Atharva Veda Sukta 73
Kanda 7Anuvaka 8Sukta 7311 Mantras

Sukta 73

Rishi: Traditionally Atharvanic/Angiras line (hymn-level attribution varies by Anukramaṇī; requires consultation of AVŚ 7.73 anukramaṇī).

Devata: Savitar; Dawn (Uṣas); implicitly the Cow/Milk as efficacious agent.

Chandas: Triṣṭubh-like cadence (needs metrical verification against pada lengths).

Diese Sukta ist ein paustika-Hymnus, der Milch und Kuh als Träger von bhaga (dem guten Anteil) sakralisiert und häuslichen Wohlstand mit der kosmischen Regelmäßigkeit Savitars und dem strahlenden Voranschreiten der Uṣas verknüpft. In Bildern von erhitztem gharma und wohlgepflegter Weide bittet sie um reichen Milchertrag, gesundes Vieh und die glückverheißenden „Erfolgszeichen“ eines gedeihenden Hauses. Ihre Wirkkraft liegt darin, tägliche Viehhaltung und Opferpraxis mit dem göttlich geöffneten „Himmelsgewölbe“ in Einklang zu bringen, sodass Nahrung zugleich Ritual und Wiederherstellung wird.

Sanskrit recitationAtharva Veda 7.73

Mantras

Mantra 1

घर्मः। समि॑द्धो अ॒ग्निर्वृ॑षणा र॒थी दि॒वस्त॒प्तो घ॒र्मो दु॑ह्यते वामि॒षे मधु॑ । व॒यं हि वां॑ पुरु॒दमा॑सो अश्विना॒ हवा॑महे सध॒मादे॑षु का॒रवः॑

Der Gharma. Entzündet ist Agni; o ihr zwei Stiere, Wagenlenker: vom Himmel wird euch der erhitzte Gharma gemolken — zur Stärkung, honigsüß. Denn wir, die weithin durchdringenden Sänger, o Aśvins, rufen euch bei den gemeinsamen Festmählern an.

Mantra 2

समि॑द्धो अ॒ग्निर॑श्विना त॒प्तो वां॑ घ॒र्म आ ग॑तम्। दु॒ह्यन्ते॑ नू॒नं वृ॑षणे॒ह धे॒नवो॒ दस्रा॒ मद॑न्ति वे॒धसः॑

Entzündet ist Agni; o Aśvins, kommt herbei: für euch ist der Gharma erhitzt. Nun, o ihr zwei Stiere, werden hier die milchgebenden Kühe gemolken; o Wunderwirkende (Dasrā), die Weisen freuen sich.

Mantra 3

स्वाहा॑कृतः॒ शुचि॑र्दे॒वेषु॑ य॒ज्ञो यो अ॒श्विनो॑श्चम॒सो दे॑व॒पानः॑ । तमु॒ विश्वे॑ अ॒मृता॑सो जुषा॒णा ग॑न्ध॒र्वस्य॒ प्रत्या॒स्ना रि॑हन्ति

Mit Svāhā dargebracht, rein unter den Göttern, ist das Opfer—dieser Becher der Aśvins, ein Trank für die Götter. Daran laben sich alle Unsterblichen, daran Gefallen findend; sie lecken am Rand selbst—wie (am Becher) des Gandharva.

Mantra 4

यदु॒स्रिया॒स्वाहु॑तं घृ॒तं पयो॒ऽयं स वा॑मश्विना भा॒ग आ ग॑तम्। माध्वी॑ धर्तारा विदथस्य सत्पती त॒प्तं घ॒र्मं पि॑बतं रोच॒ने दि॒वः

Was an kuhgeborener Anteil—Milch und Ghee—mit Svāhā dargebracht wird, das ist euer Teil, o Aśvins: kommt herbei. O honigsüße Träger, wahre Herren der rituellen Versammlung, trinkt den erhitzten Gharma im leuchtenden Bereich des Himmels.

Mantra 5

त॒प्तो वां॑ घ॒र्मो न॑क्षतु॒ स्वहो॑ता॒ प्र वा॑मध्व॒र्युश्च॑रतु॒ पय॑स्वान्। मधो॑र्दु॒ग्धस्या॑श्विना त॒नाया॑ वी॒तं पा॒तं पय॑स उ॒स्रिया॑याः

Möge euch beiden der erhitzte Gharma erreichen, bei gut vollzogenem Opferdienst; voran schreite für euch der Adhvaryu, reich an Milch. O Aśvins, vom Süßen, vom Gemolkenen—um der Nachkommenschaft willen—genießt, trinkt die kuhgeborene Milch.

