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Die Prashna-Upanishad gehört zu den Haupt-Upanishaden (mukhya) des Atharvaveda und ist als Dialog gestaltet: Sechs Suchende treten vor den Weisen Pippalāda und stellen sechs grundlegende Fragen. Der Text betont die ethisch-asketische Vorbereitung—tapas, brahmacarya und Disziplin—als Voraussetzung für höchste Erkenntnis. Vedenmotive werden dabei nach innen gewendet: vom äußeren Ritual hin zur kontemplativen Deutung von Leib, Atem und Bewusstsein. Zentral ist die prāṇa-vidyā. Prāṇa ist nicht bloß Atem, sondern das Lebensprinzip, das Sinne, Geist und Körperfunktionen ordnet; das Motiv des „Streits der Sinne“ dient der Begründung seiner Vorrangstellung. Die Lehre vom Paar rayi und prāṇa (Materie/Nahrung und Lebensenergie) liefert einen kosmologischen Rahmen, der Mikro- und Makrokosmos verbindet, mit Sonne und Mond als Symbolen. Die Upanishad lehrt zudem die Meditation über Oṃ (A-U-M) als gestufte Praxisstütze und analysiert Bewusstseinszustände: Wachen, Träumen und Tiefschlaf. Sie kulminiert in der Doktrin der „sechzehn Teile“ (ṣoḍaśa-kalā): Die Komponenten der Person gehen aus dem Unvergänglichen (akṣara) hervor und kehren in es zurück; diese Erkenntnis gilt als Weg, Todesfurcht zu überwinden und Befreiung zu erlangen.
Start Reading**Sixfold inquiry (ṣaṭ-praśna)** as a pedagogical method: disciplined questioning grounded in tapas and brahmacarya.
**Prāṇa as the chief life-principle** coordinating senses and mind; microcosm–macrocosm correspondence.
**Rayi and prāṇa** (matter/food and life/energy) as complementary principles in cosmic manifestation.
**Prajāpati and creation** interpreted inwardly: cosmology serves contemplative self-knowledge.
**Oṃ (Praṇava) upāsanā**: A-U-M and the whole Oṃ as supports for graded realization and transcendence.
**States of consciousness** (waking, dream, deep sleep) and the analysis of the inner person.
**Ṣoḍaśa-kalā (sixteen parts)**: the person as a composite that arises from and returns to the imperishable (akṣara).
**Death and the path beyond death**: knowledge of the source of prāṇa and the self as the means to overcome fear and mortality.
**Integration of ritual and contemplation**: external Vedic motifs are interiorized into yogic-psychological meanings.
**Brahmavidyā as liberating knowledge**: not mere doctrine but transformative realization.
This Upanishad is organized into 6 prashnas.
Im ersten Abschnitt des Prashna Upanishad kommen sechs Schüler zum Weisen Pippalada, um das höchste Brahman zu suchen. Er bittet sie, ein Jahr in Askese und Keuschheit zu verweilen. Kabandhi fragt nach dem Ursprung der Geschöpfe. Pippalada erklärt, dass Prajapati die Dualität von Prana (Sonne) und Rayi (Mond) erschuf. Die Sonnen- und Mondbahn sowie der Nord- und Südweg bestimmen die Reise der Seele zur Unsterblichkeit.
Im zweiten Abschnitt des Prashna Upanishad fragt Bhargava Vaidarbhi, wie viele Götter den Körper aufrechterhalten und wer der höchste unter ihnen ist. Pippalada antwortet, dass Prana, die Lebenskraft, über allen Sinnesorganen und Fähigkeiten steht. Wenn Prana den Körper verlässt, folgen alle anderen Kräfte wie Bienen ihrer Königin. Prana manifestiert sich als Feuer, Sonne, Regen und Wind und ist gleichbedeutend mit dem ungeborenen Brahman, der Grundlage allen Lebens.
Im dritten Abschnitt des Prashna Upanishad fragt Kausalya Ashvalayana den Lehrer Pippalada nach dem Ursprung der Lebenskraft (Prana), ihrem Eintritt in den Körper und ihrer Verteilung. Pippalada antwortet, dass Prana aus dem Atman (Selbst) geboren wird und durch den Geist in den Körper eintritt. Wie ein König Beamte in verschiedene Gebiete entsendet, verteilt sich Prana im Körper. Apana regiert die Ausscheidungs- und Fortpflanzungsorgane, Prana wohnt in Augen, Ohren, Mund und Nase, Samana residiert in der Mitte und verteilt Nahrung gleichmäßig. Samana erzeugt sieben Flammen. Pippalada ehrt den Fragenden als brahmishtha.
