals geblieben, wo seine Füße, wo seine Hände, und wo auch sein Haupt?“ So redend untersuchten sie den Leichnam, und da kamen sie zu dem Schluss, er müsse von einem Gandharva erschlagen worden sein.
The dilemma is how to prevent imminent coercion and collective violence against Draupadī while maintaining the vow of anonymity—requiring intervention that is effective yet strategically non-disclosive.
The chapter implies that restraint is not passivity: when harm escalates toward irreversible injustice, protective action becomes a duty, but should be executed with situational intelligence to preserve higher obligations (such as vows and public stability).
No explicit phalaśruti is presented here; the meta-function is narrative and ethical—demonstrating concealed agency, safeguarding of dharma, and the epic’s causal preparation for public re-emergence after exile.
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