
Sukta 8.51
Kanva tradition (Kāṇva); specific rishi for 8.51 uncertain in this excerpt
Indra (with Soma context)
Jagatī/Tr̥ṣṭubh probable; requires scan
Dieser Hymnus ruft Indra zum Soma-Pressen und erinnert an frühere Vorbilder, wie Indra Soma mit den Ahnen und bei freundlichen Gastgebern trank. Er preist Indra als den Geber, der die Verehrer in Großzügigkeit «schult» und ihnen so Reichtum, Kraft und Ausweitung gewährt. Die Schlussvision macht das Ritual selbst zum Feld des Zuwachses: der inspirierte Gesang, die fließenden Soma-Tropfen und das Anwachsen von vṛṣṇya śavas (stierhafter Macht) in den Opfernden.
Mantra 1
यथा मनौ सांवरणौ सोममिन्द्रापिबः सुतम् । नीपातिथौ मघवन्मेध्यातिथौ पुष्टिगौ श्रुष्टिगौ सचा ॥
Wie einst mit Manu Sāṃvaraṇa du den gepressten Soma trankst, o Indra — so auch, o Maghavan, mit Nīpātithi, mit Medhyātithi, im Bund mit den Mächten des Gedeihens und des gehorsamen Hörens.
Mantra 2
पार्षद्वाणः प्रस्कण्वं समसादयच्छयानं जिव्रिमुद्धितम् । सहस्राण्यसिषासद्गवामृषिस्त्वोतो दस्यवे वृकः ॥
Pārṣadvāṇa führte Praskaṇva ganz zum Ziel und richtete Jivri auf, der hingestreckt dalag. Tausende gewann er an Strahlen (Kühen); der ṛṣi, von dir gestützt, wurde dem Dasyu ein Wolf — der die feindliche Finsternis verschlingt.
Mantra 3
य उक्थेभिर्न विन्धते चिकिद्य ऋषिचोदनः । इन्द्रं तमच्छा वद नव्यस्या मत्यरिष्यन्तं न भोजसे ॥
Wer (das Ziel) nicht durch bloßes Loblied findet, sondern erkennt — den der Antrieb des ṛṣi vorwärtstreibt: zu jenem Indra sprich geradehin; ein frischer Gedanke gehe zu ihm, unvergänglich, nach dem wahren Anteil an seiner Kraft verlangend.
Mantra 4
यस्मा अर्कं सप्तशीर्षाणमानृचुस्त्रिधातुमुत्तमे पदे । स त्विमा विश्वा भुवनानि चिक्रददादिज्जनिष्ट पौंस्यम् ॥
Ihm sangen sie den arka, siebenhäuptig, gegründet in der dreifachen Ordnung, im höchsten Schritt. Und er ließ wahrhaft all diese Welten aufschreien, ins Erscheinen tretend; von eben jenem Anfang an wurde die heldische Kraft geboren.
Mantra 5
यो नो दाता वसूनामिन्द्रं तं हूमहे वयम् । विद्मा ह्यस्य सुमतिं नवीयसीं गमेम गोमति व्रजे ॥
Indra, den Spender unserer Güter, rufen wir herbei. Denn wir kennen seinen stets erneuerten rechten Sinn; mögen wir zur kuhreichen Hürde (gomati vraja) gelangen.
Mantra 6
यस्मै त्वं वसो दानाय शिक्षसि स रायस्पोषमश्नुते । तं त्वा वयं मघवन्निन्द्र गिर्वणः सुतावन्तो हवामहे ॥
Wen du, o Herr des Reichtums, zum Geben anleitest, der erlangt das Gedeihen des Überflusses. Dich, o freigebiger Indra, der du den Gesang liebst, rufen wir, die Soma-Pressenden, zur Opfergabe.
Mantra 7
कदा चन स्तरीरसि नेन्द्र सश्चसि दाशुषे । उपोपेन्नु मघवन्भूय इन्नु ते दानं देवस्य पृच्यते ॥
Niemals wirst du aufgehalten, o Indra; den Spender lässt du nicht im Stich. Immer wieder, o Freigebiger, wird dein göttliches Geschenk, mehr und noch mehr, erbeten und uns zugeeignet.
Mantra 8
प्र यो ननक्षे अभ्योजसा क्रिविं वधैः शुष्णं निघोषयन् । यदेदस्तम्भीत्प्रथयन्नमूं दिवमादिज्जनिष्ट पार्थिवः ॥
Vorwärts schreitet er, der mit drängender Kraft Krivi schlägt; mit seinen Schlägen lässt er Śuṣṇa dröhnend in die Niederlage stürzen. Als er dort den Himmel festsetzte und weit ausspannte, da wurde aus dieser Tat der irdische Grund geboren.
Mantra 9
यस्यायं विश्व आर्यो दासः शेवधिपा अरिः । तिरश्चिदर्ये रुशमे परीरवि तुभ्येत्सो अज्यते रयिः ॥
Der, dem dieser ganze Ārya und Dāsa zum schatzhütenden Feind wird— selbst über die Scheide hinweg wird, o Glänzender, für den Ārya der Strom des Reichtums dir allein ausgegossen.
Mantra 10
तुरण्यवो मधुमन्तं घृतश्चुतं विप्रासो अर्कमानृचुः । अस्मे रयिः पप्रथे वृष्ण्यं शवोऽस्मे सुवानास इन्दवः ॥
Die schnellstrebenden Seher haben den Hymnus gesungen, honigvoll und von Ghee triefend. In uns breitet sich der Reichtum weit aus; in uns wächst die Stierkraft — in uns fließen, wenn sie gepresst werden, die Soma-Tropfen.
It is a Soma-rite hymn inviting Indra to drink the freshly pressed Soma and to reward the worshippers with wealth, increase, and strength, as he did for earlier ancestors and hosts.
Such references act as ritual precedent: by recalling earlier occasions when Indra accepted Soma, the hymn strengthens the invitation for Indra to come and drink in the present sacrifice too.
It presents generosity (dāna) as a divinely supported virtue: when Indra inspires or disciplines a person toward giving, that person receives growth and prosperity (poṣa) in return.
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
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