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Rishi: Atharvanic tradition (exact r̥ṣi attribution for 16.6 varies by anukramaṇī/edition)
Devata: Apotropaic force of Vāc (speech) and the ‘parā-vahana’ (banishing) act; implicitly directed against hostile humans
Chandas: Anuṣṭubh-like cadence (short imperative cola; exact metrical classification may be irregular)
Atharvaveda 16.6 ist ein knappes apotropäisches Lied, das feindliche Rede—Hass, Verwünschung und Zauber—durch das „Forttragen“ (parā-vahana) zu ihrem Absender oder zu einem fernen, eigens bestimmten Empfänger zurückschickt. Es verbindet eine Bekundung von Sieg und Unschuld mit scharfen Imperativen, die verbale und mentale Aggression umlenken, und gipfelt in einem Transport durch Agni und die Götter, der den Gegner (Vaghrí) zerschmettert und wirkungslos macht.
Mantra 1
अजै॑ष्मा॒द्यास॑नामा॒द्याभू॒माना॑गसो व॒यम्
Wir haben gesiegt; die Ersten unter den Asanā-s sind wir geworden—schuldlos sind wir.
Mantra 2
उषो॒ यस्मा॑द् दु॒ष्वप्न्या॒दभै॒ष्माप॒ तदु॑च्छतु
O Uṣas (Morgenröte), jenes böse Traumgesicht, vor dem wir uns fürchteten—möge es weichen; möge es fortgetrieben werden.
Mantra 3
द्वि॒ष॒ते तत् परा॑ वह॒ शप॑ते॒ तत् परा॑ वह
Trage dieses Übel fort, hin zum Hasser; trage dieses Übel fort, hin zum Flucher.
Mantra 4
यं द्वि॒ष्मो यश्च॑ नो॒ द्वेष्टि॒ तस्मा॑ एनद् गमयामः
Wen wir hassen und wer uns hasst — zu jenem Menschen lassen wir dies (Übel) gehen.
Mantra 5
उ॒षा दे॒वी वा॒चा सं॑विदा॒ना वाग् दे॒व्यु॑१षसा॑ संविदा॒ना
Uṣas, die Göttin, im Einklang mit der Rede; und die Rede, die Göttin, im Einklang mit Uṣas.
Mantra 6
उ॒षस्पति॑र्वा॒चस्पति॑ना संविदा॒नो वा॒चस्पति॑रु॒षस्पति॑ना संविदा॒नः
Der Herr der Uṣas im Einklang mit dem Herrn der Rede; der Herr der Rede im Einklang mit dem Herrn der Uṣas.
Mantra 7
ते॒३मुष्मै॒ परा॑ वहन्त्व॒राया॑न् दु॒र्णाम्नः॑ स॒दान्वाः॑
Mögen sie zu jenem dort den Übelwollenden forttragen – die von bösem Namen, die stets verharrenden (Feinde).
Mantra 8
कु॒म्भीकाः॑ दू॒षीकाः॒ पीय॑कान्
Die Kumbhīkās, die Beflecker, die Pīyakas — sie nenne ich und zeichne sie aus.
Mantra 9
जा॒ग्र॒द्दु॒ष्व॒प्न्यं स्व॑प्नेदुष्व॒प्न्यम्
Den bösen Traum im Wachen, den bösen Traum im Schlaf — beide gleicherweise trete ich entgegen und wehre sie ab.
Mantra 10
अना॑गमिष्यतो॒ वरा॒नवि॑त्तेः संक॒ल्पानमु॒च्या द्रु॒हः पाशा॑न्
Von den Gaben, die nicht kommen, vom Verfehlen des Erlangens, von ersonnenen Vorhaben — ich löse dich aus den Schlingen des Trugs.
Mantra 11
तद॒मुष्मा॑ अग्ने दे॒वाः परा॑ वहन्तु॒ वघ्रि॒र्यथास॒द् विथु॑रो॒ न सा॒धुः
O Agni, mögen die Götter dies zu jenem dort hinforttragen; so werde der Vaghrí zunichtegemacht — zerschmettert, zerbrochen und ohne Wirkung.
It means “carry it away.” In AV 16.6 it is a command that the evil embedded in hatred and curses be removed from the reciter and transported outward—often back toward the hostile source.
Its primary function is protective reversal: it prevents hostile speech from landing on the reciter by sending it away and back to the hater/curser. The emphasis is on expulsion and neutralization rather than initiating unprovoked harm.
The text itself does not require substances. The closing verse explicitly involves Agni, so recitation near a household fire can support the rite, but the core mechanism is the spoken imperative of banishment.
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