Rig Veda Sukta 56
Mandala 1Sukta 566 Mantras

Sukta 56

Sukta 1.56

Devata

Indra (high probability in this local sequence; exact assignment should be confirmed from RV Anukramaṇī)

Chandas

Trishtubh (probable; requires metrical verification)

Dieser Hymnus preist Indras unwiderstehlichen Vorstoß: Er erhebt sich wie ein schneller Hengst, rückt mit dem von fahlgelben Rossen bespannten Wagen vor und vertreibt mit dröhnender Kraft die Finsternis. Von seiner eigenen Taviṣī (göttlichen Macht) gestärkt, trägt Indra Himmel und Erde und sprengt, vom Soma berauscht, Vṛtras Fesseln, um die Wasser freizusetzen. Die Sukta wirkt als Anrufung von Indras sieghafter Energie für Schutz, Licht und Fülle.

Mantras

Mantra 1

एष प्र पूर्वीरव तस्य चम्रिषोऽत्यो न योषामुदयंस्त भुर्वणिः । दक्षं महे पाययते हिरण्ययं रथमावृत्या हरियोगमृभ्वसम् ॥

Er treibt die uralten Kräfte voran; wie ein Ross steigt er aus der Hülle empor, der schnelle Beweger. Dem Großen lässt er die goldene Kunst trinken; den Wagen wendend, mit den Falben (harí) angespannt, schreitet er fort in meisterhaftem Schaffen (ṛbhú-).

Mantra 2

तं गूर्तयो नेमन्निषः परीणसः समुद्रं न संचरणे सनिष्यवः । पतिं दक्षस्य विदथस्य नू सहो गिरिं न वेना अधि रोह तेजसा ॥

Zu ihm ziehen die wohlgeleiteten Sucher, ihre geordneten Regungen des Strebens tragend, zusammen, wie Ströme zum Zusammentreffen des Ozeans. Nun steigen sie hinauf zum Herrn der unterscheidenden Kraft und der heiligen Versammlung (vidátha): auf den Gipfel der Macht, wie Begehrende einen Berg ersteigen — durch den Glanz seiner lichten Energie.

Mantra 3

स तुर्वणिर्महाँ अरेणु पौंस्ये गिरेर्भृष्टिर्न भ्राजते तुजा शवः । येन शुष्णं मायिनमायसो मदे दुध्र आभूषु रामयन्नि दामनि ॥

Er, der stürmische Beweger, groß, staublos in männlicher Kraft, leuchtet wie der blitzende Schlag des Berges — seine antreibende Gewalt. Mit dieser Macht, im Rausch des eisernen (unbeugsamen) Willens, drückte er Śuṣṇa, den Zauberer, nieder; ihn mitten in den Anstürmen bezwingend, band er ihn in Fesseln.

Mantra 4

देवी यदि तविषी त्वावृधोतय इन्द्रं सिषक्त्युषसं न सूर्यः । यो धृष्णुना शवसा बाधते तम इयर्ति रेणुं बृहदर्हरिष्वणिः ॥

Wenn die Göttin-Kraft — deine wachsende Macht — Indra zu unserer Hilfe anjocht, wie die Sonne die Uṣas (Morgenröte) anjocht, dann setzt der, der mit kühner Stärke die Finsternis zurückdrängt, den großen Staub in Bewegung, dröhnend im Ansturm leuchtender Kraft.

Mantra 5

वि यत्तिरो धरुणमच्युतं रजोऽतिष्ठिपो दिव आतासु बर्हणा । स्वर्मीळ्हे यन्मद इन्द्र हर्ष्याहन्वृत्रं निरपामौब्जो अर्णवम् ॥

Als du über die feste, unerschütterliche Stütze hinaussprangst und mit hebender Kraft den Luftraum durchmaßest, da schlugst du, im Rausch, der Svar (Licht) gewinnt, o Indra, jubelnd Vṛtra nieder und ließest die ozeanische Flut der Wasser nach außen strömen.

Mantra 6

त्वं दिवो धरुणं धिष ओजसा पृथिव्या इन्द्र सदनेषु माहिनः । त्वं सुतस्य मदे अरिणा अपो वि वृत्रस्य समया पाष्यारुजः ॥

Du setzt mit deiner Macht die feste Stütze des Himmels ein, und du, o Indra von Weite, nimmst deinen Sitz in den Fundamenten der Erde. Du hast im Entzücken des gepressten Soma die Wasser freigesetzt; du zerbrachst die schließenden Fugen und Fesseln Vṛtras.

Frequently Asked Questions

The hymn praises Indra, especially his victorious strength, his tawny-steed chariot, and his power to remove darkness and obstacles.

It refers to the classic Vedic story where Indra breaks Vṛtra’s blockage and lets the waters flow again—symbolizing rain, abundance, and the freeing of blocked life-energy.

Taviṣī is Indra’s divine might or empowering power. The hymn describes it as the force that ‘yokes’ Indra to help, like the Sun bringing forth the Dawn.

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