सोपान-प्रथम: ‘भक्ति का जन्म’ और ‘श्रद्धा का संस्कार’। बालकाण्ड में जगत्-व्यवस्था (विधि), गुरु-वाक्य, और कथा-श्रवण की पात्रता निर्मित होती है। शिव–पार्वती संवाद के माध्यम से साधक के भीतर संशय→विश्वास, भय→समर्पण, और लोक-लज्जा→ईश-लीला-बोध का रूपांतरण होता है—यही मुक्ति-सीढ़ी का प्रथम पायदान है।
In diesem Abschnitt verbinden sich als Hauptstimmung Hāsya und Adbhuta mit Karuṇa: Hāsya in Bhavānīs feiner Ironie, Adbhuta in der wilden und doch erhabenen Pracht von Śivas Hochzeitszug, und Karuṇa in Mainās mütterlicher Angst und weltlicher Scham. Tulsīdās verwandelt hier die natürliche Reaktion des Volksgeistes (Furcht/Lachen/Staunen) in Sādhana-Lehre: Was unpassend erscheint, ist gerade die „Wahrheit“ der Īśa-Līlā. Nāradas Unterweisung, die den Satī-Bericht als Smṛti-Itihāsa einbindet, verankert Pārvatī im Tattva der Jagadambā—und deutet zugleich den Śaiva–Vaiṣṇava-Ausgleich an, denn in der Hochzeitslīlā sind Viṣṇu, Brahmā, die Göttergemeinschaft und Śivas Gaṇas gleichermaßen beteiligt. In der Sopān-Logik hebt diese Stufe den Übenden über den „Widerspruch der Form“ (das wilde Gewand) hinaus zur „Schau des Wesens“ (Śakti–Śiva als untrennbares Ganzes, die Hälfte des Leibes).
Chaupai 90.1-4
सुनि बोलीं मुसकाइ भवानी।उचित कहेहु मुनिबर बिग्यानी।।
तुम्हरें जान कामु अब जारा।अब लगि संभु रहे सबिकारा।।
हमरें जान सदा सिव जोगी।अज अनवद्य अकाम अभोगी।।
जौं मैं सिव सेये अस जानी।प्रीति समेत कर्म मन बानी।।
तौ हमार पन सुनहु मुनीसा।करिहहिं सत्य कृपानिधि ईसा।।
तुम्ह जो कहा हर जारेउ मारा।सोइ अति बड़ अबिबेकु तुम्हारा।।
तात अनल कर सहज सुभाऊ।हिम तेहि निकट जाइ नहिं काऊ।।
गएँ समीप सो अवसि नसाई।असि मन्मथ महेस की नाई।।
suni bolīṁ musakāi bhavānī |ucita kahehu munibar bigyānī ||
tumhareṁ jān kāmu aba jārā |aba lagi saṁbhu rahe sabikārā ||
hamareṁ jān sadā siva jogī |aja anavadya akāma abhogī ||
jauṁ maiṁ siva seyeṁ asa jānī |prīti sameta karma mana bānī ||
tau hamāra pana sunahu munīsā |karihahiṁ satya kṛpānidhi īsā ||
tumha jo kahā hari jāreu mārā |soi ati baṛa abibeku tumhārā ||
tāta anala kara sahaja subhāū |him tehi nikaṭa jāi nahiṁ kāū ||
gaēṁ samīpa so avasi nasāī |asi manmatha mahesa kī nāī ||
Dies hörend, sprach Bhavani lächelnd: «Du hast treffend gesprochen, o bester der weisen Munis. Nach deinem Verständnis hat Shambhu Kama erst jetzt verbrannt, und bis jetzt blieb er der Leidenschaft unterworfen. Aber nach meinem Verständnis war Shiva immer ein Asket, ungeboren, fehlerlos, frei von Verlangen und unberührt von Genuss. Wenn ich, wissend dass Shiva so ist, ihm mit Liebe in Gedanke, Wort und Tat gedient habe, dann höre mein Gelübde, o Herr der Munis: Ishvara, der Schatz der Barmherzigkeit, wird es wahr machen. Was du gesagt hast, dass Hara Kama verbrannte, das ist ein sehr großer Mangel an Unterscheidungskraft deinerseits. Lieber Herr, das Feuer hat diese natürliche Eigenschaft: Reif kann sich ihm niemals nähern. Wenn er sich nähert, wird er gewiss vergehen. So war es mit Kama vor Mahesha.»
Doha 90
हियँ हरषे मुनि बचन सुनि देखि प्रीति बिस्वास॥
चले भवानिहि नाइ सिर गए हिमाचल पास॥90॥
hiyaṁ haraṣe muni bacana suni dekhi prīti bisvāsa |cale bhavānihi nāi sira gae himācala pāsa ||90||
Die Weisen freuten sich in ihren Herzen, als sie ihre Worte hörten und ihre Liebe und ihren Glauben sahen. Sie verneigten ihre Häupter vor Bhavani und machten sich auf den Weg und gelangten zu dem Himalaya.
