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Sukta 8.47
Ādityas (Varuṇa, Mitra, and the Āditya group).
Dieser Hymnus ruft wiederholt die Ādityas — besonders Varuṇa und Mitra — als weite, makellose Beschützer an, die den Verehrer vor Trug, Feindschaft und jedem Anteil am Übel bewahren. Er bittet die Götter, im Opfernden alle Formen des Wohlergehens zu begründen — Frieden, Zuflucht, den „dreifachen“ Schutz — und endet in einem Ton von Sieg und Läuterung, indem er Furcht und böse Träume vertreibt, wenn die Morgenröte aufgeht.
Mantra 1
महि वो महतामवो वरुण मित्र दाशुषे । यमादित्या अभि द्रुहो रक्षथा नेमघं नशदनेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Groß ist eure große Hilfe, o Varuṇa und Mitra, für den Spender. O Ādityas, bewahrt ihn vor feindlicher Krummheit; kein Anteil des Übels erreiche ihn. O Unfehlbare, eure Schutze — eure guten Schutze — sind uns Zuflucht.
Mantra 2
विदा देवा अघानामादित्यासो अपाकृतिम् । पक्षा वयो यथोपरि व्यस्मे शर्म यच्छतानेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Da ihr, o Götter, Ādityas, das Abwenden der Schäden kennt, stoßt das Böse fort. Wie Flügel dem Vogel sind, um sich darüber zu erheben, so breitet uns schirmenden Frieden aus. O Unfehlbare, eure Schutze — eure guten Schutze — sind uns Zuflucht.
Mantra 3
व्यस्मे अधि शर्म तत्पक्षा वयो न यन्तन । विश्वानि विश्ववेदसो वरूथ्या मनामहेऽनेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Lege uns jenes friedvolle Obdach auf, wie Flügel den Vogel tragen. O Allwissende, all eure Schutze halten wir im Sinn als unsere Feste. O Unfehlbare, eure Schutze – eure guten Schutze – sind unsere Sicherung.
Mantra 4
यस्मा अरासत क्षयं जीवातुं च प्रचेतसः । मनोर्विश्वस्य घेदिम आदित्या राय ईशतेऽनेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Wem die Weitsichtigen Heimstatt und Lebenskraft verliehen – dem Manu, dem Allumfassenden –, über dessen Fülle walten diese Ādityas. O Unfehlbare, eure Schutze – eure guten Schutze – sind unsere Sicherung.
Mantra 5
परि णो वृणजन्नघा दुर्गाणि रथ्यो यथा । स्यामेदिन्द्रस्य शर्मण्यादित्यानामुतावस्यनेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Umringt uns, das Unheil abwehrend, wie ein Wagenlenker die schweren Engpässe meidet. Mögen wir im Schutz Indras sein und in der Hilfe der Ādityas. O Unfehlbare, eure Schutze – eure guten Schutze – sind unsere Sicherung.
Mantra 6
परिह्वृतेदना जनो युष्मादत्तस्य वायति । देवा अदभ्रमाश वो यमादित्या अहेतनानेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Wenn der Mensch von allen Seiten bedrängt ist und sich geschmälert fühlt, sucht er doch die Kraft, die ihr ihm verleiht. O Götter, die untrügliche Hoffnung, die ihr in uns gesetzt habt — o Ādityas —, sie wanke nicht; eure Hilfen seien mit uns, unversehrt, eure guten Hilfen.
Mantra 7
न तं तिग्मं चन त्यजो न द्रासदभि तं गुरु । यस्मा उ शर्म सप्रथ आदित्यासो अराध्वमनेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Kein scharfer Angriff, kein erdrückendes Gewicht falle auf ihn. Dem, für den ihr weiten Schutz ausbreitet, o Ādityas, seid gnädig; eure Hilfen mögen zu uns kommen, unversehrt, eure guten Hilfen.
Mantra 8
युष्मे देवा अपि ष्मसि युध्यन्त इव वर्मसु । यूयं महो न एनसो यूयमर्भादुरुष्यतानेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
In euch, o Götter, stehen wir fest wie Kämpfer in Rüstung. Ihr seid es, die uns vor großer Verfehlung und vor kleiner bewahrt; eure Hilfen seien mit uns, unversehrt, eure guten Hilfen.
Mantra 9
अदितिर्न उरुष्यत्वदितिः शर्म यच्छतु । माता मित्रस्य रेवतोऽर्यम्णो वरुणस्य चानेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Möge Aditi uns weit machen und sicher bewahren; möge Aditi uns die Zuflucht des Friedens gewähren — sie, die Mutter Mitras, des lichtreichen, des Aryaman und des Varuṇa. Mögen eure unschädlichen Hilfen, eure guten Hilfen, bei uns sein.
