
Sukta 9.75
Soma-pavamāna seer tradition (Mandala 9)
Soma Pavamāna (with solar vastness imagery)
Jagatī (probable)
Dieser kurze Pavamāna-Hymnus preist Soma, wie er geläutert und in Bewegung gesetzt wird hin zu dem Geliebten und Heilvollen, an Kraft gewinnend durch heilige Namen und menschliches rituelles Tun. Soma wird in solarer Weite vorgestellt — aufsteigend auf den ausgreifenden Wagen der Sonne —, dann in goldene Gefäße eintretend, mit den Morgenröten leuchtend und schließlich Indra stärkend, damit er Fülle und Wohlergehen verleihe.
Mantra 1
अभि प्रियाणि पवते चनोहितो नामानि यह्वो अधि येषु वर्धते । आ सूर्यस्य बृहतो बृहन्नधि रथं विष्वञ्चमरुहद्विचक्षणः ॥
Zu den lieben Gaben strömt er, zur Wonne bereitet; der Ungestüme wächst auf den Namen, auf denen er erstarkt. Auf die Weite der Sonne — auf das Große — stieg der Einsichtige auf den allumfassenden Wagen.
Mantra 2
ऋतस्य जिह्वा पवते मधु प्रियं वक्ता पतिर्धियो अस्या अदाभ्यः । दधाति पुत्रः पित्रोरपीच्यं नाम तृतीयमधि रोचने दिवः ॥
Die Zunge des Ṛta strömt — Honig, der Geliebte; der untrügliche Herr und Sprecher dieses inspirierten Gedankens. Der Sohn setzt den verborgenen Namen der Eltern, den dritten, auf den leuchtenden Bereich des Himmels.
Mantra 3
अव द्युतानः कलशाँ अचिक्रदन्नृभिर्येमानः कोश आ हिरण्यये । अभीमृतस्य दोहना अनूषताधि त्रिपृष्ठ उषसो वि राजति ॥
Abwärts leuchtet er, den Krügen zurufend, von den Männern geleitet in das goldene Gefäß. Zu ihm haben die Melkungen des Ṛta geklungen; auf den dreifachen Sitz gesetzt, strahlt er weithin mit den Morgenröten.
Mantra 4
अद्रिभिः सुतो मतिभिश्चनोहितः प्ररोचयन्रोदसी मातरा शुचिः । रोमाण्यव्या समया वि धावति मधोर्धारा पिन्वमाना दिवेदिवे ॥
Von den Steinen gepresst, durch die inspirierten Gedanken zur Wonne bereitet, lässt der Reine die beiden Mütter erstrahlen. Durch die wollenen Haare, zur rechten Zeit, läuft er auseinander; der Honigstrom, anschwellend, wächst von Tag zu Tag.
Mantra 5
परि सोम प्र धन्वा स्वस्तये नृभिः पुनानो अभि वासयाशिरम् । ये ते मदा आहनसो विहायसस्तेभिरिन्द्रं चोदय दातवे मघम् ॥
O Soma, umströme uns ringsum und ströme hervor zu unserem Heil; von den Kräften der Menschen geläutert, bekleide uns mit dem Segen (āśis), mit reicher Fülle. Mit jenen deinen Rauschen — du Zerschmetterer der Hemmnisse, weithin im Raum sich ausbreitend — treibe Indra an, mächtigen Reichtum zu schenken.
It praises Soma while he is being purified (pavamāna), describing his shining flow into ritual vessels and his expansion into solar-like vastness, ending with a request for well-being and wealth.
These are the ritual containers for purified Soma. The imagery emphasizes that the offering becomes luminous and powerful as it is clarified and collected for the gods.
In Vedic ritual, Soma’s exhilaration (mada) strengthens Indra. The hymn asks Soma to spur Indra so that Indra grants “magha”—mighty abundance and generosity to the worshippers.
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