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राजधर्म-त्याग-भक्ति की देहरी: यह सोपान ‘घर’ (अयोध्या/लोक-व्यवस्था) से ‘वन’ (वैराग्य/आत्मसमर्पण) की ओर संक्रमण है। यहाँ मुक्ति-सीढ़ी का मुख्य पायदान यह है कि ईश्वर-इच्छा (राम-रजाइ) के आगे निजी अधिकार, शोक, और राजनीति का आग्रह गल कर ‘सेवा-धर्म’ बनता है। निषाद-किरात-भिल्ल जैसे ‘सीमान्त’ जन भी प्रेम-भक्ति द्वारा उसी सोपान पर चढ़ते हैं—भक्ति का लोकतंत्रीकरण।
Das Rasa-Herz des Ayodhyā Kāṇḍa schwankt zwischen Mitgefühl und Frieden; doch dieses Mitgefühl ist keine Verzweiflung, es ist ein vom Dharma erhelltes Mitgefühl. In diesem Abschnitt wird auf dem Boden des karuṇa-rasa der Spross des bhakti-rasa sichtbar: Die Kol, Kirāt und Bhil Waldbewohner bieten Früchte, Wurzeln und zarte Triebe an und stellen damit das Ideal des dāsya-bhakti auf; und Rāmas barmherzige (kṛpālu) Gestalt überwindet alle soziale Distanz. Die Erzählung tritt dann in den Bereich der sabhā-nīti ein: Bharatas Qualen (der Verlust von Schlaf und Hunger) und der Rat des Guru und der Munis etablieren „Rāmas Wille" (Rāma-rajāī) als das höchste Prinzip. Bharatas Gelübde der Entsagung, das Exil selbst als Gewinn zu betrachten, ist entscheidend für die Theologie des Kāṇḍa: die höchste Form des rāja-dharma ist die Hingabe des Selbst. So werden auf der sopāna des Ayodhyā Kāṇḍa Loslösung (anāsakti) und Gehorsam gegenüber dem Befehl (ājñā-pālana) zu unverzichtbaren Stufen auf dem Weg zur Befreiung.
Verse 510 (चौपाई)
कोल किरात भिल्ल बनबासी। मधु सुचि सुंदर स्वादु सुधा सी।। भरि भरि परन पुटीं रचि रुरी। कंद मूल फल अंकुर जूरी।। सबहि देहिं करि बिनय प्रनामा। कहि कहि स्वाद भेद गुन नामा।। देहिं लोग बहु मोल न लेहीं। फेरत राम दोहाई देहीं।। कहहिं सनेह मगन मृदु बानी। मानत साधु पेम पहिचानी।। तुम्ह सुकृती हम नीच निषादा। पावा दरसनु राम प्रसादा।। हमहि अगम अति दरसु तुम्हारा। जस मरु धरनि देवधुनि धारा।। राम कृपाल निषाद नेवाजा। परिजन प्रजउ चहिअ जस राजा।।
Die Kol, Kirata und Bhil Waldbewohner brachten Honig, der rein, schön und süß wie Nektar war. Sie füllten Blattbecher und richteten sie sorgfältig her, wobei sie Wurzeln, Knollen, Früchte und zarte Triebe brachten. Sie alle boten diese mit gefalteten Händen und Ehrerbietung dar und erzählten von ihrem Geschmack, ihren Tugenden und ihren Namen. Sie gaben sie freiwillig und nahmen keine Bezahlung entgegen; wenn Rama ablehnte, drängten sie Ihn immer wieder. Sie sprachen in sanften Worten, voller Liebe; der Herr nahm sie an, da er ihre Hingabe erkannte. "Ihr seid tugendhafte Seelen, und wir sind niedrige Nishadas; durch Ramas Gnade haben wir Seinen Anblick erlangt. Euer Anblick ist selbst für uns äußerst selten; wie Regen, der auf die Erde fällt, ist er ein Strom himmlischen Segens. Rama ist barmherzig und ehrt die Nishadas; Er wünscht, dass sie wie Seine eigene Verwandtschaft und Sein Volk seien, wie ein König."