Chaupai 91.1-4
सबु प्रसंगु गिरिपतिहि सुनावा।मदन दहन सुनि अति दुखु पावा।।
बहुरि कहेउ रति कर बरदाना।सुनि हिमवंत बहुत सुखु माना।।
हृदयँ बिचारि संभु प्रभुताई।सादर मुनिबर लिए बोलाई।।
सुदिनु सुनखतु सुघरी सोचाई।बेगि बेदबिधि लगन धराई।।
पत्री सप्तरिषिन्ह सोइ दीन्ही।गहि पद बिनय हिमाचल कीन्ही।।
जाइ बिधिहि दीन्हि सो पाती।बाचत प्रीति न हृदयँ समाती।।
लगन बाचि अज सबहि सुनाई।हरषे मुनि सब सुर समुदाई।।
सुमन बृष्टि नभ बाजन बाजे।मंगल कलस दसहुँ दिसि साजे।।
sabu prasaṅgu giripatihi sunāvā |madana-dahana suni ati dukhu pāvā ||
bahuri kaheu rati-kara baradānā |suni himavaṁta bahuta sukhu mānā ||
hṛdayaṁ bicāri sambhu prabhutāī |sādara munibara liye bolāī ||
sudinu sunakhatu sugharī socāī |begi beda-bidhi lagana dharāī ||
patrī saptar̥ṣinih soi dīnhī |gahi pada binaya himācala kīnhī ||
jāi bidhihi dīnhi so pātī |bācata prīti na hṛdayaṁ samātī ||
lagana bāci aja sabahi sunāī |haraṣe muni saba sura samudāī ||
sumana br̥ṣṭi nabha bājana bāje |maṅgala kalasa dasahuṁ disi sāje ||
Die Weisen erzählten dem Herrn der Berge die ganze Begebenheit, und als er von der Verbrennung Kamadevas hörte, war er tief betrübt. Dann berichteten sie ihm von dem Segen, der Rati gewährt worden war, und als Himavan dies hörte, war er hocherfreut. Nachdem er in seinem Herzen über die Erhabenheit Shambhus nachgedacht hatte, rief er ehrerbietig die großen Weisen zu sich. Er ließ einen günstigen Tag, ein gutes Sternbild und eine glückverheißende Stunde ermitteln und ließ das Hochzeitsdatum schnell nach der Vorschrift der Veden festlegen. Er übergab jenen Brief den sieben Weisen, und indem er ihre Füße ergriff, richtete Himachala eine demütige Bitte an sie. Sie gingen und übergaben jenen Brief Brahma, und als er ihn las, konnte die Liebe in seinem Herzen nicht zurückgehalten werden. Brahma, der Ungeborene, verlas das Hochzeitsdatum und verkündete es allen, und die Weisen und die ganze Schar der Götter freuten sich. Blumen regneten vom Himmel und Musikinstrumente erklangen; glückverheißende Wasserkrüge wurden in allen zehn Richtungen aufgestellt.
Doha 91
लगे सँवारन सकल सुर बाहन बिबिध बिमान।होहि सगुन मंगल सुभद करहिं अपछरा गान।।91।।
lage saṁvāran sakala sura bāhana bibidha bimāna |hohi saguna maṅgala subhada karahiṁ apacharā gāna ||91||
Da machten sich alle Götter daran, ihre Reittiere und die mannigfaltigen himmlischen Wagen zu schmücken. Glückverheißende, wohltätige Zeichen erschienen, während die Apsarās Segenslieder sangen.
Chaupai 92.1-4
सिवहि संभु गन करहिं सिंगारा।जटा मुकुट अहि मौरु सँवारा।।
कुंडल कंकन पहिरे ब्याला।तन बिभूति पट केहरि छाला।।
ससि ललाट सुंदर सिर गंगा।नयन तीनि उपबीत भुजंगा।।
गरल कंठ उर नर सिर माला।असिव बेष सिवधाम कृपाला।।
कर त्रिसूल अरु डमरु बिराजा।चले बसहँ चढ़ि बाजहिं बाजा।।
देखि सिवहि सुरत्रिय मुसुकाहीं।बर लायक दुलहिनि जग नाहीं।।
बिष्नु बिरंचि आदि सुरब्राता।चढ़ि चढ़ि बाहन चले बराता।।
सुर समाज सब भाँति अनूपा।नहिं बरात दूलह अनुरूपा।।
sivahi sambhu-gana karahiṁ siṅgārā |jaṭā mukuṭ ahi mauru saṁvārā ||
kuṇḍala kaṅkana pahire byālā |tana bibhūti paṭ kehari chālā ||
sasi lalāṭa suṁdara sira gaṅgā |nayana tīni upabīta bhujaṅgā ||
garala kaṇṭha ura nara sira mālā |asiva beṣa sivadhāma kṛpālā ||
kara trisūla aru ḍamaru birājā |cale basahaṁ caṛhi bājahiṁ bājā ||
dekhi sivahi sura-triya musukāhīṁ |bara lāyaka dulahini jaga nāhīṁ ||
biṣṇu birañci ādi sura-bhrātā |caṛhi-caṛhi bāhana cale barātā ||
sura samāja saba bhāṁti anūpā |nahiṁ barāta dūlaha anurūpā ||
Shambhus Diener begannen, Shiva zu schmücken, indem sie seine Krone aus verfilzten Locken und eine Schlange als Brautdiadem anordneten. Er trug Schlangen als Ohrringe und Armreife; sein Körper war mit Asche bestrichen und sein Gewand war eine Löwenhaut. Der Mond erstrahlte auf seiner Stirn und die schöne Ganga auf seinem Haupt; er hatte drei Augen und eine Schlange als heilige Schnur. Gift verdunkelte seinen Hals und eine Girlande aus Menschenschädeln lag auf seiner Brust. Seine Kleidung war unheilbringend, doch er ist der barmherzige Shiva, die Stätte allen Heils. Ein Dreizack und eine Trommel erstrahlten in seinen Händen. Er brach auf, auf einem Stier reitend, und die Musikinstrumente erklangen. Als sie Shiva sahen, lächelten die Göttergattinnen und sagten: «Es gibt auf der Welt keine Braut, die eines solchen Bräutigams würdig wäre.» Vishnu, Brahma und die anderen Götterscharen, jeder auf seinem Reittier, zogen in der Hochzeitsprozession mit. Die Versammlung der Götter war in jeder Hinsicht unvergleichlich, doch der Zug passte nicht zum Bräutigam.
