
Sukta 4.13
Vāmadeva Gautama
Agni with Dawn/Sun and invocation to the Aśvins
Triṣṭubh (probable)
Dieser kurze Hymnus verknüpft das Entzünden Agnis im Morgengrauen mit dem kosmischen Hervortreten des Lichts: Uṣas bahnt den Weg, Sūrya steigt empor, und die Aśvins werden zum wohlbereiteten häuslichen Ritus eingeladen. Von lebhaften Bildern der Morgenröte führt er zu staunender Betrachtung der unsichtbaren Stütze des Himmels — ṛta, dem verborgenen Gesetz, durch das die Welten nicht stürzen. Sein Zweck ist zweifach: rituell (die Morgenopfergabe zu eröffnen) und philosophisch (Einsicht in die Ordnung zu wecken, die den Kosmos trägt).
Mantra 1
प्रत्यग्निरुषसामग्रमख्यद्विभातीनां सुमना रत्नधेयम् । यातमश्विना सुकृतो दुरोणमुत्सूर्यो ज्योतिषा देव एति ॥
Agni blickt zum vordersten Saum der Morgenröten, inmitten der Aufleuchtenden, heiteren Sinnes, den Schatz tragend. Kommt, o Aśvins, zum wohlgefügten Haus; und die Sonne, der Gott, steigt empor mit ihrem Licht.
Mantra 2
ऊर्ध्वं भानुं सविता देवो अश्रेद्द्रप्सं दविध्वद्गविषो न सत्वा । अनु व्रतं वरुणो यन्ति मित्रो यत्सूर्यं दिव्यारोहयन्ति ॥
Savitṛ, der Gott, hat den Strahl emporgehoben; den glänzenden Tropfen setzte er in Bewegung wie ein kraftvoller Sucher des Lichts. Varuṇa und Mitra schreiten dem Gesetz (ṛta) gemäß, wenn sie die Sonne an den Himmel emporsteigen lassen.
Mantra 3
यं सीमकृण्वन्तमसे विपृचे ध्रुवक्षेमा अनवस्यन्तो अर्थम् । तं सूर्यं हरितः सप्त यह्वीः स्पशं विश्वस्य जगतो वहन्ति ॥
Ihn, den sie zum Unterscheider wider die Finsternis machten, das Ziel suchend in fester, unerschütterlicher Sicherheit — diese Sonne tragen die sieben stürmischen Harits, den Späher und Zeugen der ganzen bewegten Welt.
Mantra 4
वहिष्ठेभिर्विहरन्यासि तन्तुमवव्ययन्नसितं देव वस्म । दविध्वतो रश्मयः सूर्यस्य चर्मेवावाधुस्तमो अप्स्वन्तः ॥
Mit den mächtigsten Trägern ziehst du aus, den Faden abwärts webend; o lichtvolle Macht, du wirfst die schwarze Hülle ab. Die Strahlen der Sonne, schlagend und spaltend, haben die Finsternis hinabgetrieben — wie man ein Fell abzieht — in die Tiefen der inneren Wasser.
Mantra 5
अनायतो अनिबद्धः कथायं न्यङ्ङुत्तानोऽव पद्यते न । कया याति स्वधया को ददर्श दिवः स्कम्भः समृतः पाति नाकम् ॥
Ungeleitet, ungebunden — wie fällt dieser, kopfüber hingeworfen, nicht hinab? Nach welchem Eigengesetz (svadhā) bewegt er sich; wer hat ihn geschaut: den Pfeiler des Himmels, im ṛta gefügt, der das leuchtende Himmelsgewölbe trägt?
It connects the morning kindling of Agni with the daily victory of light: dawn opens, the sun rises, and the rite invites divine help. It also reflects on the unseen order (ṛta) that holds the cosmos steady.
The Aśvins are swift helpers associated with dawn and safe arrival. Calling them to the “well-built home” fits the morning ritual context—seeking protection, health, and smooth beginnings as the day starts.
It is a poetic way of speaking about the supporting principle that keeps the sky and world from collapsing. The verse suggests this support is grounded in ṛta—truth and cosmic order—operating by its own law (svadhā).
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
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