Verse 511 (दोहा/सोरठा)
यह जिंयँ जानि सँकोचु तजि करिअ छोहु लखि नेहु। हमहि कृतारथ करन लगि फल तृन अंकुर लेहु।।250।।
Erkennt dies, so legt alle Scheu beiseite und zeigt Zuneigung, wenn ihr Liebe erblickt. Um uns erfüllt zu machen, nehmt sogar eine einzige Frucht, ein Blatt oder einen zarten Spross an.
Verse 512 (चौपाई)
तुम्ह प्रिय पाहुने बन पगु धारे। सेवा जोगु न भाग हमारे।। देब काह हम तुम्हहि गोसाँई। ईधनु पात किरात मिताई।। यह हमारि अति बड़ि सेवकाई। लेहि न बासन बसन चोराई।। हम जड़ जीव जीव गन घाती। कुटिल कुचाली कुमति कुजाती।। पाप करत निसि बासर जाहीं। नहिं पट कटि नहि पेट अघाहीं।। सपोनेहुँ धरम बुद्धि कस काऊ। यह रघुनंदन दरस प्रभाऊ।। जब तें प्रभु पद पदुम निहारे। मिटे दुसह दुख दोष हमारे।। बचन सुनत पुरजन अनुरागे। तिन्ह के भाग सराहन लागे।।
Ihr seid liebe Gäste, die zu Fuß in den Wald gekommen sind; es ist nicht unser Schicksal, würdig zu sein, euch zu dienen. Was können wir euch geben, o Herr? Die Waldbewohner bringen nur Feuerholz und Blätter. Dies ist unser größter Dienst, dass wir nicht einmal Gefäße oder Kleider als Geschenke annehmen. Wir sind stumpfsinnige Geschöpfe, Zerstörer lebender Wesen, trügerisch und böse im Verhalten, von üblem Geist und niederer Geburt. Wir begehen Sünden Tag und Nacht; doch sind wir nie zufrieden, weder im Körper noch im Herzen. Wie könnte selbst im Traum ein Gedanke an Dharma in uns entstehen? Solcherart ist die Macht des Anblicks von Raghunandana. Von dem Augenblick an, da wir auf die Lotusfüße des Herrn blickten, wurden unsere unerträglichen Leiden und Fehler ausgelöscht. Als sie diese Worte hörten, wurden die Stadtbewohner von Liebe erfüllt, und sie begannen, das gute Geschick der Waldbewohner zu preisen.
Verse 513 (छंद)
लागे सराहन भाग सब अनुराग बचन सुनावहीं। बोलनि मिलनि सिय राम चरन सनेहु लखि सुखु पावहीं।। नर नारि निदरहिं नेहु निज सुनि कोल भिल्लनि की गिरा। तुलसी कृपा रघुबंसमनि की लोह लै लौका तिरा।।
Sie begannen, das Glück aller zu preisen, die jene liebevollen Worte hörten und darauf antworteten. Indem sie Sita und Rama trafen und mit ihnen sprachen, blickten sie mit Liebe auf deren Füße und fanden Glück. Männer und Frauen hörten furchtlos die Rede der Kol- und Bhil-Frauen. Tulsidas sagt: Durch die Gnade des Juwels des Raghu-Geschlechts schwimmt Eisen wie ein Schilf auf dem Wasser.
Verse 514 (दोहा/सोरठा)
बिहरहिं बन चहु ओर प्रतिदिन प्रमुदित लोग सब। जल ज्यों दादुर मोर भए पीन पावस प्रथम।।251।।
Die Menschen des Waldes freuten sich nach allen Seiten, jeden Tages frohen Herzens. Wie Frösche im Wasser und Pfauen beim ersten Regen gediehen sie prächtig.
