
Sukta 9.93
Soma Pavamāna (Hari/Indu)
Dieser kurze Pavamāna-Hymnus preist Soma, wie er geläutert wird: wie ein schneller Hengst stürmt er zur Rinne, erglänzt und wird opferwürdig. Pressen und Sieben erscheinen als heiliges „Polieren“ durch schwesterliche Mächte; danach schwillt Soma zu Fülle an, stärkt die Lebenskraft und verleiht dem Lobpreisenden Reichtum und einen sicheren Durchgang durch das Leben.
Mantra 1
साकमुक्षो मर्जयन्त स्वसारो दश धीरस्य धीतयो धनुत्रीः । हरिः पर्यद्रवज्जाः सूर्यस्य द्रोणं ननक्षे अत्यो न वाजी ॥
Gemeinsam polieren die Schwestern den Stier; zehn, bogenbewaffnet, sind die Gedanken des Standhaften. Der Falbe läuft ringsumher — aus der Sonne geboren; er erreicht die Tränke wie ein schneller Hengst, ein Träger der Fülle-Kraft.
Mantra 2
सं मातृभिर्न शिशुर्वावशानो वृषा दधन्वे पुरुवारो अद्भिः । मर्यो न योषामभि निष्कृतं यन्त्सं गच्छते कलश उस्रियाभिः ॥
Begierig wie ein Kind bei den Müttern wird der Stier durch die Wasser in Bewegung gesetzt, reich an vielen Hüllen. Wie ein Jüngling zur Maid geht er zum bereiteten Ort; im Krug kommt er zusammen mit den leuchtenden Strömen.
Mantra 3
उत प्र पिप्य ऊधरघ्न्याया इन्दुर्धाराभिः सचते सुमेधाः । मूर्धानं गावः पयसा चमूष्वभि श्रीणन्ति वसुभिर्न निक्तैः ॥
Und er lässt das Euter der unverletzlichen Kuh anschwellen; Indu, der Tropfen, reich an rechter Einsicht, geht mit den Strömen einher. Die Kühe salben in den Schalen sein Haupt mit Milch, wie mit frisch gereinigten Schätzen – und erfüllen ihn mit Wesenheit und Glanz.
Mantra 4
स नो देवेभिः पवमान रदेन्दो रयिमश्विनं वावशानः । रथिरायतामुशती पुरंधिरस्मद्र्यगा दावने वसूनाम् ॥
Gib uns, o Indu Pavamāna, mit den Göttern Reichtum – schnell und lichtglänzend, der Seele begehrt. Möge die eifrige Fülle, begehrend, auf uns zujagen – zur Gabe wahrer Schätze.
Mantra 5
नू नो रयिमुप मास्व नृवन्तं पुनानो वाताप्यं विश्वश्चन्द्रम् । प्र वन्दितुरिन्दो तार्यायुः प्रातर्मक्षू धियावसुर्जगम्यात् ॥
Nun bring uns nahe den Reichtum, voll von Manneskraft, o du dich Reinigender – frisch wie der Wind, allleuchtend. Möge der Lobpreisende, o Indu, im Lebensweg hinübergelangen; möge er schnell im Morgenrot ankommen, reich an inspirierter Kraft.
It praises Soma during the moment he is purified (pavamāna)—strained into the vessels, brightened, anointed with milk, and made ready to be offered. The hymn also asks Soma to give wealth, strength, and a protected life to the worshiper.
They are a poetic way of speaking about the refining powers involved in Soma purification—often understood as the waters, the fingers/pressing actions, or the filtering streams that ‘polish’ Soma so he becomes clear and radiant.
In Soma ritual, milk is mixed with or used to ‘anoint’ Soma in the bowls, increasing sweetness and auspiciousness. Symbolically, cows and milk represent nourishment, abundance, and the inviolate source of prosperity that Soma activates for the sacrificer.
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