Prapathaka 6
UttarārcikaPrapathaka 620 Dashatis66 Mantras

Prapathaka 6

Pavamāna

Musical Character

Pavamāna-oriented flowing and propulsive chant-shaping that mirrors the ‘streaming’ imagery of Soma; suited to sustained udgītha lines with clear rises at invocatory and boon-granting phrases.

Deity Constellation

Soma (Pavamāna) Indra Agni

Ritual Sequence

Pavamāna-stotra focus: sanctifying Soma through the filter and presenting it as fit oblation that empowers Indra to grant victory and wealth.

Dieses Pavamāna-Prapāṭhaka stellt Soma im Akt der Läuterung in den Mittelpunkt, gepriesen als lebendige Ritualkraft, die das Opfer in Gang setzt und seine Ergebnisse wirksam macht. Die Hymnen verknüpfen den geklärten Soma-Strom immer wieder mit Indras Stärkung: Er verleiht Sieg im Wettstreit, Fülle an Vieh und Reichtum und die beständige Wahrung von ṛta innerhalb des Ritus. Soma wird angerufen als Reiniger von Gabe und Opfernden, als Träger der Gebete zu den Göttern und als Stifter heilsamer Ordnung im yajña. Die Gesamtbewegung führt von Reinigung und Belebung zu Ermächtigung und Erlangung, wobei Indras Triumph als Sinnbild des gelungenen Opfers erscheint.

Prapathaka 7

Dashatis in Prapathaka 6

Dashati 1

Soma Pavamāna’s self-purification through the filter as life-giving, rain-bestowing, and disease-removing power in the yajña

Thema: Soma Pavamāna reinigt sich selbst, wenn er durch das Filter (pavitra) strömt, und wird im Opfer zur lebensspendenden Macht: Er schenkt regenhaftes Nähren und „große Erquickungen“, bringt Fülle, heilt und macht frei von Krankheit (ayakṣmā), vertreibt feindliche Kräfte und Rakṣas, erneuert die uralte Wirksamkeit des Ritus (pratnavat) und lässt das Opfer in Glanz und Klarheit erstrahlen (rocayan rucaḥ), als der „von den Göttern am meisten Begehrte“ (devavītamaḥ).

5 mantras | Bright cleansing and protective—an uplift that moves from supplication to assured triumph | R̥ṣi attribution is not determinable from the provided input alone; it requires Rigveda concordance for the underlying ṛc sources used in this Sāmavedic selection.

Dashati 2

Pavamāna Soma offered in due order to summon Indra, the supreme Soma-drinker

Pavamāna-Soma, in rechter Ordnung gereinigt, bereitet und dargebracht, soll Indra herbeirufen, den höchsten Somatrinker (Somapātama). Die Fülle der ausgepressten Tropfen und Libationen, sachgemäß geschmückt und vom kundigen Opferpriester geleitet, zieht den Gott — den Unermesslichen, den Herrn der falben Rosse — gewiss zum Opfer und zur Annahme der Gabe.

4 mantras | Invitational and energizing with a confident forward-driving sacrificial tone | R̥ṣi attribution is not specified in the input; the verses belong to the Pavamāna-hymn/chanting tradition and need RV concordance for precise seer assignment.

Dashati 3

Soma Pavamāna as the purified, radiant power flowing through the filter into the ritual seat

Soma Pavamāna ist die gereinigte, strahlende Kraft, die durch das Sieb (pavitra) in den rituellen Schoß/Behälter (yoni) fließt. Seine Farbeptitheta (babhrú, aruṇá, hári) kennzeichnen den gepressten und geklärten Soma. In der Läuterung erweist er sich als kosmische Stütze und „Held“ des Opfers, eigens bereitet für Indras Trank — zur Erregung (mada) und zur Stärkung. Als manasaspati lenkt Soma Absicht und geistige Entschlossenheit des Opfernden: Physische Klärung und innere Läuterung von Wille und Geist gehören zusammen, sie kräftigen die Götter und erhalten die Ordnung.