Doha 92
बिष्नु कहा अस बिहसि तब बोलि सकल दिसिराज।बिलग बिलग होइ चलहु सब निज निज सहित समाज।।92।।
biṣṇu kahā asa bihasi taba boli sakala disirāja |bilaga bilaga hoi calahu saba nija nija sahita samāja ||92||
Dann sprach Viṣṇu, lächelnd, zu allen Herren der Himmelsrichtungen: „Zieht ein jeder in seine eigene Richtung—ein jeder mit seinem eigenen Gefolge.“
Chaupai 93.1-4
बर अनुहारि बरात न भाई।हँसी करैहहु पर पुर जाई।।
बिष्नु बचन सुनि सुर मुसकाने।निज निज सेन सहित बिलगाने।।
मनहीं मन महेसु मुसुकाहीं।हरि के बिंग्य बचन नहिं जाहीं।।
अति प्रिय बचन सुनत प्रिय केरे।भृंगिहि प्रेरि सकल गन टेरे।।
सिव अनुसासन सुनि सब आए।प्रभु पद जलज सीस तिन्ह नाए।।
नाना बाहन नाना बेषा।बिहसे सिव समाज निज देखा।।
कोउ मुखहीन बिपुल मुख काहू।बिनु पद कर कोउ बहु पद बाहू।।
बिपुल नयन कोउ नयन बिहीना।रिष्टपुष्ट कोउ अति तनखीना।।
bara anuhāri barāta na bhāī |hãsī karaihhū para pura jāī ||
biṣṇu bacana suni sura musakāne |nija nija sena sahita bilagāne ||
manahī̃ mana mahesu musukāhī̃ |hari ke biṅgya bacana nahĩ jāhī̃ ||
ati priya bacana sunata priya kere |bhṛṅgihi preri sakala gana ṭere ||
siva anusāsana suni saba āe |prabhu pada jalaja sīsa tinha nāe ||
nānā bāhana nānā beṣā |bihase siva samāja nija dekhā ||
kou mukhahīna bipula mukha kāhū |binu pada kara kou bahu pada bāhū ||
bipula nayana kou nayana bihīnā |riṣṭapuṣṭa kou ati tanakhīnā ||
Dies ist kein Hochzeitszug, der dem Bräutigam ziemt, Brüder. Ihr werdet euch zum Gespött machen, wenn ihr in eine fremde Stadt geht. Als sie Vishnus Worte hörten, lächelten die Götter und ein jeder mit seinem eigenen Heer ging getrennt weg. Auch Mahesha lächelte in sich; Haris ironische Worte konnten ihm nicht entgehen. Als er die Worte seines lieben Freundes hörte, die ihm sehr angenehm waren, sandte Shiva Bhringi und rief alle seine Diener zusammen. Als sie Shivas Befehl hörten, kamen sie alle und neigten ihre Häupter vor den Lotusfüßen des Herrn. Mit ihren vielen Arten von Reittieren und vielen Arten von Gewändern kamen sie; und Shiva lachte, als er seine eigene Gefolgschaft sah. Einige hatten keinen Mund, und einige hatten viele Münder; einige ohne Füße oder Hände, und einige mit vielen Füßen und Armen. Einige hatten viele Augen, und einige hatten keine Augen; einige waren sehr wohlgenährt und kräftig, und einige hatten sehr schmale Körper.
Chhand 93
तन खीन कोउ अति पीन पावन कोउ अपावन गति धरें।भूषन कराल कपाल कर सब सद्य सोनित तन भरें।।
खर स्वान सुअर सृकाल मुख गन बेष अगनित को गनै।बहु जिनस प्रेत पिसाच जोगि जमात बरनत नहिं बनै।।
tana khīna kou ati pīna pāvana kou apāvana gati dhareṃ |bhūṣana karāla kapāla kara saba sadya sonita tana bhareṃ ||
khara svāna suara sṛkāla mukha gana beṣa aganita ko ganai |bahu jinsa preta pisāca jogi jamāta baranata nahiṃ banai ||
Manche waren Körper, die bis auf die Knochen abgemagert waren, andere waren gewaltig beleibt; manche trugen ein Wesen der Reinheit, andere hatten ein schändliches und beflecktes Los angenommen. Sie trugen schrecklichen Schmuck, Schädel in ihren Händen, und in einem Augenblick schienen ihre Körper mit Blut getränkt und gefüllt. Scharen mit Gesichtern wie Esel, Hunde, Schweine und Schakale, zahllos in ihren Verkleidungen, widerstanden jeder Berechnung. So viele Arten von Geistern, Ghuls und unheimlichen Asketen in einer Menge: sie vollständig zu beschreiben ist einfach nicht möglich.
Soratha 93
नाचहिं गावहिं गीत परम तरंगी भूत सब।देखत अति बिपरीत बोलहिं बचन बिचित्र बिधि।।93।।
nāca-hiṃ gāva-hiṃ gīta parama taraṅgī bhūta saba.dekhata ati biparīta bola-hiṃ bacana bicitra bidhi..93..
Alle Geister, überaus fröhlich, tanzten und sangen Lieder. Sie waren äußerst seltsam anzusehen, und sie sprachen Worte aller kuriosen Art.