Verse 515 (चौपाई)
पुर जन नारि मगन अति प्रीती। बासर जाहिं पलक सम बीती।। सीय सासु प्रति बेष बनाई। सादर करइ सरिस सेवकाई।। लखा न मरमु राम बिनु काहूँ। माया सब सिय माया माहूँ।। सीयँ सासु सेवा बस कीन्हीं। तिन्ह लहि सुख सिख आसिष दीन्हीं।। लखि सिय सहित सरल दोउ भाई। कुटिल रानि पछितानि अघाई।। अवनि जमहि जाचति कैकेई। महि न बीचु बिधि मीचु न देई।। लोकहुँ बेद बिदित कबि कहहीं। राम बिमुख थलु नरक न लहहीं।। यहु संसउ सब के मन माहीं। राम गवनु बिधि अवध कि नाहीं।।
Die Frauen der Stadt waren von übermäßiger Liebe erfüllt; für sie verging der Tag so schnell wie ein Wimpernschlag. Sita machte sich wie eine Dienerin vor ihrer Schwiegermutter und vollzehrt liebevoll einen Dienst, der einer Magd gebührt. Sie ließ niemanden ihr Geheimnis wissen außer Rama; alles war ihre Maya, und sie selbst war Maya. Sita diente ihrer Schwiegermutter mit ganzem Herzen; sie empfing Trost und Rat und gab ihren Segen. Als sie Sita und die beiden einfältigen Brüder sah, wurde die krumme Königin von endloser Reue erfüllt. Sie flehte die Erde an, sie zu verschlingen, doch die Erde wollte sich nicht öffnen, noch gewährte ihr der Tod Erlösung. Die Menschen, die Veden und die Weisen alle verkünden, dass der Ort, an dem Rama sich abwendet, zur Hölle wird. Dieser Zweifel war in jedermanns Herzen: Ob Rama in den Wald gehen oder in Ayodhya bleiben würde.
Verse 516 (दोहा/सोरठा)
निसि न नीद नहिं भूख दिन भरतु बिकल सुचि सोच। नीच कीच बिच मगन जस मीनहि सलिल सँकोच।।252।।
Nachts hatte er keinen Schlaf, und am Tage keinen Hunger; Bharata war verstört, von Kummer verzehrt. Er versank in den Schlamm der Niedrigkeit wie ein Fisch im Wasser und schreckte vor allem anderen zurück.
Verse 517 (चौपाई)
कीन्ही मातु मिस काल कुचाली। ईति भीति जस पाकत साली।। केहि बिधि होइ राम अभिषेकू। मोहि अवकलत उपाउ न एकू।। अवसि फिरहिं गुर आयसु मानी। मुनि पुनि कहब राम रुचि जानी।। मातु कहेहुँ बहुरहिं रघुराऊ। राम जननि हठ करबि कि काऊ।। मोहि अनुचर कर केतिक बाता। तेहि महँ कुसमउ बाम बिधाता।। जौं हठ करउँ त निपट कुकरमू। हरगिरि तें गुरु सेवक धरमू।। एकउ जुगुति न मन ठहरानी। सोचत भरतहि रैनि बिहानी।। प्रात नहाइ प्रभुहि सिर नाई। बैठत पठए रिषयँ बोलाई।।
Seine Mutter hatte solches Übel und solche Unordnung angerichtet; er war von Furcht und Schrecken erfüllt, wie einer, der eine giftige Ernte angebaut hat. Wie soll Ramas Krönung zustande kommen? Ich sehe keinen Ausweg whatsoever. Der Befehl meines Lehrers muss unbedingt befolgt werden; doch der Weise wird erneut sprechen, da er Ramas Neigung kennt. Soll ich meiner Mutter sagen, sie solle zurückkehren? O Mutter Ramas, welchen Eigensinn wirst du nun zeigen? Obwohl ich ihr Diener in vielen Dingen bin, hat der Schöpfer in dieser Sache eine üble Wendung bestimmt. Wenn ich auf Eigensinn beharre, ist es völlig sündhaft; der Diener eines Guru ist durch Pflicht gebunden, wie der Berg die Erde trägt. Er konnte sich auf keinen einzigen Ausweg in seinem Geist festlegen; so nachdenkend verbrachte Bharata die Nacht. Bei Tagesanbruch badete er und neigte sein Haupt vor dem Herrn; dann setzte er sich und sandte Boten aus, um die Minister zu rufen.