Mantra 6

उप॑ द्रव॒ पय॑सा गोधुगो॒षमा घ॒र्मे सि॑ञ्च॒ पय॑ उ॒स्रिया॑याः । वि नाक॑मख्यत् सवि॒ता वरे॑ण्योऽनुप्र॒याण॑मुषसो॒ वि रा॑जति

Komm herbei mit Milch, zum Klang des Kuhmelkens; gieße in die erhitzte Opfergabe (gharma) die Milch der freigebigen Kuh. Savitar, der Erwählenswerte, hat das Himmelsgewölbe enthüllt; der Vorwärtsgang der Morgenröte erstrahlt in Majestät.

Mantra 7

उप॑ ह्वये सु॒दुघां॑ धे॒नुमे॒तां सु॒हस्तो॑ गो॒धुगु॒त दो॑हदेनाम्। श्रेष्ठं॑ स॒वं स॑वि॒ता सा॑विषन्नो॒ऽभीऽद्धो घ॒र्मस्तदु॒ षु प्र वो॑चत्

Hierher rufe ich diese reichlich milchgebende Kuh; mit kundigen Händen melkt der Kuhmelker sie. Savitar hat uns den besten Antrieb verliehen; wahrlich, der Gharma, entzündet und dazu bereitgestellt, verkündet dies sogleich.

Mantra 8

हि॒ङ्कृ॒ण्व॒ती व॑सु॒पत्नी॒ वसू॑नां व॒त्समि॒च्छन्ती॒ मन॑सा॒ न्याग॑न्। दु॒हाम॒श्विभ्यां॒ पयो॑ अ॒घ्न्येयं सा व॑र्धतां मह॒ते सौभ॑गाय

Brüllend, die Herrin des Reichtums unter allen Gütern, nach ihrem Kalb im Sinn verlangend, ging sie hinab zu ihm. Diese unverletzliche Kuh gibt den Aśvins Milch; sie möge wachsen zu großem Glück und Gedeihen.

Mantra 9

जुष्टो॒ दमू॑ना॒ अति॑थिर्दुरो॒ण इ॒मं नो॑ य॒ज्ञमुप॑ याहि वि॒द्वान्। विश्वा॑ अग्ने अभि॒युजो॑ वि॒हत्य॑ शत्रूय॒तामा भ॑रा॒ भोज॑नानि

Wohlgesinnt, o hausbewohnender Gast in der Wohnung, komm, du Wissender, zu diesem unserem Opfer. Nachdem du alle Angreifer niedergeschlagen hast, o Agni, bring her die Speisen und Genüsse derer, die Feindschaft üben.

Mantra 10

अग्ने॒ शर्ध॑ मह॒ते सौभ॑गाय॒ तव॑ द्यु॒म्नान्यु॑त्त॒मानि॑ सन्तु । सं जा॑स्प॒त्यं सु॒यम॒मा कृ॑णुष्व शत्रूय॒ताम॒भि ति॑ष्ठा॒ महां॑सि

O Agni, zum großen Glück sollen uns deine höchsten Glanzkräfte zuteilwerden. Richte vollends eine wohlgeordnete Herrschaft des Hauses (gṛhapati) auf; stelle dich den feindlich Gesinnten entgegen mit mächtigen Kräften.

Mantra 11

सू॒य॒व॒साद् भग॑वती॒ हि भू॒या अधा॑ व॒यं भग॑वन्तः स्याम । अ॒द्धि तृण॑मघ्न्ये विश्व॒दानीं॒ पिब॑ शु॒द्धमु॑द॒कमा॒चर॑न्ती

Aus guter Weide sei, o Selige, noch mehr eine Bringerin von Glück; dann mögen auch wir glückbegünstigt sein. Friss das Gras, o unverletzliche Kuh, zu aller Zeit; trink das reine Wasser, frei umhergehend hin und her.

Frequently Asked Questions

For paustika aims: increasing milk supply, protecting and strengthening cattle, and drawing bhaga (good fortune) into the household through a dawn-aligned recitation and offering-practice.

Savitar represents right timing and successful forward movement, while Dawn marks renewal and visible auspiciousness. The hymn ties milk’s abundance to that cosmic order—so daily milking becomes ritually ‘well-led’ and prosperous.

Not necessarily. The hymn can be applied in a household way during milking and blessing the cow’s pasture and water; the gharma/heated-offering imagery represents intensifying and consecrating nourishment, but the core intent is cattle and milk prosperity.

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