Atharva Veda - Kanda 7
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Kanda 7

Prayers & Invocations

Kāṇḍa 7 setzt den atharvanischen Stil knapper, höchst pragmatischer Sūktas fort und bewegt sich zwischen häuslichem Gedeihen, Schutz und heilend‑remedialen Riten. In seinen 12 Anuvākas verankern die Hymnen Wohlergehen immer wieder in brahman/ātman, prāṇa und ṛta und entfalten kurze Beschwörungen für Rinderreichtum, Fruchtbarkeit, Sieg und die Sicherung des Ritualraums. Indra, Agni‑tapas, Viṣṇus weltfestigende Schritte und die Hüterschaft der Himmelsrichtungen kehren als stabilisierende Mächte wieder, neben gezielter Heilung und Praktiken zur Abwehr und Neutralisierung unheilvoller Vorzeichen.

Anuvakas in Kanda 7

12 anuvakas (sections) to explore.

Anuvaka 1

Hauptthema: Ritual und Lebensweg werden durch Brahman/Ātman gesichert und von schützenden Gottheiten durch Sprache, Atem und kosmische Ordnung (ṛta/dharma) geleitet. Unterthemen: Vāc als Brahman: Benennung, Artikulation des ṛta und wirkmächtige Rede; Ātman als Ritualgarant und feste Stütze (dhāruṇa) gegen Schaden; das Ur‑Opfer, das Dharma und den Himmel als Urbild begründet; Prāṇa/Vāyu als Träger der Opfergaben und Löser von Fesseln; Aditi — Dyāvā‑Pṛthivī als allumfassende Zuflucht und Schutz.

10 Suktas | 21 Mantras

Anuvaka 2

Hauptthema: Paustika-Wohlstand, gesichert durch göttlichen Antrieb, soziale Autorität, Fruchtbarkeit und Regen – zur Stabilisierung von Hausstand und öffentlichem Erfolg. Unterthemen: Sarasvatī als Spenderin von Nahrung und erwählten Schätzen; Savitars satyasava („wahrer Antrieb“), der die Absicht lenkt und Güter heranzieht; Gelingen in Versammlung und Rat (sabhā–samiti) durch überzeugende, geschützte Rede; varcas (Glanz) und wettkämpferische Überlegenheit über Rivalen; Festigung des Haushalts durch kosmische „Einsetzer/Ordner“ (Dhātṛ, Prajāpati u.a.).

10 Suktas | 26 Mantras

Anuvaka 3

Hauptthema: Die kosmische Ordnung (ṛta) wird im rituellen Raum durch Licht, Souveränität und Viṣṇus weltbefestigende Schritte gesichert und bringt Schutz, Gedeihen und klare Wahrnehmung. Unterthemen: Āditya/Jyotis als moralisch‑perzeptive Erleuchtung; Rakṣā (Schutz) gegen böse Träume, nächtliche Furcht, dämonischen Druck und feindselige Rede; Paustika — das „Gewähren“ der von den Göttern bereits errungenen Gewinne; Viṣṇu–Varuṇa als Festigungen der Weltregionen und Durchsetzer des Dharma; Iḍā als reinigender Wohlstand und Stütze des Vrata; Śānti für Geräte, Altar und rituelle Einrichtung.

10 Suktas | 20 Mantras

Anuvaka 4

Hauptthema: Sicherung von Leben, Wohlstand und exklusiver Zuneigung durch atharvanische Zauberformeln und Weihegebete. Unterthemen: Anrufung von āyuṣya (Langlebigkeit); paustika-Riten (Nahrung, Viehzuwachs und Mehrung); apotropäische Vertreibung von Rivalen und Festigung der Autorität; vaśīkaraṇa (Anziehung/Bindung) mittels Salbe, Gewand und bindender Kraft; der Nexus „Wasser–Regen–Kräuter“ als erneuernde, auffüllende Macht. Praktischer Fokus: Wahrung ehelicher/sexueller Exklusivität, Beseitigung von Konkurrenten, Stabilisierung von Stellung und Wohlstand sowie Wiedergewinnung von Vitalität und Gedeihen.

10 Suktas | 17 Mantras

Anuvaka 5

Hauptthema: Sicherung von Ganzheit und Vorteil durch mond‑ und fruchtbarkeitsbezogene Kräfte, göttliche Ärzte und siegschützende Bündnisse. Unterthemen: Empfängnis, sichere Geburt und Begründung der Nachkommenschaft (Sinīvālī); Wiederherstellung/Heilung von Körperverletzung und Fruchtbarkeit (Rākā); rituelle Wirksamkeit und Zuteilung von Reichtum bei Neumond (Kuhū); Heilung und Reinigung durch göttliche Ärzte (Soma–Rudra); Sieg, Vorrang und das Brechen feindlicher Anschläge (Indra; Indra–Viṣṇu); soziale Befriedung.

10 Suktas | 26 Mantras

Anuvaka 6

Hauptthema: Stabilisierung des Lebens — Schutz von Person und Haus durch Wiederherstellung des Prāṇa, Hüterschaft der Himmelsrichtungen und glückverheißende Einsetzung. Unterthemen: Rakṣā: Schutz nach den Richtungen und Abwehr von Übeltätern; Saṁjñāna: Eintracht innerhalb und jenseits des eigenen Kreises; Bhaiṣajya: Prāṇa/Apāna wieder fest einsetzen und dem Zug des Todes widerstehen; Viṣa-haraṇa: Gegengift durch vīrúd und Mantra; Verehrung von Vāc/Śruti: Ṛc und Sāman als wirkmächtige Rede; Svasty-ayana: sichere Reise und ein hindernisfreier Weg.