Verse 518 (दोहा/सोरठा)
गुर पद कमल प्रनामु करि बैठे आयसु पाइ। बिप्र महाजन सचिव सब जुरे सभासद आइ।।253।।
Nachdem er dem Lotusfuß seines Guru seine Ehrerbietung erwiesen hatte, nahm er nach Erhalt der Erlaubnis seinen Platz ein. Die Brahmanen, Kaufleute und Ratgeber versammelten sich alle, und die Versammlung kam zusammen.
Verse 519 (चौपाई)
बोले मुनिबरु समय समाना। सुनहु सभासद भरत सुजाना।। धरम धुरीन भानुकुल भानू। राजा रामु स्वबस भगवानू।। सत्यसंध पालक श्रुति सेतू। राम जनमु जग मंगल हेतू।। गुर पितु मातु बचन अनुसारी। खल दलु दलन देव हितकारी।। नीति प्रीति परमारथ स्वारथु। कोउ न राम सम जान जथारथु।। बिधि हरि हरु ससि रबि दिसिपाला। माया जीव करम कुलि काला।। अहिप महिप जहँ लगि प्रभुताई। जोग सिद्धि निगमागम गाई।। करि बिचार जिंयँ देखहु नीकें। राम रजाइ सीस सबही कें।।
Der oberste Weise sprach, als die Versammlung einberufen war: Hört mich an, o Ratgeber und weiser Bharata. Er ist der Träger der Rechtschaffenheit, die Sonne des Sonnengeschlechts; König Rama ist der Herr selbst durch seine eigene Natur. Wahrhaftig in seinem Wort, der Beschützer der Brücke der Veden, Ramas Geburt ist zum Wohle der Welt. Er folgt den Worten seines Guru, Vaters und seiner Mutter; er ist der Zerstörer der Schar der Bösen und der Wohltäter der Götter. In Politik, in Liebe, im höchsten Gut und im Eigeninteresse kennt niemand den wahren Wert wie Rama. Brahma, Vishnu, Shiva, der Mond, die Sonne, die Hüter der Himmelsrichtungen, Maya, die Seele, Karma, Zeit und Tod. Von der Schlange Shesha bis zu den Königen der Erde, wo immer es Herrschaft gibt, die Yogis, die Siddhas, die Veden und die Agamas singen sein Lob. Bedenkt dies wohl, all ihr; die Häupter aller stehen unter Ramas Befehl.
Verse 520 (दोहा/सोरठा)
राखें राम रजाइ रुख हम सब कर हित होइ। समुझि सयाने करहु अब सब मिलि संमत सोइ।।254।।
Möge Rama seinen eigenen Willen bewahren, und mögen alle unsere Handlungen Gutes bringen. Bedenkt dies wohl, ihr Weisen, und nun tut alle zusammen, was angemessen ist.
