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Sukta 7.2
Vasiṣṭha
Agni (with strong solar alignment to Sūrya’s rays)
Triṣṭubh (probable)
Dieser Hymnus des Vasiṣṭha entzündet Agni als den strahlenden Priester des Opfers und bittet ihn, das Brennholz anzunehmen, empor zu lodern und sich im Einklang mit Sūryas Strahlen auszubreiten. Er verwebt die ganze yajña-Szenerie: Morgenröte und Nacht als stützende Mächte, den heiligen Sitz (barhis), Aditis Schutz und das Nahen Indras und der Götter, damit die Darbringung suvitā (guten Durchgang), Fülle und göttliche Freude bringe.
Mantra 1
जुषस्व नः समिधमग्ने अद्य शोचा बृहद्यजतं धूममृण्वन् । उप स्पृश दिव्यं सानु स्तूपैः सं रश्मिभिस्ततनः सूर्यस्य ॥
Nimm heute unser Anzünden an, o Agni; lodere weit, verehrungswürdig, den Rauch emporhebend. Berühre den lichten Gipfel mit deinen Flammenzungen; breite dich aus im Einklang mit den Strahlen der Sonne.
Mantra 2
नराशंसस्य महिमानमेषामुप स्तोषाम यजतस्य यज्ञैः । ये सुक्रतवः शुचयो धियंधाः स्वदन्ति देवा उभयानि हव्या ॥
Mit Opfern wollen wir die Größe dieser preisen — des verehrungswürdigen Narāśaṃsa. Die Götter, kraftvoll im Wirken, rein, den Gedanken tragend, kosten und genießen die beiderlei haví (Gaben) — die äußeren und die inneren.
Mantra 3
ईळेन्यं वो असुरं सुदक्षमन्तर्दूतं रोदसी सत्यवाचम् । मनुष्वदग्निं मनुना समिद्धं समध्वराय सदमिन्महेम ॥
Wir preisen euch Agni, den Verehrungswürdigen, den Asura, den Vollkundigen; den inneren Boten zwischen Himmel und Erde, den Sprecher der Wahrheit. Nach menschlicher Weise, von Manu (dem Geist) entzündet, wollen wir ihn stets in Einklang setzen für das Opferwerk, immer für den aufsteigenden Weg.
Mantra 4
सपर्यवो भरमाणा अभिज्ञु प्र वृञ्जते नमसा बर्हिरग्नौ । आजुह्वाना घृतपृष्ठं पृषद्वदध्वर्यवो हविषा मर्जयध्वम् ॥
O Diener der Darbringung, die ihr die Gaben mit Einsicht herbeitragt: breitet mit Verehrung für Agni das Opferlager, das Barhis, aus. Ausgießend macht mit der Opfergabe den Altar hell, der vom Glanz des Ghee leuchtet, vielfarbig an Strahlen; durch die Gabe reinigt und vollendet das Opferwerk.
Mantra 5
स्वाध्यो वि दुरो देवयन्तोऽशिश्रयू रथयुर्देवताता । पूर्वी शिशुं न मातरा रिहाणे समग्रुवो न समनेष्वञ्जन् ॥
Selbstbeherrscht öffnen die Gottsuchenden weit die Tore; sie nehmen Stellung, begierig nach dem göttlichen Erscheinen. Wie zwei Mütter das neugeborene Kind lecken, so nähren ihn die uralten Mächte; wie Sänger in ihren Versammlungen salben sie ihn und stimmen ihn ein.
Mantra 6
उत योषणे दिव्ये मही न उषासानक्ता सुदुघेव धेनुः । बर्हिषदा पुरुहूते मघोनी आ यज्ञिये सुविताय श्रयेताम् ॥
Mögen die zwei göttlichen Jungfrauen, Uṣas und Naktā, Morgenröte und Nacht, uns groß sein wie eine reich melkende Kuh. Mögen sie auf dem Barhis Platz nehmen, ihr Vielgerufenen, die Reichtum spenden; mögen sie sich dem Opferwerk zuneigen – zu glücklichem Gange und weiter Wohlfahrt.
Mantra 7
विप्रा यज्ञेषु मानुषेषु कारू मन्ये वां जातवेदसा यजध्यै । ऊर्ध्वं नो अध्वरं कृतं हवेषु ता देवेषु वनथो वार्याणि ॥
Wir sind Seher bei den menschlichen Opfern; als Sänger halte ich euch, o Jātavedas, für verehrungswürdig. Aufgerichtet ist bei uns das Opferwerk in den Anrufen; dadurch gewinnt ihr unter den Göttern die begehrenswerten Gaben – erwünschte Reichtümer und Fülle für uns.
Mantra 8
आ भारती भारतीभिः सजोषा इळा देवैर्मनुष्येभिरग्निः । सरस्वती सारस्वतेभिरर्वाक्तिस्रो देवीर्बर्हिरेदं सदन्तु ॥
Es komme Bhāratī mit den Bhāratīs in Eintracht; es komme Iḷā mit den Göttern und mit den Menschen, und Agni mit ihnen. Es komme Sarasvatī mit den Sarasvatas, sich hierher wendend; es mögen die drei Göttinnen auf diesem Barhis Platz nehmen.
Mantra 9
तन्नस्तुरीपमध पोषयित्नु देव त्वष्टर्वि रराणः स्यस्व । यतो वीरः कर्मण्यः सुदक्षो युक्तग्रावा जायते देवकामः ॥
Dieses schnell voranschreitende Gedeihen sei uns, o nährender Gott Tvaṣṭṛ; leuchte hervor in freudigem Spenden. Von dir wird der Held geboren, werkfähig, vollkommen tüchtig, mit angespannten Presssteinen, nach dem Göttlichen verlangend.
Mantra 10
वनस्पतेऽव सृजोप देवानग्निर्हविः शमिता सूदयाति । सेदु होता सत्यतरो यजाति यथा देवानां जनिमानि वेद ॥
O Herr des Holzes, lass die Götter herab, lass sie herankommen. Agni, der Ordner der Opfergabe, führt die Oblation auf rechten Lauf. Dann opfert der Hotṛ, wahrhaftiger in der Wahrheit, denn er kennt die Geburten und Werdungen der Götter.
Mantra 11
आ याह्यग्ने समिधानो अर्वाङिन्द्रेण देवैः सरथं तुरेभिः । बर्हिर्न आस्तामदितिः सुपुत्रा स्वाहा देवा अमृता मादयन्ताम् ॥
Komm her, o Agni, entflammt, hierher gewandt, mit Indra und den Göttern auf einem Wagen, mit den schnellen Mächten. Das Barhis sei uns bereitet; Aditi, reich an edlen Söhnen, sei hier. Svāhā! — mögen die unsterblichen Götter sich am Opfer erfreuen und sich berauschen.
It is a fire-kindling hymn that invites Agni to blaze powerfully and carry the offering, while aligning his radiance with the Sun’s rays and calling the gods to the sacrifice.
They represent the right cosmic timing and rhythm for worship. By asking them to “sit on the seat,” the hymn seeks an auspicious flow (suvitā) for the ritual and for life’s journey.
Aditi is invoked as a wide, protective power linked with well-being and noble increase. Her presence marks the rite as safeguarded, rightly ordered, and fruitful for the worshippers.
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