Chaupai 94.1-4
जस दूलहु तसि बनी बराता।कौतुक बिबिध होहिं मग जाता।।
इहाँ हिमाचल रचेउ बिताना।अति बिचित्र नहिं जाइ बखाना।।
सैल सकल जहँ लगि जग माहीं।लघु बिसाल नहिं बरनि सिराहीं।।
बन सागर सब नदीं तलावा।हिमगिरि सब कहुँ नेवत पठावा।।
कामरूप सुंदर तन धारी।सहित समाज सहित बर नारी।।
गए सकल तुहिनाचल गेहा।गावहिं मंगल सहित सनेहा।।
प्रथमहिं गिरि बहु गृह सँवराए।जथाजोगु तहँ तहँ सब छाए।।
पुर सोभा अवलोकि सुहाई।लागइ लघु बिरंचि निपुनाई।।
jasa dūlahu tasi banī barātā |kautuka bibidha hohiṁ maga jātā ||
ihāṁ himācala raceu bitānā |ati bicitra nahiṁ jāi bakhānā ||
saila sakala jahaṁ lagi jaga māhīṁ |laghu bisāla nahiṁ barani sirāhīṁ ||
bana sāgara saba nadīṁ talāvā |himagiri saba kahuṁ nevata paṭhāvā ||
kāmarūpa sundara tana dhārī |sahita samāja sahita bara nārī ||
gae sakala tuhinācala gehā |gāvahiṁ maṅgala sahita sanehā ||
prathamahiṁ giri bahu gṛha saṁvarāe |jathāyogu tahaṁ tahaṁ saba chāe ||
pura sobhā avaloki suhāī |lāgai laghu birañci nipunāī ||
Wie der Bräutigam war, so war der Hochzeitszug, der sich bildete, und viele Arten von Wundern geschahen auf dem Weg beim Gehen. Hier errichtete der Himālaya ein Zeltdach, so wunderbar schön, dass es nicht beschrieben werden kann. Alle Berge, die es irgendwo in der Welt gibt, kleine und große, lassen sich nicht zählen und nicht vollständig beschreiben. Die Wälder, die Ozeane, alle Flüsse und Seen: der Himālaya sandte jedem von ihnen eine Einladung. Schöne Körper nach Belieben annehmend, mit ihren Haushalten und mit ihren schönen Frauen, gingen alle zum Heim des Herrn des Schneeberges, singend heilsame Lieder mit Zuneigung. Zuerst ließ der Bergkönig viele Häuser bauen und einrichten, und an jedem Ort war alles passend eingerichtet und überdacht. Als er die liebliche Schönheit der Stadt sah, schien das Geschick von Brahmā, dem Schöpfer, gering.
Chhand 94
लघु लाग बिधि की निपुनता अवलोकि पुर सोभा सही।बन बाग कूप तड़ाग सरिता सुभग सब सक को कही।।
मंगल बिपुल तोरन पताका केतु गृह गृह सोहहीं।बनिता पुरुष सुंदर चतुर छबि देखि मुनि मन मोहहीं।।
laghu lāga bidhi kī nipunatā avaloki pura sobhā sahī |bana bāga kūpa taṛāga saritā subhaga saba saka ko kahī ||
maṅgala bipula torana patākā ketu gṛha gṛha sohahīṃ |banitā puruṣa sundara catura chabi dekhi muni mana mohahīṃ ||
Es schien, als habe die Vorsehung nur ein Weniges von ihrer vollendeten Kunst gezeigt, so wahrhaft wundersam war die Pracht der Stadt. Haine und Gärten, Brunnen und Teiche und die schön fließenden Ströme, niemand hatte die Kraft, von ihnen allen zu erzählen. Glückverheißende Zeichen waren reichlich vorhanden: bekränzte Tore, Banner und Wimpel ließen jedes Haus erstrahlen. Die anmutige, vollendete Schönheit von Frauen und Männern gleichermaßen sehend, fanden selbst Weise ihre Herzen verzaubert.
Doha 94
जगदंबा जहँ अवतरी सो पुरु बरनि कि जाइ।रिद्धि सिद्धि संपत्ति सुख नित नूतन अधिकाइ।।94।।
jagadambā jahã avatari so puru barani ki jāi |ṛddhi siddhi sampatti sukha nita nūtana adhikāi ||94||
Kann die Stadt beschrieben werden, in der die Mutter der Welt herabstieg? Dort nahmen Wohlstand, übernatürliche Kräfte, Reichtum und Glück von Tag zu Tag immer neu zu.
