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Sukta 8.49
Indra
Dieser Hymnus preist Indra als den wilden, freigebigen Maghavan, dessen unerschöpfliche Kraft und sein Reichtum den Sänger emporheben und „schulen“, sodass die inspirierten Gedanken wie Wasser aus einem vollen Schlauch strömen. Er erinnert an frühere Hilfen Indras für die Kaṇva-Seher und verbündete Völker und wandelt diese erinnerte Unterstützung in eine gegenwärtige Bitte um strahlenden Wohlstand an Rindern und Gold sowie um siegreichen Beistand.
Mantra 1
अभि प्र वः सुराधसमिन्द्रमर्च यथा विदे । यो जरितृभ्यो मघवा पुरूवसुः सहस्रेणेव शिक्षति ॥
Singt hervor Indra, den reich an guter Gabe, damit ihr ihn erkennt und wahrhaft erfahrt: ihn, den Maghavan, reich an vielen Schätzen, der den Preisenden fördert und beschenkt, als wirke er mit tausendfacher Kraft.
Mantra 2
शतानीकेव प्र जिगाति धृष्णुया हन्ति वृत्राणि दाशुषे । गिरेरिव प्र रसा अस्य पिन्विरे दत्राणि पुरुभोजसः ॥
Wie ein Heer mit hundert Bannern zieht er voran; mit stürmischer Kraft erschlägt er die Vṛtras für den Spender. Wie Säfte vom Berge strömen, so schwellen seine Gaben hervor — er, von reichem Genuss und Macht.
Mantra 3
आ त्वा सुतास इन्दवो मदा य इन्द्र गिर्वणः । आपो न वज्रिन्नन्वोक्यं सरः पृणन्ति शूर राधसे ॥
Zu dir kommen die gepressten Soma-Tropfen, die Rausche, o Indra, Herr der Lieder. Wie Wasser, das auf seinem Lauf einen See füllt, so füllen sie dich, o Vajrin, o Held, zu deinem Werk der Gabe.
Mantra 4
अनेहसं प्रतरणं विवक्षणं मध्वः स्वादिष्ठमीं पिब । आ यथा मन्दसानः किरासि नः प्र क्षुद्रेव त्मना धृषत् ॥
Trink diese honigsüße Essenz – unhastig, uns sicher hinübertragend, die Kraft des Wortes weitend, der Seele am süßesten. Und wenn du, in Wonne leuchtend, sie für uns nach vorn ausgießt, dann kühn aus eigener innerer Kraft, wie ein kleiner Bach sich selbst weiterergießt.
Mantra 5
आ नः स्तोममुप द्रवद्धियानो अश्वो न सोतृभिः । यं ते स्वधावन्त्स्वदयन्ति धेनव इन्द्र कण्वेषु रातयः ॥
Lauf zu unserem Hymnus, vom Gedanken angetrieben, wie ein Ross mit den Pressern (des Soma) läuft. Denn für dich, o Indra, der aus eigener Kraft mächtig ist, machen ihn die nährenden Ströme süß – die Gaben, die unter den Kaṇvas erwachen.
Mantra 6
उग्रं न वीरं नमसोप सेदिम विभूतिमक्षितावसुम् । उद्रीव वज्रिन्नवतो न सिञ्चते क्षरन्तीन्द्र धीतयः ॥
Zum gewaltigen Helden setzen wir uns mit Verehrung nahe – zu deiner weiten Macht, zu unerschöpflichem Reichtum. Wie ein voller Wasserschlauch, der von oben ausgießt, so strömen die inspirierten Gedanken, o Indra, aus deiner donnerschlagenden Vajra-Kraft.
Mantra 7
यद्ध नूनं यद्वा यज्ञे यद्वा पृथिव्यामधि । अतो नो यज्ञमाशुभिर्महेमत उग्र उग्रेभिरा गहि ॥
Sei es jetzt, sei es im Opfer (yajña), sei es hier auf der Erde — darum komm zu unserer Darbringung mit deinen Schnellen; komm, du Gewaltiger, du Furchtbarer, mit furchtbaren Mächten herbei.
Mantra 8
अजिरासो हरयो ये त आशवो वाता इव प्रसक्षिणः । येभिरपत्यं मनुषः परीयसे येभिर्विश्वं स्वर्दृशे ॥
Deine falben Rosse sind schnell, unermüdlich, wie Winde in ihrem Ansturm. Mit ihnen umspannst du die Nachkommenschaft der Menschen; mit ihnen lässt du die ganze Welt den leuchtenden Himmel (svár) schauen.
Mantra 9
एतावतस्त ईमह इन्द्र सुम्नस्य गोमतः । यथा प्रावो मघवन्मेध्यातिथिं यथा नीपातिथिं धने ॥
So viel von deiner Gnade erbitten wir, o Indra — Gnade, reich an leuchtenden „Kühen“ (Strahlen des Erkennens). Wie du einst Medhyātithi beschütztest, o Freigebiger, wie du Nīpātithi beim Gewinnen der Fülle (dhana) beschütztest.
Mantra 10
यथा कण्वे मघवन्त्रसदस्यवि यथा पक्थे दशव्रजे । यथा गोशर्ये असनोॠजिश्वनीन्द्र गोमद्धिरण्यवत् ॥
Wie du dem Kaṇva halfst, o freigebiger Maghavan, in der Sache des Trasadasyu; wie bei den Paktha in den zehn Umhegung(en); wie du in Gośarya dem Ṛjiśvan gewannst — so, o Indra, gewähre uns lichtes Gut, reich an Strahlen und an goldener Fülle.
It asks Indra for empowering help—victory and protection—and for prosperity described as cattle-and-gold wealth, along with the flow of inspired thought for the worshipper.
Remembering Indra’s past support functions as proof of his reliability: “as you helped them then, help us now,” turning tradition into a present request.
It portrays Indra as the source of dhī (vision and insight): when he is invoked, prayer and understanding pour forth naturally, like water from a full container.
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