Im vierten Abschnitt der Prashna Upanishad fragt Suryayani Gargya: Wer schläft in diesem Wesen? Was bleibt wach? Welche Gottheit sieht Träume? Wem gehört diese Glückseligkeit? Pippalada antwortet, dass alle Sinne im Schlaf im Geist aufgehen, wie Sonnenstrahlen in der Sonnenscheibe verschwinden. Die fünf Pranas bleiben wach wie die drei heiligen Feuer. Im Traum erschafft der Geist eigene Erfahrungen. Im tiefen Schlaf ruhen alle Sinne im Paramatman und die Seele erfährt höchste Glückseligkeit. Das Atman ist der ewige Wahrnehmer und denkende Prinzip—das ist Brahman.
Im fünften Abschnitt der Prashna Upanishad erklärt der Weise die Meditation über OM. Ein, zwei oder drei Matras führen zu verschiedenen Welten. Die vollständige dreifache Meditation auf OM führt zur Befreiung und Unsterblichkeit im Brahmaloka.
Der sechste Abschnitt der Prashna Upanishad beginnt mit der Frage von Sukesha Bharadvaja, der berichtet, wie Prinz Hiranyanabha von Kausala ihn nach dem sechzehnteiligen Purusha fragte. Rishi Pippalada erklärt, dass dieser Purusha im Inneren des Körpers wohnt und dass alle sechzehn Aspekte — Prana, Glaube, Raum, Luft, Licht, Wasser, Erde, Sinne, Verstand, Nahrung, Kraft, Tapas, Mantras, Karma, Welten und Namen — aus ihm hervorgehen. Wie Flüsse, die ins Meer münden, ihre Namen und Formen verlieren und eins mit dem Meer werden, so verschmelzen alle sechzehn Aspekte im Purusha. Die Kenntnis dieses Purusha ist der höchste Pfad zur Unsterblichkeit; ohne dieses Wissen gibt es keine Befreiung vom Tod.
67 verses with Sanskrit text, transliteration, and translation.
Verse 1
सुकेशा च भारद्वाजः शैब्यश्च सत्यकामः सौर्यायणी च गार्ग्यः कौसल्यश्चाश्वलायनो भार्गवो वैदर्भिः कबन्धी कात्यायनस्ते हैते ब्रह्मपरा ब्रह्मनिष्ठाः परं ब्रह्मान्वेषमाणा एष ह वै तत्सर्वं वक्ष्यतीति ते ह समि...
Sukesha, der Sohn Bharadvajas, und Satyakama, der Sohn Sibis, und Gargya aus dem Surya-Geschlecht, und Kausalya, der Sohn Ashvalas, und Bhargava aus dem Lande Vidarbha, und Kabandhi, der Sohn Katyas — all diese, Brahman ergeben, in Brahman gefestigt, das höchste Brahman suchend, traten ehrwürdig Pippalada mit Brennholz in den Händen nahe, in dem Gedanken: 'Er wahrlich wird uns all dies verkünden.'
Guru-Shishya Parampara (Teacher-Disciple tradition); Brahmajijnasa (desire to know Brahman)Verse 2
तन् ह स ऋषिरुवच भूय एव तपसा ब्रह्मचर्येण श्रद्धया संवत्सरं संवत्स्यथ यथाकामं प्रश्नान् पृच्छत यदि विज्ञास्यामः सर्वं ह वो वक्ष्याम इति ॥२॥
Da sprach der Rishi zu ihnen: 'Weilet hier ein weiteres Jahr mit Askese, Keuschheit und Glauben. Stellt Fragen, wie ihr es wünscht. Wenn ich es erkennen kann, werde ich euch alles verkünden.'
Adhikara (qualification for knowledge); Tapas, Brahmacarya, Shraddha as preparatory disciplinesVerse 3
अथ कबन्धी कात्यायन उपेत्य पप्रच्छ । भगवन् कुतो ह वा इमाः प्रजाः प्रजायन्त इति ॥३॥
Dann trat Kabandhi Katyayana heran und fragte: 'O Verehrungswürdiger, woher entstehen diese Geschöpfe?'
Srishti (Creation/Cosmogony); Praja (living beings); Karya-karana-bhava (cause and effect)Verse 4
तस्मै स होवाच प्रजाकामो वै प्रजापतिः स तपोऽतप्यत स तपस्तप्त्वा स मिथुनमुत्पादयते । रयिं च प्राणं चेत्येतौ मे बहुधा प्रजाः करिष्यत इति ॥४॥
Zu ihm sagte er: Prajapati, nach Nachkommenschaft verlangend, übte Askese. Nachdem er Askese geübt hatte, brachte er ein Paar hervor — Rayi und Prana — denkend: 'Diese beiden werden mir auf vielfache Weise Geschöpfe hervorbringen.'
Hiranyagarbha (Cosmic Creator) and the dual principles of Rayi (matter) and Prana (energy) as the primordial pair (mithuna) from which all creation arisesVerse 5
आदित्यो ह वै प्राणो रयिरेव चन्द्रमा रयिर्वा एतत् सर्वं यन्मूर्तं चामूर्तं च तस्मान्मूर्तिरेव रयिः ॥५॥
Die Sonne ist wahrlich Prana; der Mond ist Rayi. All dies, was auch immer geformt und formlos ist, ist Rayi. Daher ist die Form selbst wahrlich Rayi.
