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Sukta 7.10
Vasiṣṭha
Agni (depicted in dawn-like radiance; possibly Agni as morning kindling)
Triṣṭubh (probable)
Dieser kurze Hymnus an Agni schildert das Feuer als dämmerungshell: weithin strahlt es aus, es blitzt auf und weckt die inspirierte Erkenntnis wie der Geliebte der Uṣas. Vasiṣṭha stellt Agni als den schönen, recht schreitenden Träger der Opfergaben und als menschlichen Führer dar, der durch die Opfernächte Reichtum und göttliche Gegenwart herbeibringt.
Mantra 1
उषो न जारः पृथु पाजो अश्रेद्दविद्युतद्दीद्यच्छोशुचानः । वृषा हरिः शुचिरा भाति भासा धियो हिन्वान उशतीरजीगः ॥
Wie der Geliebte der Morgenröte hat er seinen weiten Glanz ausgebreitet; blitzend, lodernd brennt er in eigenem Licht. Der starke Goldene (hari) leuchtet in reiner Strahlkraft; die Gedanken antreibend hat er die strebenden Kräfte geweckt.
Mantra 2
स्वर्ण वस्तोरुषसामरोचि यज्ञं तन्वाना उशिजो न मन्म । अग्निर्जन्मानि देव आ वि विद्वान्द्रवद्दूतो देवयावा वनिष्ठः ॥
Wie Himmelsgold beim Anbruch der Morgenröten hat er aufgeleuchtet; das Opfer ausbreitend, gleich den Uśij, den eifrigen Suchern, wird der Gedanke geformt. Agni, der Gott, der die Geburten kennt, eilt hervor als Bote, der Vordringlichste auf dem Weg zu den Göttern.
Mantra 3
अच्छा गिरो मतयो देवयन्तीरग्निं यन्ति द्रविणं भिक्षमाणाः । सुसंदृशं सुप्रतीकं स्वञ्चं हव्यवाहमरतिं मानुषाणाम् ॥
Zu ihm gehen die Worte und die Gedanken, die nach den Göttern verlangen, um Fülle an Gut erbittend. Sie gehen zu Agni, schön zu schauen, von strahlendem Antlitz, geradlinig in seinem Gang, dem Träger der Opfergabe, dem Lenker und Führer der menschlichen Wege.
Mantra 4
इन्द्रं नो अग्ने वसुभिः सजोषा रुद्रं रुद्रेभिरा वहा बृहन्तम् । आदित्येभिरदितिं विश्वजन्यां बृहस्पतिमृक्वभिर्विश्ववारम् ॥
Bringe uns, o Agni, Indra mit den Vasu, in gemeinsamer Freude; bringe Rudra mit den Rudras, den Gewaltigen. Mit den Ādityas bringe Aditi, die Allgebärende, Mutter der Weite; und bringe Bṛhaspati mit den Ṛkva, den Sängern des Wortes, den Spender aller begehrten Gaben.
Mantra 5
मन्द्रं होतारमुशिजो यविष्ठमग्निं विश ईळते अध्वरेषु । स हि क्षपावाँ अभवद्रयीणामतन्द्रो दूतो यजथाय देवान् ॥
Die Völker preisen Agni in den Opferhandlungen – den freudigen Hotṛ, den Eifrigen, den Jüngsten. Denn er ist durch die Nächte hindurch zum Herrn der Füllen geworden, ein unermüdlicher Bote zum Opferdienst für die Götter.
The image highlights Agni’s morning kindling: like dawn’s beloved, he spreads wide radiance, flashes brightly, and awakens human energy and inspired thought.
Havyavāha means “carrier of the offering,” and dūta means “messenger.” Agni transports the oblations and the worshipper’s intention from the human realm to the gods.
It can be recited at dawn or at the start of a fire offering to invoke clarity, aspiration, and right direction—asking Agni to carry one’s offerings and prayers effectively.
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