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त्याग-दीक्षा का सोपान: राजधर्म, कुलधर्म और आत्मधर्म के संघर्ष में ‘प्रेम’ को शुद्ध कर ‘शरणागति’ तक पहुँचाना। अयोध्या काण्ड में भक्त-हृदय का अहं (अधिकार/अपमान/राज्य) गलता है और सेवाभाव (दास्य) व भ्रातृ-प्रेम (सख्य) मिलकर वैराग्य-युक्त करुणा में परिणत होते हैं—यही मुक्ति-सीढ़ी की मध्य-चढ़ाई है।
Der Haupt‑rasa des Ayodhyā‑Kāṇḍa ist karuṇā, doch nicht als bloßes Klagen—sondern als durch Bhakti geläuterte karuṇā. Hier kreisen die Anziehung des „Reiches“ und die Härte des „Waldes“ um dieselbe Achse: Rāmas dharma‑treue Selbstzucht und Bharatas makellose Liebe. Im vorliegenden Auszug (um doha 240–249) besänftigt der Begegnungs‑rasa die karuṇā: die Umarmung Bharata‑Rāma, die natürliche Herzlichkeit von Lakṣmaṇa‑Niṣāda‑Kevat, das herzzerreißende Empfinden der Mütter und das Spenden von Standhaftigkeit an die Gesellschaft durch Vasiṣṭha und die Munis. Tulasīs dharma‑tattva findet hier Halt in „īs ādhīn jagu“—einem Blick ohne Schuldzuweisung. Die nirguṇa‑Wahrheit (Gottes Allherrschaft) wird in saguṇa‑līlā (Umarmung, Staub der Füße, Segensworte) erfahren. Darum ist dieses Kāṇḍa im Stufenweg die Etappe „entsagungs‑durchwirkter Liebe“—wo Bhakti selbst gesellschaftliche Trauer in sādhana verwandelt.
Verse 490 (चौपाई)
सानुज सखा समेत मगन मन। बिसरे हरष सोक सुख दुख गन।। पाहि नाथ कहि पाहि गोसाई। भूतल परे लकुट की नाई।। बचन सपेम लखन पहिचाने। करत प्रनामु भरत जियँ जाने।। बंधु सनेह सरस एहि ओरा। उत साहिब सेवा बस जोरा।। मिलि न जाइ नहिं गुदरत बनई। सुकबि लखन मन की गति भनई।। रहे राखि सेवा पर भारू। चढ़ी चंग जनु खैंच खेलारू।। कहत सप्रेम नाइ महि माथा। भरत प्रनाम करत रघुनाथा।। उठे रामु सुनि पेम अधीरा। कहुँ पट कहुँ निषंग धनु तीरा।।
Mit seinen Brüdern und Gefährten war sein Herz von Freude erfüllt; er vergaß alles Zählen von Glück und Kummer, Freude und Schmerz. "Beschütze mich, Herr, beschütze mich, Meister!" rief er und fiel zu Boden wie ein gefällter Baum. Lakshmana erkannte jene Worte, voller Liebe; er erwies Ehrerbietung, Bharatas Herzen kennend. Die brüderliche Liebe war zart auf dieser Seite; dort hielt der Dienst am Meister die Oberhand. Es konnte nicht erwidert werden, noch konnte es beschrieben werden; der weise Dichter Lakshmana verkündete den Zustand seines Herzens. Er verharrte und legte seine Last auf den Dienst; es war, als ob ein Spiel des Ziehens und Spielens begonnen hätte. Mit Liebe sprach er, sein Haupt zur Erde neigend; Bharata erwies dem Herrn der Raghus Ehrerbietung. Rama erhob sich, als er die liebevollen Worte hörte; hier war ein Gewand, dort ein Köcher, Bogen und Pfeile.
Verse 491 (दोहा/सोरठा)
बरबस लिए उठाइ उर लाए कृपानिधान। भरत राम की मिलनि लखि बिसरे सबहि अपान।।240।।
Unwillkürlich hob er ihn auf und drückte ihn an sein Herz, der Schatzkammer des Erbarmens. Als Bharat und Rama sich trafen, vergaßen alle jeden Gedanken an sich selbst.
