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Sukta 1.82
Indra
Dieser sechsstrophige Hymnus ist eine dringliche Einladung an Indra, die wahrhaftige Rede der Dichter zu hören und rasch zur Soma-Darbringung zu kommen. Refrainartige Rufe „spanne die zwei fahlen Rosse an“ rahmen Indras Nahen auf seinem stierkräftigen Wagen, sein Erkennen des randvoll gefüllten Soma-Gefäßes und seine Erregung durch die ausgepressten Tränke. Der Hymnus gipfelt darin, dass der Dichter durch Brahman (heilige Rede) Indras Pferde anspannt, ihn bittet, Platz zu nehmen und sich zu freuen, wobei Pūṣan auch als begleitende Gegenwart genannt wird.
Mantra 1
उपो षु शृणुही गिरो मघवन्मातथा इव । यदा नः सूनृतावतः कर आदर्थयास इद्योजा न्विन्द्र ते हरी ॥
Höre nun unsere Worte, o Freigebiger, und sei ihnen nicht wie ein Unwahrer. Wenn unsere Hand, die die Kraft der guten Rede (sūnṛtā) trägt, ihr Ziel sucht, dann, o Indra, schirre wahrlich deine zwei fahlen Rosse an.
Mantra 2
अक्षन्नमीमदन्त ह्यव प्रिया अधूषत । अस्तोषत स्वभानवो विप्रा नविष्ठया मती योजा न्विन्द्र ते हरी ॥
Sie haben getrunken und sind froh geworden; die lieben Tränke (Soma) wallten in ihnen auf. Die strahlend schauenden Seher priesen mit der allerfrischesten Eingebung — nun, o Indra, schirre deine zwei fahlen Rosse an.
Mantra 3
सुसंदृशं त्वा वयं मघवन्वन्दिषीमहि । प्र नूनं पूर्णवन्धुरः स्तुतो याहि वशाँ अनु योजा न्विन्द्र ते हरी ॥
Dich, o Freigebiger (Maghavan), den schön zu Schauenden, wollen wir preisen. Nun, mit völlig angespanntem Wagen, gepriesen, komm, dem Zug des Willens folgend; o Indra, schirre deine beiden falben Rosse (harī) an.
Mantra 4
स घा तं वृषणं रथमधि तिष्ठाति गोविदम् । यः पात्रं हारियोजनं पूर्णमिन्द्र चिकेतति योजा न्विन्द्र ते हरी ॥
Er besteigt jenen stierkräftigen Wagen, den Finder der Kühe (Strahlen). Der das Gefäß erkennt, o Indra, das an die falben Rosse angeschirrt und bis zum Rand gefüllt ist—nun, o Indra, schirre deine beiden falben Rosse (harī) an.
Mantra 5
युक्तस्ते अस्तु दक्षिण उत सव्यः शतक्रतो । तेन जायामुप प्रियां मन्दानो याह्यन्धसो योजा न्विन्द्र ते हरी ॥
Angeschirrt seien dir der rechte wie auch der linke, o Hundertkräftiger (Śatakratu). Mit ihnen, jauchzend, komm zur lieben Gefährtin—zur Essenz des Soma; nun, o Indra, schirre deine beiden falben Rosse (harī) an.
Mantra 6
युनज्मि ते ब्रह्मणा केशिना हरी उप प्र याहि दधिषे गभस्त्योः । उत्त्वा सुतासो रभसा अमन्दिषुः पूषण्वान्वज्रिन्त्समु पत्न्यामदः ॥
Mit dem heiligen Wort (brahman) spanne ich dir die zwei fuchsfarbenen, langmähnigen Rosse an; komm hervor, tritt herzu, nimm Platz in beiden Händen. Die ausgepressten, stürmischen Soma-Tränke haben dich in Jubel versetzt; o Träger des Vajra, mit Pūṣan vereint, vereinige dich in Wonne mit der Gemahlin.
The poets ask Indra to listen to their words and come quickly to the Soma offering, repeatedly urging him to “yoke his two tawny steeds” and arrive at the rite.
It signals that the Soma cup is prepared and ready. The hymn praises Indra as the one who recognizes this readiness and comes to drink and bless the worshippers.
It means sacred speech and well-formed mantra are treated as an active ritual force—like a harness—that draws the deity toward the offering and makes the invocation effective.
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
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