Chaupai 95.1-4
नगर निकट बरात सुनि आई।पुर खरभरु सोभा अधिकाई।।
करि बनाव सजि बाहन नाना।चले लेन सादर अगवाना।।
हियँ हरषे सुर सेन निहारी।हरिहि देखि अति भए सुखारी।।
सिव समाज जब देखन लागे।बिडरि चले बाहन सब भागे।।
धरि धीरजु तहँ रहे सयाने।बालक सब लै जीव पराने।।
गएँ भवन पूछहिं पितु माता।कहहिं बचन भय कंपित गाता।।
कहिअ काह कहि जाइ न बाता।जम कर धार किधौं बरिआता।।
बरु बौराह बसहँ असवारा।ब्याल कपाल बिभूषन छारा।।
nagara nikaṭa barāta suni āī |pura kharabharu sobhā adhikāī ||
kari banāva saji bāhana nānā |cale lena sādara agavānā ||
hiyaṁ haraṣe sura sena nihārī |harihi dekhi ati bhae sukhārī ||
siva samāja jaba dekhana lāge |biḍari cale bāhana saba bhāge ||
dhari dhīraju tahaṁ rahe sayāne |bālaka saba lai jīva parāne ||
gaẽ bhavana pūchahiṁ pitu mātā |kahahiṁ bacana bhaya kaṁpita gātā ||
kahi-a kāha kahi jāi na bātā |jama kara dhāra kidhauṁ bariātā ||
baru baurāha basahaṁ asavārā |byāla kapāla bibhūṣana chārā ||
Als sie hörten, dass der Hochzeitszug nahe der Stadt angekommen war, geriet die Stadt in Aufregung und ihr Glanz vermehrte sich. Sich schmückend und ihre verschiedenen Fahrzeuge zierend, zogen sie aus, um den Zug mit Respekt zu empfangen. Als sie das Heer der Götter sahen, freuten sich ihre Herzen; und als sie Hari sahen, wurden sie überaus glücklich. Als sie aber begannen, die Gefolgschaft Shivas zu betrachten, scheuten alle ihre Reittiere und liefen davon. Die weisen Männer bewahrten Geduld und blieben dort; alle Kinder flohen mit ihrem Leben in den Händen. Als sie nach Hause kamen, befragten ihre Väter und Mütter sie, und sie antworteten mit Worten, ihre Körper zitternd vor Furcht. "Was soll man sagen? Die Sache lässt sich nicht erzählen. Ist dies die Armee Yamas oder etwa ein Hochzeitszug?" "Der Bräutigam ist ein Wahnsinniger, auf einem Stier reitend, mit Schlangen und Schädeln als Schmuck und mit Asche bestrichen."
Chhand 95
तन छार ब्याल कपाल भूषन नगन जटिल भयंकरा।सँग भूत प्रेत पिसाच जोगिनि बिकट मुख रजनीचरा।।
जो जिअत रहिहि बरात देखत पुन्य बड़ तेहि कर सही।देखिहि सो उमा बिबाहु घर घर बात असि लरिकन्ह कही।।
tana chāra byāla kapāla bhūṣana nagana jaṭila bhayaṅkarā |saṅga bhūta preta pisāca jogini bikaṭa mukha rajanīcarā ||
jo jiata rahihi barāta dekhata pun̐ya baṛa tehi kara sahī |dekhihi so umā bibāhu ghara-ghara bāta asi larikanha kahī ||
Sein Körper ist mit Asche bestrichen; Schlangen und Schädel sind sein Schmuck; nackt, mit verfilztem Haar, erscheint er furchtbar. Mit ihm gehen Bhūtas, Pretas, Piśācas und Yoginīs, nächtliche Wanderer mit schrecklichen Gesichtern. Wer nach dem Anblick eines solchen Hochzeitszuges am Leben bleiben kann, der besitzt sicherlich große Verdienste. 'Jener wird Umās Hochzeit sehen!' So sagten die Kinder und trugen die Geschichte von Haus zu Haus.
Doha 95
समुझि महेस समाज सब जननि जनक मुसुकाहिं।बाल बुझाए बिबिध बिधि निडर होहु डरु नाहिं।।95।।
samujhi mahesa samāja saba janani janaka musukāhiṁ |bāla bujhāe bibidha bidhi niḍara hohu ḍaru nāhiṁ ||95||
Da sie verstanden, dass es die ganze Gesellschaft von Mahesha war, lächelten die Mütter und Väter. Sie beruhigten die Kinder auf vielfältige Weise: 'Seid furchtlos, es gibt nichts zu fürchten.'
Chaupai 96.1-4
लै अगवान बरातहि आए।दिए सबहि जनवास सुहाए।।
मैनाँ सुभ आरती सँवारी।संग सुमंगल गावहिं नारी।।
कंचन थार सोह बर पानी।परिछन चली हरहि हरषानी।।
बिकट बेष रुद्रहि जब देखा।अबलन्ह उर भय भयउ बिसेषा।।
भागि भवन पैठीं अति त्रासा।गए महेसु जहाँ जनवासा।।
मैना हृदयँ भयउ दुखु भारी।लीन्ही बोलि गिरीसकुमारी।।
अधिक सनेहँ गोद बैठारी।स्याम सरोज नयन भरे बारी।।
जेहिं बिधि तुम्हहि रूपु अस दीन्हा।तेहिं जड़ बरु बाउर कस कीन्हा।।
lai agavāna barātahi āe.die sabahi janavāsa suhāe..
mainā̃ subha āratī sãvārī.saṅga sumaṅgala gāvahi nārī..
kañcana thāra soha bara pānī.parichana calī harahi haraṣānī..
bikaṭa beṣa rudrahi jaba dekhā.abalanh ura bhaya bhayau biseṣā..
bhāgi bhavana paiṭhī̃ ati trāsā.gae mahesu jahā̃ janavāsā..
mainā hṛdayã bhayau dukhu bhārī.līnhī boli girīsakumārī..
adhika sanehã goda baiṭhārī.syāma saroja nayana bhare bārī..
jehĩ bidhi tumhahi rūpu asa dīnhā.tehĩ jaṛa baru bāura kasa kīnhā..