Verse 492 (चौपाई)
मिलनि प्रीति किमि जाइ बखानी। कबिकुल अगम करम मन बानी।। परम पेम पूरन दोउ भाई। मन बुधि चित अहमिति बिसराई।। कहहु सुपेम प्रगट को करई। केहि छाया कबि मति अनुसरई।। कबिहि अरथ आखर बलु साँचा। अनुहरि ताल गतिहि नटु नाचा।। अगम सनेह भरत रघुबर को। जहँ न जाइ मनु बिधि हरि हर को।। सो मैं कुमति कहौं केहि भाँती। बाज सुराग कि गाँडर ताँती।। मिलनि बिलोकि भरत रघुबर की। सुरगन सभय धकधकी धरकी।। समुझाए सुरगुरु जड़ जागे। बरषि प्रसून प्रसंसन लागे।।
Wie kann ihre Begegnung und Liebe beschrieben werden? Sie ist unerreichbar für die besten Dichter, jenseits von Geist und Sprache. Beide Brüder waren erfüllt von höchster Liebe; sie vergaßen jeden Gedanken an 'mein' und 'dein' in Geist, Verstand und Herz. Wer kann solche vollkommene Liebe ausdrücken? Welchem Schatten folgt der Geist des Dichters? Der Dichter hat nur Worte und Bedeutung als seine Stärke; wie ein Tänzer, der dem Rhythmus und der Bewegung der Trommel folgt. Die Liebe Bharats zum Herrn der Raghus ist unerreichbar, wo selbst die Geister von Brahma, Hari und Hara nicht hingelangen. Wie soll ich dann, von stumpfem Verstand, sie beschreiben? Wie ein Pferd, das einem Duft folgt, oder ein Weber, der dem Faden folgt. Als die Götter die Begegnung Bharats mit dem Herrn der Raghus sahen, wurden sie von Furcht und Zittern erfüllt. Der Lehrer der Götter weckte sie aus ihrer Betäubung; sie regneten Blumen herab und begannen Lobpreisungen zu singen.
Verse 493 (दोहा/सोरठा)
मिलि सपेम रिपुसूदनहि केवटु भेंटेउ राम। भूरि भायँ भेंटे भरत लछिमन करत प्रनाम।।241।।
Nachdem er den Bezwinger der Feinde liebevoll getroffen hatte, erwies der Fährmann Rama seine Ehrerbietung. Mit großer Freude erwies er Bharat seine Ehrerbietung, während Lakshmana seine Verbeugung machte.
Verse 494 (चौपाई)
भेंटेउ लखन ललकि लघु भाई। बहुरि निषादु लीन्ह उर लाई।। पुनि मुनिगन दुहुँ भाइन्ह बंदे। अभिमत आसिष पाइ अनंदे।। सानुज भरत उमगि अनुरागा। धरि सिर सिय पद पदुम परागा।। पुनि पुनि करत प्रनाम उठाए। सिर कर कमल परसि बैठाए।। सीयँ असीस दीन्हि मन माहीं। मगन सनेहँ देह सुधि नाहीं।। सब बिधि सानुकूल लखि सीता। भे निसोच उर अपडर बीता।। कोउ किछु कहइ न कोउ किछु पूँछा। प्रेम भरा मन निज गति छूँछा।। तेहि अवसर केवटु धीरजु धरि। जोरि पानि बिनवत प्रनामु करि।।
Er erwies Lakshmana seine Ehrerbietung und umarmte seinen jüngeren Bruder; wieder nahm der Nishada ihn an sein Herz. Dann erwiesen die Weisen beiden Brüdern ihre Ehrerbietung; sie empfingen ihre ersehnten Segen und freuten sich. Bharat, mit seinen Brüdern, war überwältigt von Liebe; er trug auf seinem Haupt den Blütenstaub von Sitas Lotosfüßen. Immer wieder machte er seine Verbeugung und erhob sich; er berührte sein Haupt und seine Hände mit den Lotosfüßen und setzte sich nieder. Sita gab ihren Segen aus ihrem Herzen; erfüllt von Liebe, hatte sie keine Wahrnehmung ihres Körpers. Als Sita sah, dass alles günstig war, wurde sie frei von Sorge; alle Furcht wich aus ihrem Herzen. Niemand sagte etwas, niemand fragte etwas; das von Liebe erfüllte Herz war aller anderen Gedanken beraubt. In diesem Moment fasste der Fährmann Mut, faltete seine Hände und sprach sein Gebet, indem er seine Ehrerbietung erwies.
Verse 495 (दोहा/सोरठा)
नाथ साथ मुनिनाथ के मातु सकल पुर लोग। सेवक सेनप सचिव सब आए बिकल बियोग।।242।।
Mein Herr, mit dem Herrn der Weisen, und meine Mutter, und alle Stadtbewohner; die Diener, die Befehlshaber, die Ratgeber, alle sind gekommen, aufgelöst in Trennungsschmerz.
