Rig Veda Sukta 75
Mandala 7Sukta 758 Mantras

Sukta 75

Sukta 7.75

Rishi

Vasiṣṭha

Devata

Uṣas (Dawn)

Chandas

Triṣṭubh (likely; confirm by metrical count in critical edition)

In diesem Morgenröte-Hymnus preist Vasiṣṭha Uṣas als himmelgeboren und von ṛta geleitet; ihr Erscheinen enthüllt Größe, setzt die Bahnen der Welt in Bewegung und vertreibt feindliche Finsternis. Der Dichter rühmt sie als strahlende Braut Sūryas und als Spenderin von Reichtum und Lebenskraft und wendet sich dann zu einem abschließenden Gebet um Rinder, Pferde, heldenhafte Söhne und ungebrochenes Wohlergehen für den Opfernden und den Ritualsitz.

Mantras

Mantra 1

व्युषा आवो दिविजा ऋतेनाविष्कृण्वाना महिमानमागात् । अप द्रुहस्तम आवरजुष्टमङ्गिरस्तमा पथ्या अजीगः ॥

Die Morgenröte ist aufgegangen, himmelgeboren, nach dem Wahrheitsgesetz (ṛta), indem sie ihre Größe offenbar macht. Sie hat die Finsternis des Trügers, die unwillkommene Hülle, vertrieben; angiras-gleich wie keine, hat sie die Wege in Bewegung gesetzt.

Mantra 2

महे नो अद्य सुविताय बोध्युषो महे सौभगाय प्र यन्धि । चित्रं रयिं यशसं धेह्यस्मे देवि मर्तेषु मानुषि श्रवस्युम् ॥

Erwache uns heute zum guten Gang, o Morgenröte; führe uns voran zu großem Glück. Lege in uns leuchtenden, ruhmtragenden Reichtum, o Göttin, unter den Sterblichen, im Menschenbereich, und mache uns begehrend nach śravas—eingebungsvoller Kunde und Ruhm.

Mantra 3

एते त्ये भानवो दर्शतायाश्चित्रा उषसो अमृतास आगुः । जनयन्तो दैव्यानि व्रतान्यापृणन्तो अन्तरिक्षा व्यस्थुः ॥

Diese strahlenden Lichtstrahlen der schön zu schauenden Uṣas, leuchtend und unsterblich, sind gekommen. Die göttlichen Satzungen (vratá) des Wirkens hervorbringend, den Zwischenraum (antarikṣa) erfüllend, haben sie weithin auseinander ihre Standorte eingenommen.

Mantra 4

एषा स्या युजाना पराकात्पञ्च क्षितीः परि सद्यो जिगाति । अभिपश्यन्ती वयुना जनानां दिवो दुहिता भुवनस्य पत्नी ॥

Sie, sich von fern anspannend, umschreitet sogleich die fünf Wohnstätten. In die Ordnungen (vayuná) der Menschen hineinschauend, schreitet die Tochter des Himmels — Herrin der Welt, Gattin des Werdens.

Mantra 5

वाजिनीवती सूर्यस्य योषा चित्रामघा राय ईशे वसूनाम् । ऋषिष्टुता जरयन्ती मघोन्युषा उच्छति वह्निभिर्गृणाना ॥

Kraftbegabt, die junge Braut der Sonne, reich an bunten Gaben, gebietet sie über die Füllen der Güter. Von den ṛṣi gepriesen, das Alter erneuernd, geht die freigebige Uṣas auf — besungen von den feurigen Boten (vahní).

Mantra 6

प्रति द्युतानामरुषासो अश्वाश्चित्रा अदृश्रन्नुषसं वहन्तः । याति शुभ्रा विश्वपिशा रथेन दधाति रत्नं विधते जनाय ॥

Gegen das Leuchten der Höhen sind die rötlichen, bunt schimmernden Rosse erschienen, die Uṣas, die Morgenröte, herbeitragen. Sie kommt, strahlend, auf ihrem allgeschmückten Wagen; sie legt das Ratna, den Schatz, in den Opfernden, in den Menschen, der bereit ist, der Ṛta zu dienen.

Mantra 7

सत्या सत्येभिर्महती महद्भिर्देवी देवेभिर्यजता यजत्रैः । रुजद्दृळ्हानि दददुस्रियाणां प्रति गाव उषसं वावशन्त ॥

Wahr mit den Wahren, groß mit den Großen, ist die Göttin, verehrungswürdig, bei den opferwürdigen Göttern. Die festgehaltenen Fesseln sprengend, die leuchtenden Herden der Strahlen spendend, brüllen die Lichtkühe der Uṣas, der Morgenröte, entgegen.

Mantra 8

नू नो गोमद्वीरवद्धेहि रत्नमुषो अश्वावत्पुरुभोजो अस्मे । मा नो बर्हिः पुरुषता निदे कर्यूयं पात स्वस्तिभिः सदा नः ॥

Nun setze in uns den Schatz, reich an Strahlen und an Heldenkraft, o Uṣas, reich an Rossen, weit an Genuß für uns. Laß unser Barhis, den Opfer-Sitz, niemandem zum Tadel werden; du aber behüte uns allezeit mit deinen heilsamen Wohlergehen.

Frequently Asked Questions

It praises Uṣas (Dawn) as the truthful light that appears by ṛta, removes darkness, awakens life and activity, and brings prosperity and protection to the worshipper.

Because Dawn’s regular return is a visible sign of cosmic order: her light reveals things as they are, restores right orientation, and drives away the confusion symbolized by darkness.

The poet asks for a treasure rich in cattle, horses, and heroic offspring, and prays that the ritual seat (barhis) remain free from blame while Uṣas grants constant svasti (well-being).

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