Atharva Veda Anuvaka 2
Kanda 209 Suktas72 Mantras

Anuvaka 2

Indra-zentrierte Sieges- und Schutzliturgie, gestützt durch Bṛhaspatis priesterliche Wächterkraft, um Eroberung, Sicherheit und Gedeihen zu sichern. Unterthemen: siegbringende Kraft (vāja) und Überwindung von Rivalen/Festungen; apotropäischer Schutz – Wachsamkeit, Abwehr und die Sicherung eines „sicheren Raums“ für den Patron; Soma-Pressung als Technik zur Stärkung von Indras mada (berauschter, erhobener Kraft); mythisches Präzedenz als ritueller Hebel (Vala-Zerbrechung; erinnerte Siege); Patron–Gottheit-Bündnis.

Kinds of charm

Shantika (pacifying): 5Paushtika (prosperity): 4Abhicharika (against foes): 1

Suktas in Anuvaka 2

Sukta 11

AV 20.11 ist ein Triṣṭubh-Indra-Stuti (weitgehend rigvedisch, rezitativ wiederaufgenommen), der Indras viele „wohlgefügte Taten“ verherrlicht und seine Kampfkraft gegen feindliche, hemmende Mächte (Gegner vom Typ dasyu/vṛjina/vṛtra) lenkt. Als Siegeszauber mit abhicārischer Tendenz rezitiert, soll er Widersacher zerschmettern, Schutz im Konflikt sichern und den kriegerischen Erfolg in Beute, Reichtum und strahlendes Ansehen für die Patronatsgemeinschaft verwandeln.

Rishi: Traditionally attributed to Rigvedic seers of Indra hymns; in AV 20 largely RV-recitational (ṛṣi as per RV source of the verse). | Devata: Indra | 11 Mantras

Sukta 12

AV 20.12 ist ein Indra-Anrufungshymnus, der den Gott als „Nah-Hörer“ herbeizieht und ihn drängt zu hören, rasch zu kommen und Kraft, Beute und Schutz zu verleihen. Er verbindet Wohlstandsbitte (vāja, Reichtumssymbole wie Wasser und Kühe) mit der rakṣā-Logik der Ausrichtung auf ṛta und der vṛtra-tötenden Macht und mündet in einen soma-liturgischen Ruf zu Indras mittäglicher Berauschung.

Rishi: Rigvedic seer-tradition (source-hymn dependent) | Devata: Indra (by RV/AV 20 context) | 7 Mantras

Sukta 14

Dieser kurze Indra-Hymnus (aus dem Rigveda übernommen) ruft den unvergleichlichen, kräftigen Maghavan als Helfer der Gemeinschaft in Wettkämpfen um vāja an – Sieg, Stärke und den Preis des Gedeihens. Indem er an Indras „frühere“ Gaben erinnert und seine berauschte Freigebigkeit preist, will das Sukta Lobpreis und Opfergabe in unmittelbaren Schutz und reichen Besitz an Rindern und Pferden verwandeln.

Rishi: RV-derived; traditionally Vasiṣṭha-associated in AV 20 context | Devata: Indra (contextual) | 4 Mantras

Sukta 15

AVŚ 20.15 ist eine rigvedische Indra-stuti, die im atharvavedischen Rezitationskorpus bewahrt wurde; sie soll Indras aufmerksame Annahme des Lobes sichern und dadurch seine „ungehinderte“ Freigebigkeit lösen. Der Hymnus fasst Wohlstand als stabiles, gelungenes Ergebnis geweihter Rede (vāc), dargebracht durch ein geordnetes Opfer (sam-adhvara), und ruft Indras schreckenerregende Majestät, seine ruhmverleihende Kraft (indriya) sowie Reichtum an, der wie Wasser einen Hang hinabströmt.

Rishi: RV-tradition seer(s) underlying AV 20 (Indra-stuti) | Devata: Indra | 6 Mantras

Sukta 16

AV 20.16 ist ein Triṣṭubh-Hymnus an Bṛhaspati, der das Vala-Mythos-Paradigma reaktiviert: der priesterliche Herr des Gebets sprengt das felsgleiche Hindernis und setzt die in Einschluss verborgenen „Kühe“ (Reichtum, Licht und Ressourcen) frei. Er wird für die Rückkehr und Festigung von Wohlstand rezitiert — Rinder, Pferde, Kraft und soziale Geschlossenheit — indem der Opfernde mit dem siegreichen Durchbruch der Aṅgirasas in Einklang gebracht wird. Die Wirkmacht des Hymnus liegt darin, Verlust und Blockade als mythisches Gehege zu behandeln, das Bṛhaspati aufspalten kann, um Fülle und lebensspendende Nahrung (vayas) wiederherzustellen.

Rishi: Bṛhaspati (mythic seer) / Angiras-tradition (Vala myth complex) | Devata: Bṛhaspati | 12 Mantras

Sukta 17

AV 20.17 ist ein aus dem Rigveda abgeleiteter Triṣṭubh-Hymnus, der Indras unübertreffliche Siegeskraft mit Bṛhaspatis priesterlicher Schutzmacht verbindet, um für den Patron und seine Verbündeten einen geschützten, gedeihlichen „Sicherheitsraum“ zu schaffen. Er erbittet Vorrang im Wettstreit (königliche Unterstützung, Sieg mit dem eigenen vṛjana), Fülle an Rindern und Getreide sowie einen Schutzschild in alle Richtungen gegen feindliche Mächte und Übeltäter.

