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Rishi: Ṛgvedic provenance (Indra-stuti); in AV20 these are adopted from RV tradition (exact r̥ṣi attribution varies by anuvāka indexing).
Devata: Indra
Chandas: Triṣṭubh/Jagatī-type strophic style (as in RV Indra hymns; exact meter depends on pada count in the RV original).
AV 20.61 ist ein aus dem Rigveda übernommenes Indra-Lob (Indra-stuti), das in der śrauta-Rezitation als saṃgrahaartige Stotra dient und Indras Gegenwart durch kunstvoll gefügte Preisung (gīr/uktha/stoma) verdichten soll. In sechs Versen werden seine Soma-Trunkenheit, seine siegbringende Kampfeskraft und seine weltumspannende Herrschaft gefeiert; man ruft ihn herbei, damit er Nähe gewährt und Sieg, die Kontinuität des Ritus sowie das Gewinnen lebenserhaltender Wasser verleiht. Die Wirkmacht des Hymnus ist vor allem performativ: rechte, überlieferte Laudatio „erhellt“ die Gottheit und setzt ihre Hilfe für Opferherrn und Opfer in Gang.
Mantra 1
तं ते॒ मदं॑ गृणीमसि॒ वृष॑णं पृ॒त्सु सा॑स॒हिम्। उ॒ लो॒क॒कृ॒त्नुम॑द्रिवो हरि॒श्रिय॑म्
Jenen Rausch von dir besingen wir — den Stier, den Sieger in den Kämpfen; ja, den weltfüllenden, o Steinwielder, strahlend in der Herrlichkeit der fahlen Rosse.
Mantra 2
येन॒ ज्योतीं॑ष्या॒यवे॒ मन॑वे च वि॒वेदि॑थ । म॒न्दा॒नो अ॒स्य ब॒र्हिषो॒ वि रा॑जसि
Wodurch du die Lichter für Āyu und auch für Manu gewonnen hast; berauscht (vom Soma) leuchtest du über diesem heiligen Barhis-Gras hervor in königlicher Pracht.
Mantra 3
तद॒द्या चि॑त्त उ॒क्थिनोऽनु॑ ष्टुवन्ति पू॒र्वथा॑ । वृष॑पत्नीर॒पो ज॑या दि॒वेदि॑वे
Eben dies preisen heute deine Uktha-Sänger nach alter Weise: gewinne die Wasser, o Bulle mit Gattinnen, Tag um Tag.
Mantra 4
तम्व॒भि प्र गा॑यत पुरुहू॒तं पु॑रुष्टु॒तम् । इन्द्रं॑ गी॒र्भिस्त॑वि॒षमा वि॑वासत
Ihn singt wahrlich hervor und ruft ihn herbei — Indra, den Vielangerufenen, den Vielgepriesenen. Macht den Mächtigen mit Hymnen offenbar und bringt ihn hierher.
Mantra 5
यस्य॑ द्वि॒बर्ह॑सो बृ॒हत् सहो॑ दा॒धार॒ रोद॑सी । गि॒रींरज्राँ॑ अ॒पः स्वर्वृषत्व॒ना
Wessen zweifach erhobene, gewaltige Kraft die beiden Welten gestützt hat — die Berge, die Donnerkeile (Vajra), die Wasser und das Himmelslicht — durch seine stierhafte, zeugende Macht.
Mantra 6
स रा॑जसि पुरुष्टुतँ एको॑ वृ॒त्राणि॑ जिघ्नसे । इन्द्र॒ जैत्रा॑ श्रव॒स्यैऽ च॒ यन्त॑वे
Er, im lichten Reich, der Vielgepriesene: allein erschlägst du die Vṛtras. O Indra, damit wir zum Sieg und zu ruhmvollem Ansehen gelangen.
No. It is primarily an RV-derived Indra-stuti used in śrauta-style recitation to invoke Indra for victory, prosperity, and ritual success rather than medicine or disease-removal.
The hymn treats praise (gīr/uktha/stoma) as a ritual force: well-formed recitation makes Indra ‘manifest’ and present to the rite, so his help becomes effective for the patron.
In Vedic imagery, winning or releasing the waters signifies restoring life, prosperity, and purification. The request links Indra’s mythic victories to practical, repeatable wellbeing ‘day after day’ for the sacrificer.
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