Die Begleiter, die hinausgegangen waren, um sie zu empfangen, brachten den Hochzeitszug herein und gaben allen angenehme Unterkünfte. Maina bereitete die glückverheißende Lampe für den Begrüßungsritus vor, und die Frauen sangen gemeinsam mit ihr Lieder guten Vorzeichens. Die goldene Schale erstrahlte mit dem Wasser für den Bräutigam, und Maina ging freudig hin, um Hara zu empfangen. Als aber die Frauen Rudras furchteinflößende Kleidung sahen, entstand große Furcht in ihren Herzen. In völliger Panik flohen sie und stürzten sich in das Haus, während Mahesha sich zu den Gastquartieren begab. Großer Kummer entstand in Mainas Herzen, und sie rief die Tochter des Bergkönigs zu sich. Mit tiefer Zuneigung setzte sie sie auf ihren Schoß, und ihre dunklen Lotusaugen füllten sich mit Tränen. Der, der dir solche Schönheit verlieh, wie machte dieser Tor aus deinem Bräutigam einen Wahnsinnigen?
Chhand 96
कस कीन्ह बरु बौराह बिधि जेहिं तुम्हहि सुंदरता दई।जो फलु चहिअ सुरतरुहिं सो बरबस बबूरहिं लागई।।
तुम्ह सहित गिरि तें गिरौं पावक जरौं जलनिधि महुँ परौं।घरु जाउ अपजसु होउ जग जीवत बिबाहु न हौं करौं।।
kasa kīnha baru baurāha bidhi jehiṃ tumhahi suṃdaratā daī |jo phalu cahi-a sura-taruhin so barabasa babūrahim̃ lāgaī ||
tumha sahita giri teṃ girauṃ pāvaka jarauṃ jala-nidhi mahuṃ parauṃ |gharu jāu apajasu hou jaga jīvata bibāhu na hauṃ karauṃ ||
Wie konnte Brahma einen rasenden Narren zum Bräutigam für dich machen, der dir solche Schönheit verliehen hat? Die Frucht, die man vom Wunschbaum ersehnen sollte, wird dem Akaziendorn aufgezwungen, wider alle Vernunft. Ich will mit dir vom Berg stürzen, im Feuer verbrennen, in den Ozean stürzen. Mein Heim möge verloren gehen und Schande sich in der Welt ausbreiten, aber solange ich lebe, werde ich diese Vermählung nicht vollziehen.
Doha 96
भई बिकल अबला सकल दुखित देखि गिरिनारि।करि बिलापु रोदति बदति सुता सनेहु सँभारि।।96।।
bhaī bikala abalā sakala dukhita dekhi girināri |kari bilāpu rodati badati sutā sanehu sãbhāri ||96||
Als sie die Gemahlin des Bergkönigs so betrübt sahen, wurden alle Frauen von Kummer übermannt. In ihrer Liebe zu ihrer Tochter klagte sie, weinte und sprach in ihrem Schmerz.
Chaupai 97.1-4
नारद कर मैं काह बिगारा।भवनु मोर जिन्ह बसत उजारा।।
अस उपदेसु उमहि जिन्ह दीन्हा।बौरे बरहि लगि तपु कीन्हा।।
साचेहुँ उन्ह के मोह न माया।उदासीन धनु धामु न जाया।।
पर घर घालक लाज न भीरा।बाझँ कि जान प्रसव कैं पीरा।।
जननिहि बिकल बिलोकि भवानी।बोली जुत बिबेक मृदु बानी।।
अस बिचारि सोचहि मति माता।सो न टरइ जो रचइ बिधाता।।
करम लिखा जौ बाउर नाहू।तौ कत दोसु लगाइअ काहू।।
तुम्ह सन मिटहिं कि बिधि के अंका।मातु ब्यर्थ जनि लेहु कलंका।।
nārada kari maiṁ kāhu bigārā |bhavanu mora jinha basata ujārā ||
a sa upadesu umāhi jinha dīnhā |baure barahi lagi tapu kīnhā ||
sācehuṁ unha ke moha na māyā |udāsīna dhanu dhāmu na jāyā ||
para-ghara ghālaka lāja na bhīrā |bājhaṁ ki jāna prasava kaiṁ pīrā ||
jananihi bikala biloki bhavānī |bolī juta bibeka mṛdu bānī ||
a sa bicāri socahi mati mātā |so na ṭarai jo racai bidhātā ||
karama likhā jau bāura nāhū |tau kata dosu lagāia kāhū ||
tumha sana miṭahiṁ ki bidhi ke aṅkā |mātu byartha jani lehu kalaṅkā ||
Welches Unrecht tat ich Narada, der mein Heim, in dem ich lebte, verwüstet hat? Er gab Uma einen solchen Rat, dass sie Bußübungen um eines verrückten Bräutigams willen vollzog. Wahrlich, sie haben weder Anhaftung noch Mitgefühl; sie sind gleichgültig, ohne Reichtum, ohne Heim, ohne Gemahlin. Sie verderben fremde Häuser und haben weder Scham noch Furcht. Kann eine unfruchtbare Frau den Schmerz der Geburt kennen? Als sie ihre Mutter verzweifelt sah, sprach Bhavani sanfte Worte, voller Weisheit. Mutter, bedenke so und gräme dich nicht im Geist: was der Schöpfer bestimmt, kann nicht abgewendet werden. Wenn es in meinem Schicksal geschrieben steht, dass mein Gemahl ein Verrückter sei, warum dann jemandem die Schuld geben? Können die Zeichen, die der Schöpfer geschrieben hat, von dir ausgelöscht werden? Mutter, nimm nicht umsonst die Schuld auf dich.
