
Rishi: Atharvanic tradition (often attributed to an Atharvan/Angiras seer in anukramaṇī lists)
Devata: Saṃmanasya (personified Concord) / implicit social deities of harmony
Chandas: Anuṣṭubh
Dieser Hymnus ist ein klassischer atharvavedischer Eintracht-Zauber, der in einem Hausstand oder einer Versammlung ein gemeinsames Herz und einen gemeinsamen Sinn «einsetzt» und ausdrücklich Hass und Parteiungen beseitigt. Er nimmt die göttliche Zusammenarbeit zum Vorbild — «wie die Götter sich nicht trennen» —, damit Übereinstimmung im Alltag (abends und morgens) beständig werde und durch sozialen Zusammenhalt Gedeihen und Wohlstand fördere.
Mantra 1
सांमनस्यम्। सहृ॑दयं सांमन॒स्यमवि॑द्वेषं कृणोमि वः । अ॒न्यो अ॒न्यम॒भि ह॑र्यत व॒त्सं जा॒तमि॑वा॒घ्न्या
Eintracht. Herzens-Einheit, Geistes-Einheit, Hasslosigkeit stifte ich unter euch. Möge einer dem andern freundlich zugetan sein, wie die unverletzliche Kuh ihrem neugeborenen Kalb.
Mantra 2
अनु॑व्रतः पि॒तुः पु॒त्रो मा॒त्रा भ॑वतु॒ संम॑नाः । जा॒या पत्ये॒ मधु॑मतीं॒ वाचं॑ वदतु शन्ति॒वाम्
Der Sohn sei dem Vater gehorsam und mit der Mutter eines Sinnes. Die Gattin spreche zum Gatten honigsüße Rede, Rede, die Frieden bringt.
Mantra 3
मा भ्राता॒ भ्रात॑रं द्विक्ष॒न्मा स्वसा॑रमु॒त स्वसा॑ । स॒म्यञ्चः॒ सव्र॑ता भू॒त्वा वाचं॑ वदत भ॒द्रया॑
Nicht hasse Bruder den Bruder, noch Schwester die Schwester. Werdet einmütig, eines Gelübdes; sprecht mit guter, glückverheißender Rede.
Mantra 4
येन॑ दे॒वा न वि॒यन्ति॒ नो च॑ विद्वि॒षते॑ मि॒थः । तत् कृ॑ण्मो॒ ब्रह्म॑ वो गृ॒हे सं॒ज्ञानं॒ पुरु॑षेभ्यः
Wodurch die Götter nicht auseinandergehen und einander nicht hassen — eben das richten wir als Brahman-Zauber in eurem Hause auf: gegenseitiges Verstehen für die Menschen.
Mantra 5
ज्याय॑स्वन्तश्चि॒त्तिनो॒ मा वि यौ॑ष्ट संरा॒धय॑न्तः॒ सधु॑रा॒श्चर॑न्तः । अ॒न्यो अ॒न्यस्मै॑ व॒ल्गु वद॑न्त॒ एत॑ सध्री॒चीना॑न् वः॒ संम॑नसस्कृणोमि
Nicht sollen die Überheblichen, die Ränke Schmiedenden, auseinandergehen – jene, die in einer Schar umherziehen und Menschen für sich zu gewinnen suchen; die einander wohlklingende, schmeichelnde Worte sagen. So mache ich euch einträchtig, in gleicher Richtung, eines Sinnes.
Mantra 6
स॒मा॒नी प्र॒पा स॒ह वो॑ऽन्नभा॒गः स॑मा॒ने योक्त्रे॑ स॒ह वो॑ युनज्मि । स॒म्यञ्चो॒ऽग्निं स॑पर्यता॒रा नाभि॑मिवा॒भितः॑
Gemeinsam sei die Trinkstätte; gemeinsam sei euer Anteil an Speise. In ein und dasselbe Joch spanne ich euch zusammen. In eine Richtung gewandt, dient Agni, wie Speichen um die Nabe, ringsum.
Mantra 7
स॒ध्री॒चीना॑न् वः संम॑नसस्कृणो॒म्ये॑क॑श्नुष्टीन्त्सं॒वन॑नेन॒ सर्वा॑न्। दे॒वा इ॑वा॒मृतं॒ रक्ष॑माणाः सा॒यंप्रा॑तः सौमन॒सो वो॑ अस्तु
Einträchtig mache ich euch, eines Sinnes – euch alle, einmütig, durch die Kraft der Versöhnung. Wie die Götter, die Unsterblichkeit behüten: am Abend und am Morgen sei euch Wohlgesinntheit.
It is used to reconcile people—family members, a council, or a community—by establishing shared intention, shared feeling, and freedom from hatred.
The ‘deity’ is a functional power: Saṃmanasya/Saṃjñāna—personified concord and mutual understanding—supported by the gods as the model of non-division.
Not necessarily. The hymn works primarily through mantra as brahman ‘installed’ in the house; optional symbols (like cow–calf affection) can reinforce the intention of non-harm and warmth.
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