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Sukta 5.6
Agni
Dieser Hymnus preist Agni als das wahre „Haus“ (astam) und den Schatz, dem alle nährenden Kräfte, schnellen Energien und sieghaften Stärken von selbst zustreben. Er bittet Agni, diese Mächte im Opfer anzutreiben und zu entfachen und den Sängern fortwährende Mehrung (iṣ) zu bringen – vor allem Heldenkraft und pferdegleiche Schnelligkeit.
Mantra 1
अग्निं तं मन्ये यो वसुरस्तं यं यन्ति धेनवः । अस्तमर्वन्त आशवोऽस्तं नित्यासो वाजिन इषं स्तोतृभ्य आ भर ॥
Agni — ihn halte ich für den wahren Schatz, für das Haus, zu dem die melkenden Kräfte ziehen. Zu diesem Haus laufen die schnellen Rosse; zu diesem Haus drängen die stets sich erneuernden Wājins. Bring den Sängern Antrieb und Fülle der Kraft.
Mantra 2
सो अग्निर्यो वसुर्गृणे सं यमायन्ति धेनवः । समर्वन्तो रघुद्रुवः सं सुजातासः सूरय इषं स्तोतृभ्य आ भर ॥
Jener Agni ist der Schatz, den wir besingen; zu ihm sammeln sich die melkenden Kräfte. Gemeinsam kommen die schnellen, standfesten Rosse; gemeinsam die wohlgeborenen Leuchtenden. Bring den Sängern den Antrieb zum Zuwachs.
Mantra 3
अग्निर्हि वाजिनं विशे ददाति विश्वचर्षणिः । अग्नी राये स्वाभुवं स प्रीतो याति वार्यमिषं स्तोतृभ्य आ भर ॥
Denn Agni, die alltragende Macht, gibt dem Volk den vā́ja — die Fülle wirksamer Kraft. Agni, in seinem Werden selbstseiend, geht, wenn er erfreut ist, zum rāyí — zur Fülle des Seins — und bringt den Sängern den erwählten Antrieb der Nahrung.
Mantra 4
आ ते अग्न इधीमहि द्युमन्तं देवाजरम् । यद्ध स्या ते पनीयसी समिद्दीदयति द्यवीषं स्तोतृभ्य आ भर ॥
Zu dir, o Agni, entfachen wir den Lichtglänzenden, den göttlichen, den Unalternden; denn wenn deine begehrenswerteste Samidh entzündet ist, strahlt sie im Himmelsraum — bring darum den Sängern den Antrieb zum Gedeihen (iṣ).
Mantra 5
आ ते अग्न ऋचा हविः शुक्रस्य शोचिषस्पते । सुश्चन्द्र दस्म विश्पते हव्यवाट् तुभ्यं हूयत इषं स्तोतृभ्य आ भर ॥
Zu dir, o Agni, bringen wir mit der ṛc das Opfer — o Herr des leuchtenden Feuers. O schönstrahlender, wunderbarer Herr des Hauses, Träger der Opfergabe, dich ruft man an; bring den Sängern den Antrieb zum Gedeihen (iṣ).
Mantra 6
प्रो त्ये अग्नयोऽग्निषु विश्वं पुष्यन्ति वार्यम् । ते हिन्विरे त इन्विरे त इषण्यन्त्यानुषगिषं स्तोतृभ्य आ भर ॥
Vorwärts drängen jene Feuer im Agni; sie fördern alles Erwählte, Kostbare. Sie treiben an, sie drängen voran, sie entfachen unablässig den Antrieb — bring dieses Gedeihen den Sängern.
Mantra 7
तव त्ये अग्ने अर्चयो महि व्राधन्त वाजिनः । ये पत्वभिः शफानां व्रजा भुरन्त गोनामिषं स्तोतृभ्य आ भर ॥
Dein, o Agni, sind jene Flammen, die gewaltig anwachsen, voll von Vāja‑Kraft; sie stürmen mit schnellen Stößen, sprengen die Umzäunungen der Hufe, brechen die Pferche der leuchtenden Herden — bring diese Iṣ (Zuwachs, Gedeihen) den Sängern.
Mantra 8
नवा नो अग्न आ भर स्तोतृभ्यः सुक्षितीरिषः । ते स्याम य आनृचुस्त्वादूतासो दमेदम इषं स्तोतृभ्य आ भर ॥
Bring uns, o Agni, immer neue Iṣ (Antriebe des Gedeihens) den Sängern — Iṣ, die gutes Wohnen gewähren. Mögen wir zu denen gehören, die durch das inspirierte Wort erlangen, mit dir als Boten in jedem Haus; bring die Iṣ den Sängern.
Mantra 9
उभे सुश्चन्द्र सर्पिषो दर्वी श्रीणीष आसनि । उतो न उत्पुपूर्या उक्थेषु शवसस्पत इषं स्तोतृभ्य आ भर ॥
O schön Leuchtender, du füllst beide Schöpflöffel mit Ghee auf dem Opfersitz; und du hebst uns in den Lobgesängen zur Fülle empor — o Herr der Kraft: bring die Iṣ den Sängern.
Mantra 10
एवाँ अग्निमजुर्यमुर्गीर्भिर्यज्ञेभिरानुषक् । दधदस्मे सुवीर्यमुत त्यदाश्वश्व्यमिषं स्तोतृभ्य आ भर ॥
So richten wir Agni, den Unermüdlichen, fortwährend auf mit unseren Liedern und Opfern. Er lege in uns gute Heldenkraft und auch jene schnelle Rossekraft; bring den Sängern den Antrieb zum Wachstum.
It presents Agni as the central fire that gathers all nourishing energies and turns worship into growth. The hymn repeatedly asks him to bring continuous increase (iṣ) and strength to the singers.
Because Agni is pictured as the place where powers naturally converge—like cows returning to a stable or swift horses running to their goal. In ritual terms, the fire is the meeting-point where offerings and blessings connect.
It asks for iṣ (impulsion and increase), suvīrya (good heroic strength), and āśvaśvya (swift, horse-like power), along with the general fostering of what is excellent and choice.
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