6 mantras | Bright flowing and exalting—celebratory praise aligned with the visible ‘running’ of clarified Soma | The verses belong to the Pavamāna hymn stream where Samavedic selection is primarily liturgical/melodic; specific ṛṣi attribution is not provided in the given data.

Dashati 4

Aindra praise of victorious power and beneficent giving, framed by auspicious dawning/illumination

Aindrisches Lob der sieghaften Macht und des wohltätigen Schenkens, gerahmt von glückverheißendem Anbruch und Erhellung. Indra wird als unvergleichlicher, unangreifbarer Schützer angerufen, kampfbereit und als Zerstörer der Hemmenden; er wandelt den Sieg in greifbaren Wohlstand — Pferde, Rinder, Gerste und Gedeihen. Sūrya erscheint als günstiger „Öffner“ des Weges: Er vertreibt Finsternis und Unheil (agha/tamas) und sichert einen klaren, gelungenen Ritus. Durch göttliche Freundschaft (śivaḥ sakhā) empfängt der Opfernde Reinigung vom Unheil und dauernde Fülle.

3 mantras | Energetic triumphant and auspicious—moving from clearing to conquering to granting | R̥ṣi attribution is not provided in the input; thematically the verses align with the broader Ṛgvedic Aindra corpus (common to multiple seer-families) so no single family can be asserted here without the pada-index mapping.

Dashati 5

Aindra Soma-invocation: Indra summoned to the sacrifice on the golden car to drink Soma and grant victorious radiance

Aindra-Soma-Anrufung: Indra wird eilends zum Opfer gerufen, auf dem goldenen Wagen mit den hari-Rossen, damit er Soma trinke und sieghaften Glanz verleihe. Das Brahman – heiliges Wort und Gesang – gilt als die Kraft, die seine Rosse „anspannt“ und den Gott herbeizieht; die Soma-Gemeinschaft schenkt Schutz der Gemeinschaft, Lebensdauer (āyus), Gedeihen und Reichtum dem Opferherrn. Indras Macht weitet sich zum kosmischen „Licht der Lichter“, sonnenhaft strahlend; verheißen sind Sieg und Gewinn (viśvajit/dhanajit), ein ununterbrochenes Ritual (avihṛta) und die Bewahrung der Nachkommenschaft (prajāḥ piparti).

3 mantras | Summoning and triumphant—an urgent invitatory tone that culminates in expansive brilliance | Ṛṣi and meter are not given in the input; identification requires Ṛgveda–Sāmaveda concordance for the source ṛc-s used in this Aindra selection.

Dashati 6

Pavamāna Soma’s pressing, filtration, and swift purifying flow, paired with Indra’s guidance and protection for the rite

Thema der Dekade: Pavamāna-Soma — Pressung, Filtration und rascher, reinigender Strom, der die Opfergabe tauglich und wirkmächtig macht; dazu wird Indra angerufen, der kratu (rechte Opferentschlossenheit und Kompetenz) verleiht, die Ausführenden unterweist und Hindernisse beseitigt. Soma, rossgleich, zieht durch die Bereiche (rajas), wird durch hölzerne Siebe und Wasser geläutert; Indra schützt vor feindlichen Scharen und unheilvollen Mächten und lässt über „Wasser/Abstiege“ hinübergelangen — wörtlich wie sinnbildlich —, damit das Ritual lebendiges Licht (jīva-jyotis) für den Opfernden gewinnt.

2 mantras | Bright forward-driving and cleansing—moving from vigorous flow imagery to confident petition and protection | Rṣi not provided in the input; identification requires concordance with the underlying Ṛgvedic source for these mantras and the śākhā’s anukramaṇī tradition.

Dashati 7

Agni as the victorious, wealth-bestowing sacrificial power who destroys impediments and brings prayer’s fruit (offspring, prosperity) to the yajamāna.

