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Hauptthema: Wohlstands- und Schutzriten für agrarischen Reichtum – das sichere Ohrmarkieren des Viehs und die Sicherung von Getreidefülle. Unterthemen: rituelle Legitimierung einer potenziell schädigenden Handlung (Ohrmarkierung) als glückverheißendes Zeichen; Schutz und Vermehrung des Viehbestands; Vergöttlichung von Nahrung/Gerste als selbstwachsender Überfluss; Bewahrung von Kornspeichern, Haufen und Vorratsgefäßen; häuslicher und pastoraler Wohlstand (paustika) mit heilend-schützender Spitze (bhaiṣajya). Praktischer Fokus: stützt die Hirten- und Bauernpraxis, indem es Blutung/Infektion und Unheil beim Markieren abwehrt und zugleich die Vorräte an Getreide schützt.
Dieser kurze paustika-bhaiṣajya-Hymnus sanktioniert rituell das Ohrzeichen der Rinder, damit der Eingriff nicht als schädlicher Schnitt gilt, sondern als geschütztes, wohlstandsbringendes Zeichen. Er ruft ein Bündel göttlicher Wirkmächte an: Vāyu, um Unreinheit und Makel zu berichtigen, Tvaṣṭṛ, um das Zeichen zu „formen und zu festigen“, Indra, um es durch souveränes Wort zu autorisieren, und Rudra (sowie die Aśvins), um zu heilen und dem Bestand Fülle und Nachkommenschaft zu sichern.
Dieser kurze Paustika-Hymnus vergöttlicht Gerste/Nahrung als eine von selbst wachsende, sich selbst schützende Fülle, die zu einem großen, unerschöpflichen Vorrat anwächst. Er segnet Getreidehaufen und Vorratsgefäße mit Ausweitung (samṛddhi) und „Nicht-Schwund“ (akṣiti) und wendet ausdrücklich Unheil ab – besonders den himmlischen Schlag (āśani), der Saat oder Speicher verderben kann.
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