
Sukta 9.82
Not securely inferable from the excerpt alone.
Soma Pavamāna.
Likely Triṣṭubh (requires verification).
Dieser kurze Pavāmāna-Hymnus preist Soma, wie er frisch gepresst und gereinigt wird: Durch das unvergängliche wollene Sieb strömt er zu seinem gheehellen Sitz, wie ein Falke, der in sein Nest zurückkehrt. Die Verse verweben rituelle Bilder (Steine, Wasser, Auspressen und Sieben) mit kosmischen Entsprechungen (Parjanya, die Wasser, die „Kühe/Lichtstrahlen“) und stellen Soma als königliche Macht dar, die dem Opfer Kraft, Sieg und Wohlergehen bringt.
Mantra 1
असावि सोमो अरुषो वृषा हरी राजेव दस्मो अभि गा अचिक्रदत् । पुनानो वारं पर्येत्यव्ययं श्येनो न योनिं घृतवन्तमासदम् ॥
Ausgepresst ist Soma, rötlich, ein mächtiger Stier, falb; wie ein König ruft der Wunderbare zu den Kühen des Lichts. Sich läuternd umkreist er das unvergängliche Sieb; wie ein Falke sein Nest sucht er den ghee‑reichen Sitz.
Mantra 2
कविर्वेधस्या पर्येषि माहिनमत्यो न मृष्टो अभि वाजमर्षसि । अपसेधन्दुरिता सोम मृळय घृतं वसानः परि यासि निर्णिजम् ॥
O Soma, Seher und Wissender, du umkreisest alles in deiner weiten Größe; wie ein wohlgestriegeltes Ross stürmst du auf vā́ja zu – die Fülle der Kraft und des sieghaften Vollmaßes. Die krummen Gänge der Not abwehrend, sei uns gnädig. In leuchtende Klarheit (ghṛtá) gehüllt, kreist du und nimmst das reinigende Gewand (nirṇíj) an.
Mantra 3
पर्जन्यः पिता महिषस्य पर्णिनो नाभा पृथिव्या गिरिषु क्षयं दधे । स्वसार आपो अभि गा उतासरन्त्सं ग्रावभिर्नसते वीते अध्वरे ॥
Parjanya, wie ein Vater, setzt dem Mächtigen eine Wohnstatt an den Nabel der Erde, in den Höhen; und die Schwester-Wasser strömen zu den Strahlen, zu den Kühen des Lichts. Mit den Presssteinen kommen sie zusammen im weit ausgebreiteten Opfer (adhvará), im ausgepressten (vīta) Ritus – damit die Kräfte sich vereinen und die Wonne geboren und bereitet werde.
Mantra 4
जायेव पत्यावधि शेव मंहसे पज्राया गर्भ शृणुहि ब्रवीमि ते । अन्तर्वाणीषु प्र चरा सु जीवसेऽनिन्द्यो वृजने सोम जागृहि ॥
Wie eine Gattin an ihrem Herrn bringst du heilsame Freude und weite Fülle dar; o Keim des Pajra-Geschlechts, höre, was ich dir sage. Wandle inmitten der Stimmen – ziehe umher in den Kräften der Rede – zum rechten, vollen Leben. O Soma, Tadelloser, erwache im Feld unseres Seins.
Mantra 5
यथा पूर्वेभ्यः शतसा अमृध्रः सहस्रसाः पर्यया वाजमिन्दो । एवा पवस्व सुविताय नव्यसे तव व्रतमन्वापः सचन्ते ॥
Wie einst, o Indu, zogst du ringsumher und gewannst vāja hundertfach, tausendfach, ohne Fehl — so läutere dich nun zu neuem, weiterem Heil. Die Wasser folgen deinem vrata; sie stimmen deinem Weg zu und tragen deine verordnete Bewegung.
It praises Soma as he is pressed and purified, describing his passage through the straining filter and his readiness to be offered in the sacrifice for strength, victory, and well-being.
They express the idea that Soma’s power is not only ritual but cosmic: rain-force (Parjanya) and the Waters cooperate in nourishing, flowing, and purifying—mirroring how Soma is prepared and how life is sustained.
Ritually it is the woolen strainer used to clarify Soma; symbolically it suggests a timeless principle of purification—power becoming fit, luminous, and aligned with sacred order (vrata/ṛta).
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