Agni Jātavedas, die sieghafte Opfermacht, durch Hymnus und Opfergabe entzündet, zerschmettert die Hemmenden und räumt Vṛtra/Blockaden aus dem Weg, festigt das Opfer und bringt dem Yajamāna Reichtum und Nachkommenschaft als Frucht des Gebets. Zweitweise wird Indra, Śatakratu, Maghavān angerufen: den Vajra zu befestigen, um Widersacher zu bezwingen und den Erfolg des Opfers zu schützen; wirksames Brahman (heiliges Wort) mündet in die Bitte um Prajā und dauerndes Gedeihen.

3 mantras | Uplifting and forceful—protective victory-oriented praise with a bright (śukra) sacrificial tone. | Ṛṣi not supplied; identification requires concordance with the underlying Ṛgvedic source hymn(s) and the Sāmavedic anukramaṇī. Many Agni/Indra verses in this region commonly trace to established RV families but this dashati cannot be safely assigned without mapping.

Dashati 8

Soma Pavamāna’s ritual purification through the pavitra (filter) and his auspicious, prosperity-giving arrival in the sacrifice

Soma Pavamāna wird angerufen, sich recht zu läutern durch das pavitra (Sieb/Filter) und glückverheißend, wohlstandspendend in das Opfer zu gelangen. Beim Durchströmen goldheller Läuterungsmittel (pavitra, Vlies) vereint er sich mit den Göttern und tritt in die rituelle «Wohnstatt» (sadman) ein, um dem Opfernden Vieh, Ruhm und Wohlergehen (svasti) sowie Schutz zu verleihen. Abschließend wird Sarasvant eigens um Fruchtbarkeit, Nachkommenschaft und Lebensmehrung als yajña‑phala gebeten.

3 mantras | Bright forward-driving and auspicious—celebratory purification with a protective benediction tone | R̥ṣi attributions are not supplied in the input; this set belongs to the Pavamāna hymn-stream where seer-assignments require concordance with the underlying Ṛgvedic sources and Sāmavedic anukramaṇī.

Dashati 9

Aindra praise of Indra as ritually ‘pure’ (śuddha) and therefore the unfailing giver of victory and wealth when approached by faultless sāman-chant

Aindra-Lobpreis Indras als rituell „rein“ (śuddha): Wird er mit makellosem, gereinigtem Sāman-Gesang und reinen Sprüchen angerufen, verleiht er unfehlbar Sieg und Reichtum und zerschlägt die Hindernisse (Vṛtra), die Opfer und Opferfrucht hemmen. Abschließend wird Sarasvatī als „stomyā“ angerufen—würdig und bestätigend für das geregelte Stotra—damit der Hymnus glückverheißend und wohlgefällig sei.

3 mantras | Bright forceful and purificatory—confident praise aimed at energizing Indra and securing swift results | R̥ṣi attribution is not supplied in the input; thematically the verses align with mainstream Indra-stuti diction common across several RV families but no secure family assignment can be made here.

Dashati 10

Agni as the effective, heaven-reaching stotra-fire who grants yajña-born wealth, vitality, and protection

Agni wird angerufen als wirksames, himmelberührendes Stotra-Feuer, das die Opfergaben trägt und den Gesang „gelingen“ lässt (sidhra), um yajña-geborenen Reichtum (draviṇa), Lebenskraft, langes Leben und Schutz zu verleihen. Das Stoma/Stotra wird als rituelles Werkzeug gestaltet; Agni, der in Reinheit und Glanz „sich läutert“ (pavase), stärkt und bewahrt und wehrt Unheil und Hindernisse ab (ducchunām, antarāya-bādha). In der Mitte steht eine Gāyatrī-Betrachtung Savitṛs: sein bharga schärft die dhī des Opfernden, damit Ritus und Absicht ohne Fehl gehen; danach kehrt der Lobgesang zu Agni zurück, mit reinigender Helle und apotropäischer (unheilabwehrender) Kadenz.