Prana-Rayi duality mapped onto solar-lunar cosmology; the identification of all form (murti) with Rayi (matter principle)Verse 6
अथादित्य उदयन्यत्प्राचीं दिशं प्रविशति तेन प्राच्यान् प्राणान् रश्मिषु सन्निधत्ते । यद्दक्षिणां यत् प्रतीचीं यदुदीचीं यदधो यदूर्ध्वं यदन्तरा दिशो यत् सर्वं प्रकाशयति तेन सर्वान् प्राणान् रश्मिषु सन्नि...
Nun, wenn die Sonne, aufgehend, die östliche Richtung betritt, dadurch legt sie die östlichen Pranas in ihre Strahlen. Welche [Richtung sie auch betritt] — die südliche, die westliche, die nördliche, unten, oben und die dazwischenliegenden Richtungen — was immer sie vollständig erhellt, dadurch legt sie alle Pranas in ihre Strahlen.
Aditya (sun) as the cosmic Prana distributing vital force through solar rays (rashmi) to all directions; macrocosmic-microcosmic correspondence between solar energy and vital breathVerse 7
स एष वैश्वानरो विश्वरूपः प्राणोऽग्निरुदयते । तदेतदृचाऽभ्युक्तम् ॥७॥
Er, dieser Vaishvanara von universeller Gestalt, der Lebensodem, erhebt sich als Feuer. Dies ist wahrlich im Rig Veda verkündet.
Vaisvanara (Universal Fire) as PranaVerse 8
विश्वरूपं हरिणं जातवेदसं परायणं ज्योतिरेकं तपन्तम् । सहस्ररश्मिः शतधा वर्तमानः प्राणः प्रजानामुदयत्येष सूर्यः ॥८॥
Die Sonne von universeller Gestalt, das goldene Wesen, der Kenner aller Wesen, die höchste Zuflucht, das eine brennende Licht, mit tausend Strahlen, auf hundertfache Weise bestehend—dieser Prana der Wesen erhebt sich, diese Sonne.
Surya as Cosmic PranaVerse 9
संवत्सरो वै प्रजापतिस्तस्यायने दक्षिणं चोत्तरं च । तद्ये ह वै तदिष्टापूर्ते कृतमित्युपासते ते चान्द्रमसमेव लोकमभिजयन्ते । त एव पुनरावर्तन्ते तस्मादेत ऋषयः प्रजाकामा दक्षिणं प्रतिपद्यन्ते । एष ह वै रयि...
Das Jahr ist wahrlich Prajāpati; ihm gehören die beiden Bahnen, die südliche und die nördliche. Diejenigen, die dies (Prajāpati/das Jahr) als „Verdienst, hervorgebracht durch iṣṭa und pūrta“ verehren, gewinnen nur die Mondwelt; und sie kehren wieder zurück. Darum wählen diese ṛṣis, nach Nachkommenschaft verlangend, die südliche Bahn. Dies ist in der Tat Rayi: der Weg der Väter.
Karma/upāsanā and saṃsāra; pitṛyāṇa vs devayāṇa; rayi (matter/food/wealth) as the lunar-ancestral trajectoryVerse 10
अथोत्तरेण तपसा ब्रह्मचर्येण श्रद्धया विद्ययाऽऽत्मानमन्विष्यादित्यमभिजयन्ते । एतद्वै प्राणानामायतनमेतदमृतमभयमेतत् परायणमेतस्मान्न पुनरावर्तन्त इत्येष निरोधस्तदेष श्लोकः ॥१०॥
Dann, durch den nördlichen Weg, mit Askese, Keuschheit, Glauben und Wissen, nachdem sie das Selbst gesucht haben, erlangen sie die Sonne. Dies ist wahrlich die Zuflucht der Pranas, dies ist Unsterblichkeit, dies ist Furchtlosigkeit, dies ist das höchste Ziel. Von hier kehren sie nicht zurück—das ist die Erlösung. Und dies ist der Vers.
Devayana (Northern Path) and Apunaravartana (Non-return)Verse 11
पञ्चपादं पितरं द्वादशाकृतिं दिव आहुः परे अर्धे पुरीषिणम् । अथेमे अन्य उ परे विचक्षणं सप्तचक्रे षडर आहुरर्पितमिति ॥११॥
Sie sagen, der Vater habe fünf Füße und zwölf Gestalten, befindlich in der oberen Hälfte des Himmels, reich an Regen. Andere jedoch sagen, der Allsehende sei in der unteren Hälfte, gesetzt auf das siebenrädrige, sechspeichige Rad.