Chhand 97
जनि लेहु मातु कलंकु करुना परिहरहु अवसर नहीं॥
दुखु सुखु जो लिखा लिलार हमरें जाब जहँ पाउब तहीं॥॥
सुनि उमा बचन बिनीत कोमल सकल अबला सोचहीं॥
बहु भाँति बिधिहि लगाइ दूषन नयन बारि बिमोचहीं॥
jani lehu mātu kalaṅku karunā pariharahu avasara nahīṃ |dukhu sukhu jo likhā lilāra hamareṃ jāba jahã pāuba tahīṃ ||
suni umā bacana binīta komala sakala abalā sochahīṃ |bahu bhā̃ti bidhihi lagāi dūṣana nayana bāri bimochahīṃ ||
Mutter, nimm diese Schuld nicht auf dich; gib dein Mitleid auf, denn dafür ist keine Zeit. Welches Leid oder welche Freude auf meiner Stirn geschrieben steht, dorthin werde ich gehen, wo es zu finden ist, und es dort empfangen. Als sie Umas demütige und sanfte Worte hörten, wurden alle Frauen von Kummer erfüllt. Auf vielerlei Weise beschuldigten sie Brahma und ließen Tränen aus ihren Augen fließen.
Doha 97
तेहि अवसर नारद सहित अरु रिषि सप्त समेत।समाचार सुनि तुहिनगिरि गवने तुरत निकेत।।97।।
tehi avasara nārada sahita aru ṛṣi sapta sameta |samācāra suni tuhina-giri gavane turata niketa ||97||
Zur selben Zeit kam Narada zusammen mit den sieben Weisen an; und der Himalaja, der Herr der schneebedeckten Berge, hörte die Nachricht und ging sogleich heim.
Chaupai 98.1-4
तब नारद सबहि समुझावा।पूरुब कथाप्रसंगु सुनावा।।
मयना सत्य सुनहु मम बानी।जगदंबा तव सुता भवानी।।
अजा अनादि सक्ति अबिनासिनि।सदा संभु अरधंग निवासिनि।।
जग संभव पालन लय कारिनि।निज इच्छा लीला बपु धारिनि।।
जनमीं प्रथम दच्छ गृह जाई।नामु सती सुंदर तनु पाई।।
तहँहुँ सती संकरहि बिबाहीं।कथा प्रसिद्ध सकल जग माहीं।।
एक बार आवत सिव संगा।देखेउ रघुकुल कमल पतंगा।।
भयउ मोहु सिव कहा न कीन्हा।भ्रम बस बेषु सीय कर लीन्हा।।
taba nārada sabahi samujhāvā |pūruba kathā-prasaṅgu sunāvā ||
maynā satya sunahu mama bānī |jagadambā tava sutā bhavānī ||
ajā anādi sakti abināsini |sadā sambhu aradhaṅga nivāsini ||
jaga sambhava pālana laya kārini |nija icchā līlā bapu dhārini ||
janamīṁ prathama daccha gṛha jāī |nāmu satī sundara tanu pāī ||
tahāṁhuṁ satī saṅkarahi bibāhīṁ |kathā prasiddha sakala jaga māhīṁ ||
eka bāra āvata siva saṅgā |dekheu raghukula kamala pataṅgā ||
bhayu mohu siva kahā na kīnhā |bhrama basa beṣu sīya kara līnhā ||
Da beruhigte Narada sie alle und erzählte ihnen die Geschichte der vergangenen Zeiten. «Maina, höre meine Worte, die wahr sind: deine Tochter Bhavani ist die Mutter der Welt. Sie ist ungeboren und ohne Anfang, die unvergängliche Kraft, die ewig als die Hälfte von Shambhus Körper wohnt. Sie bewirkt die Schöpfung, Erhaltung und Auflösung der Welt und nimmt durch ihren eigenen Willen körperliche Gestalt in ihrem Spiel an. Sie wurde zuerst im Hause Dakshas geboren und erhielt einen schönen Körper, und ihr Name war Sati. Dort auch wurde Sati mit Shankara vermählt, und diese Geschichte ist in der ganzen Welt berühmt. Einmal, als sie mit Shiva ging, sah sie Rama, die Sonne für den Lotus der Raghu-Linie. Täuschung überkam sie, und sie tat nicht, wie Shiva ihr gesagt hatte; im Wahn befangen, nahm sie die Gestalt Sitas an.»
Chhand 98
सिय बेषु सती जो कीन्ह तेहि अपराध संकर परिहरीं।हर बिरहँ जाइ बहोरि पितु कें जग्य जोगानल जरीं।।
अब जनमि तुम्हरे भवन निज पति लागि दारुन तपु किया।अस जानि संसय तजहु गिरिजा सर्बदा संकर प्रिया।।
siya beṣu satī jo kīnha tehi aparādha saṅkara pariharīṁ |hari birahaṁ jāi bahori pitu keṁ jagya jogānala jarīṁ ||
aba janami tumhare bhavana nija pati lāgi dāruna tapu kiyā |asa jāni saṁsaya tajahu girijā sarbadā saṅkara priyā ||
Wegen der Beleidigung, die Gestalt von Sita angenommen zu haben, verließ Shankara Sati. Dann, in der Trennung von Hara, ging sie zum Opfer ihres Vaters und verbrannte sich im Feuer des Yoga. Nun, in deinem Hause geboren, hat sie furchtbare Bußübungen um ihres eigenen Gemahls willen geübt. Wisse dies und gib deinen Zweifel auf: Girija ist für immer Shankara lieb.
Doha 98
सुनि नारद के बचन तब सब कर मिटा बिषाद।छन महुँ ब्यापेउ सकल पुर घर घर यह संबाद।।98।।
suni nārada ke bacana taba saba kara miṭā biṣāda |chana mahũ byāpeu sakala pura ghara-ghara yaha saṃbāda ||98||
Als man Nāradas Worte vernahm, wich der Schmerz von allen. Im Nu verbreitete sich die Nachricht durch die ganze Stadt, von Haus zu Haus.
