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Rishi: Atharvanic tradition (often anonymous/collective in medical charms)
Devata: Bheṣaja (Remedy) / Viṣāṇa (Horn) as empowered healing agent; implicitly anti-yákṣma force
Chandas: Mixed; predominantly Anuṣṭubh-like cadence (Atharvanic healing style)
AV 3.7 ist ein knappes atharvanisches Heilbeschwörungsstück, das darauf zielt, kṣetriya zu brechen und auszutreiben – ein festgesetztes, chronisches, „eingesessenes“ Leiden, eng verwandt mit yakṣma (Schwindsucht/zehrender Krankheit). Es verleiht einem greifbaren Heilmittel Macht – besonders dem am Kopf platzierten Hirsch-/Antilopenhorn – und ruft zugleich astrale „Retter“ (tārakāḥ, Sterne) sowie liminale kosmische Zeiten (Sternuntergang, Morgendämmerung) an, um die Schlingen der Krankheit zu lösen und sie fortzutreiben.
Mantra 1
यक्ष्मनाशनम्। ह॒रि॒णस्य॑ रघु॒ष्यदोऽधि॑ शी॒र्षणि॑ भेष॒जम्। स क्षे॑त्रि॒यं वि॒षाण॑या विषू॒चीन॑मनीनशत्
Ein Vernichter der zehrenden Krankheit: auf dem Kopf ist das Heilmittel des schnell dahingleitenden Hirsches gesetzt. Mit dem Horn hat er die kṣetriyā vertrieben, das Übel, das querhin sich ausbreitet.
Mantra 2
अनु॑ त्वा हरि॒णो वृषा॑ प॒द्भिश्च॒तुर्भि॑रक्रमीत्। विषा॑णे॒ वि ष्य॑ गुष्पि॒तं यद॑स्य क्षेत्रि॒यं हृ॒दि
Hinter dir schritt der starke Hirschstier, mit vier Füßen niedertretend. Mit dem Horn schleudre auseinander, was an ihm festgeheftet ist: diese kṣetriyā, die in seinem Herzen liegt.
Mantra 3
अ॒दो यद॑व॒रोच॑ते॒ चतु॑ष्पक्षमिव च्छ॒दिः । तेना॑ ते॒ सर्वं॑ क्षेत्रि॒यमङ्गे॑भ्यो नाशयामसि
Was dort drüben aufleuchtet — wie eine vierflügelige Decke — damit lassen wir für dich das ganze kṣetriya aus deinen Gliedern zugrunde gehen.
Mantra 4
अ॒मू ये दि॒वि सु॒भगे॑ वि॒चृतौ॒ नाम॒ तार॑के । वि क्षे॑त्रि॒यस्य॑ मुञ्चतामध॒मं पाश॑मुत्त॒मम्
Jene dort am Himmel, o Glückverheißende — die umherziehenden Sterne, dem Namen nach tārakā, o rettende Lichter — mögen sie, vom kṣetriya weg, lösen: die untere Schlinge und die obere.
Mantra 5
आप॒ इद् वा उ॑ भेष॒जीरापो॑ अमीव॒चात॑नीः । आपो॒ विश्व॑स्य भेष॒जीस्तास्त्वा॑ मुञ्चन्तु क्षेत्रि॒यात्
Wasser sind wahrlich Heilmittel, Wasser, die Krankheit vertreiben. Wasser sind das Heilmittel für alles: mögen jene Wasser dich vom kṣetriya lösen.
Mantra 6
यदा॑सु॒तेः क्रि॒यमा॑णायाः क्षेत्रि॒यं त्वा॑ व्यान॒शे। वेदा॒हं तस्य॑ भेष॒जं क्षे॑त्रि॒यं ना॑शयामि॒ त्वत्
Wenn das Pressen (Soma-Pressung) vollzogen wird, wenn die Handlung im Gange ist, dich, o Kṣetriya, erreiche und umfasse ich. Ich kenne das Heilmittel dafür: den Kṣetriya vernichte ich — fort von dir.
Mantra 7
अ॒प॒वा॒से नक्ष॑त्राणामपवा॒स उ॒षसा॑मु॒त। अपा॒स्मत् सर्वं॑ दुर्भू॒तमप॑ क्षेत्रि॒यमु॑च्छतु
Beim Zurückweichen der Sterne, beim Zurückweichen der Morgenröten ebenso — fort von uns gehe alles Unheilwesen; fort werde der Kṣetriya hinausgetrieben.
In Atharvanic medical language, kṣetriya is a deeply “settled” or chronic affliction—something lodged in the body/lineage—treated here as a binding disease that must be loosened and driven out.
The horn functions as a tangible carrier of bheṣaja (remedy-power). Placed at the head, it becomes an amulet-like instrument through which the mantra asserts expulsion and protection.
The hymn calls the stars ‘rescuers’ who can release bonds, and it times final expulsion to liminal celestial moments (stars’ withdrawing, dawn), symbolically supporting the disease’s departure.
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