Kala (Time) as Prajapati — the cosmic year as the creative principleVerse 12
मासो वै प्रजापतिस्तस्य कृष्णपक्ष एव रयिः शुक्लः प्रणस्तस्मादेत ऋषयः शुक्ल इष्टं कुर्वन्तीतर इतरस्मिन् ॥१२॥
Der Monat ist wahrlich Prajapati. Seine dunkle Hälfte ist Rayi (Materie), seine helle Hälfte ist Prana. Daher vollziehen diese Weisen das Opfer in der hellen Hälfte; andere in der anderen (dunklen) Hälfte.
Rayi (Matter) and Prana (Life-force) as dual aspects of PrajapatiVerse 13
अहोरात्रो वै प्रजापतिः। तस्याहरेव प्राणो रात्रिरेव रयिः। प्राणं वा एते प्रस्कन्दन्ति ये दिवा रत्या संयुज्यन्ते। ब्रह्मचर्यमेव तद्यद्रात्रौ रत्या संयुज्यन्ते॥१३॥
Tag und Nacht, wahrlich, sind Prajāpati. In ihm ist der Tag selbst Prāṇa, und die Nacht selbst ist Rayi (Stoff, Nahrung). Diejenigen, die sich am Tage mit Lust verbinden, vergeuden wahrlich ihr Prāṇa. Doch die Verbindung mit Lust in der Nacht — das eben ist Brahmacarya, die geregelte Enthaltsamkeit.
Brahmacarya; conservation and right-direction of prāṇa; Prajāpati as cosmic order (ṛta)Verse 14
अन्नं वै प्रजापतिः। ततो ह वै तद्रेतः। तस्मादिमाः प्रजाः प्रजायन्त इति॥१४॥
Nahrung, wahrlich, ist Prajāpati. Aus ihr entsteht wahrlich jener Same (die schöpferische Essenz). Darum werden diese Geschöpfe geboren.
Rayi/anna (matter, food) as creative principle; Prajāpati as material cause in cosmological teachingVerse 15
तद्ये ह वै तत्प्रजापतिव्रतं चरन्ति ते मिथुनमुत्पादयन्ते। तेषामेवैष ब्रह्मलोको येषां तपो ब्रह्मचर्यं येषु सत्यं प्रतिष्ठितम्॥१५॥
Die aber, die jenes Gelübde Prajāpatis üben, bringen das Paar hervor (Nachkommenschaft, schöpferische Zweiheit). Ihnen allein gehört diese Brahma-Welt: denen, in denen Tapas (Askese) und Brahmacarya wohnen und in denen die Wahrheit fest gegründet ist.
Tapas–brahmacarya–satya as sādhana; Brahmaloka as fruit of disciplined life; dharma as support for higher attainmentVerse 16
तेषामसौ विरजो ब्रह्मलोको न येषु जिह्ममनृतं न माया चेति ॥१६॥
Für sie wird jene makellose, fleckenlose Welt Brahmans erlangt — für jene, in denen weder Krummheit noch Unwahrheit ist, noch das Wirken der Māyā, wahrlich.
Moksha; Brahmaloka; purity (śuddhi) as fitness for Brahma-realization; Māyā as delusionVerse 1
अथ हैनं भार्गवो वैदर्भिः पप्रच्छ । भगवन् कत्येव देवाः प्रज्ञां दिधारयन्ते कतर एतत् प्रकाशयन्ते कः पुनरेषां वरिष्ठ इति ॥१॥
Da fragte ihn Bhargava Vaidarbhi: 'Bhagavan, wie viele Gottheiten stützen das Geschöpf? Welche von ihnen offenbaren dies? Und wer unter ihnen ist der überragendste?'
Prajna (consciousness/creature) upheld by devatas — the hierarchy of divine powers sustaining lifeVerse 2
तस्मै स होवाचाकाशो ह वा एष देवो वायुरग्निरापः पृथिवी वाङ्मनश्चक्षुः श्रोत्रं च । ते प्रकाश्याभिवदन्ति वयमेतद्बाणमवष्टभ्य विधारयामः ॥२॥
Zu ihm sagte er: Diese Gottheit, nämlich Akasha, Vayu, Agni, Apah, Prithivi, Rede, Geist, Auge und Ohr—sie, sich selbst offenbarend, erklären: 'Wir, diesen Pfeiler greifend, stützen ihn.'
Prana as the supreme sustaining force among all deities and faculties; the interdependence of cosmic elements and sense organs in supporting the bodyVerse 3
तान् वरिष्ठः प्राण उवाच । मा मोहमापद्यथ अहमेवैतत् पञ्चधाऽऽत्मानं प्रविभज्यैतद्बाणमवष्टभ्य विधारयामीति तेऽश्रद्दधाना बभूवुः ॥३॥
Zu ihnen sprach der höchste Prana: 'Verfallt nicht in Täuschung. Ich selbst, mich fünffach teilend, stütze diesen Pfeiler und halte ihn fest.' Sie glaubten ihm nicht.
