Rig Veda Sukta 5
Mandala 9Sukta 511 Mantras

Sukta 5

Sukta 9.5

Devata

Soma Pavamāna

Dieser Soma-Pavamāna-Hymnus preist den sich selbst läuternden Soma, wie er zu Glanz und Kraft entflammt, durch den Läuterungsvorgang schreitet und die Lebensenergien erweckt. Soma erscheint als mächtige, wonne-spendende Macht, deren Offenbarung wie Nacht und Morgenröte wechselt; und er gipfelt darin, die Schar der Götter zur Soma-Opfergabe einzuladen, die durch den svāhā-Ruf wirksam gemacht ist.

Sanskrit recitationRig Veda 9.5

Mantras

Mantra 1

समिद्धो विश्वतस्पतिः पवमानो वि राजति । प्रीणन्वृषा कनिक्रदत् ॥

Voll entflammt in seiner Kraft erstrahlt Pavāmāna, der Herr der allseitigen Ganzheit; sich freuend ruft der Stier laut, die innere Wonne mehrend.

Mantra 2

तनूनपात्पवमानः शृङ्गे शिशानो अर्षति । अन्तरिक्षेण रारजत् ॥

Der selbstläuternde Soma, Tanūnapāt, der „Sohn des Leibes“, stürmt voran und schärft seine gehörnte Kraft; durch den Mittelraum zieht er und lässt ihn in seinem Glanz erstrahlen.

Mantra 3

ईळेन्यः पवमानो रयिर्वि राजति द्युमान् । मधोर्धाराभिरोजसा ॥

Der Anrufungswürdige, der selbstläuternde Soma, leuchtet auf als Rāyí, die Fülle von Gabe und Sein, voll lichttragenden Geistes; durch die Ströme der Süße offenbart er sich mit Kraft.

Mantra 4

बर्हिः प्राचीनमोजसा पवमानः स्तृणन्हरिः । देवेषु देव ईयते ॥

Der selbstläuternde Soma breitet mit Kraft das uralte Barhis, den heiligen Sitz, aus; Harí, das goldgrüne Ross der Energie, wird hingestreckt; und der Gott eilt zu den Göttern — zu den höheren Mächten im Innern.

Mantra 5

उदातैर्जिहते बृहद्द्वारो देवीर्हिरण्ययीः । पवमानेन सुष्टुताः ॥

Durch die erhobenen Gesänge öffnen sich weit die großen Tore – göttliche, von goldenem Glanz; vom selbstreinigenden Soma (pavamāna) trefflich gepriesen, erschließen sie den Durchgang zum Aufstieg.

Mantra 6

सुशिल्पे बृहती मही पवमानो वृषण्यति । नक्तोषासा न दर्शते ॥

Im wohlgefügten Weiten und in der großen Erde des Seins erstarkt der selbstreinigende Soma (pavamāna) in seiner Stierkraft; er erscheint wie Nacht und Morgenröte – im Wechsel von Dunkel und Licht.

Mantra 7

उभा देवा नृचक्षसा होतारा दैव्या हुवे । पवमान इन्द्रो वृषा ॥

Die beiden göttlichen Hotars (hotāra), die mit Menschenblick schauen, rufe ich an – die für den Weg der Menschen wirken; im selbstreinigenden Soma (pavamāna) steht Indra, der Stier (vṛṣā), die innere Macht sieghafter Kraft.

Mantra 8

भारती पवमानस्य सरस्वतीळा मही । इमं नो यज्ञमा गमन्तिस्रो देवीः सुपेशसः ॥

Bhāratī des sich läuternden Soma, Sarasvatī und Iḷā, die Große – drei wohlgestaltete Göttinnen – mögen zu unserem Opfer kommen; mögen diese Mächte der inspirierten Rede und rechten Ordnung in uns eintreten.

Mantra 9

त्वष्टारमग्रजां गोपां पुरोयावानमा हुवे । इन्दुरिन्द्रो वृषा हरिः पवमानः प्रजापतिः ॥

Tvaṣṭṛ, den Erstgeborenen Hüter, den Hirten der Herden und den vorangehenden Führer, rufe ich an. Denn Indu, der Glänzende, der sich selbst läutert, ist Indra, der Stier, die falbe Kraft (Hari) und Prajāpati, der Herr der Schöpfung, in uns.

Mantra 10

वनस्पतिं पवमान मध्वा समङ्ग्धि धारया । सहस्रवल्शं हरितं भ्राजमानं हिरण्ययम् ॥

O Soma, der sich selbst läutert, salbe den Herrn des Waldes mit dem Strom der Süße. Den tausendtriebigen, falben, strahlenden, goldenen – lass ihn im Licht erglänzen.

Mantra 11

विश्वे देवाः स्वाहाकृतिं पवमानस्या गत । वायुर्बृहस्पतिः सूर्योऽग्निरिन्द्रः सजोषसः ॥

Mögen alle Götter zur Opfergabe kommen, die mit dem Ruf „svāhā“ dargebracht ist, zu dem sich läuternden Soma. Vāyu, Bṛhaspati, Sūrya, Agni und Indra – mögen sie einmütig herankommen, in einem einzigen Einklang vereint.

Frequently Asked Questions

Soma Pavamāna is Soma in the act of self-purification—pressed, flowing, and clarified through the filter—praised as a radiant power that energizes gods and humans.

It sanctifies and celebrates the Soma flow during purification and offering, portraying Soma as increasing inner delight and strength, and inviting the gods to come to the oblation.

Night-and-Dawn symbolize rhythmic alternation—hidden and revealed. The hymn uses this image to show how Soma’s purified power becomes perceptible in ordered cycles of obscurity and light.

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