Rig Veda Sukta 55
Mandala 1Sukta 558 Mantras

Sukta 55

Sukta 1.55

Devata

Indra

Chandas

Trishtubh (probable; requires metrical verification)

Dieser Hymnus preist Indras unermessliche Größe – so grenzenlos, dass selbst Himmel und Erde ihn weder fassen noch ermessen können – und rühmt seine furchterregende, strahlende Macht im Kampf. Immer wieder beschwört er das Schmieden und Schärfen des Vajra (Donnerkeils) als entscheidende Kraft, die Hemmnisse zerschlägt und dem Volk Stärke, Schutz und unversiegenden Reichtum sichert.

Recitation with translationRig Veda 1.55

Mantras

Mantra 1

दिवश्चिदस्य वरिमा वि पप्रथ इन्द्रं न मह्ना पृथिवी चन प्रति । भीमस्तुविष्माञ्चर्षणिभ्य आतपः शिशीते वज्रं तेजसे न वंसगः ॥

Selbst die Weite des Himmels breitet sich durch seine Ausdehnung; und die Erde misst ihn nicht an Größe. Furchtbar, von überwältigender Kraft, glüht er über den Menschenwelten; er schärft den Vajra zum Leuchten, wie ein Schmied das Metall zur glänzenden Schneide.

Mantra 2

सो अर्णवो न नद्यः समुद्रियः प्रति गृभ्णाति विश्रिता वरीमभिः । इन्द्रः सोमस्य पीतये वृषायते सनात्स युध्म ओजसा पनस्यते ॥

Wie der Ozean die Flüsse aufnimmt, so fasst er die weithin ausgebreiteten Ströme in ihrer Weite an sich. Indra wird mächtig zum Trank des Soma; von alters her freut er sich, der Kämpfer, an Kraft — er wächst durch die Stärke, die Wonne gewinnt.

Mantra 3

त्वं तमिन्द्र पर्वतं न भोजसे महो नृम्णस्य धर्मणामिरज्यसि । प्र वीर्येण देवताति चेकिते विश्वस्मा उग्रः कर्मणे पुरोहितः ॥

Du, o Indra, schwindest nicht dahin wie ein Berg, der abgezehrt wird; du leuchtest auf in den großen Satzungen der heldischen Kraft. Durch deine Macht wird das göttliche Wirken offenbar; vor jeder Tat stehst du vorn — der Grimmige, als Vorangestellter, der die Arbeit anführt.

Mantra 4

स इद्वने नमस्युभिर्वचस्यते चारु जनेषु प्रब्रुवाण इन्द्रियम् । वृषा छन्दुर्भवति हर्यतो वृषा क्षेमेण धेनां मघवा यदिन्वति ॥

Ihn besingen im Wald die Verehrenden; unter den Menschen verkündet er seine indriyische Kraft als ein Schönes. Ein Stier der Macht wird er zur frohen Wonne für den Strebenden; ein Stier wiederum — der Freigebige — treibt in Frieden die milchgebende Kuh des Überflusses an und presst den nährenden Strom hervor.

Mantra 5

स इन्महानि समिथानि मज्मना कृणोति युध्म ओजसा जनेभ्यः । अधा चन श्रद्दधति त्विषीमत इन्द्राय वज्रं निघनिघ्नते वधम् ॥

Er vollbringt wahrlich die großen Schlachten durch seine Fülle — der Kämpfer — mit Kraft für die Völker. Dann setzen sie ihr Vertrauen in den Strahlenden; für Indra schmieden sie den Vajra, schlagend und wieder schlagend, und formen die tötende Macht gegen das Hindernis.

Mantra 6

स हि श्रवस्युः सदनानि कृत्रिमा क्ष्मया वृधान ओजसा विनाशयन् । ज्योतींषि कृण्वन्नवृकाणि यज्यवेऽव सुक्रतुः सर्तवा अपः सृजत् ॥

Denn er ist der Ruhmsucher: an Kraft zunehmend, vernichtet er mit Macht auf dem Erdenfeld die künstlich gefügten Sitze der Finsternis. Die Lichter macht er für den Opfernden unangreifbar; der wohlentschlossene (su-kratu) lässt die Wasser frei—er entlässt die Ströme in ihren Lauf.

Mantra 7

दानाय मनः सोमपावन्नस्तु तेऽर्वाञ्चा हरी वन्दनश्रुदा कृधि । यमिष्ठासः सारथयो य इन्द्र ते न त्वा केता आ दभ्नुवन्ति भूर्णयः ॥

Zum Geben wende sich dein Sinn, o Somatrinker; lass deine beiden fahlen Rosse herankommen, die unser Loblied vernehmen. Denn deine Wagenlenker, o Indra, die zügelstärksten und sicheren, täuschen die wirbelnden Regungen nicht; keine trügerischen Zeichen überwältigen dich.

Mantra 8

अप्रक्षितं वसु बिभर्षि हस्तयोरषाळ्हं सहस्तन्वि श्रुतो दधे । आवृतासोऽवतासो न कर्तृभिस्तनूषु ते क्रतव इन्द्र भूरयः ॥

Unschwindenden Reichtum trägst du in deinen Händen; in deinem Leib hältst du die unbezwingliche Kraft, die als hörend gerühmt ist. In dir, o Indra, sind viele Entschlüsse und Wirkkräfte: selbstverhüllt, selbstbehütet, nicht von menschlichen Machern gefertigt.

Frequently Asked Questions

It praises Indra as immeasurably great and overwhelmingly powerful, focusing on his vajra (thunderbolt) as the force that destroys obstacles and brings victory and strength.

The imagery presents Indra’s power as something concentrated into a decisive weapon—like a smith honing metal—symbolizing focused strength and radiant clarity that can break resistance.

It seeks protection, success in great struggles, and “undiminishing wealth,” along with unconquerable strength and inner resolve safeguarded within Indra’s own powers.

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