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Sukta 10.6
Agni
Dieser Hymnus preist Agni als die leuchtende, alles erhellende Gegenwart, die den Sänger schützt und das Opfer wirksam macht. Agni wird als der schnelle Bote gefeiert, der, von den Hymnen erfreut, die Götter zum Opfer hinzieht und selbst zur ersten „havya“, zur uranfänglichen Opfergabe, wird. Die Verse betonen Agnis Größe, seine ältesten Strahlen und seine Rolle, die frühesten göttlichen Energien zu erwecken und zu mehren.
Mantra 1
अयं स यस्य शर्मन्नवोभिरग्नेरेधते जरिताभिष्टौ । ज्येष्ठेभिर्यो भानुभिॠषूणां पर्येति परिवीतो विभावा ॥
Dies ist er: unter dessen Schutz, durch seine bewahrenden Kräfte, gedeiht der Sänger in der ersehnten Darbringung für Agni; er, leuchtend, umhüllt, umschreitet die ṛṣi mit seinen ältesten Strahlen — das all-erhellende Feuer.
Mantra 2
यो भानुभिर्विभावा विभात्यग्निर्देवेभिॠतावाजस्रः । आ यो विवाय सख्या सखिभ्योऽपरिह्वृतो अत्यो न सप्तिः ॥
Der, der mit seinen Strahlen aufleuchtet — der all-erhellende Agni, der mit den Göttern zieht als unaufhörlich strömende Kraft der Ṛta. Er kommt, die Gefährtenschaft für die Freunde weitend, ungehindert — wie ein schneller Hengst mit seinem Gespann.
Mantra 3
ईशे यो विश्वस्या देववीतेरीशे विश्वायुरुषसो व्युष्टौ । आ यस्मिन्मना हवींष्यग्नावरिष्टरथः स्कभ्नाति शूषैः ॥
Er waltet über jedes göttliche Streben; er waltet, allumfassend im Leben, im Aufleuchten der Uṣas. In ihm setzt der Geist die Opfergaben in Agni; er, mit ungebrochener Wagenfahrt, stützt und trägt durch seine mächtigen Kräfte.
Mantra 4
शूषेभिर्वृधो जुषाणो अर्कैर्देवाँ अच्छा रघुपत्वा जिगाति । मन्द्रो होता स जुह्वा यजिष्ठः सम्मिश्लो अग्निरा जिघर्ति देवान् ॥
Durch Kräfte wachsend, sich erfreuend, eilt er mit Hymnen zu den Göttern. Der wonnige Hotar, der opfertüchtigste, mit dem Opferlöffel — Agni, vollkommen vermischt, zieht die Götter zu uns heran.
Mantra 5
तमुस्रामिन्द्रं न रेजमानमग्निं गीर्भिर्नमोभिरा कृणुध्वम् । आ यं विप्रासो मतिभिर्गृणन्ति जातवेदसं जुह्वं सहानाम् ॥
Jenen strahlenden Agni, unerschüttert wie Indra, bereitet mit Worten und Verehrung. Ihn, den die Seher mit ihren Einsichten besingen — Jātavedas, den Opferlöffel der Kräfte, die standhalten und siegen.
Mantra 6
सं यस्मिन्विश्वा वसूनि जग्मुर्वाजे नाश्वाः सप्तीवन्त एवैः । अस्मे ऊतीरिन्द्रवाततमा अर्वाचीना अग्न आ कृणुष्व ॥
In dem sich alle Reichtümer sammeln, wie Rosse zum Preis sich sammeln — mit ihren Gespannen und ihrem schnellen Lauf: solche Hilfen schaffe uns, o Agni, von Indras Kraft erfüllt, uns zugewandt.
Mantra 7
अधा ह्यग्ने मह्ना निषद्या सद्यो जज्ञानो हव्यो बभूथ । तं ते देवासो अनु केतमायन्नधावर्धन्त प्रथमास ऊमाः ॥
Dann wahrlich, o Agni, in deiner Größe niedersitzend, sogleich geboren, wurdest du der Darzubringende. Die Götter folgten deinem Zeichen; da mehrten dich die ersten Kräfte, die uranfänglichen Antriebe.
It presents Agni as the protecting power for the worshipper, the priestly fire who makes the sacrifice succeed, and the force that brings the gods to the ritual.
In Vedic ritual, Agni is the mediator: when offerings are placed in fire with proper praise, Agni is invoked to invite and convey the gods to partake in the rite.
It points to Agni’s immediate, primordial presence—fire appears instantly when kindled, and symbolically it represents a first principle that awakens divine energies and initiates sacred action.
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