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Sukta 1.88
Gautama (RV 1.88 traditionally Gautama Rāhūgaṇa)
Maruts
Triṣṭubh (probable)
Dieser Hymnus ist eine bewegte Einladung an die Maruts, rasch auf ihren blitzhellen Wagen heranzukommen und Überfluss, Kraft und schützende Macht in den Bereich des Opfernden zu gießen. Er betont, dass die Dichter (die Gotamas) wirksame Mantra-Kraft (brahman) erheben, die den Quell der Wonne „emporhebt“, damit die Maruts trinken und ihrerseits die Gemeinschaft mit Zuwachs und recht geordneter Energie stärken.
Mantra 1
आ विद्युन्मद्भिर्मरुतः स्वर्कै रथेभिर्यात ऋष्टिमद्भिरश्वपर्णैः । आ वर्षिष्ठया न इषा वयो न पप्तता सुमायाः ॥
Kommt her, o Maruts, mit blitzbeladenen, sonnenhellen Wagen, mit speertragenden, geflügelthrossigen Mächten. Kommt zu uns mit dem reichsten Antrieb; wie Vögel fliegt zu uns her, ihr von schöner Wirkkraft, und bringt Zuwachs an Lebenshauch.
Mantra 2
तेऽरुणेभिर्वरमा पिशङ्गैः शुभे कं यान्ति रथतूर्भिरश्वैः । रुक्मो न चित्रः स्वधितीवान्पव्या रथस्य जङ्घनन्त भूम ॥
Sie ziehen zum schönen Ziel mit rötlichen und fahlgoldenen Kräften, mit Pferden, schnell im Ansturm des Wagens. Wie ein leuchtendes Kleinod sind sie, glänzend; und wie einer, der die Axt trägt, zerschneidend: die Felgen des Wagens schlagen auf die Erde und drücken nieder, was widersteht.
Mantra 3
श्रिये कं वो अधि तनूषु वाशीर्मेधा वना न कृणवन्त ऊर्ध्वा । युष्मभ्यं कं मरुतः सुजातास्तुविद्युम्नासो धनयन्ते अद्रिम् ॥
Zum Glanz hin richten sich auf euren Leibern die tönende Stimme und die Kraft des Denkens auf, wie Wälder, die emporwachsen. Für euch, o Maruts, wohlgeboren, reich an weitstrahlender Macht, gewinnen sie den Stein (adri) — und lösen die verborgene Wonne und Kraft.
Mantra 4
अहानि गृध्राः पर्या व आगुरिमां धियं वार्कार्यां च देवीम् । ब्रह्म कृण्वन्तो गोतमासो अर्कैरूर्ध्वं नुनुद्र उत्सधिं पिबध्यै ॥
Tag um Tag, gierig wie Geier, sind sie von allen Seiten zu dir gekommen — dieser Gedanke, diese göttliche, gestaltende Inspiration. Die Gotamas, das Brahman, die Mantrakraft, mit ihren Hymnen wirkend, haben den Quellsitz emporgetrieben, damit man die Wonne trinke.
Mantra 5
एतत्त्यन्न योजनमचेति सस्वर्ह यन्मरुतो गोतमो वः । पश्यन्हिरण्यचक्रानयोदंष्ट्रान्विधावतो वराहून् ॥
Dies ist wahrlich jenes unvergleichliche Anschirren, das offenbar wurde, o Maruts, als Gotama euch erblickte: goldberädert, eisenzahnig, als Eber hervorstürmend — unwiderstehliche Mächte, die das Hindernis aufreißen.
Mantra 6
एषा स्या वो मरुतोऽनुभर्त्री प्रति ष्टोभति वाघतो न वाणी । अस्तोभयद्वृथासामनु स्वधां गभस्त्योः ॥
Dies ist eure Begleiterin und Stütze, o Maruts: diese Stimme, die mit Gesang antwortet wie die Rede des Lobpreisenden. Sie hat die Weisen frei strömend erklingen lassen, eurer eigenen svadhā folgend, in euren fassenden Händen, wo die Kräfte gehalten und gelenkt werden.
The Maruts are a powerful group of storm-deities—youthful, radiant, and fierce—who move with wind and lightning and are asked to bring protection, strength, and abundance.
The hymn asks the Maruts to come quickly to the rite, energize the worshippers with life-force and increase, and uphold them with their protective, disciplined power.
Here “brahman” means effective mantra-power. The Gotama poets say their hymns actively raise and channel divine energy, making the ritual a place where the Maruts can ‘drink’ delight and then bless the people.
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