Atharva Veda Sukta 30
Kanda 3Anuvaka 3Sukta 307 Mantras

Sukta 30

Rishi: Atharvanic tradition (often attributed to an Atharvan/Angiras seer in anukramaṇī lists)

Devata: Saṃmanasya (personified Concord) / implicit social deities of harmony

Chandas: Anuṣṭubh

Dieser Hymnus ist ein klassischer atharvavedischer Eintracht-Zauber, der in einem Hausstand oder einer Versammlung ein gemeinsames Herz und einen gemeinsamen Sinn «einsetzt» und ausdrücklich Hass und Parteiungen beseitigt. Er nimmt die göttliche Zusammenarbeit zum Vorbild — «wie die Götter sich nicht trennen» —, damit Übereinstimmung im Alltag (abends und morgens) beständig werde und durch sozialen Zusammenhalt Gedeihen und Wohlstand fördere.

Recitation with translationAtharva Veda 3.30

Mantras

Mantra 1

सांमनस्यम्। सहृ॑दयं सांमन॒स्यमवि॑द्वेषं कृणोमि वः । अ॒न्यो अ॒न्यम॒भि ह॑र्यत व॒त्सं जा॒तमि॑वा॒घ्न्या

Eintracht. Herzens-Einheit, Geistes-Einheit, Hasslosigkeit stifte ich unter euch. Möge einer dem andern freundlich zugetan sein, wie die unverletzliche Kuh ihrem neugeborenen Kalb.

Mantra 2

अनु॑व्रतः पि॒तुः पु॒त्रो मा॒त्रा भ॑वतु॒ संम॑नाः । जा॒या पत्ये॒ मधु॑मतीं॒ वाचं॑ वदतु शन्ति॒वाम्

Der Sohn sei dem Vater gehorsam und mit der Mutter eines Sinnes. Die Gattin spreche zum Gatten honigsüße Rede, Rede, die Frieden bringt.

Mantra 3

मा भ्राता॒ भ्रात॑रं द्विक्ष॒न्मा स्वसा॑रमु॒त स्वसा॑ । स॒म्यञ्चः॒ सव्र॑ता भू॒त्वा वाचं॑ वदत भ॒द्रया॑

Nicht hasse Bruder den Bruder, noch Schwester die Schwester. Werdet einmütig, eines Gelübdes; sprecht mit guter, glückverheißender Rede.

Mantra 4

येन॑ दे॒वा न वि॒यन्ति॒ नो च॑ विद्वि॒षते॑ मि॒थः । तत् कृ॑ण्मो॒ ब्रह्म॑ वो गृ॒हे सं॒ज्ञानं॒ पुरु॑षेभ्यः

Wodurch die Götter nicht auseinandergehen und einander nicht hassen — eben das richten wir als Brahman-Zauber in eurem Hause auf: gegenseitiges Verstehen für die Menschen.

Mantra 5

ज्याय॑स्वन्तश्चि॒त्तिनो॒ मा वि यौ॑ष्ट संरा॒धय॑न्तः॒ सधु॑रा॒श्चर॑न्तः । अ॒न्यो अ॒न्यस्मै॑ व॒ल्गु वद॑न्त॒ एत॑ सध्री॒चीना॑न् वः॒ संम॑नसस्कृणोमि

Nicht sollen die Überheblichen, die Ränke Schmiedenden, auseinandergehen – jene, die in einer Schar umherziehen und Menschen für sich zu gewinnen suchen; die einander wohlklingende, schmeichelnde Worte sagen. So mache ich euch einträchtig, in gleicher Richtung, eines Sinnes.

Mantra 6

स॒मा॒नी प्र॒पा स॒ह वो॑ऽन्नभा॒गः स॑मा॒ने योक्त्रे॑ स॒ह वो॑ युनज्मि । स॒म्यञ्चो॒ऽग्निं स॑पर्यता॒रा नाभि॑मिवा॒भितः॑

Gemeinsam sei die Trinkstätte; gemeinsam sei euer Anteil an Speise. In ein und dasselbe Joch spanne ich euch zusammen. In eine Richtung gewandt, dient Agni, wie Speichen um die Nabe, ringsum.

Mantra 7

स॒ध्री॒चीना॑न् वः संम॑नसस्कृणो॒म्ये॑क॑श्नुष्टीन्त्सं॒वन॑नेन॒ सर्वा॑न्। दे॒वा इ॑वा॒मृतं॒ रक्ष॑माणाः सा॒यंप्रा॑तः सौमन॒सो वो॑ अस्तु

Einträchtig mache ich euch, eines Sinnes – euch alle, einmütig, durch die Kraft der Versöhnung. Wie die Götter, die Unsterblichkeit behüten: am Abend und am Morgen sei euch Wohlgesinntheit.

Frequently Asked Questions

It is used to reconcile people—family members, a council, or a community—by establishing shared intention, shared feeling, and freedom from hatred.

The ‘deity’ is a functional power: Saṃmanasya/Saṃjñāna—personified concord and mutual understanding—supported by the gods as the model of non-division.

Not necessarily. The hymn works primarily through mantra as brahman ‘installed’ in the house; optional symbols (like cow–calf affection) can reinforce the intention of non-harm and warmth.

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