
Sukta 9.45
Ascription varies; verify RV 9.45.1 in Anukramaṇī.
Soma Pavamāna (with Indra as primary Soma-drinker)
To be verified for RV 9.45.1.
Dieser kurze Pavamāna-Hymnus drängt Soma (Indu), sich durch das Sieb zu läutern und als berauschende, einsichtverleihende Wonne zu strömen, die die Götter herbeiruft. Die Strophen betonen Somas Vorwärtsdrang über den Seihfilter hinaus, dass er besonders von Indra getrunken wird, und die daraus folgende Weitung der Schau und der heldischen Kraft für den Gesang der Verehrer.
Mantra 1
स पवस्व मदाय कं नृचक्षा देववीतये । इन्दविन्द्राय पीतये ॥
Läutere dich, o Indu, zum berauschenden Entzücken; o Menschen-Seher, zum freudigen Kommen der Götter. Fließe zu Indra zum Trank.
Mantra 2
स नो अर्षाभि दूत्यं त्वमिन्द्राय तोशसे । देवान्त्सखिभ्य आ वरम् ॥
Ströme für uns in den Botendienst hinein; du erfreust Indra. Führe die Götter als Freunde herbei und senke die erwählte Gabe in unsere Gemeinschaft mit dem Göttlichen.
Mantra 3
उत त्वामरुणं वयं गोभिरञ्ज्मो मदाय कम् । वि नो राये दुरो वृधि ॥
Und dich, den rötlich Flammenden, salben wir mit Lichtstrahlen zum Rausch (mada). Öffne uns die Tore des Reichtums (rāya), weite die Durchgänge, durch die die Fülle eintritt.
Mantra 4
अत्यू पवित्रमक्रमीद्वाजी धुरं न यामनि । इन्दुर्देवेषु पत्यते ॥
Er hat den Läuterer (pavitra) überschritten; wie ein starker Renner, der das Joch auf der Bahn ergreift, drängt Indu voran und erringt die Herrschaft unter den Göttern.
Mantra 5
समी सखायो अस्वरन्वने क्रीळन्तमत्यविम् । इन्दुं नावा अनूषत ॥
Gemeinsam ließen die Gefährten den Ruf erschallen und begrüßten Indu im inneren Wald – ihn, der jenseits der schafgleichen Finsternis spielt; wie Boote trugen sie ihn weiter.
Mantra 6
तया पवस्व धारया यया पीतो विचक्षसे । इन्दो स्तोत्रे सुवीर्यम् ॥
Durch jenen Strom läutere dich, durch den du, getrunken, weitsichtig wirst; o Indu, bring in den Hymnus die Fülle heldischer Kraft.
The hymn praises Soma as Pavamāna (the self-purifying Soma/Indu) as he flows through the filter; Indra is highlighted as the chief one who drinks Soma.
Pavamāna means “purifying” or “being purified,” referring to Soma as he is strained through the pavitra in the Soma ritual to become fit for offering and divine drinking.
It asks Soma to bring ecstatic inspiration and, when drunk, wide-seeing clarity, and to grant su-vīrya—strong heroic power—into the worshippers’ hymn and life.
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