3 mantras | Bright upward-striving and protective—praise that aims ‘heaven-touching’ (divispṛś) and warding-off | The dashati is primarily Agneya in selection (often mixed-source in Sāma anthologies); only the Savitṛ-Gāyatrī has a stable traditional attribution to Viśvāmitra.

Dashati 11

Pavamāna Soma’s purifying flow as a bestower of treasure, strength, and ordered abundance

Der sich läuternde Soma Pavamāna strömt in seiner dreifachen rituellen Gestalt machtvoll dahin und reinigt die Opfergabe. Sein Strom verleiht Reichtum (rāyas), Gaben (dakṣiṇā), Kraft und schützende Herrschaft (kṣatra) und richtet das Opfer am kosmischen Gesetz aus. Wie Wasser- und Regenläufe, die sich in einer Senke/Schale (garta) sammeln, fließt er geregelt und recht verteilt, varuṇa-gleich, und bringt dem Opfernden Fülle, Tüchtigkeit und Schutz zurück.

3 mantras | Bright driving and expansive—suited to the surging ‘flow’ imagery of Pavamāna | R̥ṣi attribution is not fixed from the provided inputs; the selections reflect a mixed thematic cluster typical of Sāmavedic arrangement (pavamāna core with allied Aindra/Āpas verses).

Dashati 12

Sūrya as Bradhna/Aruṇa—solar yoking, radiant order, and epiphany

Sūrya als Bradhna/Aruṇa: solares „Anjochen“, strahlende kosmische Ordnung und Epiphanie. Die Bilder von Geschirr und stetigem Sonnenlauf führen durch die rocanāḥ, die leuchtenden himmlischen Regionen/Stationen, zu ketu (Zeichen/Feldzeichen) und peśas (sichtbare Gestalt): Das Manifestierte macht das Verborgene erkennbar. Darauf folgt die Bitte um Schutz und Zuflucht (śaraṇā) sowie die Anrufung Indras als schirmenden, wohlstandschenkenden Hort; sein Anteil (bhāga) und rādhas werden als Gegengabe für das Lob für den Opfernden erbeten, damit er im heilsamen Licht und in der Ordnung gefestigt werde.

3 mantras | Radiant forward-moving and proclamatory (epiphany/illumination tone) | Attribution is uncertain in the provided material; the diction aligns with common RV solar-hymn and praise-petition styles with an Indra-stuti insertion suggesting compilation by thematic (Sūrya/ketu) and ritual utility rather than a single fixed family.

Dashati 13

Pavamāna Soma as the yoked, wealth-bestowing, heaven-winning oblation empowered by chant and purification

Pavamāna Soma wird als gereinigte Opfergabe gepriesen, durch Pressung und Gesang „angespannt“ und wirksam gemacht: er schenkt Reichtum, Sieg und das „Gewinnen des Himmels“. Indra wird eingeladen zu kommen und zu trinken, damit berauschende Kraft (mada) entstehe und das Ritual „eingespannt“ und gestärkt werde; durch rechtes Darbringen werden vielfältige Güter und dakṣiṇā errungen. Darauf folgt eine klärende, lichtvolle Bitte an Agni als Apām Napāt, den Mittler in den Wassern, der Verehrung trägt, Schutz gewährt und das Opfer glückverheißend vollendet. Im himmlischen Bereich wird die Gunst Mitra–Varuṇas und ṛta-gemäßer Beistand erbeten: so wird der gereinigte Soma zur lebendigen Macht, die menschliches Begehren mit göttlicher Ordnung verbindet und Stärke, Wohlstand und Aufstieg verleiht.

3 mantras | Elevating and victorious—bright purification leading to exultant offering | R̥ṣi attribution is not fixed from the provided data; the material belongs to the Soma-pavamāna stream where verses are drawn from multiple RV seers and arranged for Sāman performance by the śākhā.

