
Sukta 10.165
Traditionally associated with Atharvanic/late book (Mandala 10) apotropaic seers; specific r̥ṣi attribution varies by Anukramaṇī for this hymn (often given as a late/anonymous tradition).
Devas in general; with explicit reference to Nirr̥ti as the adverse power being averted.
Triṣṭubh (probable; RV 10 frequently uses Triṣṭubh in such stanzas—exact metrical scan recommended for confirmation).
Dieser kurze apotropäische Hymnus richtet sich an die Devas insgesamt, um ein unheilvolles Zeichen abzuwehren: eine Taube, die als möglicher Bote der Nirṛti (Unheil, Auflösung) erscheint. Durch das Mantra (ṛc) vollzieht der Hymnus eine „Lösung/Entsühnung“ (niṣkṛti) und erbittet Schutz für alles lebendige Gedeihen — Zweifüßiges und Vierfüßiges — besonders im rituellen Feuerraum.
Mantra 1
देवाः कपोत इषितो यदिच्छन्दूतो निॠत्या इदमाजगाम । तस्मा अर्चाम कृणवाम निष्कृतिं शं नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे ॥
O Götter, wenn die Taube, angetrieben und suchend, hierher gekommen ist als Bote der Nirṛti, dann singen wir jenem (dunklen) Senden zu und bewirken eine Lösung; Heil sei uns im Zweifüßigen, Heil im Vierfüßigen.
Mantra 2
शिवः कपोत इषितो नो अस्त्वनागा देवाः शकुनो गृहेषु । अग्निर्हि विप्रो जुषतां हविर्नः परि हेतिः पक्षिणी नो वृणक्तु ॥
Möge die Taube, obgleich angetrieben, uns heilvoll sein; ohne Makel sei in unseren Häusern das Vogelzeichen. Denn Agni, der Seher, nehme unser Opfer an; und die geflügelte Heti, der feindliche Schlag, gehe rings um uns her und wähle uns nicht.
Mantra 3
हेतिः पक्षिणी न दभात्यस्मानाष्ट्र्यां पदं कृणुते अग्निधाने । शं नो गोभ्यश्च पुरुषेभ्यश्चास्तु मा नो हिंसीदिह देवाः कपोतः ॥
Die geflügelte Heti täusche uns nicht und überwältige uns nicht; sie setzt ihr Zeichen am Ort des Feuerentzündens. Heil sei uns für die Kühe und für die Menschen; die Taube, o Götter, verletze uns hier nicht.
Mantra 4
यदुलूको वदति मोघमेतद्यत्कपोतः पदमग्नौ कृणोति । यस्य दूतः प्रहित एष एतत्तस्मै यमाय नमो अस्तु मृत्यवे ॥
Was die Eule ruft, ist vergeblich; und vergeblich ist, was die Taube am Feuer bezeichnet. Denn dies ist nur der entsandte Bote jener Macht. Jenem Yama sei Verehrung; dem Tod sei Verehrung.
Mantra 5
ऋचा कपोतं नुदत प्रणोदमिषं मदन्तः परि गां नयध्वम् । संयोपयन्तो दुरितानि विश्वा हित्वा न ऊर्जं प्र पतात्पतिष्ठः ॥
Mit der ṛc treibt die Taube fort — stoßt sie weit hinweg; froh an der nährenden Kraft, führt sie ringsum und hinaus. Alle Unheile zusammenraffend, unsere Fülle an Kraft (ūrj) unberührt lassend, fliege sie voran — die schnellste im Flug.
In this sukta the pigeon is treated as a possible bad omen—an apparent ‘messenger’ of Nirr̥ti (misfortune). The hymn uses mantra to send that omen away and restore peace.
Nirr̥ti is a Vedic power associated with loss, decay, and misfortune. Here she is not praised; she is the adverse force to be averted so that well-being (śam) returns.
It is a compact blessing for the whole community: humans (two-footed) and animals like cattle and horses (four-footed). The hymn asks that all embodied life in the household remain safe and prosperous.
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
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