Verse 496 (चौपाई)
सीलसिंधु सुनि गुर आगवनू। सिय समीप राखे रिपुदवनू।। चले सबेग रामु तेहि काला। धीर धरम धुर दीनदयाला।। गुरहि देखि सानुज अनुरागे। दंड प्रनाम करन प्रभु लागे।। मुनिबर धाइ लिए उर लाई। प्रेम उमगि भेंटे दोउ भाई।। प्रेम पुलकि केवट कहि नामू। कीन्ह दूरि तें दंड प्रनामू।। रामसखा रिषि बरबस भेंटा। जनु महि लुठत सनेह समेटा।। रघुपति भगति सुमंगल मूला। नभ सराहि सुर बरिसहिं फूला।। एहि सम निपट नीच कोउ नाहीं। बड़ बसिष्ठ सम को जग माहीं।।
Als er vom Kommen des Gurus hörte, behielt der Ozean der Tugend, der Vernichter der Feinde, Sita in seiner Nähe. Zu jener Zeit machte sich Rama auf den Weg, geduldig, fest in der Rechtschaffenheit, die Stütze der Bedrängten und barmherzig gegen die Niedrigen. Als er den Guru sah, wurden er und sein Bruder von Liebe erfüllt; der Herr begann, mit gefalteten Händen seine Verbeugung zu machen. Der beste der Weisen eilte zu ihnen, umarmte sie an sein Herz; beide Brüder begegneten ihm, überströmend vor Liebe. Mit Liebe und Schauer nannte der Kevala seinen Namen und machte seine Verbeugung aus der Ferne. Der Weise, Ramas Freund, begegnete ihm, als sammle er die Liebe auf, die über die Erde verstreut war. Die Götter priesen ihn im Himmel und ließen Blumen regnen; die Hingabe zum Herrn der Raghus ist die Wurzel alles Guten. Es gibt niemanden, der so gänzlich niedrig ist wie dieser; in der ganzen Welt gibt es niemanden, der dem großen Vashishtha gleichkommt.
Verse 497 (दोहा/सोरठा)
जेहि लखि लखनहु तें अधिक मिले मुदित मुनिराउ। सो सीतापति भजन को प्रगट प्रताप प्रभाउ।।243।।
Durch dessen Anblick der König der Weisen noch mehr erfreut wurde als durch die Begegnung mit Lakshmana, er ist Sitas Herr, dessen Ruhm und Einfluss in seiner Verehrung offenbar werden.
Verse 498 (चौपाई)
आरत लोग राम सबु जाना। करुनाकर सुजान भगवाना।। जो जेहि भायँ रहा अभिलाषी। तेहि तेहि कै तसि तसि रुख राखी।। सानुज मिलि पल महु सब काहू। कीन्ह दूरि दुखु दारुन दाहू।। यह बड़ि बातँ राम कै नाहीं। जिमि घट कोटि एक रबि छाहीं।। मिलि केवटिहि उमगि अनुरागा। पुरजन सकल सराहहिं भागा।। देखीं राम दुखित महतारीं। जनु सुबेलि अवलीं हिम मारीं।। प्रथम राम भेंटी कैकेई। सरल सुभायँ भगति मति भेई।। पग परि कीन्ह प्रबोधु बहोरी। काल करम बिधि सिर धरि खोरी।।
Alle betrübten Menschen erkannten Rama als den Barmherzigen, den weisen Herrn. Jedem gemäß seinem Verlangen zeigte er ein Antlitz, wie es jeder wünschte. Indem er jeden mit seinem Bruder für einen Augenblick traf, entfernte er ihre schreckliche, brennende Trauer. Dies ist keine kleine Sache bezüglich Rama; wie eine Sonne Millionen von Gefäßen erleuchtet. Als er den Kevala mit überströmender Liebe traf, lobten alle Stadtbewohner ihr gutes Geschick. Rama sah seine Mütter in Betrübnis, wie zarte Ranken vom Frost geschlagen. Zuerst begegnete Rama der Kaikeyi; in ihrer einfachen Natur wurde sie hingebungsvoll im Herzen. Er fiel ihr zu Füßen und tröstete sie wiederum; er trug auf seinem Haupt die Verfügungen des Schicksals und das Gebot der Zeit.
