Opening the text

Rishi: Traditionally Atharvanic/Angirasa attribution for kṣetra-hymns (varies by anukramaṇī).
Devata: Sītā (Furrow), with Maruts and Viśve Devāḥ as sanctioning powers
Chandas: Triṣṭubh (by cadence and length; common in agrarian invocations)
Dieser Kṣetra-Hymnus weiht das Pflügen und die Furche (Sītā), damit das Feld zu einem Gefäß für Nahrung, Regenfeuchte und stetigen Zuwachs werde. Durch Bilder von Salbung und göttlicher „Sanktion“ (Viśve Devāḥ, Maruts) wird die Feldarbeit zu einem von den Göttern gebilligten Ritus, der milchgleiches Übermaß (payas), ghee-reiche Kraft (ghṛta) und gedeihliche Ernten hervorbringt.
Mantra 1
कृषिः। ३ पथ्यापङ्क्तिः, ७ विराट् पुर उष्णिक्, ८ निचृत्। सीरा॑ युञ्जन्ति क॒वयो॑ यु॒गा वि त॑न्वते॒ पृथ॑क्। धीरा॑ दे॒वेषु॑ सुम्न॒यौ
Die Kundigen spannen die Pflüge an; die Joche strecken sie aus, jedes für sich. Die Standhaften, nach Gunst verlangend, gründen ihr Werk in den Göttern.
Mantra 2
यु॒नक्त॒ सीरा॒ वि यु॒गा त॑नोत कृ॒ते योनौ॑ वपते॒ह बीज॑म्। वि॒राजः॒ श्नुष्टिः॒ सभ॑रा असन्नो॒ नेदी॑य॒ इत् सृ॒ण्यः प॒क्वमा य॑वन्
Er spanne die Pflüge an; er breite die Joche aus; in den bereiteten Schoß säe er hier den Samen. Uns sei Virājs Zuwachs, reich tragend; und die Sicheln mögen wahrlich näher kommen mit dem gereiften Korn.
Mantra 3
लाङ्ग॑लं पवी॒रव॑त् सु॒शीमं॑ सोम॒सत्स॑रु । उदिद् व॑पतु॒ गामविं॑ प्र॒स्थाव॑द् रथ॒वाह॑नं॒ पीब॑रीं च प्रफ॒र्व्यऽम्
Der Pflug, eisenbespitzt, fest gefügt, vom Soma beschleunigt—er möge wahrlich die Erde aufwerfen, kühegewinnend; wohl gegründet, den Wagen ziehend; und den Boden schwellend-reich und gut gefurcht machen.
Mantra 4
इन्द्रः॒ सीतां॒ नि गृ॑ह्णातु॒ तां पू॒षाभि र॑क्षतु । सा नः॒ पय॑स्वती दुहा॒मुत्त॑रामुत्तरां॒ समा॑म्
Indra möge die Furche fest ergreifen; Pūṣan möge sie ringsum behüten. Möge sie, milchsaftreich, uns Jahr um Jahr eine immer reichere Gabe ausmelken.
Mantra 5
शु॒नं सु॑फा॒ला वि तु॑दन्तु॒ भूमिं॑ शु॒नं की॒नाशा॒ अनु॑ यन्तु वा॒हान्। शुना॑सीरा ह॒विषा॒ तोश॑माना सुपिप्प॒ला ओष॑धीः कर्तम॒स्मै
Heilvoll mögen die guten Pflugscharen die Erde spalten und durchstoßen; heilvoll mögen die Pflüger den Gespannen nachfolgen. O Śunāsīrau, am havi sich erfreuend, schafft diesem Mann Kräuter und Pflanzen, reich an Frucht.
Mantra 6
शु॒नं वा॒हाः शु॒नं नरः॑ शु॒नं कृ॑षतु॒ लाङ्ग॑लम्। शु॒नं व॑र॒त्रा ब॑ध्य॒न्तां शु॒नमष्ट्रा॒मुदि॑ङ्गय
Heilvoll seien die Gespanne, heilvoll die Männer; heilvoll verrichte der Pflug sein Pflügen. Heilvoll mögen die Zugstränge festgebunden werden; heilvoll führe du den Treibstachel.
Mantra 7
शुना॑सीरे॒ह स्म॑ मे जुषेथाम्। यद् दि॒वि च॒क्रथुः॒ पय॒स्तेने॒मामुप॑ सिञ्चतम्
O Śunāsīrau, hier mögt ihr an meiner Opfergabe Gefallen finden. Mit der milchgleichen Nahrung, die ihr im Himmel bereitet habt, mit der besprengt dieses (Feld) für uns.
Mantra 8
सीते॒ वन्दा॑महे त्वा॒र्वाची॑ सुभगे भव । यथा॑ नः सु॒मना॒ असो॒ यथा॑ नः सुफ॒ला भुवः॑
O Sītā, wir verehren dich: wende dich herwärts, glückbegabt sei. So sei uns wohlgesinnt; so werde uns fruchtbar, von guter Frucht.
Mantra 9
घृ॒तेन॒ सीता॒ मधु॑ना॒ सम॑क्ता॒ विश्वै॑र्दे॒वैरनु॑मता म॒रुद्भिः॑ । सा नः॑ सीते॒ पय॑सा॒भ्याव॑वृ॒त्स्वोर्ज॑स्वती घृ॒तव॒त् पिन्व॑माना
Mit Ghee, o Sītā, mit Honig bist du gesalbt, von allen Göttern gebilligt, von den Maruts bestätigt. Wende dich uns zu, o Sītā; umhülle uns mit Milch — kraftspendend, ghee-tragend, uns mit Zuwachs anschwellen lassend.
Sītā is the personified furrow—the life-bearing line opened by the plough. She represents the field’s capacity to receive moisture, hold seed, and yield food.
They are prosperity-substances: ghee and honey signify sweetness and strength, while payas is the fertility-fluid (milk/rain/sap) that moistens and nourishes the crop.
It is recited at the start of ploughing or sowing, often with sprinkling the first furrow using milk-water and dedicating a small offering, to seek rain, good furrows, and abundant harvests.
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