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Rishi: Atharvanic/Aṅgirasa tradition (healing hymn)
Devata: Agni; also the functional power ‘Yakṣmanāśana’ (disease-destroyer)
Chandas: Anuṣṭubh (approx.)
AV 3.31 ist ein Bhaiṣajya-Heilhymnus, der den Kranken wiederholt von yakṣma (zehrender Krankheit) und von pāpman (bösartiger Unreinheit) «absondert» und ihn zugleich mit samāyus — einer vollen, unversehrten Lebensspanne — wieder vereint. Agni wird als entscheidender Läuterer und Reintegration der Lebenskraft (prāṇa) angerufen, unterstützt von kosmischen Erneuerern (besonders Candra und Parjanya), um leibliche Ordnung, Glück und Ausdauer wiederherzustellen.
Mantra 1
यक्ष्मनाशनम् वि दे॒वा ज॒रसा॑वृत॒न् वि त्वम॑ग्ने॒ अरा॑त्या । व्य॑१हं सर्वे॑ण पा॒प्मना॒ वि यक्ष्मे॑ण॒ समायु॑षा
Ein Vernichter der Schwindsucht: Die Götter haben sie vertrieben, die Hülle des Altersverfalls; auch du, o Agni, vertreibe sie — das Unheil (Arātī). Von jeder Befleckung des Bösen, von der Schwindsucht (yakṣma), zusammen mit voller Lebensdauer (samāyuṣā), möge ich befreit sein.
Mantra 2
व्यार्त्या॒ पव॑मानो॒ वि श॒क्रः पा॑पकृ॒त्यया॑ । व्य॑१हं सर्वे॑ण पा॒प्मना॒ वि यक्ष्मे॑ण॒ समायु॑षा
Von der Bedrängnis vertreibe es Pavamāna, der Läuterer; von böser Zauberei vertreibe es der Mächtige (Śakra). Von jeder Befleckung des Bösen, von der Schwindsucht (yakṣma), zusammen mit voller Lebensdauer (samāyuṣā), möge ich befreit sein.
Mantra 3
वि ग्रा॒म्याः प॒शव॑ आर॒ण्यैर्व्याऽप॒स्तृष्ण॑यासरन्। व्य॑१हं सर्वे॑ण पा॒प्मना॒ वि यक्ष्मे॑ण॒ समायु॑षा
Auseinander sind die dörflichen Herden davongeeilt, mit den Waldgeschöpfen; die Wasser, vom Durst getrieben, sind fortgelaufen. So möge auch ich von aller bösen Befleckung getrennt sein, getrennt von yakṣma, und verbunden mit voller Lebensdauer.
Mantra 4
वी॒३मे द्यावा॑पृथि॒वी इ॒तो वि पन्था॑नो॒ दिशं॑दिशम्। व्य॑१हं सर्वे॑ण पा॒प्मना॒ वि यक्ष्मे॑ण॒ समायु॑षा
Auseinander von hier sind Himmel und Erde; auseinander die Wege, jeder in seine Himmelsrichtung. So möge ich von aller Unreinheit und allem Übel getrennt sein, getrennt von yákṣma, und verbunden mit der vollen Spanne des Lebens.
Mantra 5
त्वष्टा॑ दुहि॒त्रे व॑ह॒तुं यु॑न॒क्तीती॒दं विश्वं॒ भुव॑नं॒ वि या॑ति । व्य॑१हं सर्वे॑ण पा॒प्मना॒ वि यक्ष्मे॑ण॒ समायु॑षा
Tvaṣṭṛ spannt für seine Tochter den Hochzeitszug an: so zieht diese ganze Welt der Wesen auseinander. So möge ich von aller Unreinheit und allem Übel getrennt sein, getrennt von yákṣma, und verbunden mit der vollen Spanne des Lebens.
Mantra 6
अ॒ग्निः प्रा॒णान्त्सं द॑धाति च॒न्द्रः प्रा॒णेन॒ संहि॑तः । व्य॑१हं सर्वे॑ण पा॒प्मना॒ वि यक्ष्मे॑ण॒ समायु॑षा
Agni fügt die Atemzüge zusammen; der Mond ist mit dem Atem verknüpft. So möge ich von aller Unreinheit und allem Übel getrennt sein, getrennt von yákṣma, und verbunden mit der vollen Spanne des Lebens.
Mantra 7
प्रा॒णेन॑ वि॒श्वतो॑वीर्यं दे॒वाः सूर्यं॒ समै॑रयन्। व्य॑१हं सर्वे॑ण पा॒प्मना॒ वि यक्ष्मे॑ण॒ समायु॑षा
Mit prāṇa, mit Kraft von allen Seiten, haben die Götter die Sonne in Bewegung gesetzt. So möge ich von aller bösen Befleckung getrennt sein, getrennt von yakṣma, und verbunden mit der vollen Lebensspanne.
Mantra 8
आयु॑ष्मतामायु॒ष्कृतां॑ प्रा॒णेन॑ जीव॒ मा मृ॑थाः । व्य॑१हं सर्वे॑ण पा॒प्मना॒ वि यक्ष्मे॑ण॒ समायु॑षा
Mit dem Lebenshauch lebe—stirb nicht. Ich vertreibe, samt aller Unheilskraft, die zehrende Krankheit (yakṣmá) und setze dich in den vollen Anteil der Lebensfrist—unter den Langlebigen, unter den Lebens-Begründern.
Mantra 9
प्रा॒णेन॑ प्राण॒तां प्राणे॒हैव भ॑व॒ मा मृ॑थाः । व्य॑१हं सर्वे॑ण पा॒प्मना॒ वि यक्ष्मे॑ण॒ समायु॑षा
Mit dem Prāṇa, unter den Atmenden, stärke ich dich. O Prāṇa (Lebenshauch), verweile hier wahrhaftig; stirb nicht. Ich treibe hinweg—mit allem Unheil, mit aller Verderbnis—die zehrende Krankheit (yakṣmá) und setze (dich) in eine volle Lebensfrist.
Mantra 10
उदायु॑षा॒ समायु॒षोदोष॑धीनां॒ रसे॑न । व्य॑१हं सर्वे॑ण पा॒प्मना॒ वि यक्ष्मे॑ण॒ समायु॑षा
Auf mit deinem Leben—mit vollem Leben; auf mit dem Saft der Heilkräuter (oṣadhī). Ich treibe hinweg—mit allem Unheil, mit aller Verderbnis—die zehrende Krankheit (yakṣmá) und setze (dich) in eine volle Lebensfrist.
Mantra 11
आप॒र्जन्य॑स्य वृ॒ष्ट्योद॑स्थामा॒मृता॑ व॒यम्। व्य॑१हं सर्वे॑ण पा॒प्मना॒ वि यक्ष्मे॑ण॒ समायु॑षा
Durch den Regen des Parjanya sind wir aufgestanden—gleichsam unsterblich gemacht. Ich treibe hinweg—mit allem Unheil, mit aller Verderbnis—die zehrende Krankheit (yakṣmá) und setze (uns) in eine volle Lebensfrist.
Yakṣma is a wasting, lingering illness—often understood as a draining disease that disrupts strength and breath (prāṇa). The hymn treats it as an adversarial force to be driven away.
Agni represents purification and restored order: he burns away pathogenic impurity (pāpman) and ‘puts the breaths together,’ making him the fitting yakṣmanāśana (disease-destroyer).
It is recited beside a clean fire, often with simple offerings and water-sprinkling, while repeatedly affirming separation from yakṣma/pāpman and reconnection with full lifespan (samāyus).
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