Rig Veda Sukta 85
Mandala 7Sukta 855 Mantras

Sukta 85

Sukta 7.85

Rishi

Vasiṣṭha

Devata

Indra–Varuṇa

Chandas

Triṣṭubh (probable; needs verification)

Dieser kurze Hymnus des Vasiṣṭha ruft die gepaarten Mächte Indra–Varuṇa an, Soma zu empfangen und den Verehrer „auf der Reise“ zu schützen – sowohl äußerlich (sichere Passage, Wohlergehen) als auch innerlich (Wachstum von Nachkommenschaft/inneren Kräften). Er hebt ihre komplementäre Souveränität hervor: der eine festigt und trägt die Völker und die Ordnung, der andere zerschmettert Hindernisse und Widerstände, wobei die Wasser selbst als diejenigen erscheinen, die sie als göttliche Autoritäten einsetzen.

Mantras

Mantra 1

पुनीषे वामरक्षसं मनीषां सोममिन्द्राय वरुणाय जुह्वत् । घृतप्रतीकामुषसं न देवीं ता नो यामन्नुरुष्यतामभीके ॥

Ich läutere für euch beide einen Gedanken, frei von feindlicher Macht, indem ich Soma Indra und Varuṇa darbringe. Wie die Göttin Uṣas mit ghee-hellem Antlitz möget ihr uns auf dem Weg behüten, nahe zur Seite.

Mantra 2

स्पर्धन्ते वा उ देवहूये अत्र येषु ध्वजेषु दिद्यवः पतन्ति । युवं ताँ इन्द्रावरुणावमित्रान्हतं पराचः शर्वा विषूचः ॥

Hier ringen sie im götterrufenden Zusammenstoß, wo die blitzenden Lichter auf die Feldzeichen niederfallen. Ihr beide, o Indra und Varuṇa, erschlagt jene Feindlichen—treibt sie weit fort, zerschmettert und zerstreut.

Mantra 3

आपश्चिद्धि स्वयशसः सदस्सु देवीरिन्द्रं वरुणं देवता धुः । कृष्टीरन्यो धारयति प्रविक्ता वृत्राण्यन्यो अप्रतीनि हन्ति ॥

Selbst die Wasser, selbstherrlich-ruhmvoll, haben in ihren Sitzen Indra und Varuṇa als göttliche Mächte eingesetzt. Der eine trägt die Menschengemeinschaften, klar geschieden; der andere erschlägt die Vṛtras, die unbezwingbaren, unaufgehaltenen Hemmnisse.

Mantra 4

स सुक्रतुॠतचिदस्तु होता य आदित्य शवसा वां नमस्वान् । आववर्तदवसे वां हविष्मानसदित्स सुविताय प्रयस्वान् ॥

Er sei der Hotar von guter Entschlossenheit und ṛta‑Erkenntnis – der, o Ādityas, der sich euch mit Kraft in Verehrung beugt. Wieder zu eurer Hilfe gewandt, mit der Opfergabe, möge er wahrhaft fest sitzen zum rechten Antrieb (suvitā) und zum wahren Entfalten voranschreiten.

Mantra 5

इयमिन्द्रं वरुणमष्ट मे गीः प्रावत्तोके तनये तूतुजाना । सुरत्नासो देववीतिं गमेम यूयं पात स्वस्तिभिः सदा नः ॥

Dieses mein inspiriertes Lied hat Indra und Varuṇa erreicht, das Kind und den Sohn vorantreibend, zum Gedeihen antreibend. Mögen wir, reich an wahren Kleinoden, zur göttlichen Annahme‑Bahn (devavīti) gelangen; ihr aber behütet uns immer mit svastí, mit heilvollem Geleit.

Frequently Asked Questions

They are invoked together as a paired divine power: Indra clears obstacles and defeats resistances, while Varuṇa safeguards ṛta (right order) and stable governance. Together they protect the worshipper and the community.

The hymn asks for protection “on the journey,” removal of obstructions, and steady well-being (svasti). It also prays for growth and continuity—expressed as toke and tanaye (offspring and unfolding inner potential).

The Waters are portrayed as self-glorious powers that establish Indra and Varuṇa in their divine seats. This emphasizes that their authority is cosmic and foundational, not merely local to a single ritual.

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