Rishi: Traditionally connected with RV-derived Indra-Bṛhaspati material (Kāṇva/Angirasic affiliations in RV parallels); in AV 20 the material is largely Rigvedic reprise. | Devata: Bṛhaspati and Indra | 12 Mantras

Sukta 18

Diese sechsstrophige Indra-Stotra (RV-abgeleitet) bindet die Rezitierenden durch die maßgebliche Kaṇva-Identität an Indra und stellt sie als seine treuen „Freunde“ dar, die ihn preisen und zum Handeln antreiben. Sie erbittet sowohl Wohlstand als auch Vorteil im Kampf, indem Indra als Reichtumsspender, Beschützer und Vorhut geschildert wird – als „Rüstung“, die den Sprecher befähigt, dem Feind mit Zuversicht zu begegnen.

Rishi: Kaṇva lineage (as self-identified in the verse; RV provenance) | Devata: Indra | 6 Mantras

Sukta 19

AV 20.19 ist eine Indra-Stotra, eingesetzt als Schutz- und siegverleihender Kampfzauber: Sie wendet Indras Sinn und Blick dem Patron zu und ruft seine vielen Namen als wirksame Mächte auf. Die Kraft des Hymnus ist apotropäisch — sie weist abhimāti (feindliche Aggression, Feindschaft, schädlichen Einfluss) ab — und saṃgrāmika — sie sichert den Sieg, indem sie Indra als Vṛtrahan, den Vṛtra-Schlächter, anruft, der in Wettkampf und Konflikt jedes Hindernis niederzwingt.

Rishi: Indra-stotra tradition (RV-derived); in AV 20 generally attributed to Rigvedic seers as per the borrowed hymn-source | Devata: Indra (Śatakratu) | 7 Mantras

Sukta 20

AV 20.20 ist ein Indra-Stotra, aus rigvedischem Material übernommen und im atharvanischen Gebrauch als schützende und wohlstandsbringende Rezitation eingesetzt. Es ruft Indra aus Nähe und Ferne herbei, bittet ihn, über den Opfernden und das Soma-Ritual wachsam zu wachen, und gipfelt in einem allseitigen (sarvāśāḥ) Schutzschild der Furchtlosigkeit und des Sieges über die Feinde.

Rishi: RV-source tradition (Indra-stotra); in AV 20 typically adopts RV r̥ṣi attribution for the borrowed verse. | Devata: Indra (with Soma as associated ritual power). | 7 Mantras

Deities of Anuvaka 2

  • IndraMaghavan, Vṛṣabha

    Protector

    In 9 hymns

  • BrihaspatiBṛhaspati (Brahmaṇaspati)

    Protector

    In 1 hymn

Inside Anuvaka 2

The theme

Indra-centered victory and protection liturgy, reinforced by Bṛhaspati’s priestly guardianship to secure conquest, safety, and prosperity

Threads through it

  • Battle-winning power (vāja) and overcoming rivals/fortresses
  • Apotropaic protection: vigilance, warding, and securing a “safe space” for the patron
  • Soma-pressing as empowerment technology for Indra’s mada (exhilarated force)
  • Mythic precedent as ritual leverage (Vala-breaking; remembered victories)
  • Patron–deity alignment through names, praise, and ‘friendship’ (Kaṇva affiliation)

Who it serves

Used for contests and conflicts (battle, rivalry, litigation), for securing the patron’s camp/household, and for attracting strength, prizes, wealth, and stable protection through recitation and soma-linked praise.

What it heals

  • Fear, insecurity, and vulnerability in hostile environments (need for protection and steadiness)Sukta 20.12, 20.17, 20.19, 20.20
  • Defeat, loss of strength, or failure in competition (need for victory, vāja, and resilience)Sukta 20.14, 20.15, 20.18, 20.21
  • Blocked prosperity/resources (metaphorical ‘obstruction’ to wealth, light, and gains)Sukta 20.16, 20.15, 20.20
  • Ritual/psychophysical depletion (need for energizing impetus and focused power)Sukta 20.22, 20.12, 20.18

Frequently Asked Questions

They are predominantly Ṛgveda-derived Indra-stotras aimed at turning Indra’s attention toward the patron to secure victory (vāja), protection, and prosperity, with one Bṛhaspati hymn supplying priestly safeguarding and “obstruction-breaking” power.

Bṛhaspati functions as the ritual-intelligence and guardianship that makes victory secure: the Vala-paradigm (breaking the rock, releasing the ‘cows’) frames prosperity as something unlocked by authoritative prayer and right counsel, complementing Indra’s martial force.

Soma is treated as the energizing medium that ‘sends forth’ power to Indra, producing mada (exhilarated potency); the hymns leverage that state so Indra’s strengthened force becomes protection, conquest, and the bestowal of prizes.

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