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Sukta 10.58
Manas (to be recalled) with Yama as the deathward attractor in the imagery
Dieser Hymnus ist eine therapeutische Anrufung, den umherirrenden Geist (manas) wieder ins lebendige Leibsein und in das «Haus des Lebens» (kṣaya) zurückzurufen und neu zu verankern, besonders wenn er sich zu Yama neigt – dem im Bildfeld wirkenden Zug zum Tod. Refrainartige Verse zählen viele Orte auf, wohin der Geist gegangen sein mag (zum Tod, in die Wasser, zu den Pflanzen, in Vergangenheit und Zukunft), und die Sänger «wenden ihn zurück» im Ritual, damit Leben, Kohärenz, Wohlbefinden und innere Geschlossenheit fortdauern.
Mantra 1
यत्ते यमं वैवस्वतं मनो जगाम दूरकम् । तत्त आ वर्तयामसीह क्षयाय जीवसे ॥
Wenn dein Geist weit fortgegangen ist zu Yama Vaivasvata, eben diesen Geist wenden wir dir hier zurück — zum Bleiben in der Wohnstatt des Lebens, zum Leben.
Mantra 2
यत्ते दिवं यत्पृथिवीं मनो जगाम दूरकम् । तत्त आ वर्तयामसीह क्षयाय जीवसे ॥
Wenn dein Geist weit fortgegangen ist zum Himmel, wenn zur Erde, eben diesen Geist wenden wir dir hier zurück — zum festen Wohnen, zum Leben.
Mantra 3
यत्ते भूमिं चतुर्भृष्टिं मनो जगाम दूरकम् । तत्त आ वर्तयामसीह क्षयाय जीवसे ॥
Wenn dein Geist weit fortgegangen ist zur Erde mit den vier Himmelsgegenden, eben diesen Geist wenden wir dir hier zurück – zum festen Wohnen, zum Leben.
Mantra 4
यत्ते चतस्रः प्रदिशो मनो जगाम दूरकम् । तत्त आ वर्तयामसीह क्षयाय जीवसे ॥
Wenn dein Geist weit fortgegangen ist in die vier Himmelsrichtungen, eben diesen Geist wenden wir dir hier zurück – zum festen Wohnen, zum Leben.
Mantra 5
यत्ते समुद्रमर्णवं मनो जगाम दूरकम् । तत्त आ वर्तयामसीह क्षयाय जीवसे ॥
Wenn dein Geist weit fortgegangen ist in den Ozean, in die wogende Flut, eben diesen Geist wenden wir dir hier zurück – zum festen Wohnen, zum Leben.
Mantra 6
यत्ते मरीचीः प्रवतो मनो जगाम दूरकम् । तत्त आ वर्तयामसीह क्षयाय जीवसे ॥
Was in dir — dein Geist — fernhin ging entlang der strömenden Marīcīs und über die Hänge der Bewegung, das wenden wir dir hier zurück, zum festen Wohnen und zum Leben.
Mantra 7
यत्ते अपो यदोषधीर्मनो जगाम दूरकम् । तत्त आ वर्तयामसीह क्षयाय जीवसे ॥
Was in dir — dein Geist — fernhin ging in die Wasser und in die Pflanzen, das wenden wir dir hier zurück, zum festen Wohnen und zum Leben.
Mantra 8
यत्ते सूर्यं यदुषसं मनो जगाम दूरकम् । तत्त आ वर्तयामसीह क्षयाय जीवसे ॥
Was in dir — dein Geist — fernhin ging zur Sonne und zur Morgenröte, das wenden wir dir hier zurück, zum festen Wohnen und zum Leben.
Mantra 9
यत्ते पर्वतान्बृहतो मनो जगाम दूरकम् । तत्त आ वर्तयामसीह क्षयाय जीवसे ॥
Was in dir—dein Geist (manas)—fern zu den großen Bergen gegangen ist, das wenden wir dir hier wieder zu, zum festen Wohnen und zum Leben.
Mantra 10
यत्ते विश्वमिदं जगन्मनो जगाम दूरकम् । तत्त आ वर्तयामसीह क्षयाय जीवसे ॥
Was in dir—dein Geist (manas)—fern in diese ganze bewegte Welt gegangen ist, das wenden wir dir hier wieder zu, zum festen Wohnen und zum Leben.
Mantra 11
यत्ते पराः परावतो मनो जगाम दूरकम् । तत्त आ वर्तयामसीह क्षयाय जीवसे ॥
Was in dir—dein Geist (manas)—fern in die ferneren Gegenden jenseits der Ferne gegangen ist, das wenden wir dir hier wieder zu, zum festen Wohnen und zum Leben.
Mantra 12
यत्ते भूतं च भव्यं च मनो जगाम दूरकम् । तत्त आ वर्तयामसीह क्षयाय जीवसे ॥
Was in dir—dein Geist—weit fortgegangen ist, ins Gewesene und ins Zukünftige, das wenden wir dir hier wieder zu, zu deinem festen Wohnen und zu deinem Leben.
It is a healing hymn that ‘calls back’ a person’s mind when it feels lost, scattered, or drawn toward death or unconsciousness. The refrain turns the mind back “here” for stable dwelling and living.
Yama represents the deathward direction—the realm the mind may drift toward in severe illness, shock, or despair. The hymn does not worship Yama here; it uses him as the image of danger from which the mind is recalled.
Traditionally it can be recited as a supportive recovery prayer for someone who has fainted, is very ill, frightened, or mentally unsettled. The recitation is paired with calming actions like water-sprinkling, herbal support, or a simple fire offering, to help the person feel present and grounded.
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