Mantra 10
यद्देवाः शर्म शरणं यद्भद्रं यदनातुरम् । त्रिधातु यद्वरूथ्यं तदस्मासु वि यन्तनानेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Was immer, o Götter, Frieden und wahre Zuflucht ist, was immer das Gute und Unverstörte ist, was immer der dreifach gegründete Schutz ist — das alles breitet aus und macht es in uns offenbar. Mögen eure unschädlichen Hilfen, eure guten Hilfen, bei uns sein.
Mantra 11
आदित्या अव हि ख्यताधि कूलादिव स्पशः । सुतीर्थमर्वतो यथानु नो नेषथा सुगमनेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
O Ādityas, blickt herab — wie Wächter vom Flussufer — und führt uns, wie man Pferde führt, zu einer guten Furt, zu leichtem Übergang. Mögen eure unschädlichen Hilfen, eure guten Hilfen, bei uns sein.
Mantra 12
नेह भद्रं रक्षस्विने नावयै नोपया उत । गवे च भद्रं धेनवे वीराय च श्रवस्यतेऽनेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Kein Heil sei hier dem, der unter den Rakṣas umhergeht, weder dem, der herabkommt, noch dem, der in feindlicher Absicht nahetritt. Das Heil aber sei der Kuh und der Milchkuh, und dem Helden, der nach dem Ruhm des wahren Hörens verlangt. Eure hilflosen, eure guten Hilfen seien mit uns.
Mantra 13
यदाविर्यदपीच्यं देवासो अस्ति दुष्कृतम् । त्रिते तद्विश्वमाप्त्य आरे अस्मद्दधातनानेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Welche Missetat wir auch begangen haben, offen oder verborgen, o Götter—legt das alles fern von uns auf Trita Āptya. Eure harmlosen Hilfen, eure guten Hilfen seien mit uns.
Mantra 14
यच्च गोषु दुष्ष्वप्न्यं यच्चास्मे दुहितर्दिवः । त्रिताय तद्विभावर्याप्त्याय परा वहानेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Und welches böse Träumen auch unter den Kühen ist, und was immer in uns ist, o Tochter des Himmels—trage das fort, o Leuchtende, zu Trita Āptya. Eure harmlosen Hilfen, eure guten Hilfen seien mit uns.
Mantra 15
निष्कं वा घा कृणवते स्रजं वा दुहितर्दिवः । त्रिते दुष्ष्वप्न्यं सर्वमाप्त्ये परि दद्मस्यनेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Ob er nun einen niṣka, ein goldenes Halsgeschmeide, fertigt oder einen Kranz, o Tochter des Himmels: alles böse Träumen (duṣṣvapnya) umschließe ringsum in Trita Āptya, dort es einschließend und festhaltend. Eure unermüdlichen Hilfen seien mit uns, eure guten Hilfen.
Mantra 16
तदन्नाय तदपसे तं भागमुपसेदुषे । त्रिताय च द्विताय चोषो दुष्ष्वप्न्यं वहानेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Dies ist zur Nahrung des Lebenshauchs, dies zur Tat und Mühe; und jener Anteil ist für den, der herangetreten ist und sich gesetzt hat (am Ritus). O Uṣas, Morgenröte, trage das böse Träumen (duṣṣvapnya) hinweg; bringe uns eure unermüdliche Hilfe, eure helle und gute Hilfe.
Mantra 17
यथा कलां यथा शफं यथ ऋणं संनयामसि । एवा दुष्ष्वप्न्यं सर्वमाप्त्ये सं नयामस्यनेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Wie wir den verlorenen Anteil zusammentragen, wie wir das Zerstreute wieder einholen, wie wir die Schuld begleichen — so mögen wir alles böse Träumen (duṣṣvapnya) im Bereich des Āptya zusammenführen und unschädlich machen. Eure unermüdlichen Hilfen seien mit uns, eure guten Hilfen.
Mantra 18
अजैष्माद्यासनाम चाभूमानागसो वयम् । उषो यस्माद्दुष्ष्वप्न्यादभैष्माप तदुच्छत्वनेहसो व ऊतयः सुतयो व ऊतयः ॥
Heute haben wir gesiegt; wir haben gewonnen und sind ohne Schuld geworden. O Uṣas (Morgenröte), vor jenem bösen Traum, den wir fürchteten — lass ihn hinweggetan sein; lass ihn aufsteigen und fortgehen. Bring uns eure unermüdlichen, guten Hilfen — eure Hilfen, o Soma-Pressungen (sutá), eure Hilfen.
The hymn mainly addresses the Ādityas—especially Varuṇa and Mitra—as protectors of truth and order. In the final verse it also calls on Uṣas (Dawn) to drive away fear and evil dreams.
It is a refrain asking for the gods’ “helps/protections” (ūtayaḥ), described as “anehas” (harmless, unerring) and “su-ūtayaḥ” (good helps). It functions like a protective seal repeated through the hymn.
It asks to be guarded from hostility, deceit, and misfortune, and to receive peace, refuge, goodness, and an untroubled state. It also seeks inner purification—becoming ‘without fault’—and freedom from disturbing dreams as a new day begins.
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