Verse 521 (चौपाई)
सब कहुँ सुखद राम अभिषेकू। मंगल मोद मूल मग एकू।। केहि बिधि अवध चलहिं रघुराऊ। कहहु समुझि सोइ करिअ उपाऊ।। सब सादर सुनि मुनिबर बानी। नय परमारथ स्वारथ सानी।। उतरु न आव लोग भए भोरे। तब सिरु नाइ भरत कर जोरे।। भानुबंस भए भूप घनेरे। अधिक एक तें एक बड़ेरे।। जनमु हेतु सब कहँ पितु माता। करम सुभासुभ देइ बिधाता।। दलि दुख सजइ सकल कल्याना। अस असीस राउरि जगु जाना।। सो गोसाइँ बिधि गति जेहिं छेंकी। सकइ को टारि टेक जो टेकी।।
Die Krönung Ramas bringt allen Freude; sie ist die eine Wurzel des Segens und der Wonne. Auf welche Weise soll der Herr der Raghus nach Ayodhya ziehen? Sagt es uns, und nachdem wir es verstanden haben, lasst uns einen Plan fassen. Alle hörten ehrerbietig die Worte des Obersten der Weisen, die Rechtschaffenheit, das höchste Gut und den eigenen Nutzen in Einklang brachten. Als die Menschen ratlos waren und keine Antwort fanden, da neigte Bharata mit gefalteten Händen sein Haupt. Es gab viele Könige der Sonnendynastie, jeder größer als der vorherige. Für alle sind Vater und Mutter die Ursache der Geburt; der Schöpfer gibt die Früchte der Taten, gut oder schlecht. Möge er Kummer vertreiben und allen Segen stiften. Solcher Segen, o Herr, ist es, den die Welt von dir kennt. Wen der Herr so bestimmt hat, wer kann ihn zurückweisen? Wer auf jener Stütze ruht, wer kann ihn erschüttern?
Verse 522 (दोहा/सोरठा)
बूझिअ मोहि उपाउ अब सो सब मोर अभागु। सुनि सनेहमय बचन गुर उर उमगा अनुरागु।।255।।
Jetzt ersinnt einen Plan für mich, denn ich bin ganz und gar unglückselig. Als ich die liebevollen Worte meines Guru hörte, quoll Liebe in meinem Herzen empor.
Verse 523 (चौपाई)
तात बात फुरि राम कृपाहीं। राम बिमुख सिधि सपनेहुँ नाहीं।। सकुचउँ तात कहत एक बाता। अरध तजहिं बुध सरबस जाता।। तुम्ह कानन गवनहु दोउ भाई। फेरिअहिं लखन सीय रघुराई।। सुनि सुबचन हरषे दोउ भ्राता। भे प्रमोद परिपूरन गाता।। मन प्रसन्न तन तेजु बिराजा। जनु जिय राउ रामु भए राजा।। बहुत लाभ लोगन्ह लघु हानी। सम दुख सुख सब रोवहिं रानी।। कहहिं भरतु मुनि कहा सो कीन्हे। फलु जग जीवन्ह अभिमत दीन्हे।। कानन करउँ जनम भरि बासू। एहिं तें अधिक न मोर सुपासू।।
Vater, ich spreche durch Ramas Gnade; die sich von Rama abwenden, erlangen nicht einmal im Traum Erlangung. Ich scheue mich, Vater, eines zu sagen: Die Weisen, die die Hälfte verloren haben, verlieren das Ganze. Ihr zwei Brüder müsst in den Wald gehen; bringt Lakshmana, Sita und den Herrn der Raghus zurück. Als diese guten Worte hörten, freuten sich die zwei Brüder; ihre Herzen waren voller Wonne, ihre Körper voller Freude. Ihr Geist war erfreut, ihr Körper erstrahlte in Pracht, als wäre Rama bereits König in ihren Herzen. Großer Gewinn für das Volk, kleiner Verlust für sie selbst; in Freude und Leid alike weinen die Königinnen. Bharata sprach zum Weisen: Was habt ihr getan? Ihr habt die Frucht des Lebens und die Erfüllung der Welt gegeben. Ich will mein Leben lang im Walde wohnen; es gibt für mich kein größeres Gut als dieses.
Verse 524 (दोहा/सोरठा)
अँतरजामी रामु सिय तुम्ह सरबग्य सुजान। जो फुर कहहु त नाथ निज कीजिअ बचनु प्रवान।।256।।
Rama kennt das Herz, und Sita, du bist allwissend und weise. Was auch immer du sagst, o Herr, dein eigenes Wort soll in Erfüllung gehen.