Supremacy of Prana over all sense organs and elements; the fivefold division of the vital force; the delusion of individual faculties regarding their independent existenceVerse 4
सोऽभिमानादूर्ध्वमुत्क्रामत इव तस्मिन्नुत्क्रामत्यथेतरे सर्व एवोत्क्रामन्ते तस्मिञ्च प्रतिष्ठमाने सर्व एव प्रतिष्ठन्ते । तद्यथा मक्षिका मधुकरराजानमुत्क्रामन्तं सर्व एवोत्क्रमन्ते तस्मिञ्च प्रतिष्ठमाने ...
Aus Selbstwichtigkeit schien er aufzusteigen. Wenn er aufsteigt, steigen alle anderen auf; und wenn er verbleibt, verbleiben alle anderen. Wie Bienen, wenn die Königsbiene aufsteigt, alle aufsteigen, und wenn sie sich niederlässt, alle sich niederlassen—so preisen Rede, Geist, Auge und Ohr, erfreut, Prana.
Dependence of all sense organs on Prana; the hierarchical supremacy of the vital force demonstrated through departure and return; the recognition and praise of Prana by the facultiesVerse 5
एषोऽग्निस्तपत्येष सूर्य एष पर्जन्यो मघवानेष वायुः एष पृथिवी रयिर्देवः सदसच्चामृतं च यत् ॥५॥
Dies [prāṇa] ist das Feuer, das brennt; dies ist die Sonne; dies ist Parjanya [die Regenwolke], der Freigebige [Indra]; dies ist Vāyu [der Wind]; dies ist Pṛthivī [die Erde], der göttliche Reichtum; [es ist] sowohl Sein (sat) als auch Nicht-Sein (asat) und Unsterblichkeit (amṛtam).
Prāṇa as the all-pervading cosmic vital force (Vaiśvānara), identical with all natural elements and transcendent principlesVerse 6
अरा इव रथनाभौ प्राणे सर्वं प्रतिष्ठितम् । ऋचो यजूꣳषि सामानि यज्ञः क्षत्रं ब्रह्म च ॥६॥
Wie Speichen an der Radnabe eines Wagens ist alles in prāṇa verankert. [Die] Ṛc-Verse, Yajus-Formeln, Sāman-Melodien, das Opfer, die kṣatra [Macht] und brahma [Wissen].
Prāṇa as the central support (pratiṣṭhā) of all knowledge, ritual, and social order—the hub of cosmic existenceVerse 7
प्रजापतिश्चरसि गर्भे त्वमेव प्रतिजायसे । तुभ्यं प्राण प्रजास्त्विमा बलिं हरन्ति यः प्रणैः प्रतितिष्ठसि ॥७॥
Du, o Prāṇa, bewegst dich im Schoß als Prajāpati; du selbst wirst immer wieder geboren. Dir, o Prāṇa, bringen diese Geschöpfe Opfer dar; du, der durch die prāṇas errichtet wird.
Prāṇa as Prajāpati—the cosmic creator, sustainer, and self-renewing vital force that enters the womb and generates all beingsVerse 8
देवानामसि वह्नितमः पितृणां प्रथमा स्वधा । ऋषीणां चरितं सत्यमथर्वाङ्गिरसामसि ॥८॥
Du bist der vorderste Träger der Götter; du bist die erste Svadha (Opfergabe) für die Ahnen; du bist die Wahrheit des Wandels der Seher; du gehörst zu den Atharvangirasas.
Prana as the universal carrier of all offerings and sustainer of all realms (divine, ancestral, and seer)Verse 9
इन्द्रस्त्वं प्राण तेजसा रुद्रोऽसि परिरक्षिता । त्वमन्तरिक्षे चरसि सूर्यस्त्वं ज्योतिषां पतिः ॥९॥
Du bist Indra, o Prana, durch deinen Glanz; du bist Rudra, der Beschützer; du bewegst dich in der Atmosphäre; du bist die Sonne, der Herr der Leuchten.
Prana as the cosmic vital force identified with the principal deities — Indra, Rudra, and Surya — revealing its all-pervading divine natureVerse 10
यदा त्वमभिवर्षस्यथेमाः प्राण ते प्रजाः । आनन्दरूपास्तिष्ठन्ति कामायान्नं भविष्यतीति ॥१०॥
Wenn du auf sie herabregnest, o Prāṇa, dann stehen diese deine Geschöpfe in der Gestalt der Freude da und denken: »Speise wird nach Wunsch kommen.«
Prāṇa as sustainer of life and prosperity; dependence of beings on prāṇa and anna (food)Verse 11
व्रात्यस्त्वं प्राणैकर्षरत्ता विश्वस्य सत्पतिः । वयमाद्यस्य दातारः पिता त्वं मातरिश्व नः ॥११॥
Du bist der Vratya, o Prana, das einsilbige Wesen, der wahre Herr des ganzen Universums; wir sind die Geber deiner Opfer von Anfang an; du bist unser Vater, o Matarishvan.
