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Sukta 7.84
Vasiṣṭha
Indra–Varuṇa
Triṣṭubh (probable; needs verification)
In diesem kurzen Trishtubh-Hymnus ruft Vasiṣṭha Indra und Varuṇa gemeinsam als „zwei Könige“ an und wendet sie mit ehrfürchtigen Gaben und dem glänzenden Strom des Ghee dem Opfer zu. Der Dichter betont das gelungene Vollenden von Ritus und Mantra, schön in den Versammlungen, und bittet um gottgewirktes Gedeihen, schützende Hilfe und Wohlergehen für Nachkommenschaft und Geschlecht. Der Hymnus schließt mit der zuversichtlichen Versicherung, dass das Lied die Gottheiten erreicht hat, und erbittet ihr fortwährendes Hüten in svasti (Wohlfahrt).
Mantra 1
आ वां राजानावध्वरे ववृत्यां हव्येभिरिन्द्रावरुणा नमोभिः । प्र वां घृताची बाह्वोर्दधाना परि त्मना विषुरूपा जिगाति ॥
Zu euch, o zwei Könige, wende ich mich im Opfer, Indra und Varuṇa, mit Gaben und Verneigungen. Der ghee-lichthelle Antrieb, in euren Armen sich niederlegend, zieht aus eigenem Wesen ringsum in vielerlei Gestalten und trägt die Spende zu ihrem bestimmten Ziel.
Mantra 2
युवो राष्ट्रं बृहदिन्वति द्यौर्यौ सेतृभिररज्जुभिः सिनीथः । परि नो हेळो वरुणस्य वृज्या उरुं न इन्द्रः कृणवदु लोकम् ॥
Euer weites Königtum setzt der Himmel selbst in Bewegung, ihr, die ihr mit spannenden Seilen und Brücken bindet. Nehmt von uns den Druck des Zorns Varuṇas hinweg; Indra schaffe uns einen weiten Raum, eine breite Stätte zum Wohnen.
Mantra 3
कृतं नो यज्ञं विदथेषु चारुं कृतं ब्रह्माणि सूरिषु प्रशस्ता । उपो रयिर्देवजूतो न एतु प्र णः स्पार्हाभिरूतिभिस्तिरेतम् ॥
Vollendet ist uns das Opfer, lieblich in den Versammlungen (vidáthas); vollendet sind die Brahman‑Formeln (brahmā́ṇi), unter den Sehern/Sängern (sūrí) gepriesen. Nah komme uns der Reichtum, von den Göttern gesandt; trage uns hinüber mit begehrenswerten Hilfen und Schutzgewährungen (ūtí).
Mantra 4
अस्मे इन्द्रावरुणा विश्ववारं रयिं धत्तं वसुमन्तं पुरुक्षुम् । प्र य आदित्यो अनृता मिनात्यमिता शूरो दयते वसूनि ॥
In uns, o Indra und Varuṇa, legt den allbegehrten Reichtum nieder, reich an Gut, voll vieler Kräfte. Denn der Āditya, der unermessliche Held, mindert die Unwahrheiten und teilt die wahren Güter des Seins aus.
Mantra 5
इयमिन्द्रं वरुणमष्ट मे गीः प्रावत्तोके तनये तूतुजाना । सुरत्नासो देववीतिं गमेम यूयं पात स्वस्तिभिः सदा नः ॥
Dieses mein Lied hat Indra und Varuṇa erreicht; es ist vorangeschritten, unser Geschlecht und das Kind‑Sein anfeuernd. Mögen wir, reich an wahren Kleinoden, zur Götter‑Findung und ‑Gunst (devavīti) gelangen; ihr aber behütet uns allezeit mit Heil und Wohlergehen (svastí).
The hymn addresses Indra and Varuṇa together, treating them as “two kings” who jointly grant protection, order, and prosperity.
It asks that the sacrifice and sacred speech be effective, and that Indra–Varuṇa bring god-guided wealth, protective help, and lasting well-being (svasti), especially for children and lineage.
Their pairing unites Indra’s power to overcome obstacles with Varuṇa’s governance of truth and right order (ṛta), making the prayer both forceful and ethically aligned.
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