
Sukta 1.174
Agastya Māna (traditional attribution for RV 1.174 in many Anukramaṇī traditions; verify against the specific Śākala anukramaṇī used in your corpus).
Indra
Triṣṭubh (probable for RV 1.174; confirm per metrical scan in implementation).
Dieser Hymnus ist ein kraftvoller Ruf an Indra als den Souverän unter den Göttern, die menschliche Kraft (nṛ) des Verehrers zu behüten und ihn sicher über Gefahren hinüberzutragen. Gepriesen wird Indra als Satpati und Sahodā — Herr der wahren Ordnung und Spender der Macht —, der die Unfreigebigen niederwirft und rechte Abstammung, Mut und Sieg im Wettstreit stärkt. Das Schlussgebet bittet, Indra möge ganz „unser“ sein, der wolfssicherste Beschützer, der die antreibende Fülle (iṣ) und die schnelle Gabe gewährt, die zum Durchsetzen nötig sind.
Mantra 1
त्वं राजेन्द्र ये च देवा रक्षा नॄन्पाह्यसुर त्वमस्मान् । त्वं सत्पतिर्मघवा नस्तरुत्रस्त्वं सत्यो वसवानः सहोदाः ॥
Du bist der König, o Indra, mit allen Göttern: schütze in uns die menschlichen Kräfte; behüte uns, o Asura, Herr bewusster Macht. Du bist der Herr des wahren Seins, Maghavan, der freigebige Spender; für uns bist du der Hinüberführer über jede Gefahr. Du bist der Wahre, reich in Fülle, der Kraftverleiher.
Mantra 2
दनो विश इन्द्र मृध्रवाचः सप्त यत्पुरः शर्म शारदीर्दर्त् । ऋणोरपो अनवद्यार्णा यूने वृत्रं पुरुकुत्साय रन्धीः ॥
Du, o Indra, bezwangst die Völker mit feindseliger Rede; du zerbrachst die sieben festen Burgen, die als Schutz durch die Jahreszeiten standen. Du öffnetest die makellosen Wasser in ihrer Flut; du ließest Vṛtra dem jungen, vorandrängenden Puru-kutsa weichen.
Mantra 3
अजा वृत इन्द्र शूरपत्नीर्द्यां च येभिः पुरुहूत नूनम् । रक्षो अग्निमशुषं तूर्वयाणं सिंहो न दमे अपांसि वस्तोः ॥
Mit diesen Kräften, o Indra, umschlossest du die unalternden Mächte und selbst den Himmel, o Vielangerufener, auch jetzt. Hüte das Feuer, das nicht erlischt, voranstürmend; wie ein Löwe im Haus beschütze die Werke unserer Wohnstatt.
Mantra 4
शेषन्नु त इन्द्र सस्मिन्योनौ प्रशस्तये पवीरवस्य मह्ना । सृजदर्णांस्यव यद्युधा गास्तिष्ठद्धरी धृषता मृष्ट वाजान् ॥
So verweile nun, o Indra, in diesem Schoß unseres Seins, zum Lob dessen, der den reinigenden Strom bringt, durch deine Größe. Wenn du im Kampf die Fluten abwärts freisetzest, dann stehen deine zwei fahlen Rosse fest, kühn die Füllen der Kraft striegelnd und mehrend.
Mantra 5
वह कुत्समिन्द्र यस्मिञ्चाकन्त्स्यूमन्यू ऋज्रा वातस्याश्वा । प्र सूरश्चक्रं वृहतादभीकेऽभि स्पृधो यासिषद्वज्रबाहुः ॥
Trage Kutsa, o Indra, in dem der erhobene Eifer erwacht ist und die geraden Rosse des Windes angespannt sind. Die Sonne schiebt das weite Rad vor im nahen Zusammenstoß; der vajra-tragende Arm drängt gegen alle Rivalitäten an.
Mantra 6
जघन्वाँ इन्द्र मित्रेरूञ्चोदप्रवृद्धो हरिवो अदाशून् । प्र ये पश्यन्नर्यमणं सचायोस्त्वया शूर्ता वहमाना अपत्यम् ॥
Nachdem du, o Indra, die Feinde Mitras erschlagen hast, erstarkt durch das antreibende Wort, o Herr der fahlen Rosse, hast du die Nichtgebenden überwunden. Die, welche Aryaman als Gefährten schauen, von dir kühn gemacht, tragen ihr Geschlecht voran – die Fortdauer der Seele und die rechte Folge der Werke.
Mantra 7
रपत्कविरिन्द्रार्कसातौ क्षां दासायोपबर्हणीं कः । करत्तिस्रो मघवा दानुचित्रा नि दुर्योणे कुयवाचं मृधि श्रेत् ॥
Schnell eilt der Seher, o Indra, im Gewinnen des Liedes; wer machte die Erde zum Lager für den Dāsa? Der Freigebige schuf die drei vielgestaltigen Dānu-Mächte; er warf den Falschredenden in den harten Sitz hinab und zerschmetterte ihn im Kampf.
Mantra 8
सना ता त इन्द्र नव्या आगुः सहो नभोऽविरणाय पूर्वीः । भिनत्पुरो न भिदो अदेवीर्ननमो वधरदेवस्य पीयोः ॥
Von alters her und immer wieder neu sind diese deinen Kräfte gekommen, o Indra: die Mächte des Himmels zum Sieg ohne Schlacht. Du zerbrichst die Burgen, wie man die Brecher zerbricht; vor dir beugt sich die Waffe des Un-göttlichen — dir, dem Trinker der ausgepressten Wonne (Soma).
Mantra 9
त्वं धुनिरिन्द्र धुनिमतीॠणोरपः सीरा न स्रवन्तीः । प्र यत्समुद्रमति शूर पर्षि पारया तुर्वशं यदुं स्वस्ति ॥
Du bist der Erschütterer, o Indra; du hast die erschütterten Wasser geöffnet, die wie Furchen strömen. Wenn du, o Held, (ihn) über den Ozean hinüberträgst, führe Turvaśa und Yadu heilvoll hinüber.
Mantra 10
त्वमस्माकमिन्द्र विश्वध स्या अवृकतमो नरां नृपाता । स नो विश्वासां स्पृधां सहोदा विद्यामेषं वृजनं जीरदानुम् ॥
Sei ganz und gar der Unsrige, o Indra, auf jede Weise; der wolfsicherste Hüter der Menschen, Beschützer der menschlichen Königsmacht. Dann, du Kraftspender, mögen wir jene antreibende Fülle erkennen und gewinnen: das Kampfheer, die schnell schenkende Gabe.
It asks Indra to protect the worshippers’ human strength and community, defeat hostile and ungenerous forces, and grant victory, safety, and abundant power (iṣ and wealth).
The word means “most wolf-proof,” a vivid way of calling Indra the strongest guardian against predators—both literal dangers and any threatening forces that attack the community.
It links Indra’s victory-power with right companionship and social harmony (evoked through Mitra/Aryaman), implying that true success includes protection, generosity, and the continuity of rightful works and lineage.
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