Prana as the primal, unconditioned life-force (Vratya), the single essence (Ekarshara), the true lord of all existence, and the cosmic father (Matarishvan)Verse 12
या ते तनूर्वाचि प्रतिष्ठिता या श्रोत्रे या च चक्षुषि । या च मनसि सन्तता शिवां तां कुरु मा उत्क्रमीः ॥१२॥
Jene deine Gestalt, die in der Rede gegründet ist, die im Ohr und im Auge ist und die sich im Geist ausbreitet — mache sie heilvoll und bleibend; geh nicht fort.
Prāṇa as the sustaining power of the senses and mind; life-force as upholder of embodied experienceVerse 13
प्राणस्येदं वशे सर्वं त्रिदिवे यत् प्रतिष्ठितम् । मातेव पुत्रान् रक्षस्व श्रीश्च प्रज्ञां च विधेहि न इति ॥१३॥
All dies, was in den drei Welten begründet ist, steht unter der Herrschaft des Prana. Beschütze uns wie eine Mutter ihre Söhne beschützt, und verleihe uns Wohlstand und Weisheit.
Prana as universal sustainer and protectorVerse 1
अथ हैनं कौशल्यश्चाश्वलायनः पप्रच्छ । भगवन् कुत एष प्राणो जायते कथमायात्यस्मिञ्शरीर आत्मानं वा प्रविभज्य कथं प्रतिष्ठते केनोत्क्रमते कथं बह्यमभिधते कथमध्यात्ममिति ॥१॥
Dann fragte ihn Kausalya Ashvalayana: 'O Bhagavan, woher entsteht dieser Prana? Wie gelangt er in diesen Körper? Nachdem er sich geteilt hat, wie richtet er sich ein? Wodurch scheidet er aus? Wie bezieht er sich auf das Äußere? Wie bezieht er sich auf das innere Selbst?'
Prana: origin, embodiment, and transcendenceVerse 2
तस्मै स होवाचातिप्रश्चान् पृच्छसि ब्रह्मिष्ठोऽसीति तस्मात्तेऽहं ब्रवीमि ॥२॥
Zu ihm sagte er: 'Du stellst überaus tiefgründige Fragen. Du bist tief in Brahman eingeweiht. Daher werde ich es dir verkünden.'
Guru-shishya parampara and depth of inquiryVerse 3
आत्मन एष प्राणो जायते । यथैषा पुरुषे छायैतस्मिन्नेतदाततं मनोकृतेनायात्यस्मिञ्शरीरे ॥३॥
Dieses Prana wird aus dem Atman geboren. Wie dieser Schatten auf einen Menschen fällt, so tritt dieses (Prana), durch den Geist verbreitet, in diesen Körper ein.
Prana as emanation of Atman; the ontological dependence of vital force on the SelfVerse 4
यथा सम्रादेवाधिकृतान् विनियुङ्क्ते । एतन् ग्रामानोतान् ग्रामानधितिष्टस्वेत्येवमेवैष प्राण इतरान् प्राणान् पृथक् पृथगेव सन्निधत्ते ॥४॥
Wie ein Herrscher Beamte ernennt und spricht: „Verwaltet diese Dörfer und jene Dörfer“, so weist dieses Prana die anderen Pranas, jedes für sich, an ihre jeweiligen Orte.
Hierarchical organization of pranas; mukhya prana as sovereign vital forceVerse 5
पायूपस्थेऽपानं चक्षुःश्रोत्रे मुखनासिकाभ्यां प्राणः स्वयं प्रातिष्टते मध्ये तु समानः । एष ह्येतद्धूतमन्नं समं नयति तस्मादेताः सप्तार्चिषो भवन्ति ॥५॥
In den Organen der Ausscheidung und Zeugung wohnt Apana; in Augen und Ohren, Mund und Nase wohnt Prana selbst; in der Mitte weilt Samana. Dieser verteilt gleichermaßen die genossene Nahrung, und aus ihm entstehen die sieben Flammen.
Pancha prana vidya; functional distribution of vital forces; samana as equalizing pranaVerse 6
हृदि ह्येष आत्मा । अत्रैतदेकशतं नाडीनां तासां शतं शतमेकैकस्या द्वासप्ततिर्द्वासप्ततिः प्रतिशाखानाडीसहस्राणि भवन्त्यासु व्यानश्चरति ॥ ६ ॥
Wahrlich, dieser Atman wohnt im Herzen. Hier gibt es einhunderteins Nadis (Kanäle). Von diesen hat jeder hundert Zweige, und jeder Zweig hat zweiundsiebzigtausend Unterzweige. Durch diese bewegt sich Vyana.
Hridaya as seat of Atman; Nadi system and Vyana pranaVerse 7
अथैकयोर्ध्व उदानः पुण्येन पुण्यं लोकं नयति पापेन पापमुभाभ्यामेव मनुष्यलोकम् ॥ ७ ॥
Dann führt durch einen (Nadi) aufwärts Udana (die Seele) durch Verdienst in die verdienstvolle Welt, durch Sünde in die sündhafte Welt, und durch beide in die Menschenwelt.