Verse 525 (चौपाई)
भरत बचन सुनि देखि सनेहू। सभा सहित मुनि भए बिदेहू।। भरत महा महिमा जलरासी। मुनि मति ठाढ़ि तीर अबला सी।। गा चह पार जतनु हियँ हेरा। पावति नाव न बोहितु बेरा।। औरु करिहि को भरत बड़ाई। सरसी सीपि कि सिंधु समाई।। भरतु मुनिहि मन भीतर भाए। सहित समाज राम पहिं आए।। प्रभु प्रनामु करि दीन्ह सुआसनु। बैठे सब सुनि मुनि अनुसासनु।। बोले मुनिबरु बचन बिचारी। देस काल अवसर अनुहारी।। सुनहु राम सरबग्य सुजाना। धरम नीति गुन ग्यान निधाना।।
Als sie Bharatas Worte hörten und seine Hingabe sahen, wurden der Weise und die ganze Versammlung von Rührung überwältigt. Bharatas Ruhm war wie eine gewaltige Wasserflut; das Verständnis des Weisen stand fest am Ufer wie ein hilfloses Weib. Er sehnte sich, ans jenseitige Ufer zu gelangen, und sann in seinem Herzen nach; er fand weder Boot noch Fähre, die ihn hinüberbringen konnte. Wer sonst könnte Bharatas Größe vollbringen? Es war wie eine Muschelschale, die das Meer zu durchqueren sucht. Bharata erfreute den Weisen in seinem Herzen; gemeinsam mit seinem Gefolge kam er vor Rama. Der Herr erwies seine Ehrerbietung und wies ihnen Sitze zu; alle setzten sich und hörten auf die Unterweisung des Weisen. Der beste der Weisen sprach nach reiflicher Überlegung, das Land, die Zeit und den Anlass bedenkend: Höre, Rama, allwissender und weiser, du Schatzhaus der Rechtschaffenheit, der Staatskunst, der Tugend und der Erkenntnis.
Verse 526 (दोहा/सोरठा)
सब के उर अंतर बसहु जानहु भाउ कुभाउ। पुरजन जननी भरत हित होइ सो कहिअ उपाउ।।257।।
Wohne im Herzen aller und erkenne ihre Liebe und ihren Hass. Was immer zum Wohle der Bürger, deiner Mutter und Bharatas dient, das sollst du als Handlungsweg verkünden.
Verse 527 (चौपाई)
आरत कहहिं बिचारि न काऊ। सूझ जूआरिहि आपन दाऊ।। सुनि मुनि बचन कहत रघुराऊ। नाथ तुम्हारेहि हाथ उपाऊ।। सब कर हित रुख राउरि राखें। आयसु किएँ मुदित फुर भाषें।। प्रथम जो आयसु मो कहुँ होई। माथें मानि करौ सिख सोई।। पुनि जेहि कहँ जस कहब गोसाईं। सो सब भाँति घटिहि सेवकाईं।। कह मुनि राम सत्य तुम्ह भाषा। भरत सनेहँ बिचारु न राखा।। तेहि तें कहउँ बहोरि बहोरी। भरत भगति बस भइ मति मोरी।। मोरें जान भरत रुचि राखि। जो कीजिअ सो सुभ सिव साखी।।
Die Betrübten sprechen, ohne ihre Worte zu bedenken; die Weisen werden selbst den rechten Weg erkennen. Als er die Worte des Weisen hörte, sprach der Herr der Raghus: Mein Herr, das Heilmittel liegt allein in euren Händen. Ihr haltet die Richtung fest, die jedem zum Wohle gereicht; gebt euren Befehl, und ich will voller Freude sprechen. Welcher Befehl mir auch immer zuerst gegeben wird, ich will ihn auf mein Haupt nehmen und jene Unterweisung befolgen. Und fortan, o Meister, was auch immer ihr sagen werdet, all das soll auf jede Weise von eurem Diener vollbracht werden. Der Weise sprach: Rama, du sprichst die Wahrheit; du hast die Rücksicht auf Bharatas Liebe nicht beiseite geschoben. Darum sage ich immer wieder: Mein Geist ist ganz der Hingabe an Bharata zugewandt. Erkenne meine Zuneigung zu Bharata und tue, was gut ist; was auch immer du tust, es wird segensreich sein, mit Shiva als Zeugen.
