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Sukta 4.28
Vāmadeva Gautama (traditional for RV 4.28)
Indra-Soma (Indra empowered by Soma)
Triṣṭubh (probable)
Dieser kurze Hymnus preist Indra in inniger Verbindung mit Soma und erinnert an den klassischen Sieg, bei dem das Vṛtra-Hindernis erschlagen und die sieben Ströme (lebensspendenden Wasser) für Manu und die Menschheit freigesetzt wurden. Er verknüpft Somas belebende, begeisternde Kraft mit Indras entscheidender Gewalt: gemeinsam sprengen sie das Versiegelte, räumen feindliche Widerstände aus dem Weg und weiten das „Feld der Kuh“ (leuchtendes Wissen und Fülle). Ziel ist es, dieselbe vereinte Macht im Opfer anzurufen, damit verstopfte Kanäle — äußere wie innere — geöffnet werden und der rechte Weg gangbar wird.
Mantra 1
त्वा युजा तव तत्सोम सख्य इन्द्रो अपो मनवे सस्रुतस्कः । अहन्नहिमरिणात्सप्त सिन्धूनपावृणोदपिहितेव खानि ॥
Mit dir als Jochgefährten, in jener Freundschaft, o Soma, ließ Indra für Manu die Wasser strömen. Er erschlug Vṛtra und entließ die sieben Flüsse; er öffnete die verstopften Rinnen, als deckte er Verschlossenes auf.
Mantra 2
त्वा युजा नि खिदत्सूर्यस्येन्द्रश्चक्रं सहसा सद्य इन्दो । अधि ष्णुना बृहता वर्तमानं महो द्रुहो अप विश्वायु धायि ॥
Mit dir als angeschirrtem Gefährten, o Indu, drückte Indra mit Macht das Rad der Sonne nieder. Auf dem weiten Gipfel sich bewegend, tat er die große Lüge und Feindschaft von allem Leben hinweg, damit ein wahreres Licht über das ganze Sein herrsche.
Mantra 3
अहन्निन्द्रो अदहदग्निरिन्दो पुरा दस्यून्मध्यंदिनादभीके । दुर्गे दुरोणे क्रत्वा न यातां पुरू सहस्रा शर्वा नि बर्हीत् ॥
Indra erschlug; Agni verbrannte, o Indu, die Dasyus der Vorzeit — schon vom Mittag an, im nahen Kampf. Im schweren Pass, in der harten Wohnstatt, traf er jene, die nicht nach Krátu (wahrem Willen) gingen; viele Tausende feindlicher Geschosse ließ er niederfallen — damit der Weg der Seele zum rechten Wandern frei werde.
Mantra 4
विश्वस्मात्सीमधमाँ इन्द्र दस्यून्विशो दासीरकृणोरप्रशस्ताः । अबाधेथाममृणतं नि शत्रूनविन्देथामपचितिं वधत्रैः ॥
Von allen Seiten her, o Indra, drückst du die Dasyus nieder; die Völker machst du zu Diensten, die die Wahrheit nicht preisen. Du und deine Kraft wehrt zurück und zermalmt die Feinde im Innern; mit den Werkzeugen entschiedener Tat gewinnt ihr Apáciti wieder — die verlorene rechte Ordnung und klare Unterscheidung.
Mantra 5
एवा सत्यं मघवाना युवं तदिन्द्रश्च सोमोर्वमश्व्यं गोः । आदर्दृतमपिहितान्यश्ना रिरिचथुः क्षाश्चित्ततृदाना ॥
So ist es wahrlich — die Wahrheit, o ihr beiden Herren der Fülle: Indra und Soma. Ihr habt die weite Flur der Kuh (des lichtvollen Wissens) und ihre schnellen Gänge aufgetan. Ihr habt das Verhärtete aufgebrochen und die Bedeckungen weggenommen; selbst die Widerstände der Erde habt ihr durchstoßen und das Eingeschlossene freigesetzt.
The hymn primarily invokes Indra together with Soma (Indu). Soma is the empowering, inspiring force, and Indra is the heroic power that breaks obstacles and releases the waters.
On the mythic level it recalls Indra’s victory that frees the world’s waters. Symbolically it means restoring blocked life-currents—health, prosperity, and the flow of truth and knowledge—by removing constriction.
It fits naturally in Soma offerings, especially when seeking strength, victory, and the removal of obstacles. Reciting it with Soma libations (and ghee into Agni) aligns the rite with the archetype of opening sealed channels and widening abundance.
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