
Sukta 8.14
Indra
Likely Anuṣṭubh-like shorter meter in this opening (exact scansion required)
Dieser Hymnus preist Indra als den Herrscher über Reichtum und Sieg, der Hindernisse zerschlägt, das verborgene Licht (die „Kühe“) freisetzt und dem Opfernden den rechten Gang wiederherstellt. Er verbindet ein persönliches Verlangen — „wenn ich doch wie du über Reichtümer gebieten könnte“ — mit mythischer Erinnerung an Indras Taten für die Aṅgirases sowie an seinen Sturz des Vala und feindlicher, opferloser Mächte. Ziel ist es, Indras Soma-Kraft anzurufen, damit sie Wohlstand, Inspiration und Triumph über inneren wie äußeren Widerstand gewährt.
Mantra 1
यदिन्द्राहं यथा त्वमीशीय वस्व एक इत् । स्तोता मे गोषखा स्यात् ॥
Wenn ich, o Indra, über die Reichtümer herrschen könnte wie du, der eine Herr — dann würde mein Sänger ein Gefährte der Strahlen-Kühe (gó) in mir werden.
Mantra 2
शिक्षेयमस्मै दित्सेयं शचीपते मनीषिणे । यदहं गोपतिः स्याम् ॥
Möge ich für ihn lernen und ihm geben, o Herr der Śacī, dem Weisen — damit ich ein Herr der Strahlen (Kühe) werde, ein Meister erleuchteten Besitzes.
Mantra 3
धेनुष्ट इन्द्र सूनृता यजमानाय सुन्वते । गामश्वं पिप्युषी दुहे ॥
Deine Kuh der wahrhaftigen Rede, o Indra, gibt Milch dem Opferherrn, der Soma presst; sie melkt die Strahlen-Kuh und das Ross der Lebenskraft aus und nährt den Suchenden mit Wachstum.
Mantra 4
न ते वर्तास्ति राधस इन्द्र देवो न मर्त्यः । यद्दित्ससि स्तुतो मघम् ॥
Kein Maß gibt es für deine Gabe, o Indra: weder Gott noch Sterblicher. Welche Fülle du zu schenken wählst, die gewährst du umso reichlicher, wenn dich der Hymnus anruft und bekräftigt.
Mantra 5
यज्ञ इन्द्रमवर्धयद्यद्भूमिं व्यवर्तयत् । चक्राण ओपशं दिवि ॥
Das Opfer ließ Indra wachsen, als er den Grund der Erde weitete und in rechte Ordnung setzte, indem er im Himmel die feste Stütze schuf — den sicheren Halt.
Mantra 6
वावृधानस्य ते वयं विश्वा धनानि जिग्युषः । ऊतिमिन्द्रा वृणीमहे ॥
Wir, die wir alle Schätze des Seins erringen wollen, erwählen deinen Schutz, o Indra, du stets Wachsender; denn mit deinem Wachsen werden unsere Kräfte des Besitzes vollendet.
Mantra 7
व्यन्तरिक्षमतिरन्मदे सोमस्य रोचना । इन्द्रो यदभिनद्वलम् ॥
Im Rausch des Soma überschritt Indra den Mittelraum und seine leuchtenden Weiten, als er die Höhle des Vala aufbrach — als die lichtvolle Kraft des Denkens den Verschluss des verborgenen Lichts zerschmetterte.
Mantra 8
उद्गा आजदङ्गिरोभ्य आविष्कृण्वन्गुहा सतीः । अर्वाञ्चं नुनुदे वलम् ॥
Er trieb die Strahlen – die Kühe – für die Aṅgirasas empor, indem er offenbar machte, was in der Höhle verborgen lag; und er stieß Vala, den umschließenden Widerstand, zurück, damit das Licht zu uns wiederkehre.