Verse 499 (दोहा/सोरठा)
भेटीं रघुबर मातु सब करि प्रबोधु परितोषु।। अंब ईस आधीन जगु काहु न देइअ दोषु।।244।।
Rama begegnete allen seinen Müttern und schenkte ihnen Trost und Genüge. Mutter, die Welt ist dem Herrn untertan; niemandem sei eine Schuld gegeben.
Verse 500 (चौपाई)
गुरतिय पद बंदे दुहु भाई। सहित बिप्रतिय जे सँग आई।। गंग गौरि सम सब सनमानीं।।देहिं असीस मुदित मृदु बानी।। गहि पद लगे सुमित्रा अंका। जनु भेटीं संपति अति रंका।। पुनि जननि चरननि दोउ भ्राता। परे पेम ब्याकुल सब गाता।। अति अनुराग अंब उर लाए। नयन सनेह सलिल अन्हवाए।। तेहि अवसर कर हरष बिषादू। किमि कबि कहै मूक जिमि स्वादू।। मिलि जननहि सानुज रघुराऊ। गुर सन कहेउ कि धारिअ पाऊ।। पुरजन पाइ मुनीस नियोगू। जल थल तकि तकि उतरेउ लोगू।।
Die beiden Brüder verneigten sich zu Füßen der Gattin ihres Lehrers, und alle Brahminenfrauen, die mit ihnen gekommen waren, wurden wie Ganga und Gauri selbst geehrt; sie gaben Segen mit freudigen, sanften Worten. Sumitra nahm Lakshmana und Shatrughna an ihren Busen, als hätte sie großen Reichtum getroffen, obwohl sie gänzlich mittellos war. Dann fielen die beiden Brüder zu Füßen ihrer Mutter; ihre ganzen Körper waren von Liebe überwältigt. Ihre Mutter drückte sie an ihr Herz; ihre Augen regneten Tränen der Zuneigung. In jenem Moment vermischten sich Freude und Trauer; wie kann ein Dichter es beschreiben? Es war wie der Stumme, der Süßigkeit kostet. Nachdem er seine Mutter getroffen hatte, sprach der Herr der Raghus zu seinem Lehrer: 'Lasset uns zu Fuß weitergehen.' Auf Geheiß des Weisen blickten die Stadtbewohner auf das Wasser und das Land, und die Menschen stiegen zum Flussufer hinab.
Verse 501 (दोहा/सोरठा)
महिसुर मंत्री मातु गुर गने लोग लिए साथ।। पावन आश्रम गवनु किय भरत लखन रघुनाथ।।245।।
Zusammen mit den Ministern des Königs, seiner Mutter, seinem geistlichen Lehrer und einer Vielzahl von Menschen machten sich Bharata, Lakshmana und der Herr der Raghus auf den Weg zur heiligen Einsiedelei.
Verse 502 (चौपाई)
सीय आइ मुनिबर पग लागी। उचित असीस लही मन मागी।। गुरपतिनिहि मुनितियन्ह समेता। मिली पेमु कहि जाइ न जेता।। बंदि बंदि पग सिय सबही के। आसिरबचन लहे प्रिय जी के।। सासु सकल जब सीयँ निहारीं। मूदे नयन सहमि सुकुमारीं।। परीं बधिक बस मनहुँ मरालीं। काह कीन्ह करतार कुचालीं।। तिन्ह सिय निरखि निपट दुखु पावा। सो सबु सहिअ जो दैउ सहावा।। जनकसुता तब उर धरि धीरा। नील नलिन लोयन भरि नीरा।। मिली सकल सासुन्ह सिय जाई। तेहि अवसर करुना महि छाई।।
Sita kam und umfasste die Füße des Weisen und empfing den Segen, den ihr Herz ersehnte. Sie begegnete der Frau des Weisen und den anderen weiblichen Asketinnen; ihre Liebe war so groß, dass sie nicht beschrieben werden kann. Immer wieder verneigte sich Sita zu den Füßen aller und empfing den Segen ihres geliebten Herrn. Als alle ihre Schwiegermütter Sita ansahen, schlossen die Zartbesaiteten ihre Augen vor Erschütterung. Sie waren wie Schwäne, die in die Gewalt eines Vogelstellers geraten waren; was konnte der Schöpfer tun, so hart wie Er ist? Als Sita sie sah, empfand sie tiefes Leid; doch sie fasste den Entschluss, alles zu ertragen, was der Schöpfer bestimmt hatte. Dann fasste die Tochter des Janaka Mut in ihrem Herzen und füllte ihre blauen Lotusaugen mit Tränen. Sita ging hin und begegnete allen ihren Schwiegermüttern; in diesem Moment breitete sich Mitleid über die Erde aus.
