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Sukta 10.53
Agni/Hotṛ-centered cycle (speaker representing the sacrificers seeking the true Hotṛ/Agni)
Agni (the sought knower of yajña)
Trishtubh (probable; requires metrical verification)
Der Hymnus schildert die Suche der Opfernden nach dem wahren Hotṛ — Agni als dem inneren Kenner des yajña, der „älter als wir“ ist und im Innern sitzt, fähig, die göttliche Gegenwart im Verehrer zu begründen. Er verwebt rituelle Bildwelt (Faden, Weben, Lichtpfade) mit einer inneren Zucht von Denken und Rede und mündet in eine Schau schöpferischer Austragung, in der die Opferkraft in den Schoß der weiblichen Mächte gelegt wird und durch rechtes Machen (kāra) den Sieg erringt.
Mantra 1
यमैच्छाम मनसा सोऽयमागाद्यज्ञस्य विद्वान्परुषश्चिकित्वान् । स नो यक्षद्देवताता यजीयान्नि हि षत्सदन्तरः पूर्वो अस्मत् ॥
Den wir im Geist suchten – siehe, er ist gekommen: der Kenner des Opfers, der Einsichtige, der jedes Einzelne durchschaut. Er opfere für uns, die Gottheit in uns begründend, der zum Darbringen Tauglichste; denn er sitzt im Innern, in den Zwischenräumen des Herzens, verborgen sitzend, älter als unser äußeres Sein.
Mantra 2
अराधि होता निषदा यजीयानभि प्रयांसि सुधितानि हि ख्यत् । यजामहै यज्ञियान्हन्त देवाँ ईळामहा ईड्याँ आज्येन ॥
Der Hotṛ hat sein Ziel erreicht; sitzend, opferfähiger, macht er die wohlgeordneten Gaben offenbar. Wohlan—lasst uns den Göttern opfern, den des yajña Würdigen; lasst uns die Preiswürdigen mit geklärter Fülle, mit dem Schmalz (ā́jya), verehren, mit geläutertem und freigebigem Sinn.
Mantra 3
साध्वीमकर्देववीतिं नो अद्य यज्ञस्य जिह्वामविदाम गुह्याम् । स आयुरागात्सुरभिर्वसानो भद्रामकर्देवहूतिं नो अद्य ॥
Heute hat er uns den rechten, glückbringenden Weg der Götter bereitet; heute haben wir die verborgene Zunge des Opfers gefunden. Er ist gekommen, die Lebenskraft bringend, in duftender Süße gekleidet; heute hat er uns den heilsamen Götterruf bereitet, der die Götter herbeizieht.
Mantra 4
तदद्य वाचः प्रथमं मसीय येनासुराँ अभि देवा असाम । ऊर्जाद उत यज्ञियासः पञ्च जना मम होत्रं जुषध्वम् ॥
Möge ich heute den ersten Grund der Rede abmessen, durch den wir, als Götter, den asurischen Mächten entgegentreten und sie überwinden. O ihr, die ihr euch an wahrer Kraft nährt und des Opfers würdig seid, o fünf Völker: habt Wohlgefallen an meinem Hotṛ-Wort, an meinem Opferruf.
Mantra 5
पञ्च जना मम होत्रं जुषन्तां गोजाता उत ये यज्ञियासः । पृथिवी नः पार्थिवात्पात्वंहसोऽन्तरिक्षं दिव्यात्पात्वस्मान् ॥
Mögen die fünf Völker an meinem Hotar-Wort, dem Opferwort, Gefallen finden – die aus Go Geborenen und die Opferwürdigen. Möge die Erde uns vor irdischer Not behüten; möge der Luftraum (Antarikṣa) uns vor himmlischer Not behüten.
Mantra 6
तन्तुं तन्वन्रजसो भानुमन्विहि ज्योतिष्मतः पथो रक्ष धिया कृतान् । अनुल्बणं वयत जोगुवामपो मनुर्भव जनया दैव्यं जनम् ॥
Den Faden spannend, folge dem leuchtenden Strahl durch den Luftraum; behüte die lichtvollen Pfade, die durch die Einsicht geschaffen sind. Webt das Werk ununterbrochen, ihr Opferwirkenden; werdet Manu und lasst in euch das göttliche Geschlecht geboren werden.
Mantra 7
अक्षानहो नह्यतनोत सोम्या इष्कृणुध्वं रशना ओत पिंशत । अष्टावन्धुरं वहताभितो रथं येन देवासो अनयन्नभि प्रियम् ॥
Bindet die Joche an die Achse, ihr am Soma Erfreuten; legt die Zügel an und glättet sie gut. Fahrt ringsum den Wagen mit acht Stützen, durch den die Götter zum Geliebten hingeführt wurden.
Mantra 8
अश्मन्वती रीयते सं रभध्वमुत्तिष्ठत प्र तरता सखायः । अत्रा जहाम ये असन्नशेवाः शिवान्वयमुत्तरेमाभि वाजान् ॥
Der steinige Strom stürzt heran — fasst gemeinsam zu; erhebt euch und setzt hinüber, o Gefährten. Hier lasst uns zurück, die nicht hilfreich waren, die Unheilvollen; heilvoll mögen wir hinübersteigen, hin zu den Füllen der Kraft (vā́ja).
Mantra 9
त्वष्टा माया वेदपसामपस्तमो बिभ्रत्पात्रा देवपानानि शंतमा । शिशीते नूनं परशुं स्वायसं येन वृश्चादेतशो ब्रह्मणस्पतिः ॥
Tvaṣṭṛ kennt die Mächte des Gestaltens, der kundigste unter den Werken; er trägt die Gefäße des Göttertranks, die höchst friedenspendenden. Nun schärft er die eiserne Axt, mit der Brahmaṇaspati das fahl-rote Hindernis wegschneiden möge.
Mantra 10
सतो नूनं कवयः सं शिशीत वाशीभिर्याभिरमृताय तक्षथ । विद्वांसः पदा गुह्यानि कर्तन येन देवासो अमृतत्वमानशुः ॥
Nun schärfen die Seher (kaví) die Kräfte des Wirklichen (sat) mit den Sprüchen, durch die ihr für die Unsterblichkeit gestaltet. Die Wissenden schneiden das Verborgene auf nach den Schritten (padá), durch die die Götter Unsterblichkeit erlangten.
Mantra 11
गर्भे योषामदधुर्वत्समासन्यपीच्येन मनसोत जिह्वया । स विश्वाहा सुमना योग्या अभि सिषासनिर्वनते कार इज्जितिम् ॥
Im Schoß der Mädchen setzten sie das Kalb ein, dort sitzend durch den inneren Sinn und durch die Zunge. Er, allezeit heiteren Sinnes, zur Verbindung tauglich, erringt durch den antreibenden, zügelnden Impuls den Sieg — durch die Tat des Schaffens selbst.
It is about finding and invoking Agni as the true Hotṛ (priest) who knows the sacrifice perfectly and also lives within the worshipper, enabling a correct offering and inner transformation.
The “thread” and “weaving” describe keeping the yajña continuous and error-free—both in the outer ritual sequence and in the inner continuity of attention, thought (dhī), and recitation.
Manu represents the archetypal human who establishes right order. The line suggests becoming properly aligned with dharma and yajña so that a ‘divine’ disposition—clarity, truth, and higher nature—arises within.
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