Dashati 14

Agni as the divinely installed Hotṛ who empowers sacrifice and grants victory and sustenance

Agni ist der von den Göttern eingesetzte Hotṛ, der maßgebende Priester in den menschlichen Opfern: er stärkt das Opfer und führt es zum Ziel. Man ruft ihn um tätige Hilfe an – um Antrieb und Schutz, um Beistand in Kämpfen und um das Erringen von Preis und Sieg. Er verleiht Nahrung, Reichtum und dauerndes Gedeihen; der Erfolg entsteht durch das rechte Zusammenwirken der Priester und der Gemeinschaft.

3 mantras | Invocatory and energizing with a martial-prosperity tone (victory/prize motifs) | R̥ṣi attribution is not provided in the input; the diction is standard Agni-stuti style emphasizing hotṛtva and prosperity motifs rather than a distinctive family signature.

Dashati 15

Agni’s precedence as Hotṛ and the energizing flow of Soma as the effective force of yajña

Hauptthema: Agnis Vorrang als Hotṛ und der belebende Strom Somas als wirksame Kraft des yajña. Unterthemen: Agni, der „vorausgeht“ (purastāt), als zuerst angerufenes priesterliches Feuer; māyā als göttliche Wirksamkeit, die rituelles Handeln gelingen lässt; Reinigung des Soma Pavamāna durch „zehn Schwestern“ (Ströme/Finger/Operationen); Somas schneller Lauf zur droṇa und das Mischen mit Milch in der camū; der Ritus als vidatha/yajña-sattra — koordinierte Handlungen, vom Gott angetrieben. Theologischer Fokus: yajña erscheint als lebendiger, göttlich gelenkter Prozess: Agni eröffnet und treibt den Vollzug an, während der gereinigte Soma zur leuchtenden, gestärkten Gabe wird, die die Intention zu den Göttern trägt.

3 mantras | Brisk forward-driving and consecratory—moving from ignition/leadership (Agni) to cleansing and brightening (Pavamāna). | R̥ṣi attribution is not supplied in the input. The content aligns with common Soma Pavamāna stuti material and an Agni Hotṛ verse used in Sāman adaptation; precise family/maṇḍala lineage cannot be fixed from the given data.

Dashati 16

Pavamāna Soma as prosperity-bearing purifier whose flowing juices empower the sacrifice and secure heavenly support

Pavamāna Soma erscheint als wohlstandsbringender Reiniger: sein geklärter, durch das Sieb strömender Saft stärkt das Opfer und sichert himmlischen Halt. Er verleiht śrī und Gedeihen „hier und dort“ (iha–amutra), wird gepresst und fließt durch den Filter; Indra trinkt Soma, wird berauscht und gekräftigt und gewährt Schutz und Sieg; Agni wird als Träger des Ritus angerufen, und „svaḥ“ markiert die aufwärts-himmlische Ausrichtung und den liturgischen Abschluss (namaḥ).

4 mantras | Bright forward-driving and auspicious (śrī-prada) with an energizing ‘press-and-flow’ momentum typical of Pavamāna chants | R̥ṣi attribution is not supplied in the input; these mantras are typically Rigvedic borrowings arranged in Sāmavedic order so precise r̥ṣi/meter requires RV concordance for each mantra.

Dashati 17

Indra as the foremost, newly-manifest power who conquers enemies and is strengthened through ṛta and Soma-pressings

Indra erscheint als die vorderste, neu hervortretende Macht: er gewährt sofortigen Schutz und Sieg, indem er die Feinde stürzt. Seine Stärke wächst durch die Ordnung des ṛta und durch die Soma-Pressungen; die Soma-Mischung (āśira) und die rituelle Läuterung (punana) machen seine Gegenwart im Opfer wirksam. In kosmisch-opferhaften Bildern (drei Pressungen, sieben Milchkühe, Weltbereiche) wird bekräftigt, dass die Wahrung des ṛta kosmische und soziale Stabilität unter Indras Herrschaft stiftet; seine jubelnden Gefährten (oft als Marut-Schar gelesen) begleiten den Triumph. Die Zeichen (ketu) seiner unangreifbaren Souveränität leuchten, und durch ehrfürchtiges Denken ergreift man den „glänzenden König“.