Verse 503 (दोहा/सोरठा)
लागि लागि पग सबनि सिय भेंटति अति अनुराग।। हृदयँ असीसहिं पेम बस रहिअहु भरी सोहाग।।246।।
Immer wieder verneigte sich Sita zu den Füßen aller und begegnete ihnen mit tiefer Liebe; und in ihrem Herzen blieb sie durch die Kraft ihres Segens und ihrer eigenen Hingabe erfüllt von der Fülle des Glücks einer Gattin.
Verse 504 (चौपाई)
बिकल सनेहँ सीय सब रानीं। बैठन सबहि कहेउ गुर ग्यानीं।। कहि जग गति मायिक मुनिनाथा। कहे कछुक परमारथ गाथा।। नृप कर सुरपुर गवनु सुनावा। सुनि रघुनाथ दुसह दुखु पावा।। मरन हेतु निज नेहु बिचारी। भे अति बिकल धीर धुर धारी।। कुलिस कठोर सुनत कटु बानी। बिलपत लखन सीय सब रानी।। सोक बिकल अति सकल समाजू। मानहुँ राजु अकाजेउ आजू।। मुनिबर बहुरि राम समुझाए। सहित समाज सुसरित नहाए।। ब्रतु निरंबु तेहि दिन प्रभु कीन्हा। मुनिहु कहें जलु काहुँ न लीन्हा।।
Von Liebe überwältigt, setzten sich Sita und alle Königinnen; der weise geistliche Lehrer sprach zu ihnen allen. Der Herr der Weisen erzählte von den Wegen der Welt, die trügerisch sind, und sprach ein wenig von der höchsten Wahrheit. Er berichtete von der Reise des Königs zur Stadt der Götter; als der Herr der Raghus dies hörte, empfand er unerträglichen Schmerz. Im Glauben, dass seine eigene Liebe den Tod seines Vaters verursacht hatte, wurde selbst der standhafte Träger des Bogens völlig aufgewühlt. Als Lakshmana, Sita und alle Königinnen diese harten Worte hörten, hart wie der Donnerkeil, klagten sie laut. Die ganze Versammlung war von Trauer überwältigt; es war, als wäre der König an diesem very Tag vorzeitig gestorben. Der Weise tröstete Rama erneut, und die ganze Gesellschaft war in Tränen gebadet. An jenem Tag hielt der Herr ein vollständiges Fasten ein; auf das Wort des Weisen hin nahm er nicht einmal Wasser zu sich.
Verse 505 (दोहा/सोरठा)
भोरु भएँ रघुनंदनहि जो मुनि आयसु दीन्ह।। श्रद्धा भगति समेत प्रभु सो सबु सादरु कीन्ह।।247।।
Als der Morgen kam, gab der Weise dem Herrn der Raghus die Erlaubnis zu gehen; und der Herr vollbrachte alles mit Glauben und Hingabe und gebührender Ehre.
Verse 506 (चौपाई)
करि पितु क्रिया बेद जसि बरनी। भे पुनीत पातक तम तरनी।। जासु नाम पावक अघ तूला। सुमिरत सकल सुमंगल मूला।। सुद्ध सो भयउ साधु संमत अस। तीरथ आवाहन सुरसरि जस।। सुद्ध भएँ दुइ बासर बीते। बोले गुर सन राम पिरीते।। नाथ लोग सब निपट दुखारी। कंद मूल फल अंबु अहारी।। सानुज भरतु सचिव सब माता। देखि मोहि पल जिमि जुग जाता।। सब समेत पुर धारिअ पाऊ। आपु इहाँ अमरावति राऊ।। बहुत कहेउँ सब कियउँ ढिठाई। उचित होइ तस करिअ गोसाँई।।
Er vollzog die Totenriten für seinen Vater, wie es die Veden vorschreiben; er wurde gereinigt, der Beseitiger der Finsternis der Sünde, die Fähre über den Ozean der Wiedergeburt. Dessen Name das Feuer ist, das Haufen von Sünden verbrennt, und dessen Gedenken die Wurzel aller Segnungen ist. Er wurde rein, wie die Weisen es billigen, wie die Anrufung des heiligen Flusses Surasara. Als zwei Tage in Reinheit vergangen waren, sprach Rama, der Geliebte seines Guru, zu seinem Lehrer: "Herr, alle Menschen sind völlig betrübt und leben von Wurzeln, Früchten und Wasser. Bharata mit seinen Brüdern, alle Minister und alle Mütter zählen, wenn sie mich sehen, jeden Augenblick wie ein Zeitalter. Lass alle Stadtbewohner zurückgeschickt werden; der König selbst möge hier bleiben wie in seinem eigenen Amaravati." Vieles sagte er, und alles tat er mit Standhaftigkeit; was angemessen ist, o Herr, das sollt ihr tun.
