
Rishi: Atharvanic tradition (Agni/Jātavedas invocation cluster in AV 19)
Devata: Agni (Jātavedas)
Chandas: Triṣṭubh-like (AV often irregular; longer pādas than anuṣṭubh)
AV 19.3 ist eine atharvanische Anrufung Agnis als Jātavedas, des allwissenden Feuers, das im Himmel, auf Erden und im Zwischenraum gegenwärtig ist, besonders aber in Bäumen und heilkräftigen Kräutern. Indem dieses allgegenwärtige Agni in den Ritualraum gerufen wird, setzt der Hymnus die Arzneikraft (bhaisajya) frei, begründet Nahrung und Reichtum (puṣṭi/rayi) und wandelt Furcht und göttliches Missfallen in Schutz und Wohlergehen.
Mantra 1
जातवेदाः। दि॒वस्पृ॑थि॒व्याः पर्य॒न्तरि॑क्षा॒द् वन॒स्पति॑भ्यो॒ अध्योष॑धीभ्यः । यत्र॑यत्र॒ विभृ॑तो जा॒तवे॑दा॒स्तत॑ स्तु॒तो जु॒षमा॑णो न॒ एहि॑
O Jātavedas! Aus dem Himmel, aus der Erde, ringsum aus dem Luftraum; von den Herren des Waldes, von den Oṣadhis, den Heilkräutern. Wohin auch immer du getragen bist — dorthin, gepriesen und Wohlgefallen nehmend, komm zu uns.
Mantra 2
यस्ते॑ अ॒प्सु म॑हि॒मा यो वने॑षु॒ य ओष॑धीषु प॒शुष्व॒प्स्व॑१न्तः । अग्ने॒ सर्वा॑स्त॒न्वः॑१ सं र॑भस्व॒ ताभि॑र्न॒ एहि॑ द्रविणो॒दा अज॑स्रः
Welche Größe die deine in den Wassern ist, welche in den Wäldern, welche in den Oṣadhis, den Heilkräutern, welche im Vieh — und was in den Wassern innen ist: O Agni, fasse all deine Gestalten zusammen; mit ihnen komm zu uns, du Spender von Gut, unablässig.
Mantra 3
यस्ते॑ दे॒वेषु॑ महि॒मा स्व॒र्गो या ते॑ त॒नूः पि॒तृष्वा॑वि॒वेश॑ । पुष्टि॒र्या ते॑ मनु॒ष्येऽषु पप्र॒थेऽग्ने॒ तया॑ र॒यिम॒स्मासु॑ धेहि
Jene Größe von dir, die unter den Göttern ist, himmlisch; jene Gestalt von dir, die zu den Vätern eingegangen ist; jenes Gedeihen, das sich unter den Menschen weithin ausgebreitet hat — o Agni, mit ihr begründe in uns Reichtum.
Mantra 4
श्रुत्क॑र्णाय क॒वये॒ वेद्या॑य॒ वचो॑भिर्वा॒कैरुप॑ यामि रा॒तिम्। यतो॑ भ॒यमभ॑यं॒ तन्नो॑ अ॒स्त्वव॑ दे॒वानां॑ यज॒ हेडो॑ अग्ने
Zu Śrutkarṇa, zum Seher, zum Wissenden, mit heiligen Sprüchen, mit machtvollen Worten, trete ich heran um eine Gabe. Von welcher Seite auch Furcht aufsteigt, das werde uns zur Furchtlosigkeit. Du aber, o Agni, verehre hinweg den Unwillen der Götter.
It is used to call Agni as Jātavedas—the power inside herbs and fire—so that remedies become effective, prosperity is stabilized, and fear or ominous pressure is calmed.
Because it treats Agni as present within vegetal life; by summoning Jātavedas from trees and herbs, the practitioner ‘awakens’ their healing potency through the ritual fire.
It means the gods’ displeasure or punitive pressure—often experienced as danger, illness, or misfortune. The hymn asks Agni to remove that displeasure through worship and purification.
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
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