Verse 528 (दोहा/सोरठा)
भरत बिनय सादर सुनिअ करिअ बिचारु बहोरि। करब साधुमत लोकमत नृपनय निगम निचोरि।।258।।
Höre Bharatas Bitte mit Ehrerbietung und bedenke sie erneut. Ich will dem Rat der Rechtschaffenen folgen, der Meinung der Welt und dem Weg der Könige, ohne die Schriften zu übertreten.
Verse 529 (चौपाई)
गुरु अनुराग भरत पर देखी। राम ह्दयँ आनंदु बिसेषी।। भरतहि धरम धुरंधर जानी। निज सेवक तन मानस बानी।। बोले गुर आयस अनुकूला। बचन मंजु मृदु मंगलमूला।। नाथ सपथ पितु चरन दोहाई। भयउ न भुअन भरत सम भाई।। जे गुर पद अंबुज अनुरागी। ते लोकहुँ बेदहुँ बड़भागी।। राउर जा पर अस अनुरागू। को कहि सकइ भरत कर भागू।। लखि लघु बंधु बुद्धि सकुचाई। करत बदन पर भरत बड़ाई।। भरतु कहहीं सोइ किएँ भलाई। अस कहि राम रहे अरगाई।।
Als er die Zuneigung des Guru zu Bharata sah, empfand Rama besondere Freude in seinem Herzen. Er erkannte Bharata als einen Helden der Rechtschaffenheit, wahr an Körper, Geist und Rede als sein eigener Diener. Der Guru sprach gemäß dem Befehl, seine Worte waren süß, sanft und die Wurzel des Segens. Mein Herr, bei dem Eid der Füße meines Vaters, es hat auf Erden keinen Bruder gegeben wie Bharata. Die dem Lotosfuß des Guru ergeben sind, sind glücklicher als die Welt und die Veden. Wenn ihr solche Zuneigung zu ihm habt, wer kann Bharatas Glück beschreiben? Als er die Demut seines jüngeren Bruders sah, schämte er sich in seinem Herzen; er pries Bharata ins Gesicht. Bharata sprach nur, was gut war; so sprechend, schwieg Rama.
Verse 530 (दोहा/सोरठा)
तब मुनि बोले भरत सन सब सँकोचु तजि तात। कृपासिंधु प्रिय बंधु सन कहहु हृदय कै बात।।259।।
Da sprach der Weise zu Bharata und legte alle Scheu beiseite: O Sohn, sprich die Gedanken deines Herzens zu dem Ozean der Gnade, der dir als Bruder teuer ist.
परंपरागत मान्यता अनुसार इस खंड का पाठ ‘दास्य-भाव’ और ‘राम-रजाइ’ की स्वीकृति दृढ़ करता है; शोक-व्याकुल मन को शान्ति देता है और सेवा-धर्म की प्रेरणा से ‘सत्संग-लाभ’ तथा गृह-कलह/अहंकार-क्षय का फल माना जाता है—विशेषतः भरत-चरित्र के श्रवण से त्याग-बुद्धि प्रबल होती है।
सामान्य रूप से राम-नाम-सम्पुट: ‘श्रीराम जय राम जय जय राम’ या ‘राम रामाय नमः’ का जप-सम्पुट प्रचलित है; भरत-त्याग/आज्ञापालन भाव में ‘राम-रजाइ’ पर टिकने हेतु ‘राम’ नाम-सम्पुट को ही सर्वोत्तम माना जाता है।
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