3 mantras | Vīra/raudra-tinged exaltation: triumphal forceful and protective | Ṛgvedic concordance not supplied in the input; the seer attribution cannot be stated securely without mapping these verses to their RV loci.

Dashati 18

Pavamāna Soma’s purifying flow as the power that exhilarates Indra for heroic action and brings wealth to the sacrificer

Der strömende, geläuterte Soma Pavamāna ist die sakrale Kraft, die im Rahmen der drei Pressungen (tri-savana) in rechter Opferordnung zu den würdigen Empfängern fließt: zuerst zu Vāyu, dann zu Mitra–Varuṇa und zu Indra. Als gefilterter (pūyamāna) ist er zur Libation geeignet; er berauscht und stärkt Indra, damit dieser mit der Vajra das große Hindernis (mahāmuru) zerschmettere. Dem Opferherrn bringt dieser Strom draviṇa — Reichtum, himmlische und irdische Güter, Wohlergehen und die Fortdauer des yajña; erinnert wird an die Gunst der ṛṣi (Jamadagni als Vorbild) sowie an Viṣṇus Mitwirken beim Pressen (viṣṇunā suta).

3 mantras | Urgent forward-driving praise (stuti) with a ‘flowing’ momentum suited to pavamāna imagery and Indra’s martial vigor | The selection draws on the broader Pavamāna and Aindra materials; precise ṛṣi attribution requires Ṛgvedic concordance for each mantra in this Sāmavedic arrangement.

Dashati 19

Indra’s primordial birth as Vṛtra-slayer and world-establisher

Indra wird gepriesen als der uranfänglich Geborene, Vṛtrahan, der Vṛtra erschlägt und die Welt begründet: Er weitet die Erde und stützt den Himmel und festigt so die kosmische Ordnung. In Beziehung zu seiner Oberherrschaft erheben sich Opfer (yajña) und Lobgesang (arka), die das Rohe zur Reife bringen und emporheben. Der Sonnenaufstieg bezeugt die geordnete Welt, und das recht gesungene Sāman glüht von tapas und sichert Sieg und Bestand.

3 mantras | Heroic and elevating (vīra–udātta) moving toward radiant ‘heat’ (tapas) in praise | R̥ṣi attribution is not provided in the input; the verses function as Aindra praise typical of Indra-centered hymn strata where the ritual voice is foregrounded over explicit family colophons.

Dashati 20

Indra empowered by Soma-exhilaration (mada/matsara) to grant victory and wealth

Indra, durch Soma-Rausch/Begeisterung (mada/matsara) gestärkt, wird mittels Soma zum Opfer gerufen, damit er Sieg und Reichtum verleihe. Soma ist dabei nicht bloße Trunkenheit, sondern geweihte rituelle Wirkkraft, die in den Bereich des Opferherrn eintritt: Sie macht Indra gegenwärtig und wirksam, zerschlägt feindliche Mächte, lässt Schlachten gewinnen, gewährt Schutz, treibt den Wagen voran und setzt den Triumph über die a-vrata und das Dasyu-Gegentum durch, bis hin zum „Gewinn von Tausenden“ (sahasrasāti).

3 mantras | Exultant martial and triumphant—built on the imagery of surging Soma-power and battle-victory | Ṛṣi attribution and chandas are not supplied here; they require Rigvedic concordance for the underlying RV originals used by this Sāmavedic selection.

Frequently Asked Questions

It centers on Soma Pavamāna in purification—Soma as the clarified, luminous offering whose flow activates the sacrifice and makes its fruits effective.

Because the purified Soma is praised as Indra’s strength and stimulant: it summons him, empowers his victory, and turns the rite into protection, conquest, and prosperity for the sacrificer.

That cleansing and consecration are not merely physical acts but the principle by which divine power becomes present—establishing ṛta, purifying intention, and enabling right action to yield victory and abundance.