
Sukta 7.47
Vasiṣṭha
Āpaḥ (Waters)
Triṣṭubh
Dieser kurze Triṣṭubh‑Hymnus des Vasiṣṭha preist die Āpaḥ (Wasser/Flüsse) als göttliche Reiniger, deren erste, honigsüße Woge für Indra und für menschliche Opfergabe tauglich wird. Er bittet die Wasser, im Einklang mit dem Pfad der Götter und den Satzungen Indras zu strömen und den Verehrern weiten Raum (varivas) und dauerhaftes Wohlergehen (svasti) zu gewähren.
Mantra 1
आपो यं वः प्रथमं देवयन्त इन्द्रपानमूर्मिमकृण्वतेळः । तं वो वयं शुचिमरिप्रमद्य घृतप्रुषं मधुमन्तं वनेम ॥
O Wasser, jene erste Woge von euch, die die gottsuchenden als Indras Trank bereiteten — die möchten wir heute gewinnen: rein, makellos, von klarem Ghṛta (ghṛta) triefend, voll honigsüßer Wonne, für unsere innere Darbringung.
Mantra 2
तमूर्मिमापो मधुमत्तमं वोऽपां नपादवत्वाशुहेमा । यस्मिन्निन्द्रो वसुभिर्मादयाते तमश्याम देवयन्तो वो अद्य ॥
O Wasser, Apāṃ Napāt (Apāṃ Napāt), schnell in seiner goldenen Bewegung, möge euch jene Woge schützen, die am reichsten an Süße ist. Jene, in der Indra mit den Vasus jauchzt — die mögen wir, nach dem Göttlichen verlangend, heute durch euch erlangen.
Mantra 3
शतपवित्राः स्वधया मदन्तीर्देवीर्देवानामपि यन्ति पाथः । ता इन्द्रस्य न मिनन्ति व्रतानि सिन्धुभ्यो हव्यं घृतवज्जुहोत ॥
Hundertfach läuternd, aus eigener Kraft sich berauschend, ziehen die Göttinnen auf dem Pfad der Götter dahin. Sie verletzen Indras Satzungen nicht. Den Strömen bringt die Opfergabe dar, reich an Ghṛta (ghṛta).
Mantra 4
याः सूर्यो रश्मिभिराततान याभ्य इन्द्रो अरदद्गातुमूर्मिम् । ते सिन्धवो वरिवो धातना नो यूयं पात स्वस्तिभिः सदा नः ॥
Ihr Wasser, die Sūrya mit seinen Strahlen ausgespannt hat, und durch die Indra einen Durchgang und eine Woge herausgeschnitten hat—o Ströme, schafft uns weiten Freiraum, offenen Raum. Behütet uns allezeit mit eurem Heil, mit eurem Wohlergehen.
The main deities are the Āpaḥ—the divine Waters, also addressed as Sindhavaḥ (rivers). Sūrya and Indra appear as cosmic powers who guide and shape their flow.
It asks the waters to purify the worshipper, to grant “wide free space” (varivas—freedom from constraint), and to protect continuously with well-being (svasti).
These images express clarity, purity, and delight: the waters are envisioned as luminous and nourishing, fit to carry offerings and to refresh the inner life of the seeker.
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