Mantra 9
इन्द्रेण रोचना दिवो दृळ्हानि दृंहितानि च । स्थिराणि न पराणुदे ॥
Durch Indra werden die leuchtenden Räume des Himmels gefestigt, stark gegründet; sie stehen unbeweglich und werden nicht fortgedrängt — so stürze in uns das gegründete Licht des höheren Denkens nicht ein.
Mantra 10
अपामूर्मिर्मदन्निव स्तोम इन्द्राजिरायते । वि ते मदा अराजिषुः ॥
Wie eine aufwallende Wasserwoge, die jubelt, so eilt der Hymnus schnell zu dir, o Indra; und deine Rauschekstasien leuchten auf und breiten sich aus — Kräfte der Wonne, im Sein erstrahlend.
Mantra 11
त्वं हि स्तोमवर्धन इन्द्रास्युक्थवर्धनः । स्तोतॄणामुत भद्रकृत् ॥
Denn du, o Indra, bist der Mehrer des Lobgesangs, der Mehrer des inspirierten Wortes (uktha); und den Sängern wirst du zum Wirker des Guten, der Heil und Gedeihen schafft.
Mantra 12
इन्द्रमित्केशिना हरी सोमपेयाय वक्षतः । उप यज्ञं सुराधसम् ॥
Die beiden fahlen, langmähnigen Haris tragen Indra, den Somatrinker, zum Opfer, reich an wahrer Fülle.
Mantra 13
अपां फेनेन नमुचेः शिर इन्द्रोदवर्तयः । विश्वा यदजयः स्पृधः ॥
Mit dem Schaum der Wasser, o Indra, wälztest du Namucis Haupt hinweg; und du besiegtest alle feindlichen Anfeindungen.
Mantra 14
मायाभिरुत्सिसृप्सत इन्द्र द्यामारुरुक्षतः । अव दस्यूँरधूनुथाः ॥
Durch deine Māyās, die Kräfte leuchtender Kunst, o Indra, als du aufwärts drängtest und zum Himmel emporstiegst, warfst du die Dasyus nieder und schütteltest sie ab — die dunklen Hemmer des Seelenfortschritts.
Mantra 15
असुन्वामिन्द्र संसदं विषूचीं व्यनाशयः । सोमपा उत्तरो भवन् ॥
O Indra, du zerschlugst und zerstreutest die verkehrte Versammlung der Unopfernden, die auf krummen Wegen gehen; Soma trinkend wurdest du zur höheren, überwindenden Macht.
A personal, intimate appeal: the speaker longs to command wealth as Indra does, so the praise-singer becomes a "companion of the cows/rays"—i.e., joined to abundance and illumination.
The hymn broadens from personal aspiration to Indra’s archetypal feats—helping the Aṅgirases, making hidden light manifest, and driving back Vala—linking mythic victory to present aid.
The decisive Vala episode: the concealed cows/rays are driven upward and revealed, symbolizing the breakthrough of light and freedom from enclosure.
Indra’s soma-powered superiority is affirmed as he disperses crooked, unsacrificing opposition; the hymn settles into confidence that Indra grants higher overcoming strength and auspicious gain.
यदिन्द्राहं यथा त्वमीशीय वस्व एक इत् । स्तोता मे गोषखा स्यात् ॥उद्गा आजदङ्गिरोभ्य आविष्कृण्वन्गुहा सतीः । अर्वाञ्चं नुनुदे वलम् ॥somapā uttaro bhavan
It is a hymn of praise to Indra asking for wealth, strength, and victory, while recalling his great deed of releasing the hidden “cows” (light and riches) and defeating obstructing forces like Vala.
The “cows” often symbolize rays of light, inspiration, and abundance that are hidden or withheld; Vala is the enclosing obstruction that keeps them trapped until Indra breaks it open.
It can be recited as an Indra-invocation for courage and obstacle-removal—especially when seeking success and clarity—ideally with a simple offering (like ghee in a fire) and a focused intention to break inner resistance and regain light.
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
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