Udana prana and post-mortem destiny based on karmaVerse 8
आदित्यो ह वै बाह्यः प्राण उदयत्येष ह्येनं चाक्षुषं प्राणमनुगृह्णानः । पृथिव्यां या देवता सैषा पुरुषस्य अपानमवष्टभ्यान्तरा यदाकाशः स समानो वायुर्व्यानः ॥ ८ ॥
Die Sonne ist wahrlich der äußere Prana. Sie geht auf und erhält diesen Prana im Auge. Die Gottheit in der Erde stützt das Apana des Menschen. Der Raum dazwischen ist Samana. Die Luft ist Vyana.
Cosmic-microcosmic correspondence of Prana; Aditya as external pranaVerse 9
तेजो ह वा उदानस्तस्मादुपशान्ततेजाः । पुनर्भवमिन्द्रियैर्मनसि सम्पध्यमानैः ॥९॥
Tejas ist wahrlich udana; daher, wenn das Tejas beruhigt ist, mit den Sinnen, die in den Geist eingehen, [geht die Seele] zur Wiedergeburt.
Udana and the mechanism of rebirth (punarbhava)Verse 10
यच्चित्तस्तेनैष प्राणमायाति । प्राणस्तेजसा युक्तः सहात्मना तथासङ्कल्पितं लोकं नयति ॥१०॥
Was auch immer der Geist festhält, dadurch scheidet diese [Seele mit] Prana. Prana, vereint mit Tejas, zusammen mit dem Selbst, führt zur Welt, die so betrachtet wurde.
Citta (mind) and its role in determining the soul's post-mortem destination (gati)Verse 11
य एवं विद्वान् प्राणं वेद न हास्य प्रजा हीयतेऽमृतो भवति । तदेषः श्लोकः ॥११॥
Wer, so wissend, den Prāṇa erkennt — dessen Nachkommenschaft schwindet nicht; er wird unsterblich. Hierzu lautet der folgende Vers.
Prāṇa as the cosmic and individual life-principle; amṛtatva (immortality) through knowledgeVerse 12
उत्पत्तिमायतिं स्थानं विभुत्वं चैव पञ्चधा । अध्यात्मं चैव प्राणस्य विज्ञायामृतमश्नुते विज्ञायामृतमश्नुत इति ॥१२॥
Ursprung, Scheiden, Aufenthalt, Durchdringung in fünffacher Weise und der adhyatmische Aspekt des Prana — dieses erkennend, erlangt man Unsterblichkeit; erkennend erlangt man Unsterblichkeit, so wird gesagt.
Pancha-vidha vibhutva of prana and attainment of immortality (amrita)Verse 1
अथ हैनं सौर्यायणि गार्ग्यः पप्रच्छ । भगवन्नेतस्मिन् पुरुषे कानि स्वपन्ति कान्यस्मिञ्जाग्रति कतर एष देवः स्वप्नान् पश्यति कस्यैतत् सुखं भवति कस्मिन्नु सर्वे सम्प्रतिष्टिता भवन्तीति ॥१॥
Dann fragte ihn Sauryayani Gargya: 'O Verehrter, in diesem Menschen — was schläft? Was bleibt in ihm wach? Welche Gottheit sieht die Träume? Wessen ist diese Seligkeit? Worin sind all diese gegründet?'
Svapna-avastha (dream state) and the withdrawal of senses into the mind; the distinction between waking and dream consciousnessVerse 2
तस्मै स होवाच । यथा गार्ग्य मरीचयोऽर्कस्यास्तं गच्छतः सर्वा एतस्मिंस्तेजोमण्डल एकीभवन्ति । ताः पुनः पुनरुदयतः प्रचरन्त्येवं ह वै तत् सर्वं परे देवे मनस्येकीभवति तेन तर्ह्येष पुरुषो न शृणोति न पश्यति न...
Zu ihm sprach er: 'Wie, o Gargya, die Strahlen der Sonne beim Untergang sich alle in jener Lichtkugel vereinen und beim Aufgang wieder hervorgehen — so wahrlich vereint sich all dieses im höchsten Gotte, dem Geist. Daher hört dann dieser Mensch nicht, sieht nicht, riecht nicht, schmeckt nicht, berührt nicht, spricht nicht, nimmt nicht, genießt nicht, scheidet nicht, bewegt sich nicht — man sagt, er schläft.'
Ekībhāva (unification/merging) of senses into mind during sleep; the sun-ray metaphor for sensory withdrawal and re-emergenceVerse 3
प्राणा वा अग्र एवैतस्मिन् पुरे जाग्रति । गार्हपत्यो ह वा एषोऽपानो व्यानोऽन्वाहार्यपचनो यद्गार्हपत्यात् प्रणीयते प्रणयनादाहवनीयः प्राणः ॥३॥
Die Pranas, fürwahr, bleiben in dieser Stadt wach. Dieser Apana ist das Garhapatya-Feuer; der Vyana ist das Anvaharyapachana-Feuer. Da aus dem Garhapatya das Ahavaniya entzündet wird, so ist der Prana das Ahavaniya.
