
Sukta 8.89
Gautama (Gautama family context continues into 8.89 in many traditions; exact assignment should be confirmed in Anukramaṇī)
Indra with Maruts (Indra-Maruṭ association; primary addressed: Indra; Maruts as invoked singers/allies)
Trishtubh (probable; verify in critical edition)
Dieser kurze Hymnus ruft die Maruts auf, ein „bṛhat“ (weites, gewaltiges) Lob zu singen, das Indra, den Vṛtra-Schlächter, erweckt, damit er Licht, Wasser und den weiten leuchtenden Bereich (svaḥ) freigibt. Durch die Strophen hindurch wird Indra gedrängt, kühn voranzuschreiten, die hemmende Macht zu spalten und die kosmische Ordnung in Gang zu setzen – Sonne, Wasser und wahrheitsstärkende Kräfte sollen gemeinsam in Bewegung kommen. Der Zweck ist sowohl rituell (Indra für Sieg und Regen zu beleben) als auch innerlich (die göttliche Kraft zu wecken, die Trägheit bricht und Klarheit bringt).
Mantra 1
बृहदिन्द्राय गायत मरुतो वृत्रहन्तमम् । येन ज्योतिरजनयन्नृतावृधो देवं देवाय जागृवि ॥
Singt Indra den weiten Hymnus, o Maruts, dem größten Vṛtrahan, dem Erschläger des Verhüllers. Durch den ihr das Licht hervorgebracht habt, ihr, die ihr im ṛtá (der Wahrheit/Ordnung) wachst—erweckt den Gott zur Gottheit in uns.
Mantra 2
अपाधमदभिशस्तीरशस्तिहाथेन्द्रो द्युम्न्याभवत् । देवास्त इन्द्र सख्याय येमिरे बृहद्भानो मरुद्गण ॥
Er blies die feindlichen Anfeindungen hinweg, der Schläger der ungesagten Finsternis; da wurde Indra voll leuchtenden Ruhmes. Die Götter schlossen sich dir an, o Indra, zur Freundschaft—o weitstrahlender, mit der Schar der Maruts.
Mantra 3
प्र व इन्द्राय बृहते मरुतो ब्रह्मार्चत । वृत्रं हनति वृत्रहा शतक्रतुर्वज्रेण शतपर्वणा ॥
Bringt euer heiliges Wort (brahman) dem großen Indra dar, o Maruts. Vṛtrahan erschlägt Vṛtra mit dem vajra, dem hundertgliedrigen—Śatakratu, mit dem Willen von hundert Kräften.
Mantra 4
अभि प्र भर धृषता धृषन्मनः श्रवश्चित्ते असद्बृहत् । अर्षन्त्वापो जवसा वि मातरो हनो वृत्रं जया स्वः ॥
Tritt kühn hervor, du Wagemutiger; auch dein Ruhm werde weit und groß. Die Wasser mögen mit Schnelligkeit dahinstürmen, die Mütter sich auseinanderschieben—schlage Vṛtra nieder, gewinne die leuchtende Welt (svar).
Mantra 5
यज्जायथा अपूर्व्य मघवन्वृत्रहत्याय । तत्पृथिवीमप्रथयस्तदस्तभ्ना उत द्याम् ॥
Als du geboren wurdest, o Maghavan, auf nie dagewesene Weise—zur Vṛtra-Tötung—da weitetest du die Erde, unseren Grund, und stütztest auch den Himmel.
Mantra 6
तत्ते यज्ञो अजायत तदर्क उत हस्कृतिः । तद्विश्वमभिभूरसि यज्जातं यच्च जन्त्वम् ॥
Da wurde dein Opfer geboren, da auch dein Hymnus und deine gestaltende Kraft. Dadurch wirst du der Überwinder von allem—von dem, was geboren ist, und von dem, was noch zur Geburt drängt.
Mantra 7
आमासु पक्वमैरय आ सूर्यं रोहयो दिवि । घर्मं न सामन्तपता सुवृक्तिभिर्जुष्टं गिर्वणसे बृहत् ॥
Aus dem Unreifen hebst du die gereifte Kraft empor; du lässt die Sonne am Himmel aufsteigen. Wie Glut, die zum Gesang wird, entfachst du die weite Wahrheit — von unseren wohlgefügten Worten willkommen geheißen — für Girvāṇas, den Herrn der inspirierten Rede.
Indra is the primary deity. The Maruts are closely involved as his allied storm-host and as the singers who help awaken and energize him.
It urges Indra to advance boldly, strike down Vṛtra (the power of obstruction), release the waters, bring forth light, and win svaḥ—the wide luminous realm.
Beyond a cosmic battle, it can be read as breaking inner blockage—fear, inertia, or confusion—so that clarity (light) and life-force (waters) can flow freely under the guidance of ṛta (right order).
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