10 Suktas | 33 Mantras

Anuvaka 7

Wieder-Zentrierung heiliger Kraft: Entfachung von Agni‑tapas, Wiederherstellung verlorenen brahman/indriya und Neutralisierung von Unheilszeichen und feindlicher Rede. Agni erscheint als tapas‑Erzeuger, Herd‑Mitte und Entferner von durita; śānti und prāyaścitta gelten dem Kontakt mit einem omenbringenden Vogel und der Harmonisierung des Tageszyklus; das „verirrte“ Brahman wird rituell zurückgeholt und die Fähigkeiten (indriya, ātman, draviṇa) werden zurückgerufen; pflanzliche Reinigung mit Apāmārga vertreibt śamala und wirkt Gegenflüchen entgegen; Sarasvatī sichert die Annahme der Opfergabe und das Gedeihen des Hauses.

10 Suktas | 20 Mantras

Anuvaka 8

Hauptthema: rituell‑astraler Schutz und häusliches Gedeihen durch befestigten Raum, rechte Opfergabe und Lösung von Bindungen, mit gezielter Heilung bei drüsigen Schwellungen. Unterthemen: 1) Rakṣas‑vertreibende Umhegung und Abwehr des Unheils vom Siedlungsraum durch Agni. 2) Rituelle Korrektheit: Indras gebührenden Anteil sichern und Mängel des Opfers ausbessern. 3) Pauṣṭika‑Wohlstand für Vieh und Haus durch Milch, Kuh und den glückverheißenden Anteil (bhaga). 4) Bhaiṣajya‑Therapie bei gaṇḍamālā/apacit‑artigen Schwellungen: Wurzelkraft sowie austrocknend‑spaltende Wirkung.

10 Suktas | 40 Mantras

Anuvaka 9

Stabilisierung von ṛta und Sicherung der Lebenskraft durch die Verbindung kosmischer Ordnung mit gezielten atharvanischen Schutzmitteln (Wohlstand, Befreiung, Heilung und Abwehr von Schaden). Unterthemen: Sūrya–Candra‑Zyklen als kalendarische/ṛta‑Grundlage; Agni als Ansiedler des Reichtums und Beschützer des Hauses; Varuṇas pāśa: Lösung von Schuld, Fesseln und Bedrängnis; rasch wirkendes svasti: sichere Passage und Sieg in der Bewegung; Indra als jederzeit anrufbarer Helfer und Retter; Rudras Immanenz in Feuer, Wassern und Heilung.

10 Suktas | 30 Mantras

Anuvaka 10

Hauptthema: Indra-zentrierter Schutz und Sieg, gesichert durch knappe Zauberformeln, die zugleich den Ritualraum stabilisieren und Wohlstand herbeirufen. Unterthemen: Sutrāmā-Indra als Bürge für Furchtlosigkeit und soziale Sicherheit; Abhicāra gegen Feinde: Vertreibung, Brechen von Hindernissen, Rückwendung von Herz- und Körperleiden; häusliche Festigung (dhruva) von Gedeihen und glückverheißender Ansiedlung; rituelle Korrektheit: Entsendung von barhis/havis und Umhegung der vedi; Eintracht und Führung: sāṃmanasya (Einmütigkeit) unter Leitung.

10 Suktas | 19 Mantras

Anuvaka 11

Hauptthema: Schutz- und Wohlstandszauber, die unheilvolle Mächte neutralisieren, die rechte Ordnung wiederherstellen und Wohlergehen im Haus- und Gemeinwesen sichern. Unterthemen: Besänftigung des Traumunheils und Entfernung von Unreinheit; Selbstschutz vor Verletzung und vorzeitigem Tod; gerechte Herrschaft und Hebung der Gemeinschaft durch rechtmäßiges kṣatra (königliche/kriegerische Macht); Gedeihen durch rechtmäßige Gaben (Vieh, Zuwachs) unter Varuṇas Aufsicht; Ausrichtung auf daivya vāc (göttlich geführte, wahrheitsgemäße Rede) und rechte Führung (praṇīti); prāyaścitta als Sühne- und Reinigungsleistung für Verfehlungen und Ordnungsbrüche.

10 Suktas | 19 Mantras

Anuvaka 12

Hauptthema: Schutz der verkörperten Lebenskraft durch Reinigung von Unheil und Befleckung, Abwehr feindlicher Mächte sowie Wiederherstellung von Gesundheit und schützender Kraft. Unterthemen: (1) Paustika — Umlenkung und Einhegung der zeugenden Lebenskraft im Hausstand; (2) Pāpanāśana — Läuterung durch Dyāvā‑Pṛthivī und die Sieben Wasser; (3) Abhicāra — Ausschaltung und Beschämung eines benannten Feindes; (4) Tejas/Varcas‑Lenkung — Entzug des Glanzes von Gegnern und Stärkung des eigenen; (5) Austreibung von pāpi lakṣmī (bösem Glück) und angeborenem, „an die Geburt gebundenem“ Makel.

8 Suktas | 15 Mantras

Frequently Asked Questions

Kāṇḍa 7 primarily serves household and public welfare through short charms: prosperity (cattle, fertility, rain), protection of person/home, and shānti measures against omens, impurity, and hostile speech—grounded in ṛta and prāṇa.

Indra is prominent for protection and victory; Agni appears as tapas and purification; Viṣṇu’s strides function as world-fixing stabilization; alongside brahman/ātman, prāṇa, and directional guardians that secure life and ritual space.

Its hymns are notably compact and practical, suited to quick domestic and protective applications—installations, counter-omens, prosperity rites, and targeted healing—often as modular formulas within broader Atharvanic ritual work.

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