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Rishi: Traditionally Atharvanic seer(s) associated with Uṣas/Bhaga prosperity hymns (Saunaka anukramaṇī attribution varies by hymn-unit).
Devata: Uṣas (Dawns), Bhaga (Fortune/Distributor), with Dadhikrāvan as simile-power
Chandas: Jagatī-like cadence (mixed; Atharvanic adaptation of RV-style dawn diction)
Dieser Paustika-Hymnus macht die Schwellenkraft der Morgenröte (Uṣas) zu einem rituellen Träger, der Bhaga — den zugeteilten Anteil, das Los und genießbaren Wohlstand — in das Leben des Auftraggebers «herbeibringt». Wohlstand erscheint als göttlich ausgeteilter Anteil (bhaga), der allen Ständen offensteht; erbeten wird, dass Bhaga dem Ausübenden vorangehe wie ein wegklärender Anführer, damit Vorhaben gelingen. Die Diktion greift rigvedische Morgenrötenbilder (Wagen, preisgewinnende Pferde) auf, um das Glück rasch und sichtbar ankommen zu lassen, gleich zu Beginn des Tages und des Ritus.
Mantra 1
स्वस्तये प्रार्थना। प्रा॒तर॒ग्निं प्रा॒तरिन्द्रं॑ हवामहे प्रा॒तर्मि॒त्रावरु॑णा प्रा॒तर॒श्विना॑ । प्रा॒तर्भगं॑ पू॒षणं॒ ब्रह्म॑ण॒स्पतिं॑ प्रा॒तः सोम॑मु॒त रु॒द्रं ह॑वामहे
Am Morgen rufen wir Agni an; am Morgen rufen wir Indra an; am Morgen Mitra und Varuṇa; am Morgen die Aśvins. Am Morgen rufen wir Bhaga, Pūṣan und Brahmaṇaspati an; am Morgen rufen wir Soma und auch Rudra an.
Mantra 2
प्रा॒त॒र्जितं॒ भग॑मु॒ग्रं ह॑वामहे व॒यं पु॒त्रमदि॑ते॒र्यो वि॑ध॒र्ता। आ॒ध्रश्चि॒द् यं मन्य॑मानस्तु॒रश्चि॒द् राजा॑ चि॒द् यं भगं॑ भ॒क्षीत्याह॑
Am Morgen rufen wir Bhaga an – den errungenen, den mächtigen; wir (rufen) den Sohn der Aditi, den Ordner. Selbst der Bedürftige, ihn als den Seinen wähnend, und selbst der Starke, ja selbst der König – so heißt es – genießen den Anteil dieses Bhaga.
Mantra 3
भग॒ प्रणे॑त॒र्भग॒ सत्य॑राधो॒ भगे॒मां धिय॒मुद॑वा॒ दद॑न्नः । भग॒ प्र णो॑ जनय॒ गोभि॒रश्वै॒र्भग॒ प्र नृभि॑र्नृ॒वन्तः॑ स्याम
Bhaga, unser Führer; Bhaga, von unfehlbarer Gabe — o Bhaga, erhebe dieses unser Gebet, indem du uns schenkst. Bhaga, lass uns Zuwachs gewinnen an Kühen und Pferden; Bhaga, an Männern — mögen wir reich sein an Männern.
Mantra 4
उ॒तेदानीं॒ भग॑वन्तः स्यामो॒त प्र॑पि॒त्व उ॒त मध्ये॒ अह्ना॑म्। उ॒तोदि॑तौ मघव॒न्त्सूर्य॑स्य व॒यं दे॒वानां॑ सुम॒तौ स्या॑म
Und jetzt mögen wir vom Glück begabt sein; auch in der Vorzeit und in der Mitte der Tage. Und beim Aufgang der Sonne, o Freigebiger, mögen wir in der guten Gunst der Götter sein.
Mantra 5
भग॑ ए॒व भग॑वाँ अस्तु दे॒वस्तेना॑ व॒यं भग॑वन्तः स्याम । तं त्वा॑ भग॒ सर्व॒ इज्जो॑हवीमि॒ स नो॑ भग पुरए॒ता भ॑वे॒ह
Bhaga, ja Bhaga: der Gott sei der Glückspendende; dadurch mögen wir glückbegabt sein. Dich, o Bhaga, rufen wahrlich alle Menschen immer wieder an: sei uns, o Bhaga, hier der Vorangehende, unser Führer.
Mantra 6
सम॑ध्व॒रायो॒षसो॑ नमन्त दधि॒क्रावे॑व॒ शुच॑ये प॒दाय॑ । अ॒र्वा॒ची॒नं व॑सु॒विदं॒ भगं॑ मे॒ रथ॑मि॒वाश्वा॑ वा॒जिन॒ आ व॑हन्तु
Zum Opferakt mögen die Morgenröten gemeinsam sich neigen, wie Dadhikrāvan zur leuchtenden Bahn. Herzu mögen die preisgewinnenden, schnellen Rosse, wie mit einem Wagen, mir Bhaga herbeiführen — den Reichtumsfinder, den Anteil des Glücks.
Mantra 7
अश्वा॑वती॒र्गोम॑तीर्न उ॒षा॑सो॑ वी॒रव॑तीः॒ सद॑मुछन्तु भ॒द्राः । घृ॒तं दुहा॑ना वि॒श्वतः॒ प्रपी॑ता यू॒यं पा॑त स्व॒स्तिभिः॒ सदा॑ नः
Rossreich, kuhreich, heldenreich — o Morgenröten — mögen die Günstigen uns Tag für Tag erstrahlen; Ghee melkend, von allen Seiten wohlgesättigt. Ihr aber, mit Segnungen des Heils, behütet uns immerdar.
Bhaga is an Āditya who distributes each person’s rightful portion—wealth, food, enjoyment, and success. The hymn treats prosperity as an allotted share that can be invoked at dawn.
Dawn is the threshold that ‘opens the path’ for the day and for the rite. By aligning the recitation with first light, the hymn makes fortune arrive at the beginning, when outcomes are being set in motion.
Recite it facing east at dawn, keep a small portion of food or ghee as the symbolic ‘share,’ offer a little, and then partake of the rest. If starting a venture, ask Bhaga to go before you (puraetā) and then begin the work immediately after recitation.
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