Rig Veda Sukta 5
Mandala 10Sukta 57 Mantras

Sukta 5

Sukta 10.5

Rishi

Dīrghatamas Āucathya (traditional for RV 10.5)

Devata

Mystic One/Agni-Sūrya principle (hymn is enigmatic; often treated as addressing a hidden cosmic principle rather than a single named deity)

Chandas

Jagatī (probable for RV 10.5; many verses are Jagatī in indices)

Dieser rätselhafte Hymnus betrachtet ein einziges verborgenes kosmisches Prinzip — erfahren als Agni‑Sūrya, das innere Feuer und der solare Seher —, das den Überfluss wie ein „Ozean“ trägt und die geheime Spur enthüllt, die in den Quell des Lebens gelegt ist. Er schreitet durch Bilder verborgener Nahrung, der Pfade des Ṛta (Wahrheits‑Ordnung) und der kosmogonischen Umarmung von Sein und Nichtsein in der Weite der Aditi und gipfelt in Agni als dem Erstgeborenen des Ṛta und der Quelle sowohl von Kraft als auch von Fülle.

Sanskrit recitationRig Veda 10.5

Mantras

Mantra 1

एकः समुद्रो धरुणो रयीणामस्मद्धृदो भूरिजन्मा वि चष्टे । सिषक्त्यूधर्निण्योरुपस्थ उत्सस्य मध्ये निहितं पदं वेः ॥

Einer ist der Ozean, die tragende Grundlage der Füllen; aus unserem Herzen schaut der Vielgeborene und offenbart. Er heftet das Euter an den verborgenen Sitz; inmitten der Quelle hat er die Spur, den Tritt des Suchenden, niedergelegt.

Mantra 2

समानं नीळं वृषणो वसानाः सं जग्मिरे महिषा अर्वतीभिः । ऋतस्य पदं कवयो नि पान्ति गुहा नामानि दधिरे पराणि ॥

Im selben Nest sich kleidend, sind die mächtigen Männlichen mit ihren Rossen zusammengekommen. Die Kavi hüten den Tritt der Ṛta; im Verborgenen haben sie die höchsten Namen niedergelegt.

Mantra 3

ऋतायिनी मायिनी सं दधाते मित्वा शिशुं जज्ञतुर्वर्धयन्ती । विश्वस्य नाभिं चरतो ध्रुवस्य कवेश्चित्तन्तुं मनसा वियन्तः ॥

Die Ṛta-Gehende und die durch Māyā Wirkende fügen sich zusammen; nachdem sie abgemessen haben, gebären sie das Kind und nähren es. Sie wandeln um den Nabel des Alls, des Unwandelbaren; selbst des Kavi Faden weben sie mit dem Geist aus.

Mantra 4

ऋतस्य हि वर्तनयः सुजातमिषो वाजाय प्रदिवः सचन्ते । अधीवासं रोदसी वावसाने घृतैरन्नैर्वावृधाते मधूनाम् ॥

Denn die Bahnen der Ṛta schließen sich dem Wohlgeborenen an; die Antriebe (íṣaḥ) gesellen sich zur Vāja, zur Fülle der Kraft, aus dem vordersten Himmel. Die beiden Welten, sich in ein Gewand hüllend, wachsen durch geklärte Fülle (ghṛta) und durch Speisen der Wonne, durch die Süßigkeiten des Honigs.

Mantra 5

सप्त स्वसॄररुषीर्वावशानो विद्वान्मध्व उज्जभारा दृशे कम् । अन्तर्येमे अन्तरिक्षे पुराजा इच्छन्वव्रिमविदत्पूषणस्य ॥

Die sieben rötlichen Schwestern hob er, erwacht und wissend, aus der Süße empor — zum Schauen. Diese Uralten waren im Zwischenraum (antarikṣa) eingeschlossen; suchend fand er das verborgene Gehege des Pūṣan.

Mantra 6

सप्त मर्यादाः कवयस्ततक्षुस्तासामेकामिदभ्यंहुरो गात् । आयोर्ह स्कम्भ उपमस्य नीळे पथां विसर्गे धरुणेषु तस्थौ ॥

Sieben feste Grenzmarken zimmerten die Seher im Sein; und von ihnen vermag nur ein einziger Weg die Enge zu durchschreiten. Dort steht der tragende Pfeiler des Höchsten in seinem verborgenen Nest, gegründet in der Öffnung der Wege, in den tragenden Fundamenten.

Mantra 7

असच्च सच्च परमे व्योमन्दक्षस्य जन्मन्नदितेरुपस्थे । अग्निर्ह नः प्रथमजा ऋतस्य पूर्व आयुनि वृषभश्च धेनुः ॥

Nichtsein und Sein sind im höchsten Himmel zusammengefügt: bei der Geburt des Dakṣa, im weiten Schoß der Aditi. Dort ist Agni für uns der Erstgeborene der Ṛta, uralt im Leben, zugleich Stierkraft und Kuh des Überflusses.

Frequently Asked Questions

The hymn does not focus on a single named god in a simple way. It points to a hidden cosmic principle expressed through Agni (inner fire) and Sūrya-like seership, closely tied to Ṛta (truth-order).

It suggests that the highest reality holds together opposites that the ordinary mind separates. The hymn places both sat (manifest existence) and asat (unmanifest or not-yet) within the supreme expanse, in Aditi’s boundlessness.

These are symbols for concealed nourishment and guidance. The ‘udder’ represents the hidden source of plenty, the ‘fountain’ the wellspring of life, and the ‘track/pada’ the discoverable path of Ṛta that the seeker can follow through insight and right ritual.

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