Verse 507 (दोहा/सोरठा)
धर्म सेतु करुनायतन कस न कहहु अस राम। लोग दुखित दिन दुइ दरस देखि लहहुँ बिश्राम।।248।।
Wie könnt ihr dies nicht sagen, o Rama, der ihr die Brücke der Rechtschaffenheit und die Wohnstätte des Erbarmens seid? Die Menschen sind betrübt; nachdem sie euren Anblick zwei Tage lang geschaut haben, lasst sie Ruhe finden.
Verse 508 (चौपाई)
राम बचन सुनि सभय समाजू। जनु जलनिधि महुँ बिकल जहाजू।। सुनि गुर गिरा सुमंगल मूला। भयउ मनहुँ मारुत अनुकुला।। पावन पयँ तिहुँ काल नहाहीं। जो बिलोकि अंघ ओघ नसाहीं।। मंगलमूरति लोचन भरि भरि। निरखहिं हरषि दंडवत करि करि।। राम सैल बन देखन जाहीं। जहँ सुख सकल सकल दुख नाहीं।। झरना झरिहिं सुधासम बारी। त्रिबिध तापहर त्रिबिध बयारी।। बिटप बेलि तृन अगनित जाती। फल प्रसून पल्लव बहु भाँती।। सुंदर सिला सुखद तरु छाहीं। जाइ बरनि बन छबि केहि पाहीं।।
Als sie Ramas Worte hörten, erfüllte Furcht die Versammlung, wie ein Schiff, das im Ozean hin und her geworfen wird. Als sie die Rede des Guru hörten, die die Wurzel aller Segnungen ist, wurde ihr Geist wie ein günstiger Wind. Sie baden zu allen drei Zeiten in reinigenden Wassern, die mit einem Blick die Flut der Sünden vertreiben. Das Bild des Segens, mit Augen, die sich immer wieder füllen, schauen voller Freude und verneigen sich immer wieder in Ehrerbietung. Sie gehen, um den Berg und den Wald Ramas zu schauen, wo alle Glückseligkeit ist und kein Leid whatsoever. Brunnen ergießen Ströme wie Nektar, die die dreifache Leidenschaft lindern, die dreifache Brise. Bäume, Schlingpflanzen und Gräser von unzähligen Arten, mit Früchten, Blüten und Blättern vielerlei Art. Schöne Felsen und Bäume, die angenehmen Schatten spenden; wie kann man die Schönheit jenes Waldes beschreiben? Die Seen mit ihren Lotusblumen, das Wasser, die Vögel, die singen, die Bienen, die summen. Frei von Feindschaft durchstreifen Hirsche und Vögel vieler Farben den Wald.
Verse 509 (दोहा/सोरठा)
सरनि सरोरुह जल बिहग कूजत गुंजत भृंग। बैर बिगत बिहरत बिपिन मृग बिहंग बहुरंग।।249।।
Die Seen mit ihren Lotusblumen, das Wasser, die Vögel, die singen, die Bienen, die summen. Frei von Feindschaft durchstreifen Hirsche und Vögel vieler Farben den Wald.
परंपरा में भरत-राम मिलन और पितृ-क्रिया प्रसंग का पाठ ‘भ्रातृ-प्रेम, वैराग्य, और दोषारोपण-रहित शरणागति’ को दृढ़ करता है; घर-कलह/वियोग-शोक में मन को धैर्य, करुणा और धर्म-बुद्धि देता है, तथा पितृ-ऋण/श्राद्ध-भाव की शुद्धि का संस्कार जगाता है।
रामनाम-सम्पुट (जैसे ‘श्रीराम जय राम जय जय राम’) या ‘सियाराममय सब जग जानी’ भाव-सम्पुट; विशेषतः भरत-प्रेम प्रसंग में ‘राम’ नाम-जप को प्रत्येक दोहा के पूर्व/पश्चात जोड़कर पाठ-परंपरा मिलती है।
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