Chaupai 99.1-4
तब मयना हिमवंतु अनंदे।पुनि पुनि पारबती पद बंदे।।
नारि पुरुष सिसु जुबा सयाने।नगर लोग सब अति हरषाने।।
लगे होन पुर मंगलगाना।सजे सबहि हाटक घट नाना।।
भाँति अनेक भई जेवराना।सूपसास्त्र जस कछु ब्यवहारा।।
सो जेवनार कि जाइ बखानी।बसहिं भवन जेहिं मातु भवानी।।
सादर बोले सकल बराती।बिष्नु बिरंचि देव सब जाती।।
बिबिधि पाँति बैठी जेवनारा।लागे परुसन निपुन सुआरा।।
नारिबृंद सुर जेवँत जानी।लगीं देन गारीं मृदु बानी।।
taba mainā himavantu anaṁde |puni puni pārabatī pada baṁde ||
nāri puruṣa sisu jubā sayāne |nagara loga saba ati haraṣāne ||
lage hona pura maṁgala-gānā |saje sabahi hāṭaka ghaṭa nānā ||
bhāṁti aneka bhaī jevar-ānā |sūpa-sāstra jasa kachu byavahārā ||
so jevanāra ki jāi bakhānī |basahiṁ bhavana jehiṁ mātu bhavānī ||
sādara bole sakala barātī |biṣṇu biraṁci deva saba jātī ||
bibidha pāṁti baiṭhī jevanārā |lāge parusana nipuna suārā ||
nāribṛṁda sur jevaṁta jānī |lagīṁ dena gārīṁ mṛdu bānī ||
Da wurden Maina und Himavan von Freude erfüllt, und immer wieder verneigten sie sich vor Parvatis Füßen. Frauen, Männer, Kinder, Junge und Alte, alle Menschen der Stadt waren überaus erfreut. Segenslieder begannen in der Stadt zu erklingen, und alle stellten goldene Gefäße vielerlei Art bereit. Das Festmahl wurde auf vielerlei Weise bereitet, gemäß dem, was die Regeln der Kochkunst vorschreiben. Wie lässt sich das Festmahl beschreiben in einem Haus, in dem die Mutter Bhavani selbst wohnt? Mit Ehrerbietung wurden alle Hochzeitsgäste gerufen: Vishnu, Brahma und die Götter aller Ordnungen. Sie setzten sich zum Festmahl in verschiedenen Reihen, und die geschickten Köche begannen aufzutragen. Da sie sahen, dass die Götter speisten, begann die Schar der Frauen, sie mit Schelten in sanften Worten zu necken.
Chhand 99
गारीं मधुर स्वर देहिं सुंदरि बिंग्य बचन सुनावहीं।भोजनु करहिं सुर अति बिलंबु बिनोदु सुनि सचु पावहीं।।
जेवँत जो बढ्यो अनंदु सो मुख कोटिहूँ न परै कह्यो।अचवाँइ दीन्हे पान गवने बास जहँ जाको रह्यो।।
gārīṁ madhura svara dehiṁ sundari biṅgya bacana sunāvahīṁ |bhojanu karahiṁ sura ati bilaṁbu binodu suni sacu pāvahīṁ ||
jevaṁta jo baḍhyo anaṁdu so mukha koṭihūṁ na parai kahyo |acavāṁi dīnhe pāna gavane bāsa jahaṁ jāko rahyo ||
Mit süßen Stimmen äußerten die schönen Damen spielerische Sticheleien und sprachen Worte voll feinsinniger Anspielung. Die Götter verlängerten ihr Mahl, denn durch das Hören solcher heiteren Gespräche fanden sie wahre Freude. Die Freude, die beim Essen aufstieg, konnte nicht erzählt werden, selbst wenn man Millionen von Mündern hätte. Nachdem sie den Mund ausgespült hatten, erhielten sie Betel, und dann ging jeder in die Wohnung, wo er zu logieren hatte.
Doha 99
बहुरि मुनिन्ह हिमवंत कहुँ लगन सुनाई आइ।समय बिलोकि बिबाह कर पठए देव बोलाइ।।99।।
bahuri muninh himavanta kahũ lagana sunāī āi |samaya biloki bibāha kara paṭhae deva bolāi ||99||
Daraufhin kamen die Weisen zu Himavān und verkündeten die glückverheißende Stunde der Vermählung. Da er sah, dass die rechte Zeit gekommen war, rüstete er die Hochzeit und ließ die Götter rufen, sie zur Teilnahme herbeizubitten.
परंपरा में शिव-पार्वती विवाह-प्रसंग का पाठ ‘गृह-मंगल’, ‘विवाह-विघ्न-निवारण’, तथा मन के भय/संशय-क्षय हेतु फलदायी माना जाता है; विशेषतः दोहा 98 के ‘अजा-अनादि शक्ति’ उपदेश से श्रद्धा स्थिर होती है।
सामान्यतः ‘श्रीराम जय राम जय जय राम’ या ‘श्रीरामचंद्र कृपालु भज मन’ जैसे नाम-संपुट चलन में हैं; शिव-प्रसंग में कई पाठ-परंपराएँ ‘ॐ नमः शिवाय’/‘जय गिरिजापति दीनदयाला’ को भी संपुट-रूप में जोड़ती हैं (स्थानीय संप्रदायानुसार)।
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