
Sukta 10.135
Yama (with the Devāḥ; ancestral-father principle also present)
Dieser kurze, rätselhafte Hymnus betrachtet Yamas Bereich und den Ahnenweg: Die Väter werden in einem „schönbelaubten Baum“ geschaut, wo Yama mit den Göttern verkehrt, und der dahingegangene Vater sich am uralten Pfad erfreut. In bildhaften, gleichsam rätselartigen Szenen – ein Jüngling setzt einen Wagen in Bewegung, und der Sāman-Gesang folgt als Träger – deutet die Sūkta an, dass geordnete heilige Rede und das rechte Opfer die Reise der Seele leiten und zur Lösung führen.
Mantra 1
यस्मिन्वृक्षे सुपलाशे देवैः सम्पिबते यमः । अत्रा नो विश्पतिः पिता पुराणाँ अनु वेनति ॥
An jenem schönbelaubten Baum, wo Yama mit den Göttern gemeinsam trinkt (Soma), dort wandelt unser Vater, der Herr des Volkes, in Freude den Alten nach — die zeitlosen Wege der lichtvollen Ahnen suchend.
Mantra 2
पुराणाँ अनुवेनन्तं चरन्तं पापयामुया । असूयन्नभ्यचाकशं तस्मा अस्पृहयं पुनः ॥
Den Alten folgend, ging er dahin, an ihrer Spur sich freuend; doch eine böse, verkehrte Macht bedrängte ihn. Aus Neid warf sie den feindlichen Blick. Dennoch verlange ich wieder nach jenem (wahren Weg) — zurückkehrend zum rechten Begehren, jenseits der Eifersucht der Finsternis.
Mantra 3
यं कुमार नवं रथमचक्रं मनसाकृणोः । एकेषं विश्वतः प्राञ्चमपश्यन्नधि तिष्ठसि ॥
O Jüngling, den neuen Wagen hast du allein mit dem Geist geschaffen — radlos, mit einer einzigen Deichsel, von allen Seiten nach vorn gerichtet; auf ihm stehst du, sehend: ein Fahrzeug der inneren Bewegung, aus Gedanken gefügt.
Mantra 4
यं कुमार प्रावर्तयो रथं विप्रेभ्यस्परि । तं सामानु प्रावर्तत समितो नाव्याहितम् ॥
Den Wagen, den du, o Jüngling, um die Seher in Bewegung setztest — ihm folgte der Sāman nach und wandte sich mit ihm, wie ein Schatz, im Nabel des Schiffes niedergelegt: der Gesang wird zum Träger der Fahrt.
Mantra 5
कः कुमारमजनयद्रथं को निरवर्तयत् । कः स्वित्तदद्य नो ब्रूयादनुदेयी यथाभवत् ॥
Wer zeugte den Jüngling? Wer setzte den Wagen in Gang? Wer wird uns heute jenes Geheimnis sagen — wie die anu-deyī, die „nachfolgende Gabe“, entstand: das Gesetz, nach dem die wahre Überlieferung geschieht?
Mantra 6
यथाभवदनुदेयी ततो अग्रमजायत । पुरस्ताद्बुध्न आततः पश्चान्निरयणं कृतम् ॥
Als die rechte „Folgegabe“ (anudeyī) entstand, da wurde der erste Gipfel geboren. Vorn wurde der Grund ausgespannt; hinten wurde der Ausgang, der Weg der Lösung, bereitet: so ist der Pfad vom Fundament zur Öffnung geordnet.
It reflects on Yama and the realm of the Fathers, describing an ancient, established path for the departed and the role of sacred chant and right offering in guiding that passage.
The tree is a symbolic meeting-place of life and immortality: a luminous locus where Yama and the gods commune, and where the Fathers are imagined as moving in delight along timeless ancestral ways.
In context it points to an ‘outlet’ or ‘way of release’—the ordered opening that allows transition beyond death, framed as something established by cosmic order rather than random fate.
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
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