Prana as the sustaining force that remains awake during sleep; the mapping of vital breaths (pranas) to the three Vedic sacrificial fires (garhapatya, anvaharyapachana, ahavaniya)Verse 4
यदुच्छ्वासनिःश्वासावेतावाहुती समं नयतीति स समानः । मनो ह वाव यजमानः । इष्टफलमेवोदानः । स एनं यजमानमहरहर्ब्रह्म गमयति ॥४॥
Was die beiden Opfergaben des Ausatmens und Einatmens gleichmäßig trägt, das ist Samana. Der Geist ist wahrlich der Opfernde. Die Frucht des Opfers allein ist Udana. Es führt diesen Opfernden Tag für Tag zu Brahman. ||4||
Prana as internal sacrifice (Antaryajna); Samana and Udana vayusVerse 5
अत्रैष देवः स्वप्ने महिमानमनुभवति । यद्दृष्टं दृष्टमनुपश्यति श्रुतं श्रुतमेवार्थमनुशृणोति देशदिगन्तरैश्च प्रत्यनुभूतं पुनः पुनः प्रत्यनुभवति दृष्टं चादृष्टं च श्रुतं चाश्रुतं चानुभूतं चाननुभूतं च सच्च...
Hier erfährt dieses göttliche Wesen Größe im Traum. Was gesehen wurde, sieht es wieder als Gesehenes; was gehört wurde, hört es wieder als dasselbe; was in anderen Gegenden und Richtungen erfahren wurde, erfährt es wieder und wieder. Gesehenes und Ungesehenes, Gehörtes und Ungehörtes, Erfahrenes und Unerfahrenes, Seiendes und Nicht-Seiendes—es sieht alles; da es alles ist, sieht es alles. ||5||
Svapna avastha (dream state); the self as creator and witness of all experiencesVerse 6
स यदा तेजसाऽभिभूतो भवति । अत्रैष देवः स्वप्नान्न पश्यत्यथ यदैतस्मिञ्शरीर एतत्सुखं भवति ॥६॥
Wenn er jedoch vom Licht (tejas) überwältigt wird, dann sieht dieses göttliche Wesen keine Träume. Dann entsteht in diesem selben Körper dieses Glück. ||6||
Sushupti avastha (deep sleep state); tejas overpowering the mind; ananda (bliss) of the selfVerse 7
स यथा सोम्य वयांसि वसोवृक्षं सम्प्रतिष्ठन्ते । एवं ह वै तत् सर्वं पर आत्मनि सम्प्रतिष्ठते ॥७॥
Wie, lieber Junge, Vögel sich auf einem Baum niederlassen, so ruht wahrlich all dieses im Höchsten Selbst.
Sampratishtha (Foundation/Abiding in Para-Atman)Verse 8
पृथिवी च पृथिवीमात्रा चापश्चापोमात्रा च तेजश्च तेजोमात्रा च वायुश्च वायुमात्रा चाकाशश्चाकाशमात्रा च चक्षुश्च द्रष्टव्यं च श्रोत्रं च श्रोतव्यं च घ्राणं च घ्रातव्यं च रसश्च रसयितव्यं च त्वक्च स्पर्शयित...
Erde und das Maß der Erde; Wasser und das Maß des Wassers; Feuer und das Maß des Feuers; Wind und das Maß des Windes; Raum und das Maß des Raumes; das Auge und das zu Sehende; das Ohr und das zu Hörende; die Nase und das zu Riechende; der Geschmack und das zu Schmeckende; die Haut und das zu Berührende; die Rede und das zu Sprechende; die Hände und das zu Ergreifende; das Zeugungsorgan und das zu Genießende; der After und das auszuscheidende; die Füße und das zu Erreichende; der Geist (manas) und das zu Denkende; der Intellekt (buddhi) und das zu Erkennende; die Ichheit und das als „Ich“ Anzueignende; das citta und das zu Beachtende; das Licht und das zu Erhellende; und der prāṇa und das zu Erhaltende.
Adhyāsa of body–mind functions on the Self; prāṇa as cosmic/individual support; analysis of tattvas and indriyasVerse 9
एष हि द्रष्टा स्प्रष्टा श्रोता घ्राता रसयिता मन्ता बोद्धा कर्ता विज्ञानात्मा पुरुषः । स परेऽक्षर आत्मनि सम्प्रतिष्ठते ॥९॥
Dieser ist fürwahr der Sehende, der Berührende, der Hörende, der Riechende, der Schmeckende, der Denkende, der Wissende, der Handelnde—der Purusha der Natur des Bewusstseins. Er ruht im Unvergänglichen, im Selbst.
Purusha as the Conscious Witness (Sakshin) and Akshara-BrahmanAnswers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
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