Opening the text

Sukta 7.79
Vasiṣṭha (probable)
Uṣas (with Sūrya as associated power)
Triṣṭubh (probable)
Dieser kurze Morgenröte-Hymnus preist Uṣas: Sie breitet die Wege des Lebens aus, weckt die fünf Menschengeschlechter und setzt mit ihren klaren Strahlen die Welt in rechte Bewegung. Der Dichter verbindet ihr Aufgehen mit Sūryas Weitung der beiden Welten und bittet die Morgenröte, innere Göttlichkeit, wahrhaftige Eingebung und Wohlergehen anzutreiben – zu gelingendem Handeln und Gewinn.
Mantra 1
व्युषा आवः पथ्या जनानां पञ्च क्षितीर्मानुषीर्बोधयन्ती । सुसंदृग्भिरुक्षभिर्भानुमश्रेद्वि सूर्यो रोदसी चक्षसावः ॥
Uṣas, die Morgenröte, hat den Völkern die Wege ausgebreitet und die fünf Menschengeschlechter geweckt. Mit klarblickenden, kraftvollen Strahlen setzte sie ihren Glanz in Bewegung; und Sūrya hat mit seinem Sehen die beiden Welten weit geöffnet.
Mantra 2
व्यञ्जते दिवो अन्तेष्वक्तून्विशो न युक्ता उषसो यतन्ते । सं ते गावस्तम आ वर्तयन्ति ज्योतिर्यच्छन्ति सवितेव बाहू ॥
Sie breiten sich an den Enden der Himmelsnächte aus; wie angeschirrte Völkerschaften drängen die Uṣas voran. Deine Strahlen – wie Kühe des Lichts – wenden die Finsternis zurück und reichen das Licht dar, wie Savitṛ die Arme des Antriebs ausstreckt.
Mantra 3
अभूदुषा इन्द्रतमा मघोन्यजीजनत्सुविताय श्रवांसि । वि दिवो देवी दुहिता दधात्यङ्गिरस्तमा सुकृते वसूनि ॥
Uṣas ist hervorgekommen, indragleich an Macht, die Freigebige; sie hat die lichtvollen śrávāṃsi, die Ruhmesgaben, für glückliches Voranschreiten erzeugt. Die Göttin, die Tochter des Himmels, verteilt weithin Schätze dem Vollbringer des guten Werkes – sie, am meisten den Aṅgiras ähnlich in ihrem Entfachen des inneren Feuers.
Mantra 4
तावदुषो राधो अस्मभ्यं रास्व यावत्स्तोतृभ्यो अरदो गृणाना । यां त्वा जज्ञुर्वृषभस्या रवेण वि दृळ्हस्य दुरो अद्रेरौर्णोः ॥
O Uṣas, gib uns jenes Maß an Fülle, das du den singenden ṛṣi gewährst, die dich preisend bekennen; dich erkannten sie am Ruf des Stieres (Indra), als du die festgefügten Tore des Felsens weit auftatest und das verborgene Licht zur Erscheinung entließest.
Mantra 5
देवंदेवं राधसे चोदयन्त्यस्मद्र्यक्सूनृता ईरयन्ती । व्युच्छन्ती नः सनये धियो धा यूयं पात स्वस्तिभिः सदा नः ॥
Den Gott im Gott zur Fülle antreibend, zu uns wahre Eingebungen entsendend, richtet Uṣas, weit aufgehend, unsere Gedanken zum Gewinnen aus; möget ihr uns allezeit mit euren heilsamen Harmonien, mit eurem Segen behüten.
The hymn is primarily addressed to Uṣas (Dawn). Sūrya (the Sun) appears as an associated power who, with Dawn, opens and illumines the two worlds.
It refers to Dawn stirring all human communities into activity—symbolically, the whole social world waking to work, perception, and ordered life as light returns.
Recite it at dawn facing east to cultivate clarity and auspicious beginnings. The closing verse is especially used as a prayer for truthful inspiration, steady thoughts, attainment, and well-being (svasti).
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