
Sukta 5.82
Savitṛ (with Bhaga invoked as his power of felicity/distribution)
Dieser Hymnus ist ein Gebet an Savitṛ, den göttlichen Antreiber, er möge die erlesenste Nahrung, rechte Bewegung und ein glückverheißendes Geschick verleihen; dabei wird Bhaga als Savitṛs Kraft der Zuteilung und der Glückseligkeit angerufen. Es wird erbeten, dass alle Fehlleitungen und Übel (duritāni) vertrieben werden und dass das wahrhaft Gute (bhadram) in die Verehrer hineingetrieben werde. Zugleich preist die Sukta Savitṛ als kosmische Macht, die alle Wesen und Geburten zur Erscheinung bringt und sie durch inspirierte Rede „hörbar“ macht.
Mantra 1
तत्सवितुर्वृणीमहे वयं देवस्य भोजनम् । श्रेष्ठं सर्वधातमं तुरं भगस्य धीमहि ॥
Das erwählen wir uns von Savitar, vom Gott: seine nährende Gabe des Genusses. Das Beste, das Alltragende, das Schnelle — die Fülle Bhagas — darauf richten wir den Sinn.
Mantra 2
अस्य हि स्वयशस्तरं सवितुः कच्चन प्रियम् । न मिनन्ति स्वराज्यम् ॥
Denn bei Savitṛ, dem selbstverherrlichten, was immer ihm lieb ist — das mindert niemand; seine Selbstherrschaft, seine eigene Souveränität, bleibt unverletzt.
Mantra 4
अद्या नो देव सवितः प्रजावत्सावीः सौभगम् । परा दुष्ष्वप्न्यं सुव ॥
Heute, o Gott Savitṛ, treibe uns ein Glück an, reich an Nachkommenschaft und Gedeihen; jage den bösen Traum weit fort, der das innere Schauen verdunkelt.
Mantra 5
विश्वानि देव सवितर्दुरितानि परा सुव । यद्भद्रं तन्न आ सुव ॥
Alle Übelwege und Verfehlungen, o Gott Savitṛ, treibe von uns fort; und was das Gute ist — das führe uns zu, das gründe in uns.
Mantra 8
य इमे उभे अहनी पुर एत्यप्रयुच्छन् । स्वाधीर्देवः सविता ॥
Der, der vor diesen beiden Tagen hergeht, unermüdet, unaufhaltsam in seinem Voranschreiten — Savitṛ, der Gott, von selbstgesetzter Einsicht.
Mantra 9
य इमा विश्वा जातान्याश्रावयति श्लोकेन । प्र च सुवाति सविता ॥
Der, der all diese Geburten und Werdungen durch das inspirierte Wort vernehmbar macht und sie vorwärts zur Erscheinung antreibt — Savitṛ.
Savitṛ is the divine “Impeller”—the power that awakens life and thought, sets things in right motion, and guides beings toward what is beneficial and true.
Bhaga represents the power of fortunate allotment—prosperity, share, and felicity—so the hymn asks Savitṛ to distribute the best portion of well-being and support.
It asks Savitṛ to drive away all wrong turnings (duritāni) and to impel and establish whatever is truly good (bhadram) in the worshippers’ lives.
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
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